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Ratgeberübersicht Motorrad

Das Motorrad: verschiedene Typen und Wissenswertes

Bild oranges Motorrad Motorräder werden für verschiedene Nutzerprofile konzipiert. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Welcher "Motorradtyp" bist Du?: Von der Geschichte des Motorrads und dessen Entwicklung

Heute tummeln sich am Markt zahlreiche Motorrad-Hersteller, die um die Gunst der Kunden buhlen und stetig neue Modelle präsentieren, die für die unterschiedlichsten Nutzerprofile konzipiert sind. Doch welchen Weg hat die Entwicklung des Motorrads bis zum heutigen Punkt genommen, welche Motorradtypen sind heute am gängigsten und welchen Führerschein brauchst Du, um bestimmte Motorräder zu fahren. Hier verschaffst Du Dir einen Überblick über alles Wissenswerte und Wichtige und erhältst nützliche Infos, die Dir bei der Auswahl Deines nächsten Bikes vielleicht weiterhelfen könnten.

Was ist denn nun eigentlich ein Motorrad?

Per Definition ist ein Motorrad ein "einspuriges Kraftfahrzeug mit 2 Rädern und einem oder zwei Sitzplätzen". Kraftfahrzeug bedeutet zunächst einmal, dass ein Motor für den Antrieb sorgt. Aber 2 Räder und 1 oder 2 Sitzplätze? Das ist etwas eng gefasst, denn schließlich gibt es auch noch das Motorrad mit Beiwagen, also das sogenannte Gespann. Und einige Hersteller bieten mittlerweile auch Motorräder an, die vorne mit 2 und hinten mit 1 Rad ausgestattet sind - bei denen es sich also eher um "Dreiräder handelt". Der Begriff Motorrad wird mittlerweile also etwas weiter gefasst - und das nicht nur, weil alles vom Kleinkraftrad bis hin zum monströsen Tourer und mittlerweile auch das Trike zu den Motorrädern zählen.

Aller Anfang ist schwer - die Entwicklung vom Fahrrad zum Motorrad

Bild altes Motorrad und Fahrrad Im Jahr 1894 verwendete man das erste Mal die Bezeichnung Motorrad.

Vom Fahrrad zum Dampfrad

Ob nun aus chronischer Unlust zum Treten oder wegen der höheren Geschwindigkeit - irgendwann im 19. Jahrhundert machten sich einige findige Herren Gedanken darüber, dass es eigentlich doch etwas besseres geben müsste als ein Fahrrad oder Laufrad, das nur mit eigenem "Muskelschmalz" angetrieben werden konnte. So wurde 1869 von Pierre Michaux das Dampfrad entwickelt, das als Vorläufer des modernen Motorrads gilt und zunächst einmal mittels einer Dampfmaschine angetrieben wurde. Es wurde bis Ende des 19. Jahrhunderts in den USA gebaut.

Erste Motorräder

Als erstes "richtiges" Motorrad" gilt jedoch der "Reitwagen" mit seitlichen Stützrädern von Daimler und Maybach, der 1885 entwickelt und erstmals von einem Ottomotor angetrieben wurde. Das erste "echte" Serienmotorrad allerdings war die Hildebrand und Wolfmüller aus dem Jahr 1894. Hier wurde die Bezeichnung "Motorrad" auch als erstes verwendet und durch ein Patent geschützt. Mit Beginn des 20. Jahrhunderts schließlich kam richtig Bewegung in die Entwicklung des Motorrads. Zunächst mit durch den Spritzdüsenvergaser und die Magnetzündung, später durch erste Vierzylindermotoren und Kardanantrieb sowie eine gefederte Vorderradaufhängung, die deutlich mehr Komfort bei der Nutzbarkeit von Motorrädern boten. Schon ab 1914 gab es Motorräder mit elektrischem Starter und elektrischer Beleuchtung von Indian.

Aufschwung durch den Krieg

In der Zeit der beiden Weltkriege erlebte das Motorrad dann sowohl seinen zivilen als auch seinen militärischen Durchbruch und wurde vor allem im 2. Weltkrieg in großen Maßstäben eingesetzt. Übrigens: Alle heute erfolgreichen japanischen Motorradhersteller, also Kawasaki, Honda, Suzuki und Yamaha, begannen erst nach dem Krieg mit ihrer Produktion.

Vom Autoersatz zum Freizeitgerät

Nach dem Krieg war ein Motorrad für die meisten Menschen schlicht nur ein billiger Ersatz fürs Auto. Das lässt sich daran erkennen, dass es in der BRD bis 1957 und in der DDR sogar bis 1989 mehr Motorräder als Autos gab. In diese Hochzeit fällt auch der Boom der deutschen Marke NSU, die 1955 weltgrößter Zweiradhersteller war.

Ab 1969 schließlich erlangte das Motorrad, vor allem befeuert durch die Anstrengung der japanischen Hersteller, ein neues Image als Sport- und Freizeitgerät, das es bis heute innehat, auch wenn sich Technik und Aussehen der "Maschinen" seitdem gehörig verändert haben.

Welche Motorräder Du fahren darfst und welche nicht - Details zum Motorrad-Führerschein

Bild Motorrad und Führerschein Für Motorräder gibt es unterschiedliche Arten von Führerscheinen.

In Deutschland quält das Verkehrsrecht potenzielle Motorradfahrer mit speziellen Regelungen, die dazu führen, dass es unterschiedliche Arten der Fahrerlaubnis für Motorräder gibt, die jeweils für bestimmte Hubraum-, Leistungs- und Altersgrenzen beim Fahrer gelten. Du kannst Dir also nicht einfach irgendein Bike unter den Hintern klemmen und los düsen, sondern musst dazu erstmal im Besitz des passenden Führerscheins sein.

Für zwei- und dreirädrige Krafträder gilt seit 2011 eine bestimmte Einteilung in EG-Fahrzeugklasse. Einerseits existieren Krafträder, das sind zweirädrige Kraftfahrzeug mit oder ohne Beiwagen. Sie haben, wenn mit Verbrennungsmotor betrieben, einen Hubraum von mehr als 50 ccm und/oder eine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit von mehr als 45km/h.

"Leichtkrafträder hingegen sind Krafträder, bei denen die Leistung nicht über 11 kW liegt und die einen Hubraum von mehr als 50 aber nicht mehr als 125 ccm haben.

Und dann sind da noch die Kleinkrafträder, zu denen zum Beispiel die meisten Roller, Mofas und Mokicks gehören. Sie werden weiter unterteilt. Zum einen in zweirädrige Kleinkrafträder. Deren Leistung beträgt mit Elektromotor nicht mehr als 4kW und der Hubraum bei Verbrennungsmotoren liegt nicht über 50 ccm. Zum anderen gibt es die dreirädrigen Kleinkrafträder. Deren Leistung beträgt mit Verbrennungsmotor oder Elektromotor nicht mehr als 4kW und deren Hubraum liegt mit Fremdzündungsmotor nicht höher als 50 ccm.

Außerdem musst Du über einen der folgenden Führerscheine verfügen, um die entsprechenden Motorräder fahren zu dürfen:

  • Die Klasse A kennt keine Beschränkungen des Hubraums oder der Leistung. Du kannst den Führerschein ab 24 direkt erwerben oder nachdem Du zwei Jahre den Führerschein der Klasse A2 besessen und eine praktische Prüfung abgelegt hast.
  • Die Klasse A2 kannst Du ab 18 erwerben. Hiermit darfst Du Motorräder fahren, die nicht mehr als 35 kW bzw. 0,2 kW/kg Leistung besitzen.
  • Der Führerschein der Klasse A1 schließlich ist bereits ab 16 zu erwerben. Er ist gültig für Motorräder mit maximaler Leistung von nicht mehr als 11 kw oder einem Leistungsgewicht von nicht mehr als 0,1 kW pro kg Leergewicht. Früher gab es hier eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h, diese fiel jedoch 2013 weg.

    Seit 2013 zählen auch Trikes offiziell zu den Motorrädern. Für Modelle mit Leistung über 15 kW brauchst Du den Führerschein A, darunter genügt die Fahrerlaubnis der Klasse A1. Hast Du allerdings vor dem 19. Januar 2013 den Autoführerschein erworben, darfst Du damit ebenfalls alle Trikes fahren.

Quads hingegen zählen nicht zu den Motorrädern und dürfen generell mit dem Autoführerschein gefahren werden.

Welcher "Motorradtyp" bist Du?

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden - und das ist, gerade im Bezug auf Motorräder, auch ganz gut so. Ob schneller Supersportler, bequemer Cruiser oder ein Motorrad mit Beiwagen, in dem zur Not auch Dein Hund mitfahren kann - die europäischen, japanischen und amerikanischen Hersteller bieten heute eine Vielzahl unterschiedlicher Bauformen an und zusätzlich auch Motorräder, die aufgrund ihrer vielseitigen Nutzbarkeit eigentlich gar keinem festen Motorradtyp zugeordnet werden können. Zur besseren Orientierung führen wir für Dich hier die wichtigsten Motorradtypen mit Ihren typischen Merkmalen auf.

Der Allrounder - kann einfach alles

Grafik Motorrad_Typen Es gibt viele verschiedene Motorradarten, wie beispielsweise ein Motorrad mit Beiwagen. (Zum Vergrößern hier klicken)

Allrounder sind im Alltag optimal einsetzbare Motorräder, die sich vor allem für Anfänger und Wenigfahrer eignen. Sie bieten einen guten Komfort und sind für die Straße gemacht. Nicht selten sind sie mit moderner Sicherheitsausstattung wie zum Beispiel ABS ausgerüstet und in aller Regel mit einer Voll- oder Teilverkleidung ausgestattet.

Chopper und Cruiser - für das echte "Easy Rider"-Feeling

Ursprünglichkeit ist die Stärke der Chopper und Cruiser - Bikes, deren Anfänge in den 1950er Jahren liegen und die sich vor allem durch Minimalismus auszeichnen. Aller unnötiger Ballast fehlt an diesen Motorrädern, um ein möglichst puristisches Fahrvergnügen zu erzielen (das gilt allerdings kaum für Custom-Bikes, die vor Chrom und Applikationen oft nur so strotzen). Chopper und Cruiser zeichnen sich meist durch eine sehr aufrechte und tiefe Sitzposition aus. Sie eignen sich für Anfänger aufgrund des manchmal schwierigen Handlings nur sehr bedingt. Dennoch eignen sich diese Motorräder am besten fürs entspannte Dahingleiten, eben fürs "Cruisen".

Naked Bikes - Mach dich nackig...

Naked Bikes wurden zunächst von den Fahrern selbst kreiert, in dem sie die Verkleidungen ihrer Supersportler und Tourer entfernten und das Motorrad teils stark modifizierten. Heute gibt es das auch serienmäßig Modelle ohne Verkleidung, bei denen der Motor offen sichtbar ist und bei denen puristischer Fahrspaß mit mittlerer bis hoher Leistung auf der Straße im Vordergrund stehen, werden mittlerweile von nahezu allen Herstellern angeboten.

Supersportler und Superbikes - mehr Leistung und Geschwindigkeit für die Straße

Superbikes und Supersportler kommen vor allem von japanischen und italienischen Herstellern - und bringen Geschwindigkeiten von 300 km/h und mehr auf die Straße. Hierbei handelt es sich um hochpräzise Maschinen, die für Anfänger nicht geeignet sind und deren Führung einen ambitionierten, geübten und zudem konzentrationsfähigen Fahrer erfordert.

Tourer - Maximaler Komfort für die lange Fahrt

Tourenmotorräder bieten Dir ein Maximum an Komfort und Ausstattung und sind daher optimal für lange Motorradtouren, auch über mehrere Tage und viele Hundert Kilometer, geeignet. Der wohl bekannteste Tourer ist die Gold Wing von Honda, die heute serienmäßig über eine Vollverkleidung mit Koffersystem, ein Audio-System sowie einen Rückwärtsgang und ABS verfügt. Aufgrund ihrer Größe und des hohen Gewichts sind vor allem die wirklich großen Tourer für Anfänger nur eingeschränkt zu empfehlen.

Enduros - ab ins Gelände

Enduros sind Motorräder, die gerne auch mal offroad bewegt werden dürfen. Sie haben eine hohe , aufrechte Sitzposition sind sehr agil und zeigen ein präzises Handling. Während sogenannte Soft-Enduros sowohl für den Straßenbetrieb als auch für Feldwege aber keinesfalls für richtiges "Gelände" geeignet sind, richten sich die Hard-Enduros, die oft Kopien reiner Crossmaschinen darstellen, vor allem an jene, die es richtig wild mögen und gerne abseits aller Wege unterwegs sind. Touren-Enduros sind wesentlich größer, bieten Platz für Gepäck und können für lange Motorradtouren selbst in unwegsamem Gelände eingesetzt werden.

Das Gespann - Motorrad mit Beiwagen

Beim Gespann handelt es sich in der Regel um einen Tourer, der durch einen Beiwagen für eine zweite bzw. dritte Person ergänzt wurde. Das Fahren mit Beiwagen erfordert Übung weshalb Motorrad-Anfänger nicht direkt mit einem Gespann beginnen sollten, da sich das Handling dadurch wesentlich verändert.

Quads, Trikes und Pocket Bikes - eigentlich keine "richtigen" Motorräder

Quads sind vierrädrige, geländegängige Fahrzeuge mit motorradähnlicher Steuerung, die jedoch mit Autoführerschein gefahren werden dürfen. Die dreirädrigen Trikes hingegen zählen seit 2013 offiziell zu den Motorrädern und bieten je nach Modell einer Person oder der ganzen Familie Platz. Pocket Bikes dürfen nicht auf der Straße, sondern nur auf abgesperrten Geländen gefahren werden. Die Mini-Motorräder werden oft bei Wettbewerben eingesetzt und erreichen bei einem Hubraum von bis zu 50 ccm Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h.

Lust auf noch mehr Motorrad - ab vor den Fernseher

Schon immer inspirierten Motorräder die internationalen Filmemacher zu entsprechenden Werken. Als Motorrad-Liebhaber solltest Du dir daher Werke wie zum Beispiel Easy Rider nicht entgehen lassen. In vielen Klassikern der 1950er und 1960er Jahre mit Stars wie James Dean, Steve McQueen oder Marlon Brando spielen Motorräder eine zentrale Rolle.

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