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Tipps für Surfanfänger: Die richtige Ausrüstung zum Wellenreiten

Grafik Surfen für Anfänger Möchten Sie lernen, wie Sie grazil auf den Wellen reiten können? Was Sie dafür brauchen, erfahren Sie hier. (Einfach klicken zum Vergrößern).

Wassersportarten erfreuen sich im Urlaub großer Beliebtheit. Vor allem das Wellenreiten scheint dabei quer durch alle Altersklassen auf immer größeres Interesse zu stoßen. Doch wussten Sie, dass Surfen zu einer der ältesten Sportarten der Welt gehört? Bereits die Polynesier hatten vor über 3000 Jahren Spaß daran, gemeinsam über die Wellen zu gleiten. Wer dieses Gefühl einmal erlebt hat, so sagt man, möchte immer mehr davon. Haben auch Sie Ihr Interesse an der modernen Trendsportart entdeckt, so erhalten Sie im Folgenden eine Übersicht über das nötige Equipment.

Das Surfbrett

Die Zusammenstellung der Surfausrüstung hängt dabei von verschiedenen Kriterien ab. Es muss berücksichtigt werden, ob man Anfänger oder Fortgeschrittener ist, welche Masse (Gewicht) der Surfer aufweist und wie das Surfbrett verwendet werden soll. Die Maße eines Surfboards werden übrigens weltweit in Foot und Inches angegeben. Die passende Größe findet Ihr, indem Ihr diese einfache Formel verwendet: Körpergröße + 45cm = Surfbrettgröße. Das Volumen und die Breite richten sich nach Ihrem Gewicht. Die sechs wichtigen Faktoren, welche das Surfverhalten eines Surfbretts beeinflussen, sind: Die Länge, die Breite, die Dicke, die Rocker Scoop Line, das Tail und die Finnen.

 

Je nach Anwendungszweck und Können gibt es unterschiedliche Formen des Surfboards. Anfänger beginnen meist mit einem langen und breiten Brett, Fortgeschrittene greifen in der Regel zum Shortboard, das eine erhöhte Wendigkeit aufweist. Größere Surfbretter bieten einen besseren Auftrieb und liegen besser im Wasser. Aus diesem Grund sollten vor allem Surfanfänger nicht gleich zu Beginn zu kleineren Surfbrettern greifen. Runde Spitzen sind außerdem bei Surfanfängern eher zu empfehlen als spitz zulaufende Surfbretter. Hier ein Überblick über die gängigsten Formen:

Longboard

Für Anfänger am besten geeignet ist das Longboard. Mit einer Länge von 8 bis 10 Fuß (1 Fuß= 32,5 Zentimeter) zählt das Longboard definitiv zu den längsten Boards und ist noch dazu auch das älteste. Es war bis in die 1960 Jahre das einzige Modell auf dem Markt. Das große Volumen sorgt für hohe Stabilität und erleichtert das Anpaddeln und Angleiten. Es ist für nahezu alle Wellenbedingungen geeignet und besitzt meisten nur einen Single-Fin oder drei Finnen. Der Nachteil: Man ist nicht so wendig und schnell unterwegs.

Malibu

Häufig wird zwischen Longboards und dem Malibu-Board gar nicht mehr unterschieden. Die Grenzen sind fließend, wobei das Malibu-Board etwas kürzer ist als das Longboard. Aufgrund des immer noch großen Volumens ist aber auch dieses Surfbrett für Anfänger gut geeignet. Es ermöglicht müheloses Anpaddeln und Gleiten. An wellenschwachen Tagen an denen mit dem Shortboard nicht viel anzufangen ist, verwenden auch Fortgeschrittene das Malibu Surfboard noch gerne als Zweitboard.

Mini-Malibu

Bild Surfer im Surfanzug Welche Ausrüstung benötige ich zum Surfen? Welches Board ist das richtige? Hier die Antworten.

Dieses Surfboard wird ebenfalls vielen Anfängern empfohlen und von Surfschulen angewendet. Es ist 7 bis 8 Fuß lang, die Breite und die Dicke sind etwas geringer als beim Longboard. Es eignet sich besonders für kleine bis mittelgroße Wellen, welche am Anfang genau richtig sind zum Üben. Mit diesem Board gelingt das Anpaddeln vom Strand besonders leicht. Auch fortgeschrittenere Surfer müssen sich mit diesem Board nicht langweilen.

Fish

Auch der Fish zählt zu den kurzen Brettern, unterscheidet sich vom Shortboard jedoch deutlich in der Breite. Vor allem im Heckbereich ist das Fish-Board sehr breit und verfügt über mehr Volumen, was eine gute Wellenausbeute ermöglicht. Das Fishbrett ist eine gute Wahl für fortgeschrittene Surfer, denen das klassische Shortboard noch zu radikal ist. Für Einsteiger, die mit dem Surfen gerade erst beginnen, ist das Brett hingegen nicht empfehlenswert.

Shortboard

Shortboards sind nur für erfahrene Surfer geeignet. Es gibt sie ab einer Größe von 5 Fuß. Sie sind kurz und dünn und erschweren so das Anpaddeln. Erst durch eine hohe Geschwindigkeit wird ausreichend Stabilität erreicht. Im Vergleich zu den langen Brettern weist das Shortboard jedoch eine erhöhte Wendigkeit auf. Haben Sie bereits eine gewisse Zeit lang Erfahrung gesammelt, ist mit dem Shortboard so mancher Trick möglich. Echtes Surffeeling garantiert.

Surfkleidung

Ein Surfanzug schützt vor Auskühlung und Sonneneinstrahlung. Auch bei Temperaturen über 20 Grad ist es daher sinnvoll, sich durch Surfkleidung zu schützen. Doch welcher Anzug ist empfehlenswert? Grundsätzlich gilt: Windsurf- oder andere Wassersportanzüge sind zum Wellenreiten ungeeignet. Es sollte daher immer auf spezielle Wellenreitanzüge zurückgegriffen werden. Diese sind für den Bewegungsablauf optimiert. Wichtig ist auch, dass der Anzug genau passt und keine Falten wirft. Das Modell richtet sich nach Wasser- und Lufttemperatur. Shortys sind Wetsuits mit kurzen Ärmeln und Beinen und eigen sich daher besonders für warme Tage. Die Bewegungsfreiheit ist in diesen Anzügen recht groß. Bei niedrigen Wassertemperaturen sollten Sie jedoch auf einen Fullsuite mit langen Armen und Beinen zurückgreifen. Spezielle Schuhe, Handschuhe und ein Kopfschutz helfen zusätzlich im sehr kaltem Gewässer.

Zubehör zum Wellenreiten

Verglichen mit anderen Wassersportarten wie Segeln, Windsurfen oder Kiteboarden wird beim Wellenreiten nur wenig Zubehör benötigt. Dabei liegt ein neues Malibu-Mini Surfboard etwa zwischen 300 und 500 Euro - je nach Material. Wenn Sie Geld sparen wollen, schauen Sie nach Vorjahresmodellen, welche meist günstiger sind oder kaufen Sie ein noch gutes, gebrauchtes Board. Welches Equipment sonst noch nicht fehlen darf, erfahren Sie hier:

Leash

Bild Surfer-Icon Die Finnen unter dem Surfbrett dienen einer besseren Stabilität und zur Steuerung des Brettes.

Die Leash zählt zu den wichtigsten Gegenständen beim Surfen. Sie stellt die Verbindung zwischen Surfer und Surfboard her und dient dazu, dass bei einem Sturz das Brett nicht verloren geht. Die Leine wird am hinteren Teil des Boards befestigt sowie mit einem Klettverschluss am Fußgelenk des Surfers. Die Leash besteht aus Vollgummi und ist so, sehr dehnbar und flexibel. Für jedes Surfbrett gibt es unterschiedliche Leashes. Grundsätzlich gilt, dass die Leine immer etwas länger ist als das Brett selbst. So kann sichergestellt werden, dass sich der Surfer bei einem Sturz in ausreichender Entfernung zum Board befindet.

Finnen

Finnen dienen zur Steuerung des Bretts. Sie geben je nach Anzahl unterschiedlich hohe Stabilität und Manövrierfähigkeit. Es gibt Surfbretter, an denen die Finnen herausnehmbar sind, aber auch Boards in denen sie fest verbaut sind. In der Regel werden je nach Bretttyp ein bis drei Finnen verwendet, die für Stabilität und Halt auf dem Wasser sorgen. Es können mittlerweile aber auch bis zu fünf Finnen vorhanden sein. Bei Longboards sieht man häufig eine Finne, die sich auf der Unterseite mittig des Tails befindet (Single Fin). Die verbreitetste Anordnung bezeichnet man als Thruster. Neben der zentralen Finne in der Mitte des Tails befinden sich etwa auf gleicher Höhe an den Außenseiten noch zwei weitere Spurhalter, um für mehr Halt in den Kurven zu sorgen. Vier Finnen am Board zu haben, wird vor allem bei Profisportlern immer beliebter. Hierbei befinden sich zwei kleine Finnen hinten und zwei größere Finnen vorne, welche alle nach außen gewinkelt sind.

Surfwachs

Surfwachs sorgt dafür, dass Brett rutschfest zu machen. Die glatte Oberfläche würde sonst schnell zu Stürzen führen. Das Wachs wird in festen Blöcken mit ca. 75g angeboten. Verteilen Sie daher das Wachs in kreisförmigen Bewegungen großzügig auf den Bereichen des Boards, auf denen Sie stehen. Sie können es auch noch auf die Stellen schmieren, wo Sie Ihre Hände beim Aufstehen abstützen. Beachten Sie: Das aufzutragende Wachs muss stets zur Wassertemperatur passen. Es wird daher zwischen verschiedenen Härten für die jeweiligen Wassertemperaturen unterschieden. Ansonsten wäre das Wachs bei zu kalten Temperaturen zu hart bzw. bei zu warmen Temperaturen zu weich. Sie sollten die Wachsschicht vor jedem neuen Surftag erneuern, spätestens aber wenn die Griffigkeit nachlässt.

Boardbag

Ob auf Flugreisen oder lediglich beim Transport im Auto - Surfbretter sollten immer sicher transportiert werden. Boardbags dienen dazu, dass Board vor Stößen, Schmutz und Sonne zu schützen und gehören daher zur jeder Surfausrüstung. Vor allem bei Flugreisen, wenn die Fracht durch die Gegend geschmissen wird, sollten Sie das Surfbrett gut verpacken. Am besten wählen Sie für diesen Fall eine gepolsterte Tasche. Für den kurzen Weg vom Hotel zum Strand reicht allerdings auch eine Surfsocke, denn diese bringt kaum zusätzliches Gewicht und schützt das Surfboard ausreichend vor der Sonne.

 

Es ist unübersehbar, wieso das Surfen zu einer der beliebtesten Wassersportarten zählt. Wer möchte nicht einmal so cool über die Wellen gleiten wie die Profis. Dafür verlangt es aber eine Menge Übung und das nötige Equipment. Im Vergleich zu den meisten anderen Wassersportarten ist die nötige Ausrüstung, wie Sie gesehen haben, aber überschaubar und vor allem preiswert erhältlich. Natürlich muss es nicht immer ein neues Board sein, aber achten Sie beim Gebrauchtkauf auf die Qualität. Am besten Sie testen erst einmal einige Surfbretter über einen Verleih, bevor Sie sich für das richtige Modell entscheiden. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Üben.


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