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Ratgeberübersicht Motorrad

Das perfekte Motorrad finden: Worauf Du beim Kauf achten solltest

Bild Junge mit verschiedenen Motorrädern in Gedankenblasen Anfänger sollten besonderes Augenmerk auf die Leistung und ein einfaches Handling des Motorrades legen. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Mit den ersten Sonnenstrahlen im Jahr vergrößert sich bei vielen Menschen auch der Wunsch, endlich den Traum vom eigenen Motorrad in die Tat umzusetzen. Die Ausfahrt auf dem eigenen Zweirad vermittelt auch heute noch ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit; die Kurvenfahrt bereitet ebenso wie die rasante Beschleunigung einen unglaublichen Spaß, der im eigentlichen Wortsinne erst "erfahren" werden will. Wer hingegen bisher nur auf vier Rädern unterwegs war, kann sich von den Besonderheiten des Motorradfahrens keinen Begriff machen. Doch zunächst stellt sich die Frage nach der Anschaffung der richtigen Maschine.

Welche Kriterien beim Motorradkauf ausschlaggebend sind

Deutlich stärker als im PKW-Bereich sind Motorräder auf ihren jeweiligen Einsatzzweck spezialisiert, anders als in einem Auto lässt sich die Sitzposition auf ein Motorrad zumeist nicht ohne erheblichen Aufwand verändern - weshalb die Wunschmaschine auch den eigenen anatomischen Anforderungen entsprechen sollte. Weiterhin spielen natürlich der Einsatzzweck und das Budget eine Rolle; zu guter Letzt sollten auch Gewicht und Leistung den eigenen Anforderungen und rechtlichen Rahmenbedingungen entsprechen.

Wer heute einen neuen Motorradführerschein der Klasse A erwirbt, ist zunächst auf 35 KW (48 PS) beschränkt. Anders als beim alten Stufenführerschein kann nicht nach zwei Jahren automatisch auf eine stärkere Maschine umgesattelt werden. Um den Führerschein A2 zum Fahren von Maschinen mit unbeschränkter Leistung zu erwerben, ist eine weitere praktische Prüfung abzulegen. In der folgenden Checkliste erfährst Du detailliert, welche Kriterien beim Motorradkauf berücksichtigt werden müssen.

Verwendungszweck

Bild Geländemotorrad auf Waldweg Der Verwendungszweck für Dein Motorrad bestimmt die Art des Motorrades.

Die Frage, was Du mit dem Motorrad machen willst, sollte im Vordergrund stehen: Dient die Maschine für Geländeausritte? Steht Sportlichkeit im Vordergrund oder packt Dich die Reiselust? Wie bereits erwähnt, sind Motorräder Spezialisten. Natürlich kannst Du mit einer Enduro - sofern eine entsprechende Straßenzulassung vorhanden ist - auch im öffentlichen Straßenverkehr unterwegs sein. Weil für das Gelände allerdings ein grobes Reifenprofil sowie eine große Bodenfreiheit benötigt werden, ist der Einsatz auf kurvigen Landstraßen nicht ohne Einschränkung möglich.

Die Haftung der Reifen ist beschränkt, die große Bodenfreiheit sorgt auch für einen hohen Schwerpunkt. Abgesehen davon, dass die Sitzhöhe mit rund 85 cm entsprechend üppig ausfällt (Straßenmaschinen liegen bei rund 75 cm), sorgt die aufrechte Sitzposition auch für einen hohen Windwiderstand. Dadurch steigt nicht nur der Kraftstoffverbrauch an, das Fahren bei höheren Geschwindigkeiten ab über 100 km/h strengt zudem an. Anstrengend ist häufig auch die Sitzposition auf einen Supersportler.

Insbesondere der enge Kniewinkel sorgt dafür, dass lange Ausfahrten nur ausnahmsweise angetreten werden sollten. Zudem entfalten die kleinvolumigen Motoren - mit 600 ccm Hubraum werden oft mehr als 130 PS erzeugt - die Leistung nur in hohen Drehzahlbereichen. Um die Power auch auf kurvigen Landstraßen ausschöpfen zu können, muss entsprechend häufig geschaltet werden, was nicht jedem gefällt. Ein Cruiser stellt das glatte Gegenteil dar: Die Kurvenfahrt stellt diesen Typ nicht direkt vor Probleme, zu eng sollten die Winkel allerdings nicht sein. Die lässige Fahrweise steht im Vordergrund, was auch durch die Charakteristik der Motoren unterstrichen wird. Großer Hubraum in Verbindung mit vergleichsweise geringer Leistung zeichnen diese Zweizylinder-V-Motoren üblicherweise aus.

Daneben existiert auch nach zuvor das klassische Mittelklasse oder Naked Bike, welches sämtlichen Anforderungen halbwegs gerecht wird. Für die schnelle Runde auf der Landstraße sind diese Zweiräder ebenso geeignet wie für die Ausfahrt übers verlängerte Wochenende. Während sich für Supersportler üblicherweise keine Gepäckssysteme finden lassen, kannst Du hier auch Deine Reiseutensilien unterbringen. Insbesondere Einsteiger, die sich noch nicht so recht festlegen mögen, sind mit einem solchen Motorrad gut beraten.

Leistung und Motor

Unabhängig vom jeweiligen Führerschein sollte ein Anfänger Motorrad nicht mit allzu üppigem Hubraum und hoher Leistung aufwarten - als Anfänger könnte Dich das Handling ansonsten überfordern. Ratsam sind deshalb typische Einsteigermaschinen mit 500 oder 600 ccm Hubraum. Bei den Fahrzeugen mit 500 ccm Hubraum handelt es sich üblicherweise um Zweizylinder-Motoren; 600er sind hingegen mit laufruhigeren aber schwereren Vierzylindern ausgestattet - die zumeist auch höhere Laufleistungen von mehr als 100.000 km erreichen können. Wer ein Anfänger Motorrad sucht, welches längerfristig behalten werden soll, kann auch über eine Drosselung nachdenken. Dadurch lässt sich das Zweirad zunächst auf die vorgeschriebenen 35 KW drosseln, nach dem Erwerb des A2-Führerscheins kann die Maschine die volle Leistung entfalten.

Handling

Bild Motorrad vor Berglandschaft Lenker können auf Wunsch auch ausgetauscht werden.

Für das Handling des Motorrades sind verschiedene Faktoren verantwortlich. Neben dem Gewicht - einfach zu handhabende Maschinen sollten weniger als 200 Kg auf die Waage bringen - ist vor allem auch die Fahrwerksauslegung entscheidend. Ein Supersportler verfügt zumeist nur über kurze Lenkerstummel, die hohe Bedienkräfte erfordern. Naked Bikes und Tourer sorgen mit einem breiteren Lenker für günstigere Hebelverhältnisse. Wenn der Serienlenker nicht gefällt, lässt sich zumeist auch ein breiterer, sogenannter Superbike-Lenker montieren. Ebenso günstig fällt das Handling von Enduros und Supermotos aus: Der Schwerpunkt liegt auf dem Vorderrad, die Sitzposition ist aufrecht und der Lenker breit. Wenn Du mindestens 1,80 Meter groß bist, profitierst Du vom einfachen Handling der Geländemaschinen. Für üppige Reise-Enduros gilt dies ist allerdings nicht unbedingt; hier sorgt das hohe Gewicht dafür, dass Anfänger häufig überfordert sind.

Sicherheit

Bei neuen Motorrädern ist ein Antiblockiersystem Pflicht. Stärker noch als bei einem PKW sorgt der Blockierverhinderer für Sicherheit, weil auch bei einer Vollbremsung das Wegrutschen des Vorderrades verhindert werden kann. Wer eine gebrauchte Maschine im Einstiegssegment kauft, muss hingegen häufig auf ABS verzichten. Für wenig routinierte Fahrer ist dies keine gute Wahl, weshalb ein Motorrad mit ABS eindeutig vorzuziehen ist.

Betriebskosten

Bild Geländemotorrad auf Waldweg Für die Kfz-Steuer ist der Hubraum Deines Motorrades entscheidend.

Die Anschaffungskosten für die Wunschmaschine sind zumeist leicht zu überblicken. Wenn Du vom Kauf hubraumstarker Motorräder absiehst, fallen die Investitionskosten zumeist überschaubar aus. Unterschiede gibt es allerdings hinsichtlich der Betriebskosten. Die Kfz-Steuer wird am Hubraum des Zweirades bemessen. Je angefangene 25 ccm musst Du 1,8 Euro jährlich bezahlen. Gerundet ergeben sich daraus für 600 ccm 44 Euro, für die großvolumige Maschine mit 1300 ccm immerhin schon 95 Euro jährlich. Insgesamt fallen die Kosten allerdings nicht besonders hoch aus. Dasselbe gilt auch für die Kfz-Versicherung. Die Beiträge berechnen sich anhand der Leistung des Zweirades. Sofern die Maschine über maximal 98 PS verfügt, bleiben die Prämien selbst für Fahranfänger moderat. Erst über dieser Leistung musst Du mit hohen Aufschlägen rechnen.

Kraftstoffverbrauch: Eine Frage der Fahrweise

Die Betriebskosten für die Maschine werden vor allem durch den Kraftstoffverbrauch sowie den Reifenverschleiß bestimmt. Der Hinterreifen eines Supersportlers ist bereits nach spätestens 5.000 km austauschreif, je nach Reifentyp und -Größe werden dann mehr als 200 Euro für den Wechsel fällig. Die Pneus für den Tourer sind zwar kaum günstiger, können aber durchaus für die doppelte Distanz eingesetzt werden. Auch der Kraftstoffverbrauch unterscheidet sich erheblich. Eine moderne Mittelklasse-Maschine mit 600 ccm Hubraum lässt sich bei gemäßigter Fahrweise mit unter 4 l auf 100 km bewegen, bei einer Reiseenduro mit mehr als 1000 ccm sind mindestens 2 - 3 l Aufschlag zu kalkulieren. Weitaus stärker als die Konstruktion des Motorrades wiegt allerdings Deine Fahrweise. Wer eine sportliche Maschine auch entsprechend sportlich bewegt, kann auch mit zweistelligen Verbrauchswerten rechnen.

Alltag

Bild Motorrad mit Straße und Feldern Ein Motorrad sollte perfekt zu Deinen induviduellen Ansprüchen passen.

Das Marketing sämtlicher Hersteller ist stark darin, dass Motorradfahren als ultimatives Freizeiterlebnis zu vermarkten. Für Dich mag das in Deinem Alltag nicht immer eine wichtige Rolle spielen. Vielleicht möchtest Du Dein Zweirad auch bewegen, um damit bei gutem Wetter zur Arbeit zu fahren; möglicherweise bist Du darauf sogar angewiesen. Einige Aspekte, die bei einer oberflächlichen Betrachtung kaum eine Rolle spielen, sollten dabei besondere Beachtung finden. So gibt es viele Maschinen, die bereits ab Werk Möglichkeiten bieten, ein wenig Gepäck unterzubringen. Dies ist nicht nur sinnvoll, wenn Du auch kleinere Einkäufe mit dem Motorrad erledigen oder mit dem Motorrad in den Urlaub fahren möchtest. Bei jeder Ausfahrt muss auch eine Geldbörse mitgenommen werden, zudem lassen sich Smartphone und Getränkeflasche leichter verstauen. Bist du auch bei Regen unterwegs, sollte auch der Wetterschutz nicht zu kurz kommen.

Aus optischen Gründen wird eine Verkleidung nicht immer gewünscht, der Wetterschutz ist allerdings kaum zu bestreiten. Nicht nur Regen trifft den Fahrer weniger stark, auch der Fahrtwind wird wirkungsvoll abgelenkt. Auf Dauer sorgt dies für einen niedrigeren Winddruck, der die Fahrt angenehmer werden lässt. Bist Du häufiger mit einem Sozius oder einer Sozia unterwegs, sollte dein Motorrad dafür entsprechende Möglichkeiten bereithalten. Auch Supersportler sind zumeist für zwei Personen zugelassen, insbesondere der Kniewinkel sorgt aber auch für den Beifahrer dafür, dass an längere Ausfahrten kaum zu denken ist. Reisemaschinen bieten hingegen ausreichende Platzverhältnisse und ermöglichen eine adäquate Unterbringung für den zweiten Passagier.

Motorrad für Frauen: Was Motorradfahrerinnen beachten sollten

Frauen sind gegenüber Männern im Durchschnitt weniger groß und kräftig. Aus diesem Grund spielt die Sitzhöhe bei der Wahl des Motorrades eine besondere Rolle. Ebenso sollte der Schwerpunkt der Maschine niedrig liegen, was das Handling weiter vereinfacht und dafür sorgt, dass geringere Beinkräfte benötigt werden. Kleine Naked Bikes erfüllen diese Voraussetzungen üblicherweise, zudem lässt sich das Handling weiter vereinfachen. Für viele gängige Motorräder sind Tieferlegungssätze erhältlich, mit denen sich die Sitzhöhe und auch der Schwerpunkt TÜV-konform reduzieren lassen. Außerdem kann die Sitzbank abgepolstert werden. Dadurch sinkt allerdings nur die Sitzhöhe, nicht aber der eigentliche Schwerpunkt der Maschine. Eine Alternative hierzu können auch Motorradstiefel mit Absatz sein, die die fehlende Körpergröße ausgleichen können. Der Vorteil hierbei: Ohne großen Aufwand lässt sich somit ein sicherer Stand nach dem Anhalten erzielen. Wird der Boden nur mit Zehenspitzen erreicht, ist dies natürlich nicht der Fall.

Fazit: Motorradkauf sollte nach individuellen Kriterien erfolgen

Am Ende zeigt sich: Eine universelle Empfehlung für ein bestimmtes Motorrad kann es nicht geben. Insbesondere bei einem Anfänger Motorrad müssen verschiedene Anforderungen beachtet werden, die von der Leistung über die Fahrwerksauslegung bis zum Einsatzzweck reichen. Wenn Du Dir ein Zweirad anschaffen möchtest, solltest Du Dir über Deine Fähigkeiten bewusst sein und genau abstecken, welcher Einsatzzweck im Vordergrund steht. Ein Motorrad für Frauen sollte insbesondere entsprechend der Körpergröße gekauft werden und sich leicht händeln lassen. So bereitet das Motorradfahren auch Einsteigern Spaß - und die Angst vor der Schräglage weicht bald dem puren Vergnügen.


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