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Kaninchenrassen von A bis Z mit Bild im Überblick

Wiener Kaninchen im Portrait - Rassemerkmale, Geschichte und Zucht

Wodurch zeichnen sich Wienerkaninchen aus?

Kurzinfo

Herkunft Österreich
Farben Weiß, blau, grau, blaugrau, schwarz
Gewicht 2,5-5,5 kg (typenabhängig)
Besonderheiten besonders fruchtbar, markante Farben
Einordnung Abteilung II (mittelgroße Normalhaarrassen)
- BlW (Blaue Wiener) - WW (Weiße Wiener)
- GrW (Graue Wiener) - BlgrW (Blaugraue Wiener)
- SchwW (Schwarze Wiener)
Wiener Kaninchen Wiener Kaninchen gibt es in verschiedenen Farben, die jeweils eigene Rassen darstellen. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Rassemerkmale der Wiener

Die Wienerkaninchen sind eine Gruppe von Rassekaninchen von mittlerer Größe. Die vier in Deutschland anerkannten Arten ähneln im Körperbau einander. Die ideale Ohrenlänge aller Wiener beträgt zwischen 11,5 cm und 12,5 cm.

Blaue Wiener

Blauer Wiener Der Blaue Wiener ist das bekannteste Wiener Kaninchen. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Der Blaue Wiener ist ein einfarbiges Kaninchen mit einem Gewicht von mindestens 3,25 kg und höchstens 5,25 kg. Das Idealgewicht liegt bei 4,25 kg. Besondere Auszeichnung findet es durch seine hohe Qualität des Fells. Es ist mittellang und sehr dicht in der Unterwolle, allerdings auch sehr lichtempfindlich, weshalb die Haltung in Außenstallungen vermieden werden sollte. Der Körper ist leicht gestreckt und walzenförmig. Der kleine Kopf ist kräftig und hat gut aufgesetzte Ohren. Blaue Wiener gelten als zutraulich und lebhaft.

Weiße Wiener

Weiße Wiener wiegen zwischen 3 kg und 4,5 kg, idealerweise 3,75 kg. Sie sind im Ganzen ein wenig kleiner als Blaue Wiener, entsprechen ihnen bis auf die Farbe aber ansonsten. Diese ist ausschließlich glänzend reinweiß. Allerdings ist die Farbe nicht auf Albinismus zurückzuführen, sondern auf Leuzismus. Das Fell ist mittellang mit sehr dichter Unterwolle, die ebenfalls weiß ist. Im besten Fall ist es fein und gleichmäßig begrannt.

Die Ohren sollen gut behaart sein. Stirn und Schnauze sind breit, die Backen gut ausgeprägt. Es ist kein Hals sichtbar, da der Kopf direkt am Rumpf sitzt. Die Ohren des Weißen Wieners sind abgerundet, kräftig und bis zu 12 cm lang. Die Augen sind blau.

Da die Läufe mittellang und kräftig sind, ist die Stellung des Weißen Wieners mittelhoch. Zudem soll das Tier eine Walzenform haben, d.h. die Rückenlinie soll ebenmäßig und nach hinten abgerundet sein. Der Weiße Wiener entstand aus einer Verdrängungszucht aus blauweißen Holländerkaninchen. Später wurden Weiße Riesen und weiße Widderkaninchen eingezüchtet. Weißen Wienern wird eine ausgelassene Lebhaftigkeit und Beweglichkeit bescheinigt.

Weißer Wiener Weiße Wiener haben glänzend weißes Fell und blaue Augen. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Graue Wiener

Der Graue Wiener entspricht den anderen Wienern in allen Belangen außer der Farbe. Hier sind die Farbschläge hasengrau, wildgrau und dunkelgrau erlaubt. Eine schwarz schattierte Beraupung ist auf dem Rücken zu erkennen. Seitlich und auf der Brust ist das Fell heller. Die Oberseite der Blume ist entweder gesprenkelt oder bei dunkelgrauen Tieren auch schwarz. Das Fell ist mittellang und hat besonders dichte Unterwolle. Die Unterfarbe kann bläulich oder bräunlich sein. Allgemein ist das Fell gleichmäßig begrannt und auch die Ohren sollten dicht behaart sein. Diese sind außerdem kräftig, bis zu 13,5 cm lang und wesen eine schwarze Säumung auf.

Stirn und Schnauze der Grauen Wiener sind breit, die Backenpartie ist gut ausgeprägt. Ein Hals ist nicht zu erkennen, da der Kopf dicht am Rumpf sitzt. Brust und Nacken können kräftig und gut ausgeprägt sein. Die Läufe sind kräftig und mittellang, was eine mittelhohe Stellung mit sich bringt.

Das Gewicht beträgt 3 bis 4,75 kg, bei einem Idealgewicht von 3,75 kg. Der Graue Wiener entstand aus einer Kreuzung von Blauen Wienern mit der Kaninchenrasse Großchinchilla.

 

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Blaugraue und Schwarze Wiener

Die Neuzüchtung der Blaugrauen Wiener (Fellfarbe wie Perlfeh) und die Schwarzen Wiener unterscheiden sich lediglich in der namensgebenden Farbe. Ihr Gemüt ist freundlich, sie sind lebhaft und sehr fruchtbar.

Schwarze Wiener haben glänzendes, intensiv schwarzes Fell. Die Farbe soll am ganzen Körper gleich sein, am Bauch lediglich etwas matter sein. Blaugraue Wiener haben mittel abgetöntes, blaugraues Fell. Büschelweise auftretende Grannenhaare mit blauen Spitzen ergeben die Farbe. Am Bauch besitzen die Tiere Fell in weiß oder creme. Rund um Augen, an Brust, Kinnbacken und Läufen sind die Tiere ebenfalls cremefarbig oder grau.

Wie alle Wiener Kaninchen haben auch diese beiden Wieder mittellanges Fell mit dichter Unterwolle. Die Tiere haben eine ausgeprägte Brust- und Nackenpartie sowie eine breite Stirn und Schnauze.

Geschichte der Wiener Kaninchen

Der Blaue Wiener stammt ursprünglich aus Österreich und wurde dort 1895 zum ersten Male ausgestellt. Ziel der Züchtung war eine Rasse zu schaffen, die sowohl ein guter Fleischlieferant ist als auch schönes Fell hat. Wenige Jahre später gelangte die Rasse nach Deutschland, wo man die auffallend guten Leistungseigenschaften dieser wirtschaftlichen Rasse sehr schätzte. Auch heute gehört der Blaue Wiener zu den beliebtesten und am meisten gezüchteten Rassen.

Etwa zur gleichen Zeit war ein weiteres Zuchtziel eine weiße Rasse mit blauen Augen. Nachdem es gelang, wurde der Weiße Wiener ab 1910 zu einer Moderasse und in den 30er-Jahren eine anerkannte Wirtschaftsrasse.

Obwohl er bereits weit vor dem Zweiten Weltkrieg gezüchtet wurde, fand der Graue Wiener erst spät die Anerkennung als Rasse, 1962 die Zuordnung zu den Wienerkaninchen. Eine kurze Hochzeit hatte die graue Rasse in den 30er-Jahren in Deutschland, in denen sie zum Nutzkaninchen des kleinen Mannes stilisiert wurde. Nachdem sie lange Zeit am Rande der Zucht lag, erfuhr der Graue Wiener in den letzten Jahren eine Renaissance.

Der Blaugraue Wiener ist ebenfalls eine Rasse, die lange Zeit in Vergessenheit geriet. Nachdem sie 1936 offiziell anerkannt wurde, nahm man ihr diesen Stempel Anfang der 60er-Jahre zu Gunsten des Grauen Wieners. Ähnlich verhält es sich mit dem Schwarzen Wiener, der in den 20er-Jahren eine Hochzeit hatte, dann jedoch immer seltener wurde. Erst in jüngster Zeit finden sich immer mehr Liebhaber dieses Farbschlags.

Haltung von Wiener Kaninchen

Blaue Wiener im Freigehege Wiener Kaninchen fühlen sich in einem großen Freigehege besonders wohl.

Artgerechte Haltung

Als mittelgroße Kaninchen brauchen Wiener Kaninchen entsprechend viel Platz und Auslauf. Kleintierkäfige, wie sie in der Zoohandlung erhältlich sind, eignen sich selten besonders gut. Sie bieten dem Tier nicht den benötigten Platz. Eine Haltung ist darin nur dann möglich, wenn das Tier täglich die Möglichkeit zu Freigang und Auslauf in Wohnung oder Garten hat. Hinzu kommt, dass Wiener Kaninchen keine Einzelgänger sind, sondern die Gesellschaft von Artgenossen brauchen. Man sollte also mindestens zwei Kaninchen gemeinsam halten, was die Platzanforderungen nochmals erhöht.

Anforderungen an das Gehege

In einem großen Gehege oder einem Außenstall mit Freigehege fühlen sich die Tiere besonders wohl. Hier sollten Sie allerdings darauf achten, dass im Sommer Schatten zur Verfügung steht. Für den Winter sollte der Stall gut isoliert sein - zudem sollte er nicht Zugluft ausgesetzt sein.

In ihrem Gehege sollte Wiener Kaninchen immer eine Trink- und Futterstelle zur Verfügung stehen. Außerdem eine Höhle oder ein kleines Häuschen, in dem sie sich verstecken können. Hindernisse, Klettermöglichkeiten oder Zweige sorgen außerdem für Beschäftigung.

Pflege von Wiener Kaninchen

Wiener Kaninchen sind an sich sehr pflegeleicht. Das kurze Fell, egal welche Farbe, halten sie selbstständig sauber. Der Halter sollte lediglich zur Zeit des Fellwechsels mit der Bürste helfen, um lose Haare schnell zu entfernen. Vor allem wenn Wiener Kaninchen keinen Auslauf haben, können die Krallen unnatürlich lang werden. Dann sollten sie gestutzt werden. Zudem sollte der Halter regelmäßig Ohren, Augen und Gewicht der Tiere kontrollieren.

Übrigens: Kaninchen vermehren sich sehr schnell. Wer also keinen Nachwuchs wünscht, sollte nur gleichgeschlechtliche Tiere zusammen halten.

Gesundheit

Karotten als Kaninchenfutter Wiener Kaninchen benötigen eine ausgewogene Ernährung.

Wiener Kaninchen sind allgemein sehr robuste Tiere. Sie sind also nicht anfällig für bestimmte Krankheiten. Trotzdem können klassische Kaninchenkrankheiten bei ihnen auftreten. Zudem besteht eine Neigung zu missgebildeten Zähnen. Regelmäßige Untersuchungen helfen dabei, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.

Um Erkrankungen zu vermeiden, sollten Sie Stall und Gehege Ihres Kaninchens stets sauber halten. Dazu gehört auch, Futternapf und Trinkbehälter immer wieder gründlich zu reinigen. Außerdem kann eine gesunde und ausgewogene Ernährung helfen, dass Ihr Wiener Kaninchen besonders lange lebt. Informieren Sie sich, welche Futtermittel und Pflanzen für Kaninchen giftig sind, damit ihr Kaninchen gesund bleibt.

Zucht & Züchter

Züchter von Rassekaninchen wie den verschiedenen Typen der Widderkaninchen (s. Rasseportrait Widderkaninchen) sind im Zentralverband Deutscher Rasse-Kaninchenzüchter e. V. (ZDRK) organisiert. Wenn Sie junge Kaninchen von Züchtern suchen, finden Sie diese und ausgewachsene Tiere über die unten stehenden Anzeigen und in den weiteren Anzeigen für Rassekaninchen. Wenn Sie selbst Züchter sind, können Sie unter den Kaninchenanzeigen einfach und kostenlos eine Annonce für Ihren Wurf inserieren. Als Interessent haben sie die Möglichkeit, eine Gesuchanzeige zu schalten.


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