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Startseite Ratgeber Vögel Papageien-Ratgeber: Auswahl und Anschaffung eines passenden Tieres

Auswahl und Anschaffung eines passenden Tieres

Kurze Geschichte von Menschen und Papageien

Die Beziehung von Menschen zu Papageien ist schon sehr alt. Es ist nachgewiesen worden, dass Bewohner tropischer Länder seit Menschengedenken Papageien hielten - sowohl zur Ernährung als auch wegen der Federn oder wie heute aus reiner Freude an den Tieren. Besonders Naturvölker dieser Gebiete benutzten die bunten Federn als Schmuck und für Rituale. Einige Papageien-Arten gelten in Australien, Afrika und Asien als heilig und werden geschützt und nicht gejagt. In anderen Teilen sind besonders bunte Schwanzfedern gefragt und werden die Tiere wegen ihnen gejagt. Als Haustiere werden Papageien außerhalb der westlichen Welt vor allem in Südamerika gehalten, weniger in Afrika und Asien. Die Vögel werden dort fast ausschließlich für den Export gejagt.

In Südostasien und Indonesien blüht der Handel mit geschützten Arten - besonders Kakadus und Loris sind dort gefährdet. Bild von Papageien Papageien sind schöne und besondere Vögel, geschützte Arten sollten nicht verkauft werden In Australien ist der Export heimischer Tiere (und Pflanzen) seit den 1960er-Jahren per Gesetz verboten. Seitdem hat sich dort ein Haustiermarkt etabliert und die Haltung von einheimischen Papageien-Arten ist sehr beliebt.
Die europäische Papageien-Haltung lässt sich bis zu den Feldzügen Alexanders des Großen zurückverfolgen, der aus Afrika und Asien die bis dahin unbekannten Vögel mitbringen ließ und sie großzügig unter anderen Mächtigen verschenkte.

Nach der Napoleonischen Zeit verbreitete sich die Haltung von Papageien auch im Bürgertum. Im ältesten Zoo der Welt, dem 1752 von den Habsburgern gegründeten Wiener Tiergarten Schönbrunn, wurden bereits Papageien gezeigt. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts setzte sich schließlich die Heimtierhaltung von Papageien durch.

In Deutschland waren vor allem der Graupapagei und die Unzertrennlichen beliebt. Die Einfuhr aller Papageien-Arten wurde 1934 jedoch verboten, als sich eine südamerikanische Seuche zu verbreiten drohte. Das Import-Verbot wurde erst in den 60er-Jahren wieder gelockert, als die tiermedizinische Forschung zu der Erkenntnis kam, dass die auf den Menschen übertragbare Krankheit behandelbar ist. Betroffene Tiere werden seit den 70er-Jahren behandelt. Seither floriert das Geschäft mit Papageien. In den 80er-Jahren wurden pro Jahr bis zu 40.000 Tiere auf legalem Wege nach Deutschland importiert. Der Handel nahm ungesunde Ausmaße an, es wurden bis zu 1.000.000 Tiere pro Jahr in erster Linie in die europäischen Staaten, die USA und nach Japan importiert.
Heutzutage ist der Handel mit Papageien durch Artenschutzabkommen gemäßigter und der Import von Wildtieren ist stark zurückgegangen. Nun sind es vor allem Nachzuchten, die den Bedarf decken. Die Gründe für die Beliebtheit der Papageien sind aber nach wie vor die gleichen: sie sind wunderschön, ahmen und sprechen den Halter nach - bilden also für Alleinstehende und Einsame eine Möglichkeit zur Kommunikation - und sie werden schnell zahm.

Die richtige Papageien-Art auswählen

Die verschiedenen Papageien-Arten sind sehr individuell und sollten daher gut zu dem künftigen Halter passen. Die grundlegende Frage vor dem Kauf muss also sein: Welche Art passt zu mir?

Welche Art passt zu mir?

Bild von Papageien Für die Papageienhaltung sollte man viel Zeit und Geld aufwenden

Drei Aspekte sind entscheidend: die notwendigen Räumlichkeiten für Käfige und Volieren, der notwendige Zeitaufwand für Beschäftigung und Pflege und der notwendige finanzielle Aufwand. Jedem Kauf muss eine Beratung vorausgehen, die diese Aspekte für Sie klärt und nach der Sie entscheiden können, ob der jeweilige Vogel in Ihre Lebenssituation passt.
Nachdem Sie die Auswahl eingegrenzt haben, ist die nächste Frage die nach der Art. Vorab sei gesagt, dass es keine Papageien gibt, die nur still und/oder zahm sind, die keinen Dreck machen und die wenig Platz und Pflege benötigen. Alle Arten sind Vögel und haben diese Eigenschaften - manche mehr, manche weniger. Es gibt aber durchaus passende Tiere für bestimmte Ansprüche: leicht zu pflegende für Unerfahrene, stille für Krachempfindliche und Leute mit empfindlichen Nachbarn, günstige für das leichte Portemonnaie, farbenprächtige für Visuelle und intensiver zu pflegende für Rentner, Einsame und Leute mit Spaß an der Tierpflege.
Zu der ersten Gruppe, den pflegeleichten Arten, gehören Nymphen-, Gras-, Lauf-, Plattschweif-, Rotschwanz-, Keilschwanz-, Edel- und Wellen-Sittiche, Sperlingspapageien und Agaporniden. Alle diese Arten eignen sich sehr gut für Einsteiger, weil sie in Bezug auf Ernährung und Unterbringung.
Lesen Sie den Ratgeber über die verschiedenen Papageien-Arten, um herauszufinden, welche Art zu Ihnen passt!

Kauf eines gesunden Papageis

Die meisten Arten stammen heute aus deutschen Inlandszuchten. Kaufen Sie Ihr Tier daher möglichst direkt beim Züchter. Der Zoofachhandel ist nur ein Wiederverkäufer der Züchter und hat entsprechend höhere Preise und ein höheres Risiko von Krankheiten. Diese Einschätzung bedeutet freilich nicht, dass es nicht auch günstige und hygienisch gut gepflegte Zoohandlungen oder teure und unhygienische Züchter gibt. Kontrollieren Sie vor dem Kauf daher immer die Bedingungen unter denen die Tiere gehalten werden. Die wichtigsten Punkte sind die folgenden.

Bild von Papagei Ein gesunder Papagei hat ein lückenloses Gefieder
  • hat der Papagei ausreichend Freiraum?
  • sind die Sitzstangen gereinigt?
  • ist der Boden sauber und mit frischem Einstreu bedeckt?
  • sind die Fressplätze gereinigt?
  • ist ausreichend Futter vorhanden?
  • ist der Gesamteindruck des Käfigs/der Voliere gut?

Müssen Sie auch nur eine Frage mit "nein" beantworten, sollten Sie vom Kauf bei diesem Anbieter Abstand nehmen und sich einem anderen zuwenden. Gibt es keine Beanstandungen, richten Sie den Blick auf das favorisierte Tier selbst. Die Kontrollliste ist etwas länger, zur Sicherstellung der Gesundheit des Papageis aber wichtig. Zunächst die Einschätzung aus der Ferne:

  • ist der Papagei munter und lebhaft?
  • ist er flugfähig?
  • ist er aktiv, vor allem bei Aktivität anderer Papageien um ihn herum?

Gibt es nichts Negatives festzustellen, betrachten Sie den Papageien etwas näher.

  • sind die Federn glatt, lückenlos und eng anliegend?
  • sind die Krallen sauber, nach innen gebogen und so lang, dass sie die Stange berühren?
  • sind Krallen und Zehen vollständig?
  • ist der Schnabel gleichmäßig?
  • atmet der Papagei ruhig, gleichmäßig und geräuschlos?
  • sind die Nasenlöcher sauber und offen?
  • ist die Kloake und das umgebende Gefieder sauber und unverklebt?

Zum letzten Punkt ist zu sagen, dass nervöse Exemplare beim Einfangen oder Transport sogenannten "Angstkot" absondern können, der wie Durchfall wirkt, jedoch sofort wieder verschwindet. Bei diesen Tieren ist die Kloake nicht verklebt - anders bei Vögeln mit Durchfall, von deren Kauf dringend abgeraten wird.
Scheint der Vogel gesund, bitten Sie den Verkäufer, den Papageien einmal auf die Hand zu nehmen. So können Sie durch vorsichtiges Abtasten der Brust und des Bauches feststellen, ob der Vogel unterernährt ist. Dies ist wahrscheinlich der Fall, wenn die Muskeln in diesem Bereich sehr dünn sind und die Knochen stark hervortreten.
Achten Sie weiterhin darauf, dass Sie nur Papageien aus Inlandszuchten kaufen. Importierte Tiere haben oft traumatische Reisen hinter sich oder sind illegal ins Land gekommen. Dies gilt sowohl für wild gefangene als auch für im Ausland gezüchtete Papageien.

Rechtliches

Bild von Dokument Beachten Sie die wichtigen Formularien beim Kauf eines Papageien

Wenn Sie sich zum Kauf entschlossen haben, gilt es, einige Formalien zu beachten. Wie bei jedem Einkauf müssen Sie auf einer Rechnung bestehen, auf der die Papageien-Art, die Ringnummer, das Kaufdatum, der Preis und Geschlecht und Alter des Vogels vermerkt sind. Mit diesem Dokument haben Sie einen ordentlichen Nachweis über die Herkunft des Papageis.
Der Fußring ist in Deutschland wegen seuchenrechtlicher Bestimmungen Pflicht, die Ausgabe erfolgt von Amtsstelle an Züchter und Händler. Die Ringnummer wird von der Ringstelle registriert, um bei einem eventuellen Ausbruch einer Seuche jedes Tier zugeordnet werden kann. Sie als Käufer müssen aus diesem Grund Ihre Adresse angeben. Diese wird im "Amtlichen Nachweisbuch" notiert, um "...Herkunft und Verbleib aller im Besitz befindlichen oder zum Verkauf stehenden Sittiche und Papageien..." zu registrieren. Ringe sind bei den folgenden Einrichtungen in Deutschland zu erwerben (Genehmigung zur Zucht oder zum Handel vorausgesetzt):

  • AZ - Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht e. V.
    Geschäftsstelle
    Postfach 1168
    71501 Backnang
  • BNA - Bundesverband für fachgerechten Natur- und Artenschutz e. V.
    Geschäftsstelle
    Postfach 1110
    76707 Hambrücken
  • DKB - Deutscher Kanarien- und Vogelzüchter-Bund e. V.
    Geschäftsstelle
    Oberdorf 19
    64572 Büttelborn
  • VZE - Vereinigung zur Zucht und Erhaltung einheimischer und fremdländischer Vögel e. V.
    Geschäftsstelle
    Bornaische Str. 210
    04279 Leipzig
  • ZZF - Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e. V.
    Geschäftsstelle
    Postfach 1420
    63204 Langen

Außer Nymphen-, Wellen- und Halsbandsittich müssen alle Papaeien-Arten beim Verkauf einen ordentlichen Herkunftsnachweis vorweisen, im besten Fall ein CITES-Zertifikat. Mit diesem Dokument melden Sie das Tier bei den zuständigen Behörden (Ordnungs- oder Veterinäramt oder Untere Landschaftsbehörde) an.
Neben dem Nachweis der Legalität brauchen Sie nur für die Haltung eines Papageis keine Genehmigung. Sie haben sich jedoch zur artgerechten Haltung zu verpflichten und müssen dafür sorgen, dass sich Nachbarn nicht gestört fühlen. Klagen wegen Lärmbelästigung werden in der Regel gegen den Tierhalter geurteilt. Eine Genehmigung des Veterinäramtes benötigen Sie erst, wenn Sie selbst Papageien züchten wollen.

Transport nach Hause und erste Tage

Bild von Papageien Die Vögel benötigen die Gesellschaft anderer Papageien

Ihren Papageien transportieren Sie in einer passenden Transportbox. Für den einmaligen Transport eignen sich auch Boxen aus Pappe. Da Sie den Vogel aber nicht zum letzten Mal transportieren werden, ist zu einer stabilen Box zu raten. Für längere Wege sind Holzkisten zu empfehlen, die am besten auch mit einer Sitzstange ausgestattet sind. Reinigen Sie die Boxen nach dem Transport gründlich, damit sie beim nächsten Mal sofort benutzbar sind. Ein Transport im Käfig ist nicht zu empfehlen, da der Papagei von den vielen auf ihn einprasselnden Eindrücken verwirrt und verängstigt werden kann. Sehen Sie auch davon ab, sich ein Tier liefern zu lassen.
Zu Hause angekommen sollte der Papagei schnell in seine neue Umgebung verbracht werden. Kontrollieren Sie in den ersten Wochen verstärkt die Gesundheit des Tieres (siehe Checkliste oben). Nach drei bis vier Wochen Einzelhaltung sollte der Vogel mit einem anderen Tier zusammenkommen, generelle Einzelhaltung ist für die geselligen Vögel Quälerei.

 

Bildquellen:

Bild 1: © Dmitry Pichugin / Fotolia.com

Bild 2: © Grafikplusfoto / Pixabay.com

Bild 3: © Renate Micallef / Pixabay.com

Bild 4: © Oleksandr Delyk / Fotolia.com

Bild 5: © Kapa65 / Pixabay.com

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