Nutztiere-Ratgeber
Schaf- und Ziegenkrankheiten – woran man ein krankes Tier erkennt
Schafe und Ziegen sind schon seit mehreren Tausend Jahren Nutztiere. Sie gehören zu den Paarhufern, sind genügsam und leicht zu halten. Aber auch diese Tiere sind trotz ihrer Robustheit gegen Krankheiten nicht gefeit. Hier erfahren Sie, wie Sie erkennen können, ob Ihre Tiere krank sind und wie Sie Schaf- und Ziegenkrankheiten generell vorbeugen können.
Krankheiten erkennen
Die meisten Krankheiten sind gut behandelbar.
Wenn ein Tier lahmt, apathisch wirkt, nicht frisst oder meistens liegt, sind das Zeichen dafür, dass etwas nicht in Ordnung ist. Auch eine ungewöhnliche Körperhaltung der Tiere kann auf eine Krankheit hindeuten. Diese allgemeinen Symptome müssen umgehend genauer untersucht werden, damit Krankheiten ausgeschlossen oder gezielt behandelt werden können. Wenn Veränderungen an den Lippen der Tiere, Ausfluss aus Maul oder Nase auftreten, ist umgehend ein Tierarzt zurate zu ziehen.
Fehlgeburten oder Missbildungen bei Lämmern können auch auf Krankheiten hinweisen. Die Gefahr einer Ausbreitung von Krankheiten besteht immer und ist besonders groß, wenn die Tiere in Herden gehalten werden. Darüber hinaus können manche Krankheiten auch auf den Menschen übertragen werden. Viele Krankheiten, unter denen Ziegen und Schafe leiden können, sind gut behandelbar.
Verbreitete Krankheiten
Die gefährliche und hochansteckende Maul- und Klauenseuche tritt in Deutschland nicht mehr auf. Sie führte zu enormen ökonomischen Verlusten. Trotzdem gibt es noch immer Krankheiten, die aus ökonomischer Sicht große Schäden verursachen können. Bei Schafen und Ziegen ist die Moderhinke eine verbreitete bakterielle Krankheit. Diese kommt insbesondere bei Schafen vor und befällt die Klauen der Tiere. Sie ist sehr schmerzhaft, deshalb lahmen die betroffenen Tiere. Sie ist hochansteckend, deshalb muss die gesamte Herde behandelt werden. Nicht alle Krankheiten sind so auffällig wie die Moderhinke. Bei Fressunlust oder Fehlgeburten muss der Tierarzt konsultiert gezogen werden, da diese Symptome auf auch auf Q-Fieber hinweisen können, welches auch auf den Menschen übertragbar ist. Es gibt Krankheiten, die erst erkannt werden, wenn die Tiere geschlachtet werden, da nur innere Organe Veränderungen aufweisen.
Eine artgerechte Haltung beugt Krankheiten vor.
Vorbeugung durch Impfung
Einige Krankheiten lassen sich vermeiden, wenn die Tiere geimpft werden. Das ist beispielsweise bei der Blauzungenkrankheit möglich, die auf den Menschen nicht übertragbar ist, aber Entzündungen und Ödeme am Maul der Tiere verursacht. Die Zunge färbt sich blau, was der Krankheit ihren Namen gab. Orf ist eine Hauterkrankung der Tiere, der durch Schutzimpfung vorgebeugt werden kann. Ist ein Tier befallen, löst sich der Schorf bei Entzündungen ab und findet sich in der Wolle der Tiere. Wenn die Krankheiten auf Menschen nicht übertragbar sind, können Fleisch und Milch in der Regel verzehrt werden.
Vermeidung von Krankheiten
Krankheiten kann man durch artgerechte Haltung vorbeugen. Dazu gehören saubere Ställe und gutes Futter. Auch Schafe und Ziegen brauchen Vitamine. Da diese Tiere Vegetarier sind, haben Fleisch und Fleischerzeugnisse im Futter nichts zu suchen. Die Tiere sollten eingezäunte Weideflächen vorfinden, die gepflegt werden. Auch sollten Insekten ferngehalten werden, da diese Überträger von Krankheiten sein können. Schafe und Ziegen können einzeln oder auch in Herden gehalten werden. Da sie anpassungsfähig und robust sind, können sie auch die Winter draußen auf der Weide verbringen.
Im Stall ist stets für sauberes Heu und Stroh zu sorgen. Die Größe der Ställe ist der Anzahl der Tiere anzupassen. Regelmäßige Klauenpflege beugt dem Ausbruch gefährlicher Krankheiten vor. Bei Einzeltierhaltung werden Veränderungen im Verhalten der Tiere oft früher bemerkt als bei Herden. In jedem Fall muss man Symptome erkennen und abklären. Viele Tierkrankheiten unterliegen einer Meldepflicht.
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