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Pferdeweide - Tipps zur Weidenhaltung

Weidefläche mit Holzzaun Ein Holzlattenzaun ist die konventionelle Art der Umzäunung und ist gut sichtbar.

Jeder pferdehaltende Betrieb sollte über genügend Weideflächen für den Auslauf der beherbergten Pferde verfügen. Das Weiden oder Grasen ist eine arttypische Beschäftigung, mit der wildlebende Pferde die meiste Zeit des Tages und der Nacht beschäftigt sind. Pferde können einzeln oder in der Gruppe auf die Weide gebracht werden. Auf einer gut bewachsenen Weide nimmt ein Pferd durchschnittlich zwischen 3-5 Kilogramm Futter pro Stunde auf.

Begriffsdefinition Pferdeweide

Eine Pferdeweide oder Pferdekoppel ist ein sicher umzäuntes Wiesenstück, auf dem die Pferde sich frei aufhalten und Gras fressen können. Die Nahrungsaufnahme in Verbindung mit Bewegung gilt als förderlich für einen gesunden Stoffwechsel. Pferde können ausschließlich auf der Weide gehalten werden, sodass sie ihren gesamten täglichen Nahrungsbedarf durch Weiden decken. Üblicher ist es, Pferde nur stundenweise auf die Weide zu stellen, da die Aufnahme von zu viel reichhaltigem Gras zu Stoffwechselproblemen führen kann.

Umzäunung der Pferdeweide

Pferde Zaun Als Weidezaun ist eine Kombination aus Holzzaun und Elektrolitze empfehlenswert.

Der Weidezaun sollte einerseits gut sichtbar, andererseits stabil sein. Diese Eigenschaften können durch einen konventionellen Holzlattenzaun erreicht werden. Vor allem dann, wenn die Weide im Laufe der Zeit abgegrast ist und jenseits des Zaunes noch saftiges Gras wächst, versuchen die Pferde dieses zwischen den Latten hindurch zu erreichen. Dies schwächt den Zaun und sollte vermieden werden. Eine Kombination aus solidem Holzzaun mit auf der Innenseite angebrachter Elektrolitze hat sich daher am besten bewährt, da er gut sichtbar ist und die Pferde genügend Abstand halten. Es kann auch ein einfacher Elektrozaun verwendet werden, indem Kunststoffstäbe in den Boden gesteckt werden und die Elektrolitze hindurch gefädelt wird. Dies ist für die Unterteilung von großen Weideflächen oder das Absperren bestimmter Bereiche sinnvoll, jedoch als alleiniger Weidezaun nicht geeignet.

Gestaltung der Pferdeweide

Beim Einzäunen der Pferdeweide dürfen keine Sackgassen oder schmale Durchgänge entstehen. Pferde bilden untereinander eine Rangordnung aus. Zu den Regeln innerhalb dieser Gemeinschaft gehört, dass rangniedrige Tiere den ranghöheren Tieren ausweichen. In Sackgassen und schmalen Durchgängen kann dies zu schweren Konflikten führen, wenn das Ausweichen durch ungünstige Konstellationen verhindert wird. Raumteiler wie große Futterraufen, übereinandergelegte Autoreifen und freistehende Wasserstellen schaffen Ausweichmöglichkeiten für rangniedrige Tiere der Gruppe.

Außerdem sollte ein Unterstand vorhanden sein, durch den sich die Pferde vor Regen, aber insbesondere vor intensiver Sonneneinstrahlung schützen können. Bei nur stundenweisem Aufenthalt ist eine Tränke nicht notwendig.

Auch ein Liegeplatz mit trockener, weicher Einstreu ist erst dann sinnvoll, wenn die Pferde längere Zeit auf der Weide verbringen. Giftpflanzen sollten regelmäßig entfernt werden.

Pflege der Pferdeweide

Je nach Nutzungsgrad sollen Pferdeweiden täglich, mindestens aber jeden zweiten Tag abgesammelt werden. Im Mist der Pferde können sich sonst Parasiten und lästige Fliegen vermehren. Durch gute Weidehygiene werden Parasiten effektiv reduziert, sodass die Pferde beim Fressen weniger Parasiten aufnehmen und Wurmkuren seltener gegeben werden müssen. Vor Beginn jeder Weidesaison sollten von allen Pferden Kotproben genommen und nach Bedarf die Pferde entwurmt werden. Die zweite Kontrolle erfolgt am Ende der Weidesaison. Durch wechselnde Beweidung durch Pferde und wiederkäuendes Vieh im jährlichen Wechsel werden die Wirtsspezifischen Parasiten ebenfalls reduziert.

Richtige Gräser für die Weide

Pferdeweide mit Kahlstellen Eine falsche Pflege und Haltung der Weide führt zu Verunkrautung.

Neben der Bodenbeschaffenheit und den auf der Weide wachsenden Pflanzen wird die Grasnarbe durch den Verbiss, Trittspuren und den Exkrementen der Pferde stark beeinflusst. Auf einer guten und stabilen Weidenarbe sollte man deshalb viele verbiss- und trittunempfindliche Gräser und Kräuter vorfinden.

Dazu gehören unter anderem:

  • Deutsches Weidelgras (Lolium perenne)
  • Wiesenlieschgras (Phleum pratense)
  • Knaulgras (Dactylis glomerata)
  • Wiesenrispe (Poa pratensis)
  • Rotschwingel (Festuca ruba)
  • Wegericharten
  • Löwenzahn
  • Weißklee

Diese Artenvielfalt (Artenverbindung) einer Weidegesellschaft ist stabil, wenn sie auf die einwirkenden Faktoren wie Licht, Nährstoffversorgung, Verbiss, Tritt usw. eingestellt ist.

Artengefüge der Weide

Die Veränderung einer oder sogar mehrerer dieser Faktoren hat zur Folge, dass das gesamte Artengefüge der Weide instabil wird und diese infolgedessen verunkrautet. So werden die wertvollen Untergräser verdrängt, wenn durch hochwüchsige Grasarten diesen der Lichteinfall genommen wird (meist bei Geilstellen zu beobachten). Durch starken Verbiss und/oder eine sehr hohe Trittbelastung (oft viele Pferde auf zu kleinen Weiden) nehmen Unkräuter schnell überhand und lassen die gewünschten Arten verschwinden.

Belastung durch Pferdehufe

Pferdehufe auf Gras Die Weide wird durch die harten Hufe der Pferde stark beschädigt.

Mit ihren harten Hufen, welche im Verhältnis zum Körpergewicht sehr klein sind, üben die Pferde eine strapaziöse Wirkung auf die Weide aus. Hinzu kommt der Drang, dass sich die Tiere auf der Weide sehr gerne austoben, schneller Galopp, plötzliche Stops usw. tun ihr übriges. Es kommt zur Zerstörung der assimilationsfähigen Organe der Pflanzen direkt an der Bodenoberfläche und schließlich zum Aussterben der doch sehr regenerationsfähigen Gräser und Kräuter. In diesen Lücken keimen dann sehr schnell unerwünschte Pflanzen wie Brennnessel, Hasenfuß, Ampferarten und andere unerwünschte Pflanzen. Zudem wird der Oberboden einer Pferdeweide durch die hohe Drucklast pro Huftritt sehr stark verdichtet. Dieser verdichtete Oberboden verringert die Versickerungsrate und hemmt damit den Nährstoffumsatz. Folge ist die Förderung der Ausbreitung von Pflanzen wie Gänsefuß, Vogelknöterich, Wegerich und anderer.

Verbiss und Verunkrautung

Durch den Verbiss der Pferde – Rupfen der Pflanzen mit Lippen und Vorderzähnen dicht am Boden – werden unterirdische Speicherorgane geschädigt. Werden Verbissene stellen immer wieder abgefressen weist die Grasnarbe schnell Lücken auf und wird ebenfalls verunkrauten.

Besatzstärke der Weide mit Pferden planen

Eine gute Weidepflege fängt daher schon bei der Besatzstärke (Pferde je Hektar) an. Dieser Besatz sollte gut eingeplant werden. Wo immer es möglich ist, sollte von einer Standweide Abstand genommen werden und die Form der Umtriebweide gewählt werden. Somit ist es möglich, dass sich die abgefressenen Weiden nach dem Umstellen wieder erholen können.

Anweiden im Frühjahr

Pferde mit Strick und Halfter Das Pferd sollte an Führstrick und Halfter auf die Weide geführt werden.

Zu Beginn der Weidesaison stellen die reichhaltigen Weiden die Pferdewirte vor eine besondere Herausforderung. Einerseits muss das Anweiden behutsam erfolgen, andererseits sind die meisten Pferde über den Winter hinweg nicht mehr auf der Weide gewesen. Die ersten Weidegänge im Frühjahr sollten daher auf lediglich eine halbe Stunde beschränkt sein. Nach und nach kann die Dauer gesteigert werden, auch abhängig davon, wie reichhaltig die Wiesen noch sind. Außerdem sollte der erste Weidegang bei trockenem Wetter erfolgen, damit die Pferdehufe nicht allzu viel Schaden anrichten, wenn die Herde temperamentvoll über die Weide galoppiert und ihre wiedergewonnene Freiheit genießt.

Ein Pferd von der Weide holen und auf die Weide bringen

Um ein Pferd von der Weide zu holen, benötigt man ein passendes Halfter und einen Führstrick. Nur wenige Pferde kommen auf Rufen oder Pfeifen, daher müssen die meisten Pferdebesitzer ihr Pferd dort abholen, wo es gerade steht. Gehe niemals von vorne oder hinten, sondern immer seitlich auf Dein Pferd zu. Das Halfter wird dann übergestreift und verschlossen. Am Weidetor achtest Du darauf, dass die anderen Pferde nicht hindurchdrängen. Eventuell nimmst Du lieber jemanden mit, der Dir an dieser Stelle hilft. Oberstes Gebot auf der Pferdeweide ist, dass keine fremden Pferde gefüttert werden, da Futterneid in Gruppen zu gefährlichen Rangeleien führen kann. Dem eigenen Pferd kann erst nach Durchschreiten und Schließen des Weidetors kurz eine Leckerei zugesteckt werden. Um ein Pferd auf die Weide zu bringen, führe es wiederum an Halfter und Strick. Nach Durchschreiten des Weidetors führst Du Dein Pferd in großem Bogen so, dass sein Kopf in Richtung des Tors zeigt. Erst dann löst Du das Halfter, während Dein Pferd geduldig wartet.

 

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