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Ratgeberübersicht Motorrad

BMW - Motorräder aus good old germany

Bild blau, weiß, schwarzes Motorrad BMW-Motorrad blickt auf eine 90 jährige Geschichte zurück. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Ist von Motorrädern aus Deutschland die Rede, fällt Dir mit hoher Wahrscheinlichkeit erst einmal die Marke BMW ein. Das hat einen guten Grund. Denn schließlich sind die BMW Motorrad Modelle die einzigen, die heute mit der Konkurrenz aus Fernost, Italien und Amerika auf dem Markt mithalten können. Immerhin bringt es die Marke in Europa auf einen Marktanteil von rund 12 Prozent in Europa, was durchaus beachtlich ist vor dem Hintergrund, dass BMW der einzige deutsche Motorrad-Hersteller ist, der hubraumstarke Motorräder in Großserie herstellt. Wer ein Motorrad von BMW fährt weiß zudem die kontinuierlich exzellente Qualität der Bikes zu schätzen. Grund genug, uns etwas näher mit der traditionsreichen deutschen Motorrad-Marke zu befassen.

Motorräder von BMW - seit mehr als 90 Jahren Innovation und Qualität

Die ersten Motorräder

Die wenigsten Deutschen wissen, dass die renommierten Bayerischen Motoren Werke schon länger Motorräder herstellen als die heute international ebenfalls zu den Premium-Marken gehörenden Automobile. Schon im Jahr 1923 liefen bei BMW die ersten Serien-Motorräder vom Band - und damit ganze 5 Jahre vor dem ersten Auto, das erst 1928 folgte. Das erste Motorrad war die BMW R32, die mit einem Zweizylinder-Boxermotor und einem Kardanantrieb ausgerüstet war - eine für BMW für viele Jahre typische Bauweise, die bei einigen Modellen bis heute fortgeführt wird.

Zwei Jahre später gesellte sich die R39 Baureihe zur R32. Sie verfügte, ebenfalls typisch für BMW, über einen stehend eingebauten Einzylinder-Motor mit Kardanantrieb. Auf diese Baureihen stützte sich nahezu vierzig Jahre lang der Erfolg der Motorräder aus dem Hause BMW. Wer heute ein solche BMW Motorrad gebraucht erwerben möchte, muss teils tief in die Tasche greifen, da die Modelle einerseits rar und andererseits sehr gefragt sind.

Besonderheiten von BMW

Schon früh ging man bei BMW ganz eigene Wege der Konstruktion. Ab 1955 beispielsweise wurde die Geradwegfederung von der sogenannten Vollschwinge abgelöst. Dies sorgte bei gleichzeitige Änderung des Kardanantriebs dafür, dass die Motorräder von BWM bei Lastwechseln nicht um ihre Querachse kippen. Stattdessen heben oder senken sie sich komplett. Das brachte den BMW Modellen den Beinamen "Gummikuh" ein.

Geschichte ab 1966

Bild orange, schwarzes BMW Motorrad BMW kombinierte Boxermotor und Kardanantrieb.

Wechsel zum Zweizylindermotor

Ab 1966 wurden bei BMW nur noch Zweizylinder-Motorräder gebaut. Zu dieser Zeit gingen die Verkaufszahlen von Motorrädern in Deutschland stark zurück, da sich immer mehr Menschen für die neu aufkommenden kompakten Automobile entschieden, welche mittlerweile auch für untere Einkommensklassen erschwinglich waren. BMW war der einzige deutsche Motorradhersteller, der diesen Umbruch mehr oder weniger unbeschadet überstand. Zudem waren die Bayerischen Motoren Werke bereits zu diesem Zeitpunkt der einzige Hersteller überhaupt, der Motorräder mit einer Kombination aus Boxermotor und Kardanantrieb herstellte.

Japaner auf dem Vormarsch

Aber es gab auch Tiefen in der Geschichte von BMW Motorrad. Ende der 1960er Jahre drängten die Japaner mit ihren neu entwickelten Vierzylinder-Motoren auf den Markt, die einerseits mehr Leistung und Hubraum zur Verfügung stellten und andererseits deutlich weniger Wartungsaufwand erforderten als die Motoren von BMW. So geriet der deutsche Hersteller immer mehr ins Hintertreffen und fristete für die nächsten Jahre auf dem Motorrad-Markt eher ein Schattendasein.

Aber nur, um sich rund 10 Jahre später, nämlich 1980, mit einem echten Paukenschlag zurückzumelden. Die BMW R80 G/S war die allererste Enduro mit Mehrzylindermotor und hakte in den Enduro-Trend ein, welchen die Yamaha XT500 ausgelöst hatte. Zunächst wurde das Modell skeptisch betrachtet, da der Einsatz eines Kardanantriebs und eines schweren Mehrzylindermotors im Gelände von vielen als nicht angemessen und praktikabel erachtet wurde. Doch das Modell gewann aus dem Stand die nächste Rallye Dakar und war damit wieder eines der im Motorradsport erfolgreichsten Unternehmen geworden.

1980er Jahre

Fortschrittliche Motorräder

In den 1980er Jahren kam es bei BMW zu einigen Neuerungen. Die in diesen Jahren produzierten BMW Motorrad Modelle warteten mit einigen Überraschungen und echten Innovationen auf. So nutzte zum Beispiel die K100 einen Vierzylinder-Reihenmotor, der nicht wie üblich quer, sondern längs eingebaut war und deren Gitterrahmen auf dem tragenden Motor- und Getriebeblock aufsetzte. Auch wurden Motoren mit Benzineinspritzung entwickelt, die zu dieser Zeit als besonders fortschrittlich galten. Im Jahr 1987 schließlich präsentierte BMW mit der R 1200 C das erste Motorrad, das mit ABS ausgestattet war.

Weitere Innovationen folgte. Die sportliche K 100 RS wartete nicht nur mit Vierventiltechnik auf, sondern hatte zudem als erstes Motorrad einen geregelten Kat und war mit dem Paralever ausgestattet, einem Bauteil, das die Fahrdynamik von Motorrädern mit Kardanantrieb denen mit Ketten-Endantrieb anpasst.

Anpassung und Innovation

In der Folge zeichneten sich die Neuvorstellungen von BMW sowohl durch eigenständige Konstruktionen als auch durch die Anpassung der eigenen Modelle an die von japanischen Motorrädern gewohnten Merkmale aus. So lancierte BMW im Jahr 2000 zum Beispiel den C1. Hierbei handelt es sich um einen überdachten Motorroller, auf dem die Fahrer zwar keinen Helm tragen, dafür jedoch einen Gurt anlegen müssen. Ab 2005 lösten konventionell eingebaute Vierzylinder-Motoren die längs eingebauten Aggregate nach und nach ab. Und 2009 schließlich kam die S 1000 RR auf den Markt, ein Supersportler, der aufgrund der Ausstattung mit Ketten-Antrieb, Upside-down-Gabel sowie einem quer eingebauten Vierzylinder den Modellen der Mitbewerber aus Japan und Italien in dieser Klasse doch recht ähnlich war.

Bis heute werden bei einigen Baureihen von BMW Boxermotoren verbaut. Diese Modelle richten sich vor allem an die Stammkundschaft, die von dieser Technik begeistert sind und nicht unbedingt ein BMW Motorrad gebraucht kaufen möchten.

Motorräder von BMW als Polizei- und Behördenfahrzeuge

Bild Polizeimotorrad von BMW Die Polizei wird traditionell von BMW ausgestattet.

Traditionell wird die deutsche Polizei mit Motorrädern von BMW ausgestattet. Das ging so weit, das jahrzehntelang ausschließlich BMW Motorräder in den verschiedenen Bundesländern eingesetzt wurden, mit wenigen Ausnahmen, die dem das Gebot zur europaweiten Ausschreibung von Behördenausstattungen geschuldet sind. Seit 2012 sind allerdings wieder alle Bundesländer im Bereich der Polizei-Motorräder wieder fest in BMW-Hand. Auch in anderen Ländern setzen die Behörden bei der Mobilisierung ihrer Polizei auf BMW Motorräder. Unter anderem kommen sie in den Niederlanden, in den USA, in Kuweit sowie in der Schweiz und gar in Thailand zum Einsatz. 2017 werden die Modelle F 700 GS, F 800 GS, F 800 GT, und R 1200 GS als Polizeimotorräder mit Sonderausstattung gebaut.

Was heißen denn die ganzen Abkürzungen bei BMW-Motorrädern?

Viele Buchstaben verwirren bei den Typenbezeichnungen von BMW nicht selten den Betrachter. Der Buchstabe vor der Hubraum-Angabe steht immer für die Baureihe, soviel ist klar. Doch daran schließen sich weitere Buchstaben oder Buchstaben-Kombinationen an. GS zum Beispiel steht für "Gelände/Straße", während RT "Reise/Tourer" bedeutet. LT wiederum heißt "Luxus/Tourer" und "S" bedeutet schlicht "Sport". RR ist die Bezeichnung für die Supersportler aus dem Hause BMW oder auch "Race" und "RS" für "Race/Straße", also sogenannte Sporttourer.

Die beliebtesten BMW Motorräder und Marktanteil der Bayerischen Motorenwerke

Das derzeit beliebteste Motorrad von BMW ist die R 1200 GS, gefolgt von den Modellen R 1200 GT und R 1200 GT, die allesamt mit Boxermotoren ausgestattet sind, was die Beliebtheit dieser Motoren verdeutlicht. Bereits an vierter Stelle reiht sich allerdings der Supersportler S 1000 RR ein, der sich über stetig steigende Verkaufszahlen freuen kann. In Deutschland hat BMW bei in den letzten Jahren stets gestiegenen Verkaufszahlen einen Marktanteil von 25 % und ist damit Marktführer hierzulande. Außerdem ist der Hersteller in 26 Ländern Marktführer bei den Motorrädern über 500 ccm Hubraum. Neben Deutschland sind die USA, Frankreich und und Italien die wichtigsten Märkte für BMW Motorrad Modelle.

Die aktuellen BMW Baureihen im Überblick

Interessierst Du dich für den Kauf eines BMW Motorrads, dann hilft dir die folgende Aufstellung vielleicht etwas bei der Auswahl aus dem mittlerweile doch recht umfangreichen Modell-Programm des deutschen Herstellers - egal ob Du ein BMW Motorrad gebraucht oder neu anschaffen möchtest.

Die BMW R-Reihe

Bild blau, weiß, schwarzes BMW Logo Der Buchstabe vor der Hubraum-Angabe steht für die Baureihe.

Während bis zur Einführung der K-Reihe alle Motorräder von BMW mit der Bezeichnung R versehen waren steht die Reihe heute für Motorräder, die von luft- und öl- bzw. flüssigkeitsgekühlten Zweizylinder Boxermotoren und einer Kardanwelle angetrieben werden. Diese haben aktuell einen Hubraum von 1170 ccm und sind zum Beispiel als Sporttourer, Reise-Enduros, Naked Bikes und Roadster erhältlich.

Die BMW K-Reihe

Auch die Motorräder der K-Reihe werden mittels Kardanwelle angetrieben, allerdings kommt bei diesen Modellen derzeit ein wassergekühlter Reihen-Sechszylinder-Motor zum Einsatz, der 1649 ccm Hubraum zur Verfügung stellt. Es handelt sich bei den Motorrädern um Cruiser, Tourer und Luxus-Tourer.

Die BMW S-Reihe

Die S-Reihe verfügt anders als die beiden vorgenannten Reihen über einen Ketten-Endantrieb. Als Motor kommt bei diesen Modellen ein wassergekühlter Reihen-Vierzylinder zum Einsatz, der bei den aktuellen Modellen einen Hubraum von 999 ccm hat. Die Reihe bietet Naked Bikes, Supersportler sowie Reise-Sportenduros.

Die BMW F-Reihe

Alle Modelle der F-Reihe von BMW werden von einem wassergekühlten Zweizylinder-Viertaktmotor angetrieben. Er stellt 798 ccm Hubraum zur Verfügung und wird im Auftrag von BMW bei Rotax gefertigt. Die F-Reihe stellt bei BMW Motorrad die "Mittelklasse" dar. Die Motorräder werden auch als Behördenfahrzeuge produziert. Alle Modelle außer der F 800 GT, die als Sekundärantrieb einen Riemen besitzt, sind mit einem Kettenantrieb ausgestattet.

Die BMW G-Reihe

Hierbei handelt es sich um die "Einsteiger-Klasse" von BMW mit Motoren, die über 313 ccm Hubraum verfügen. Als Nakes Bikes und Enduros werden Sie von einem wassergekühlten Einzylinder-Motor angetrieben. Bei den Motorrädern dieser Reihe handelt es sich um die einzigen aus dem Hause BMW, die ungedrosselt mit dem A2 Führerschein (bis 35kW) gefahren werden dürfen.

Die BWM C-Reihe

Diese Reihe besteht aus Maxi-Scootern und Elektro Rollern und bezeichnet damit die Roller Sparte von BMW Motorrad. Es sind Scooter mit einem Hubraum von 647 ccm sowie Elektro-Roller mit einer Leistung von 11 kW bzw. 15 PS erhältlich.


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