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Tipps zur Haltung & Schafzucht

Was dürfen Schafe nicht fressen?

Die Frage "Was dürfen Schafe nicht fressen?" taucht gewöhnlich früh auf, wenn Menschen Schafe halten oder Schäfer werden wollen. Die art- und tierschutzgerechte Haltung und Ernährung von Schafen ist allerdings nicht ganz so einfach. Während Schäfer in 3-jähriger Ausbildungszeit lernen, was Schafen nicht bekommt, müssen sich Hobby-Halter die notwendige Sachkunde auch durch Selbstinformation aneignen.

Die häufigsten Giftpflanzen auf Schaf- & Heuweiden:

  • stark giftig +++: Vergiftung nach Aufnahme geringster Mengen
  • giftig ++: Vergiftung nach Aufnahme kleiner Mengen
  • schwach giftig +: Vergiftung erst nach Aufnahme großer Mengen

Adlerfarn +++

Adlerfarn Der Adlerfarn wird bis zu vier Meter groß.

Adlerfarn ist überall in Deutschland verbreitet und stark giftig für Tiere. Das Gewächs wird bis zu vier Meter groß. Eine Vergiftung durch Adlerfarn kann sich durch Ängstlichkeit, Fress-Unlust, Taumelattacken, Durchfall oder Kreislaufzusammenbrüchen äußern. Auch eine tödliche Wirkung kann nicht ausgeschlossen werden.

Eibe +++

Eibe Eiben können bis zu 20 Meter hoch wachsen.

Eiben wachsen bevorzugt an Hecken und Sträuchern. Das Gewächs kann bis zu 20 Meter hoch wachsen. Besonders die weiblichen Pflanzen sind bei diesem Nadelholzgewächs gefährlich: diese bilden rote Früchte aus, deren Kerne hochgiftig sind. Schon geringe Mengen können tödliche Folgen nach sich ziehen.

Fingerhut +++

Fingerhut Fingerhut verursacht Durchfall, Schweißausbrüche und Gleichgewichtsstörungen.

Der Fingerhut wächst an vielen Waldlichtungen und -rändern. In einer konzentrierten Dosis entfaltet das farbenprächtige Gewächs eine gefährliche Wirkung: das Gift verursacht Durchfall, Schweißausbrüche und Taumelanfälle. Große Mengen davon können auch zu Herzstillstand und damit zum Tod führen.

Hahnenfußarten +

Hahnenfuss Die Glycoside im Hahnenfuß sind giftig.

Hahnenfußarten wachsen bevorzugt auf feuchten Wiesen und Weiden. Alle Teile der bis zu 60 cm großen Gewächse sind giftig für Deine Tiere. Erbrechen, Durchfall, Schwindel, Magenkrämpfe und Lähmungen sind mögliche Vergiftungssymptome.

Herbstzeitlose +++

Herbstzeitlose Herbstzeitlose blühen im September & Oktober.

Die Herbstzeitlose wird bis zu 30 cm groß und wächst vermehrt auf nährstoffreichen, windgeschützten Wiesen. Von September bis Oktober zeigt das Gewächs seine violetten Blüten. Eine Vergiftung äußert sich durch Appetitlosigkeit, Koliken, Atemlähmung und Kreislaufversagen.

Jakobskreuzkraut +++

Jakobskreuzkraut Jakobskreuzkraut blüht im Juni und Juli.

Das Kraut blüht im Juni & Juli. Das Jakobskreuzkraut kann man einfach an den gelben Blütenständen erkennen. Es wächst auf frischen bis trockenen (Schaf-) Weiden. Eine Vergiftung macht sich durch Verstopfung, blutigem Durchfall, Gähnen und Atemproblemen bemerkbar. Wenn das Gewächs regelmäßig verzehrt wird, kann die Leber dauerhaft geschadet werden. Die Pflanze ist auch in getrocknetem Zustand und Silage giftig.

Mutterkorn +++

Mutterkorn Der Mutterkornpilz wächst häufig an Getreide.

Bei Mutterkorn handelt es sich um einen Schlauchpilz, der auf Roggen und anderen Süßgräsern wächst. Das stark giftige Gewächs verursacht Durchfall, Pupillenerweiterung und starken Durst.

Pfaffenhütchen ++

Pfaffenhütchen Pfaffenhütchen finden sich oft auf trockenen Weiden.

Der Strauchgewächs wird bis zu 6 Meter hoch und blüht zwischen Mai und Juni. Pfaffenhütchen sind häufig in der Nähe von Wäldern und Gebüschen zu finden. Erste Anzeichen für eine Vergiftung zeigen sich erst nach etwa 15 Stunden. Diese äußert sich in Form von Reizungen, Magen- / Darmprobleme, Übelkeit und Krämpfen.

Schierlingsarten +++

Gefleckter Schierling Der gefleckte Schierling ist eine der giftigsten deutschen Pflanzenarten.

Schierlingsgewächse können bis zu 2 Meter hoch wachsen. Zwischen Juni und August bildet die Pflanze weiße Blüten aus. Der Schierling ist eine der giftigsten einheimischen Pflanzenarten. Das Conium ruft Muskelschwäche, Krämpfe oder Lähmungen hervor.

Steinklee ++

Steinklee Der Steinklee ist besonders für Tiere gefährlich.

Steinklee ist für den Menschen kaum giftig, für Tiere kann das Gewächs allerdings tödlich wirken. Es wächst überwiegend auf trockenen Weiden und Wiesen. Bei Aufnahme kann es zu Erbrechen, Übelkeit und Kopfschmerzen kommen.

Sumpfdotterblume +

Sumpfdotterblume Die Sumpfdotterblume wächst bevorzugt in feuchten Gegenden.

Die Glycoside in der Sumpfdotterblume kann bei Aufnahme zu Schwindel, Erbrechen, Krämpfen und Wassereinlagerungen führen. Die gelben Blüten sprießen zwischen April und Mai. Im Volksmund ist diese Pflanze auch als Dotterblume bekannt.

Sumpfschachtelhalm +++

Sumpfschachtelhalm Der Sumpfschatelhalm wächst an Feuchtgebieten.

Der Schachtelhalm wächst auf nassen Wiesen oder in der Nähe von Seen und Bächen. Die grünen Sprossen können eine Höhe von bis zu 60 Zentimeter erreichen. Beim Verzehr verursacht der Sumpfschachtelhalm Taumel, Schreckhaftigkeit, Schwindel und Lähmung.

Wiesenschaumkraut +

Wiesenschaumkraut Wiesenschaumkraut wirkt giftig durch Glycoside.

Wiesenschaumkraut ist nur beim Verzehr in großen Mengen bedenklich. Dann können die Inhaltsstoffe sowohl dem Magen, als auch den Nieren schaden. Das Gewächs kommt überwiegend in der Nähe von nassen Wiesen und Weiden vor.

Sonstige Pflanzen, die auf Weiden und am Wegesrand vorkommen können:

Besenginster ++

Besenginster Der Besenginster gilt als stark giftig für Mensch und Tier.

Das Spartein, das im Besenginster enthalten ist, gilt gemeinhin als stark giftig. Das Gewächs kann eine Gesamthöhe von bis zu 200 cm erreichen und blüht in einem goldgelben Ton. Bereits ein Verzehr von einer geringen Anzahl an Samen (5 - 10 Stück) kann zu ersten Vergiftungssymptomen führen. Dabei handelt es sich um einen erhöhten Herzschlag, erhöhte Harnausscheidung und Darmprobleme. Beim Verzehr einer größeren Menge kommt es zu Erbrechen, Krämpfen, Lähmungen und Kreislaufstörungen.

Johanniskraut +

Johanniskraut Johanniskraut verursacht Schwellungen & Rötungen an dünnbehaarten Stellen.

Das Johanniskraus (oder Hypericum perforatum) gilt als weniger giftig, allerdings als fototoxisch. Eine Vergiftung verursacht nach circa 24 - 48 Stunden Rötungen, Krusten und Schwellungen an hellen, dünnbehaarten Stellen wie den Augenlidern oder dem Euter der Tiere.

Lupinen + bis ++

Lupinen Lupinen können schwere Vergiftungen verursachen.

Die Staude der Lupinen erreicht eine Höhe von maximal 50 cm. Besonders die Samen dieser Pflanzen gelten als giftig, wobei sich die Vergiftungserscheinungen in Erbrechen, Schluckbeschwerden oder Kreislaufstörungen äußern können. Im Falle einer schweren Vergiftung kann es zu Krämpfen kommen, die eine Lähmung der Atemwege verursachen. Mögliche Symptome für die Aufnahme von Lupinen sind Speichelfluss, Unruhe, Zittern oder Atemnot.

Rainfarn +

Rainfarn Rainfarn schädigt die Niere und Leber.

Der gelbe Schirm ist typisch für den Rainfarn, der in der Natur eine Höhe von bis zu 130 Zentimeter erreichen kann. Das Gewächs kommt häufig an Wanderwegen oder Waldrändern vor und wächst überall in Europa. Eine Vergiftung durch diese Pflanze verursacht Erbrechen, Magen- & Darmentzündungen und eine Beschädigung von Leber und Niere.

Sauerampfer +

Sauerampfer Sauerampfer gilt als wenig giftig - für Deine Schafe stellt er allerdings eine potentielle Gefahr dar.

Sauerampfer blüht von Mai bis Juni und wächst dabei bis zu 100 cm hoch. Er ist auf Wiesen über ganz Mitteleuropa verbreitet und gilt für den Menschen als weniger giftige Pflanze. Wenn Dein Schaf Sauerampfer gefressen hat, kann es allerdings zu Blutdruckabfällen, Magen- & Darmbeschwerden, Durchfall und Lähmungen führen. Auch Herzrhythmusstörungen oder blutiger Harn sind möglich. Bei der Aufnahme einer größeren Menge kann Sauerampfer bei Schafen auch zum Tod führen.

Schwarzer Nachtschatten + bis ++

Schwarzer Nachtschatten Die schwarzen Beeren der Nachtschattengewächse sind giftig.

Schwarzer Nachtschatten wächst an vielen Gärten, Hecken, Mauern und Äckern. Auch an Seeufern oder an Meeresküsten ist er verbreitet. Eine Vergiftung durch diese Pflanze löst Erbrechen, Durchfall, Koliken oder Schleimhautentzündungen aus. Bereits eine geringe Menge der Beeren kann erste Symptome verursachen.

Stieleiche ++

Stieleiche Besonders die grünen Früchte der Eiche sind stark giftig.

Bei der Stieleiche gelten sowohl die Blätter, als auch die Früchte als giftig für Deine Schafe. Besonders die unreifen, grünen Eicheln stellen eine Gefahr für Dein Tier dar. Nicht nur Schwächeerscheinungen und Verstopfung können Zeichen für eine Vergiftung sein, auch blutiger Durchfall oder Urin können darauf hinweisen. Bei akuter Vergiftung durch die Stieleiche kommt es zu Leber- & Nierenschäden, die bis hin zum Nierenversagen führen können.

Zypressen-Wolfsmilch ++

Zypressen-Wolfsmilch Der Saft der Wolfsmilch ist äußerst giftig.

Der weiße Milchsaft, der in allen Teilen der Zypressen-Wolfsmilch enthalten ist verursacht bei Aufnahme starke Entzündungen der Schleimhaut, Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfall. Insgesamt gibt es über 40 verschiedene Arten von Wolfsmilch in Europa, wobei jede einzelne Gattung zu den Giftpflanzen zählt. Wenn der Milchsaft ins offene Auge gerät können die Binde- & Hornhaut dauerhaft beschädigt werden.

Sonstige Giftpflanzen, die in der Nähe von Häusern und in Gärten gepflanzt werden:

  • Aronstab Arum maculatum +
  • Avocado Persea gratissima (++), nur tiergiftig, für kleinere Tiere oft tödlich
  • Berglorbeer Kalmia angustifolia +
  • Bittermandel Prunus dulcis var. amara ++
  • Buchweizen Fagopyrum esculentum (++), nur tiergiftig
  • Geißraute Galega officinalis, für den Menschen ungefährlich, für Schafe giftig +
  • Goldhafer Trisetum flavescens +
  • Japanischer Schnurbaum Sophora japonica +++, Straßenbaum
  • Kartoffel Solanum tuberosum +
  • Lebensbaum Thuja spec. +++
  • Lein Linum usitatissimum (++), nur tiergiftig
  • Lorbeerrose Kalmia angustifolia +
  • Mandel, Bittere Prunus dulcis var. amara ++
  • Oleander Nerium oleander +++
  • Rhododendron inkl. Rostblättrige Alpenrose Rhododendron ferrugineum +++ stark giftig
  • Rizinus, Wunderbaum Ricinus communis +++, zählt zu unseren giftigsten Pflanzen
  • Sadebaum Juniperus sabina +++
  • Sauerschotenbaum Sophora japonica +++, Straßenbaum
  • Schwertlilien Iris spec. +
  • Stink-Wacholder Juniperus sabina ++
  • Tabak Nicotiana tabacum ++
  • Wandelröschen Lantana camara +
  • Winterling Eranthis hyemalis +
  • Wolfsmilch Euphorbia spec. +
  • Wurmfarn Dryopteris filix-mas +++

Mit welchen Pflanzen Du eher rechnen musst und welche eigentlich nie gesichtet werden, ist von Region zu Region unterschiedlich. Auf welche Pflanzen Du besonders achten musst, kann Dir deshalb das Umweltamt der jeweiligen Gemeinde am besten sagen. Auch der Unterricht für den Sachkundenachweis zur Schafhaltung findet im besten Fall in der Region des künftigen Haltungsortes statt und hilft Dir dann auch diesbezüglich weiter.

Dürfen Schafe Obst und Gemüse fressen?

Dickwolliges Schaf auf der Weide Auf der Weide gibt es für Schafe viele potentielle Giftpflanzen.

Mitunter werden Land-Projekte mit der Vorstellung angegangen, alle möglichen Reste der ländlichen Haushaltsführung "in die Schafe zu entsorgen". Diese im Grunde vernünftige Idee einer "Kreislaufwirtschaft" lässt sich im Rahmen der Schafhaltung leider nicht einmal ansatzweise verwirklichen. Näheres lernst Du im Unterricht für den Sachkundenachweis, hier sei dazu nur so viel gesagt: Schafe haben ein sehr empfindliches Verdauungssystem, das am besten mit Gras und trockenem Gras (Heu) zurechtkommt.

Schafe dürfen nicht mit heimischen Obst gefüttert werden; schon Obstbäume auf einer Weide werden nicht empfohlen, weil sie erfahrungsgemäß zu unangenehmen Verdauungsstörungen führen. Erst recht dürfen Schafe nicht mit irgendwelchen exotischen Früchten, Gemüsen, Gemüseresten gefüttert werden; allenfalls diverse Silagen und Getreideschrot dürfen im Rahmen der Winterfütterung gelegentlich und in kleinem Rahmen zugefüttert werden. Selbstverständlich darfst Du Deine Schafe auch nicht mit irgendwelchen Süßigkeiten oder für Menschen gedachten Snacks "verwöhnen".

Weidemanagement

Wenn Du eine für Schafe geeignete Weide übernommen, angelegt, umgestaltet hast, musst Du Dich im Rahmen der Weidepflege damit beschäftigen, dass diese Weide möglichst frei von Giftpflanzen bleibt. Diese Weidepflege wird auch Weidemanagement genannt, weil eine stattliche Reihe von Aufgaben zu managen ist. Unter anderem sind Witterungsschutz und Einzäunung, Tränke und bedarfsgerechte Zusatzfütterung, tägliche Tierkontrolle und -pflege (Klauen, Schur, Parasitenbekämpfung) durchzuführen.

Tierschutz

Sobald die Schafe bei Dir auf der Weide stehen, bist Du tierschutzrechtlich in der Pflicht: Du musst dafür sorgen, diesen Schafe eine Weide zur Verfügung stellen, die sie gut und gefahrfrei ernähren kann. Du musst Dich also darum kümmern, dass alle Giftpflanzen rechtzeitig eliminiert werden, die auf dieser Weide eventuell einmal auftauchen könnten. Wie Du die Weide am besten frei von giftigen Pflanzen hältst, solltest Du auch im Unterricht für den Sachkundenachweis erfahren.

Gifige, invasive Pflanzenarten für Schafe

Innerhalb der Suche nach potentiell geeigneten Weideflächen können für Schafe giftige Pflanzen bereits beim vorausschauenden Risikomanagement in Bezug auf potentielle Invasoren eine Rolle spielen. Denn Deutschland hat mit einer Reihe invasiver Arten zu kämpfen, von denen einige für die Schafe und Dich gefährlich werden können:

Schaf füttern mit der Hand In Deutschland gibt es viele Pflanzenarten, die für Dich und Dein Schaf gefährlich werden können.
  • Drüsiges Springkraut, Impatiens glandulifera, nahezu in der ganzen EU verwildert, frisch leicht giftig
  • Gewöhnliche Seidenpflanze, Asclepias syriaca, gelegentlich verwilderte Gartenzierpflanze, alle Pflanzenteile enthalten giftigen Milchsaft
  • Götterbaum, Ailanthus altissima, Samen und Rinde enthalten giftiges Quassin, Zierpflanze mit Fernausbreitung durch Wind, kann bei Weidetieren die Herzfrequenz senken + Lähmungen verursachen
  • Karottenkraut, Parthenium hysterophorus, auf dem Vormarsch und wegen hohem allelopathisches Potenzial sehr konkurrenzstark, giftig für Rind und Schaf, allergische Reaktion beim Menschen
  • Kreuzstrauch, Baccharis halimifolia, noch selten in Salzmarschen, giftig für Mensch und Weidetiere
  • Riesenbärenklau, Heracleum mantegazzianum + weitere Heracleum-Arten, teils große Wildbestände, Fraß für Schafe kaum giftig, Saft kann aber an unbewollten, hellen Hautstellen schwere Hautschäden verursachen

Wenn Du in der Nähe Deiner künftigen Weide Bestände dieser gefährlichen Pflanzen sichtest, bei denen sich zu wenig um die Beseitigung gekümmert wird, könnte Dir auf Deiner Weide viel Arbeit bevorstehen. Aber auch um alle anderen Neobiota musst Du Dich kümmern: Sie werden in der EU öffentlich überwacht, u. U. mit einer Pflicht zur sofortigen Beseitigung.

Wie äußert sich eine Vergiftung bei Schafen und was ist dann zu tun?

Schafe auf der Weide Bei einer Vergiftung solltest Du sofort den Tierarzt aufsuchen.

Wenn Du eine Vergiftung durch Nahrung vermutest, solltest Du immer sofort einen Tierarzt kontaktieren. Vergiftungen äußern sich in alle möglichen Richtungen, und genau Bescheid sagen, können Schafe leider nicht. Ein kleiner Einblick, wie unterschiedlich die Vergiftungssymptome sind:

  • Herbstzeitlose: Verweigerung von Futter und Wiederkauen, Koliken, blutiger Durchfall, Schweißausbrüche, Speichelfluss, wobei Schafe nicht ganz so empfindlich wie Pferde und Schweine reagieren
  • Jakobskreuzkraut: Vollständige Futterverweigerung, schneller Gewichtsverlust, Bauchwassersucht (Aszites), stinkender blutiger, wässriger Durchfall, plötzliche Panikzustände, endet oft tödlich
  • Schwarzer Nachtschatten: Erweiterte Pupillen, Kopfdrehen, schwankender Gang, Muskellähmung, Durchfall, Koliken
  • Steinklee: Erst kaum äußerliche Zeichen, dann Lähmungen der Rückenmuskulatur und Blutgefäßschäden

Auch wenn Du später schon einige Erfahrung in der Schafhaltung gesammelt hast, solltest Du Dich in dieser Beziehung nie überschätzen: Während der dreijährigen Ausbildung zum Schäfer beschäftigt sich der Lehrling 80 Stunden mit "Tiere füttern" und 80 Stunden mit "Tiere gesund erhalten", 60 Stunden mit "Landschaftspflege" und in vielen anderen Unterrichtseinheiten mit unbekömmlichen Stoffen für Schafe. Später lernt er vor Ort gewöhnlich von einem erfahrenen Schäfer alles über die Gifte der Umgebung - doch er wird als ausgebildeter Schäfer Jahre bis Jahrzehnte brauchen, bis er auf Anhieb erkennen kann, ob ein Schaf nur etwas Bauchgrummeln hat oder demnächst alle Viere von sich strecken wird. 

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