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Die Taube - Haltung, Zucht und Besonderheiten

Grafik Rasseportrait Taube Die Vorfahren der Tauben stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Eine Partnerschaft zwischen Taube und Mensch gibt es seit Jahrtausenden. Tauben sind überall auf der Welt verbreitet und werden in vielen Kulturen domestiziert und gezüchtet. Über Jahrtausende waren sie als Brieftauben mit ihrem außerordentlich guten Orientierungssinn unverzichtbar für die schnelle Übermittlung von Botschaften. Heute werden Tauben vorwiegend für Flugwettbewerbe, Ausstellungen und als Hobby gezüchtet. Die Zahl der Taubenzüchter ist in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen. Es gibt aber immer noch viele Menschen, die Freude an der Haltung der attraktiven Vögel haben.

Allgemeine Informationen

Tauben sind als Wildtiere, Zuchttiere und verwilderte Exemplare weltweit verbreitet. Gezüchtet werden sie aus verschiedenen Gründen. Einer der ursprünglichen Gründe - für die Fleischversorgung - spielt heute nur noch eine Nebenrolle. Sporttauben sind auf Flugleistung gezüchtet. Sie messen ihre Fähigkeiten im Distanzflug. Es gibt auch Kunst- und Hochflugtauben, die besondere Flugfähigkeiten besitzen. Immer beliebter werden die sogenannten Hochzeitstauben - reinweiße Arten, die bei Hochzeiten oder in einem anderen festlichen Rahmen eingesetzt werden. Bei den Rassetauben ist die Vielfalt am größten: Der Verband deutscher Rassetaubenzüchter e. V. erkennt mehrere Hundert Rassen an, die in Bezug auf Größe, Gewicht und Federkleid sehr unterschiedlich sind. Auf Ausstellungen und Shows können die Züchter ihre Tiere bewerten lassen. Echte Wildtauben findest Du als Türkentauben oder Ringeltauben vorwiegend in Waldgebieten, Parks oder am Stadtrand. Die Taubenschwärme in den Innenstädten sind dagegen meist entflogene und verwilderte Haustauben.

Ursprungsland Mittelmeerraum
Federfarben Oft eine Kombination aus Grau, Schwarz, Weiß
oder Braun; einige Arten mit farbenfrohem Gefieder
Lebenserwartung etwa 10 bis 15 Jahre
Gewicht Durchschnittlich 180 bis 500 g
Besonderheiten Sehr anpassungsfähige Vogelart mit
vielen unterschiedlichen Leistungsprofilen und Erscheinungsformen

Körperbau und Aussehen

Der Körperbau von Tauben ist trotz der sonst erheblichen Unterschiede im Erscheinungsbild bei den verschiedenen Rassen einheitlich. Der Körper ist relativ groß und kräftig im Vergleich zum kleinen Kopf. Der Fuß ist ein Sitzfuß und im unbefiederten Teil schuppig. In Bezug auf Federkleid, Größe und Sondermerkmale können die einzelnen Arten der anpassungsfähigen Vögel stark variieren. Einige der mehr als 300 Wildarten leben an den schneebedeckten Hängen des Himalaja, andere in tropischen Wäldern oder in den Wüstengebieten Arizonas. Durch die Zucht sind Hunderte von anerkannten Taubenrassen entstanden, die alle Besonderheiten in der Färbung und im Erscheinungsbild aufweisen. Häufig ist die Federfarbe eine Kombination der Farben Grau, Braun, Weiß oder Schwarz. Es gibt jedoch Arten mit blauem, grünen oder sehr farbenfrohem Gefieder. Die Federn sind vorwiegend glatt. Bei einigen Zuchtrassen ist ein sehr buschiges Federkleid gewünscht.

Artgerechte Haltung und Herkunft

Bild Taube geht Der Nistplatz von Tauben sollte in einem geschützten Bereich liegen.

Die Vorfahren der heutigen Haustauben stammen aus dem Mittelmeerraum. Als Wildtauben leben sie dort in Schwärmen in Felshöhlen an den Steilküsten. Schon früh wurden die Tauben vom Menschen domestiziert und gezüchtet. Zuchttauben sind nicht sehr anspruchsvoll, aber die artgerechte Unterbringung erfordert einigen Aufwand. Sie sollten immer in Gruppen gehalten werden, denn die Tiere sind gesellig. In der Natur bleiben Paare ein Leben lang zusammen. Züchter stellen dagegen Paare oft neu zusammen, um ein gewünschtes Zuchtziel zu erreichen. Jede Taube benötigt genügend Platz, damit sie sich wohlfühlen kann. Deswegen solltest Du den Taubenschlag großzügig planen. Für jedes Tier muss eine individuelle Sitzgelegenheit vorhanden sein. Sie sind zwar gesellige Vögel, die in Scharen leben und zusammen auf Futtersuche gehen, aber sie bevorzugen einen eigenen Sitzplatz. Die Nistzelle mit Brutschale sollte sich in einem eigenen, geschützten Bereich befinden, in dem sich die brütenden Vögel sicher fühlen. Jungtiere benötigen nach dem Absetzen einen abgetrennten Bereich oder einer Unterschlupfmöglichkeit, in den sie sich bei Attacken von Alttieren zurückziehen können.

Als Material für die Inneneinrichtung eignet sich unbehandeltes Holz besonders gut. Es nimmt Feuchtigkeit auf und gibt es anschließend langsam an die Umgebungsluft ab. Dadurch entsteht ein gutes Gesamtklima. Der Boden sollte glatt und leicht zu reinigen sein. Eine gute Lüftung ist für das Innenklima ebenfalls wichtig. Allerdings musst Du darauf achten, dass die Sitzplätze und Brutgelegenheiten keinen Durchzug haben. Für den notwendigen Freiflug braucht der Taubenschlag eine Öffnung, durch den die Tiere leicht ins Freie gelangen können. Die Öffnung sollte für Räuber schwer zu erreichen sein. Sehr nützlich ist eine Voliere am Taubenschlag, in der die Vögel sich an der frischen Luft aufhalten können, aber vor Angriffen von Raubvögeln oder Katzen geschützt sind. Für den Taubenschlag ist ein Wasseranschluss wichtig. Den Tieren muss kontinuierlich sauberes Trinkwasser zur Verfügung stehen. Außerdem ist ein größeres Becken sinnvoll, in denen sie nach Wunsch baden können.

Paarung und Brut

Tauben vermehren sich sehr schnell. Mit 18 Tagen ist die Brutzeit relativ kurz. Sie können das ganze Jahr über brüten. Zwischen drei und fünf Bruten sind jährlich möglich. Bei Zuchttauben wird die Paarung meistens für die Wintermonate geplant. Für die Anpaarung wird das Taubenpaar in eine Nistzelle gesetzt und dort gefüttert. Wenn beide das Nest und den Partner akzeptiert haben, kommt es in wenigen Tagen zur Balz und zur erfolgreichen Paarung. Wie fast alle Taubenarten legen Haustauben zwei Eier binnen 48 Stunden. Die Brutphase beginnt erst mit dem Legen des zweiten Eis, damit beide Küken gleichzeitig schlüpfen. Die beiden Elternvögel wechseln sich beim Bebrüten ab. Der andere Partner geht währenddessen auf Futtersuche. Während der ersten Tage empfehlen sich regelmäßige Kontrollen, ob sich die Eier normal entwickeln. Wenn sie im Inneren orangefarben bleiben oder sich dunkel verfärben, ist ein Zuchterfolg unwahrscheinlich. Die Jungen schlüpfen mit einigen Stunden Abstand. In den ersten Lebenstagen wachsen sie sehr schnell. Innerhalb der ersten 24 Stunden verdoppelt sich das Körpergewicht, nach wenigen Tagen beginnt die Entwicklung des Gefieders. Mit etwa drei Wochen können sie laufen und das Nest verlassen.

Ernährung

Bild Taube sitzt auf Hand Tauben sollte immer genug sauberes Trinkwasser zur Verfügung stehen - vor allem bei wärmeren Temperaturen.

Tauben ernähren sich vorwiegend pflanzlich. Bevorzugt werden Getreide, Körner und Sämereien gefressen, daneben auch Frisch- und Grünfutter oder Beeren. Einen geringen Anteil machen kleine Insekten, Maden und Würmer aus, mit denen die Vögel ihren Eiweißbedarf decken. Stadttauben haben sich darauf eingestellt, zusätzlich Lebensmittelabfälle zu sich zu nehmen. Haustauben werden mit Getreide- oder Fertigfuttermischung gefüttert, das mit etwas Grünfutter, Obst und Gemüsestückchen ergänzt werden kann. Falls die Mischung nicht genug Eiweiß enthält, solltest Du sie durch eiweißhaltiges Zusatzfutter ergänzen. Wichtig ist auch ein ausreichendes Flüssigkeitsangebot. Insbesondere bei warmem Wetter müssen die Tiere ausreichend sauberes Trinkwasser zur Verfügung haben.

Bei jungen Tauben wird frühestens ab dem achten bis zehnten Tag zugefüttert. Zuvor ernähren sie sich ausschließlich von der nährstoffreichen Kropfmilch, die im Kropf der Eltern gebildet wird. Danach fangen sie an, zusätzlich festere Nahrung zu fressen. Während der Futterumstellung kannst Du die Jungvögel zunächst mit etwas Getreidebrei und später mit eingeweichten Körnern füttern, bis die Umstellung auf das normale Körnerfutter abgeschlossen ist. Besondere Beachtung erfordert die Ernährung von Tauben , die bei Flugwettkämpfen eingesetzt werden. Sie brauchen genügend Energiereserven für den anstrengenden Flug, sollen aber nicht durch Überfütterung so schwer sein, dass sie langsam fliegen.

Aufzucht und Zucht

Die Aufzucht der Jungtauben erfolgt im Normalfall durch die Elterntiere in der Nistzelle. Wenn es bei der Versorgung keine erkennbaren Probleme gibt, sollten die Vögel möglichst wenig in den ersten Tagen gestört werden. Trotzdem ist es sinnvoll, regelmäßig zu kontrollieren, ob der Taubennachwuchs gesund aussieht und sich normal entwickelt. Bei Bedarf ist eine medizinische Versorgung oder Aufzucht von Hand erforderlich. Die Tiere werden früh beringt. Bei den meisten Rassen ist der beste Zeitpunkt für das Beringen sechs bis sieben Tage nach dem Schlüpfen. Absetzen kannst Du die Jungtiere ab den 26. bis 28. Tag.

Tauben züchten darf in Deutschland jeder. Die meisten Züchter sind in Vereinen und Verbänden organisiert, die sich auf bestimmte Taubenarten spezialisiert haben. Zu den größten zählen der Verband Deutscher Brieftaubenzüchter e. V. und der Verband deutscher Rassetaubenzüchter e. V.. Hier findest Du eine Fülle an Informationen über Tauben und ihre fachgerechte Haltung. Wenn Du eine eigene Zucht beginnen möchtest, brauchst Du zu Beginn mindestens drei bis vier Brutpaare der Taubenrasse, für die Du Dich entschieden hast. Etablierte Züchter haben etwa acht bis zehn Paare in ihrem Taubenhaus.

 

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