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Startseite Ratgeber Pferde Hindernisfahren - die Herausforderung für Pferd und Reiter

Pferderatgeber

Hindernisfahren - die Herausforderung für Pferd und Reiter

Der Reitsport für besonders geschickte Pferde

Hindernisfahren wird auch „Kegelfahren“ genannt, da bei dieser Disziplin ein Parcours von Kegeln innerhalb der vorgeschriebenen Zeit durchfahren werden muss. Touchieren der Kegel, Verweigerungen durch das Pferd und Überschreiten der Maximalzeit führen zu Punktabzügen. Hindernisfahren ist neben dem Dressur- und Geländefahren ein Bestandteil der kombinierten Prüfung. Die Gespanne treten in verschiedenen Schwierigkeitsklassen gegeneinander an.

Wettbewerbsarten und Regeln beim Hindernisfahren

Der Parcours wird mit Hilfe von maximal 20 Kegelpaaren gekennzeichnet, die zueinander lediglich eine Distanz von 20 – 30 cm mehr als der Spurbreite des startenden Wagens aufweisen. Die Toleranz richtet sich nach der Schwierigkeitsstufe, wobei 30 cm die leichteste Klasse L, 25 cm die mittlere Klasse M und 20 cm die schwierigste Klasse S ist. Die Reihenfolge und Durchfahrtrichtung sind durch rote Zahlen auf der rechten und weiße Zahlen auf der linken Seite der Kegeltore festgelegt. Auslassen eines Tors oder Durchfahrt von der falschen Seite führen zur Disqualifikation. Ob ein Kegel vom durchfahrenden Wagen touchiert wurde oder nicht, wird jeweils durch einen Ball auf jedem Kegel angezeigt. Fällt der Ball zu Boden, hat dies drei Strafpunkte für das Fehlerkonto zur Folge, ebenso wie ein eventuelles Absteigen von Fahrer oder Beifahrer. Für den ersten Ungehorsam seitens der Pferde werden 5 Strafpunkte verhängt, für die zweite Verweigerung 10 Strafpunkte und der Dritte Ungehorsam führt zum Ausschluss von der Prüfung. Nach Absolvieren des Parcours werden die Strafpunkte zusammen mit möglichen Zeitstrafpunkten mit 0,5 Punkten je angefangener Sekunde aufaddiert. Gewonnen hat das Team, das am wenigsten Strafpunkte eingefahren hat. Gibt es mehrere Fahrer, die das Hindernisfahren ohne Strafpunkte abgeschlossen haben, wird ein Stechen um die schnellste Zeit durchgeführt.

Ausrüstung für das Hindernisfahren

Hindernisfahren kann im Ein-, Zwei- oder Vierspänner gefahren werden, wobei Ein- und Zweispänner am häufigsten sind. Bei kombinierten Prüfungen wird entweder die klassische Kutsche vom Dressurfahren oder der Marathonwagen eingesetzt. Die weitere benötigte Ausrüstung für Pferd, Fahrer und Kutsche unterscheidet sich im Wesentlichen nicht von der Ausrüstung für das Dressur- und Geländefahren. Um zum Üben einen eigenen Parcours aufstellen zu können, werden 20 orangene Hütchenpaare und 40 gelbe Bälle benötigt. Außerdem muss ein geeigneter Platz gefunden werden, der den Pferdehufen sicheren Halt gibt, zugleich aber die Pferdebeine nicht übermäßig strapaziert. Die meisten Reithallen und Reitplätze haben hierfür zwar einen idealen Boden, jedoch sind sie meistens zu klein. Alternativ kann eine ebene Wiese bei trockenem Wetter als Übungsplatz benutzt werden, sofern der Eigentümer seine Erlaubnis gibt.

Als Hindernisfahrpferde geeignete Pferderassen

Während beim Dressurfahren nahezu alle Pferderassen erfolgreich starten können, eignen sich für das Hindernisfahren vor allem schnelle, wendige und feinfühlige Rassen. Es gibt zwar Ponys, Haflinger, Friesen und Kaltblüter, die sehr erfolgreich im Hindernisfahren starten, jedoch haben sie spätestens in den höheren Klassen das Nachsehen. Wer auf Höchstleistungen abzielt, wird unter den gängigen Sportpferderassen wie KWPN, Oldenburger, Gelderländer und anderen in Europa gezüchtete Warmblüter für den professionellen Reitsport fündig.

Grundausbildung eines Hindernisfahrpferdes

Jedes Fahrpferd durchläuft die Grundausbildung entsprechend der Ausbildungsskala mit Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung, Geraderichten und Versammlung. Die Grundausbildung wird in Bodenarbeit begonnen, um die Knochen und Gelenke des jungen Pferdes nicht zu gefährden. Auch an die Lastaufnahme am Brustgeschirr muss das Fahrpferd in kleinen Schritten gewöhnt werden, während es parallel bereits lernt, lastfrei am Wagen mitzulaufen. Erst dann kann begonnen werden, das junge Pferd zusammen mit einem erfahrenen Pferd im Zweispänner zu fahren. Im nächsten Ausbildungsschritt wird besonderer Wert auf den Gehorsam vor dem Wagen und die Durchlässigkeit für Hilfen gelegt. Beginnend mit nur wenigen Minuten wird die im Schritt gefahrene Wegstrecke allmählich verlängert und schließlich zunächst kurze und dann immer länger werdende Trabreprisen gefahren. Hierbei bilden sich Muskulatur und Kondition schonend auf.

Fahrausbildung eines Hindernisfahrpferdes

Nach der Basisausbildung, die in der Regel ein bis zwei Jahre dauert, lernt das Hindernisfahrpferd Wendigkeit, Schnelligkeit und Präzision. Erst wenn im Rahmen der Basisausbildung Durchlässigkeit und Gelassenheit entwickelt wurden, kann begonnen werden, anspruchsvolle Fahrmanöver zu trainieren. Dazu erfolgt die Dressurfahrausbildung, auf der zunächst noch ohne Hindernisse auf großer Fläche verschiedene Bahnfiguren erlernt werden, die später beim Hindernisfahren zum Einsatz kommen. Sind die Dressurfahrfiguren gut verinnerlicht und die Pferde sensibel wie auch durchlässig für die Hilfen des Fahrers, können vorsichtig die ersten Hindernisparcours gefahren werden und nun enge Wendungen, hohes Tempo und präzise Fahrlinien trainiert werden.

Ausbildung des Hindernisfahrers

Jeder Fahrer beginnt mit einem erfahrenen Gespann beim Dressurfahren. Hier lernt er den Umgang mit Pferden, das Anspannen und die verschiedenen Techniken der Hilfengebung. Beim Hindernisfahren wird neben jeder Menge Übung und einem guten Gespür für das Handling des Gespanns vor allem Fingerspitzengefühl, ein gutes Augenmaß, starke Nerven und Geschicklichkeit verlangt. Über die gesamte Dauer des Hindernisparcours ist ein Höchstmaß an Konzentration gefragt. Zudem braucht der Hindernisfahrer einen Groom, der durch geschickte Gewichtsverteilung den Fliehkräften in der Kurve entgegenwirkt.

 

   

 

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