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Rautenpython: Merkmale, Haltung, Pflege und Zucht

Steckbrief

Lateinischer Name Morelia spilota
Ursprungsland Australien, Indonesien (Irian Jaya), Papua-Neuguinea
Lebenserwartung Durchschnittlich 12 Jahre
Länge Zwischen 2 und 3,5 Metern
Aktivität Dämmerungs- und nachtaktiv
Schutzstatus Keiner - Nicht meldepflichtig
Besonderheiten Nicht giftig
Rautenpython Kopf Der Rautenpython ist auch als Teppichpython oder Diamantenpython bekannt.

Merkmale

Der Rautenpython, auch Teppichpython oder Diamantpython genannt, ist in weiten Teilen Australiens, Indonesiens und Papua-Neuguineas heimisch. Dort bewohnt er feuchte Busch- und Waldgebiete sowie trockene Landschaften, ist aber auch in der Nähe menschlicher Siedlungen zu finden. Obwohl er eigentlich ein Bodenbewohner ist, klettert er dennoch gern.
Der kräftige Körper der ungiftigen Würgeschlange ist auf der Oberseite hellbraun bis dunkelbraun gefärbt, wobei die Unterseite deutlich heller ist. Das Schuppenmuster ähnelt einem Netz, welches mit brauner und schwarzer Färbung untersetzt ist. Die großen Augen haben vertikale Schlitzpupillen.

Systematik und Unterarten

Der Rautenpython, wissenschaftlich Morelia spilota, stammt aus der Familie der Riesenschlangen (Boidae), weiter zu den Pythons (Pythoninae) und der Gattung der Rautenpythons (Morelia). Die sechs folgenden Unterarten sind anerkannt:

  • Morelia spilota spilota
  • Morelia spilota cheynei
  • Morelia spilota mcdowelli
  • Morelia spilota metcalfei
  • Morelia spilota imbricata
  • Morelia spilota variegata

Haltung des Rautenpythons

Rautenpython Der Rautenpython klettert gerne und sollte somit mehrere Klettermöglichkeiten zur Verfügung haben.

Der Rautenpython ist grundsätzlich recht pflegeleicht und somit ideal, wenn man noch keine Erfahrung mit Schlangen hat. Wie alle Schlangen wird auch der Rautenpython in einem Terrarium gehalten. Dieses sollte eine Mindestgröße von 200×70x150 cm haben. Keinesfalls sollten diese Maße unterschritten werden. Da der Python auf gestaute Luft empfindlich reagiert, sollte für eine gute Belüftung gesorgt werden. Des Weiteren sollte eine Bodenheizung und eine Lichtquelle installiert werden, welche zwölf bis 14 Stunden am Tag aktiv ist. Die Temperatur tagsüber sollte 25 bis 32 Grad Celsius betragen, nachts nur ein paar Grad weniger.
Die Ausstattung des Terrariums sollte stabile Kletteräste, ausreichend Versteckmöglichkeiten sowie ein ausladendes Wasserbecken beinhalten. Für den Boden sind fest einzementiert Steinplatten ideal. Diese können leicht gereinigt werden, was die Aufrechterhaltung der Hygiene im Terrarium vereinfacht.

Ernährung

In der Natur frisst der Rautenpython alles, was er überwältigen kann. Dazu zählen Vögel, Mäuse, Ratten und kleinere Säuger. Zunächst fängt er seine Beute mit den Zähnen und schlingt sich danach um sie, um diese zu erwürgen. Nach dem Tod des Beutetieres frisst der Python das Tier mit dem Kopf voraus.
Im Terrarium empfiehlt es sich den Rautenpython mit Mäusen zu füttern. Diese können lebend oder als Frostfutter verabreicht werden. Es ist ausreichend die Schlange alle 10 bis 14 Tage zu füttern. Da sie sehr verfressen ist, würde sie auch häufiger Fressen zu sich nehmen, aber infolgedessen zunehmen. Auch wenn diese Schlangenart im Allgemeinen eher friedlich ist, sollte man dennoch vorsichtig mit ihnen umgehen. Aufgrund ihres ständigen Hungers, kann es nämlich vorkommen, dass der Python zubeißt, weil er auf etwas zu essen hofft.

Fortpflanzung und Zucht

Rautenpython Jungtiere schlüpfen nach insgesamt vier Monaten.

Nach etwa drei bis vier Jahren ist der Rautenpython geschlechtsreif. Von August bis Oktober kommt es dann zur Paarung. Während der Paarungszeit gibt es häufig heftige Kämpfe zwischen männlichen Rivalen. Nach der Befruchtung legt das Weibchen nach etwa zwei Monaten 1530 hühnergroße Eier. Diese werden vom Weibchen ausgebrütet, indem es sie umringt und durch Muskelzittern warm hält. Nach zwei weiteren Monaten schlüpfen dann die Jungtiere. Nach der Geburt sind sie etwa 25–45 cm groß und 20–25 g schwer.

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Bildquellen:
Bild 1: © pixabay.com / Kapa65
Bild 2: © pixabay.com / sipa
Bild 3: © pixabay.com / sipa

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