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Eine Schlange als Haustier - was Sie über Ihre Schlange wissen sollten

acer Logo Die Haltung einer Schlange ist keinesfalls ein ausgefallenes Hobby

Schlangen werden als Haustiere immer beliebter. Wer sich allerdings nur deshalb für Schlangen begeistert, weil es sich um exotische Tiere und deshalb um ein ausgefallenes Hobby handelt, sollte besser die Finger vom Schlangen kaufen lassen. Tatsächlich bedarf die Haltung einer Schlange einer besonderen Sorgfalt und einer genauen Kenntnis über die Lebensgewohnheiten dieses faszinierenden Tieres. Lesen Sie, worauf Sie beim Schlangen kaufen achten sollten, wie Sie die optimale Umgebung schaffen und woran Sie erkennen, dass es Ihrer Schlange nicht gut geht.





 

Was Sie vor dem Schlangen kaufen bedenken sollten

acer Logo Eine Schlange frisst lebende Tiere, damit sollte man klarkommen

Wie bei anderen Haustieren auch, sollten Sie sich vor dem Schlangen kaufen sorgfältig damit auseinandersetzen, ob und welche Schlange zu Ihnen passt. Das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks, aber auch eine Frage der spezifischen Lebensbedingungen einer Schlange, da davon die Gestaltung des Terrariums und der Platzbedarf abhängig sind. Das Terrarium sollte ausreichend groß für die Schlange Ihrer Wahl sein und gegebenenfalls mitwachsen können. Nicht geeignet ist eine Schlange für Sie, sofern Sie Probleme haben bei der Verfütterung lebender Tiere. Außerdem ist es empfehlenswert, sich vor dem Schlangen kaufen bereits Gedanken zu machen, wer sich während Ihres Urlaubs, im Krankheitsfall oder während einer Geschäftsreise um Ihr Tier kümmern wird.




 

Worauf Sie beim Schlangen kaufen achten sollten

acer Logo Eine Schlange ist gesund, wenn sie eine leichte Züngelung hat

Im Idealfall finden Sie einen Züchter, bei dem Sie vor Ort die Lebensumstände der Schlange einsehen und die augenscheinliche Gesundheit der Schlangen feststellen können. In jedem Fall sollten Sie beim Schlangen kaufen darauf achten, dass das von Ihnen gewählte Tier sich ruhig verhält und frei ist von möglichen Hautresten der letzten Häutung. Ebenso müssen Augen und Mund frei sein von Schleim. Im Idealfall hat die Schlange eine eingewickelte Position ohne Falten, einen nicht hörbaren Atem und eine leichte Züngelung. Insgesamt sollte die Schlange einen gepflegten Eindruck machen, was auch für die Kloake gilt, die sauber und nicht verkrustet sein sollte. Beobachten Sie vor dem Schlangen kaufen einige Tiere und nehmen Sie sich für die Wahl Zeit.

Die Größe des Terrariums und seine Beschaffenheit

Schlangen kommen aus unterschiedlichen Lebensräumen, angefangen beim tropischen Regenwald bis zur Polarwüste. Dementsprechend sind sie an unterschiedliche Klimazonen gewöhnt und haben dementsprechend unterschiedliche Verhaltens- und auch Fressgewohnheiten. Es ist wichtig, dass Sie sich vor dem Schlangen kaufen mit dieser sehr individuellen Lebensweise auseinandersetzen. Denn nur wenn Sie die artspezifischen Eigenheiten kennen und die Lebensbedingungen im Terrarium anpassen, wird Ihre Schlange gesund bleiben und sich wohl fühlen.

Die Maße des Terrariums sind abhängig von der Größe der von Ihnen gewählten Schlangenart, von der Bewegungsfreudigkeit Ihrer Schlange und natürlich von der Anzahl. Für größere Kletternattern wird beispielsweise ein Terrarium mit den Maßen 120 x 50 x 60 (cm) empfohlen, während für eine oder auch mehrere kleine Nattern ein Terrarium in der Größe 80 x 40 x 40 (cm) ausreicht. Bei Schlangen bis zu einer Länge von 1,50 Metern sind die Maße 100 x 50 x 75 (cm) ausreichend.

Schlangen gehören als Haustiere grundsätzlich in ein Terrarium. Kleinere Terrarien können aus Vollglas sein, während größere Behältnisse meist aus einem Materialmix aus Glas, Holz und Kunststoff bestehen. Sehr gute Isolierungseigenschaften haben Becken aus Styropor. Optisch sehr ansprechend ist eine Gestaltung der Rückwände mit Zierkorkplatten, die dem Terrarium ein natürliches Aussehen verleihen und aufgrund ihrer Struktur dem Bewegungs- und Kletterdrang kleinerer Schlangenarten gerecht werden. Die Grundfläche des Terrariums können Sie durch den Einbau einer Zwischenebene vergrößern, die von der Schlange als erhöhter Ruhe- oder auch Lauerplatz verwendet werden kann.

Die Innenausstattung eines Terrariums

acer Logo In ein Terrarium gehören auf jeden Fall Versteckmöglichkeiten für die Schlange

Die Ausstattung eines Terrariums ist an die individuellen Lebensbedingungen der Schlange angepasst, wobei es einige grundsätzliche Einrichtungsgegenstände gibt, die allen Terrarien gemeinsam sind:

  • Dazu gehören einmal Versteckplätze, die Sie in verschiedenen Temperaturzonen anbieten sollten, beispielsweise einen Platz in einem trockenen und warmen Bereich, den anderen in einem kühlen und feuchten Bereich. Damit die Schlange sich sicher fühlt, sollte ein Versteckplatz nie weiträumig sein, sondern der Schlange die Möglichkeit bieten, mit den umgebenden Wänden in Körperkontakt zu sein. Zweitrangig ist das verwendete Material, das angefangen vom Blumentopf, über leere Plastikbehälter bis zu Borkenstücken oder Wurzeln reichen kann, wobei die letztgenannten darüber hinaus eine wertvolle Hilfe für die Häutung sind.



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  • In ein Terrarium gehören auch Kletteräste, wobei sich auch nicht kletternde Schlangen daran erfreuen. Fixieren Sie die Kletteräste, damit sie nicht umfallen und bei der Schlange zu Verletzungen herbeiführen können. Als Kletterast eignen sich Hölzer von diversen Obst- und Laubbäumen und insbesondere von Weinreben, während Sie auf Nadelhölzer wegen des klebrigen Harzes verzichten sollten.

  • Auch Schlangen benötigen ein Wasserbecken, wobei bestimmte Schlangenarten ausgesprochen wasserliebend sind und ein größeres Becken zum Baden benötigen.

  • Echte Pflanzen oder auch künstliche schmücken das Terrarium. Darüber hinaus bieten Sie der Schlange die Möglichkeit, sich auszuruhen, zu verstecken, zu klettern oder sich zu häuten. Wählen Sie Pflanzen, die keine scharfkantigen Blätter haben und keine giftigen Substanzen enthalten. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse in einem Terrarium ist das Pflanzenwachstum vergleichsweise intensiv, so dass Sie die Pflanzen regelmäßig zurückschneiden sollten. Eine Bepflanzung ist allerdings nur bei kleineren Schlangenarten sinnvoll, während Sie bei großen Schlangen darauf verzichten können.

In ein Terrarium gehört ein Substrat als Bodengrund. Nicht geeignet sind scharfer Sand, Torf und Buchenhack, die gesundheitsschädlich für Ihr Tier sind und dennoch oft verwendet werden. Buchenhack ist deshalb nicht empfehlenswert, da die Schlange beim Verschlucken der feinen Holzstücke innere Verletzungen davontragen kann. Ähnliches gilt für Torf, der in trockenem Zustand staubt und die Atemwege reizt.

Der Feuchtigkeitsgehalt des Bodengrundes ist abhängig von der Schlangenart. Einige Schlangenarten fühlen sich auf eher trockenem Untergrund wohl, für den beispielsweise feines Borkenstreu oder Holzgranulat empfehlenswert ist. Andere wiederum bevorzugen Feuchtigkeit, wofür sich Terrarienerde eignet, die in Zoofachhandlungen in trockenem Zustand als Block angeboten und in Wasser aufgelöst wird. Für feuchtigkeitsliebende Schlangen kann ergänzend auch Moos verwendet werden.

Die Temperaturverhältnisse in einem Terrarium

Schlangen sind ebenso wie Reptilien, Insekten, Amphibien, wie fast alle Fische und andere wirbellose Tiere wechselwarme Tiere. Das bedeutet, dass ihre Körpertemperatur nicht konstant, sondern abhängig ist von der Temperatur der Umgebung. Je nach Empfinden suchen Schlangen also den Ort im Terrarium aus, der ihnen hinsichtlich der Körpertemperatur zusagt. Deshalb ist es wichtig, einer Schlange verschiedene Zonen mit unterschiedlichen Temperaturen zur Verfügung zu stellen. Mit dabei sein sollte auch ein Sonnenplatz mit einer Temperatur um die 30 Grad Celsius, die durch einen Wärmestrahler erzeugt wird. Unterschiedliche Temperaturangebote sind für Schlangen essentiell. So favorisieren Sie beispielsweise in der Häutungsphase kühlere Temperaturen, während sie nach der Nahrungsaufnahme bevorzugt wärmere Plätze aufsuchen, um die Verdauung zu beschleunigen.

Von Schlangenhaltern oftmals vernachlässigt wird die im Terrarium herrschende Luftfeuchtigkeit. Dabei ist es für viele Schlangenarten wichtig, feuchte Stellen im Terrarium aufsuchen zu können, beispielsweise vor der Häutung. Geeignet sind Moos, das Sie mehrmals in der Woche anfeuchten oder ein Behälter mit feuchter Erde, den Sie mit Moos bedecken. Eine andere Möglichkeit ist das Anfeuchten der Erde rund um das Wasserbecken, wobei Sie Staunässe wegen der möglichen Schimmelbildung vermeiden sollten. Informieren Sie sich über die klimatischen Bedürfnisse Ihrer Schlange, da es einige Schlangenarten gibt, für die es lebensnotwendig ist, Wassertropfen vom Körper aufzunehmen.

Was und wie eine Schlange frisst

Bei Schlangen gibt es artspezifische Unterschiede hinsichtlich der Regelmäßigkeit und der Menge der Nahrungsaufnahme. Während manche Schlangenarten nur alle zwei bis vier Wochen Nahrung benötigen und der Verdauungsvorgang auch wegen der größeren Beutetiere länger dauert, gibt es wiederum andere Schlangen, die einen wesentlich höheren Stoffwechsel und eine dementsprechend schnellere Verdauung haben, weshalb sie einer häufigeren Futtergabe bedürfen.

acer Logo Damit sich die Schlange beim Fressen nicht verletzte, sollte man immer ein offenes Auge haben

Die meisten in einem Terrarium gehaltenen Schlangen lassen sich meist problemlos an Frostfutter gewöhnen. Auf diese Weise können Sie eine größere Menge an Futter für eine längere Zeit gefroren aufbewahren und im Bedarfsfall auftauen. Bei lebenden Beutetieren besteht immer auch die Gefahr, dass Ihre Schlange verletzt wird, beispielsweise durch den Biss einer Maus oder auch durch Annagen der Schlange durch das Beutetier, wobei Hamster und Ratten besonders wehrhaft sind und sehr aggressiv werden können. Deshalb sollten Sie bei der Gabe lebender Beutetiere immer ein Auge auf Ihre Schlange haben. Das bedeutet auch, dass Sie die Tötung und den Fressvorgang eines lebenden Tieres durch die Schlange sehen werden. Das ist nicht jedermanns Sache, weshalb Sie sich vor dem Schlangen kaufen ernsthaft fragen müssen, ob Sie das mit Ihrem Gewissen vereinbaren und ertragen können.

Eine unter Schlangenbesitzern häufig diskutierte Frage ist die Häufigkeit der Futteraufnahme. Sofern Sie sich für eine fischfressende Schlange entschieden haben, sollten Sie Ihrem Tier alle vier bis sieben Tage Futter anbieten, während größere Boas oder Pythons alle vierzehn Tage Nahrung erhalten. Bei Jungtieren sind die zeitlichen Abstände entsprechend kürzer und bei älteren Tieren länger. Vermeiden Sie eine Überfütterung, da auch bei Schlangen eine Überfettung droht, oder die Gefahr besteht, dass sie das Futter nach einiger Zeit wieder herauswürgen. Schlangen sollten im Terrarium gefüttert werden, da die Nahrungsaufnahme in der gewohnten Umgebung stressfreier verläuft als in einer separaten Fütterungsbox außerhalb des Terrariums, wobei es allerdings auch Ausnahmen von der Regel gibt.

Wenn Ihre Schlange die Nahrung verweigert

Futterpausen sind bei Schlangen etwas völlig natürliches, weshalb Sie nicht gleich in Panik geraten sollten, wenn Ihre Schlange keine Nahrung aufnimmt, denn die Gründe dafür können sehr vielschichtig sein.

  • Die Futterverweigerung kann beispielsweise abhängig von der Jahreszeit auftreten, beispielsweise im Spätherbst. Dann ist das ein Zeichen dafür, dass sich Ihre Schlange auf die bevorstehende Winterruhe und auf einen reduzierten Stoffwechsel vorbereitet.

  • Nicht sehr fresswillig sind Schlangen in der Häutungsphase, weshalb Sie die Fütterung einen oder zwei Tage danach vornehmen sollten.

  • Es gibt nachtaktive Schlangen, die sich tagsüber nicht für die Nahrungsaufnahme interessieren. Bieten Sie das Futter deshalb ungefähr eine Stunde nach Löschen der Beleuchtung an.

  • Frisst Ihre Schlange auch nach der Winterruhe nichts und streift Sie stattdessen ruhelos durch das Terrarium, dann handelt es sich wahrscheinlich um ein zur Paarung bereites Männchen.

  • Ist ein Schlangenweibchen trächtig, verweigert dieses während dieser Zeit die Nahrungsaufnahme, die meist erst nach einer vorherigen Häutung wieder stattfindet.

  • Sofern die genannten Gründe nicht zutreffen, sollten Sie in einer ersten Maßnahme verschiedene Beutetiere - lebend oder tot - zur Nahrungsaufnahme anbieten. Schlangen sind in Sachen Ernährung Individualisten und meist auf bestimmtes Futter fixiert, beispielsweise nur Mäuse oder nur Ratten.

  • Die Nahrungsverweigerung kann auch bedingt sein durch zu niedrige oder zu hohe Temperaturen im Terrarium.

  • Sofern Sie mehrere Tiere in einem Terrarium halten, könnte die Anzahl der Tiere zu hoch sein, so dass sie nicht ausreichend Ruhe finden und unter Stress leiden.

  • Die Nahrungsverweigerung kann auch im Zusammenhang mit einer Infektion der Atemwege, mit Maulfäule oder einer Magen-Darm Infektion auftreten.

Sollte das Tier beginnen abzumagern, sollten Sie einen Kloakenabstrich oder eine Kotprobe beim Tierarzt auf Parasiten untersuchen lassen. Wenn Ihr Tier bereits kraftlos und der Länge nach ausgestreckt im Terrarium liegt, kommt zumeist jede Hilfe zu spät. Deshalb ist es ratsam, die Gesundheit Ihrer Schlange regelmäßig und vor allem rechtzeitig von einem Tierarzt überprüfen zu lassen.

Erste Maßnahmen bei einer Erkrankung

Auch eine Schlange kann krank werden. Wie bei jedem anderen Haustier auch ist es wichtig, dass Sie Ihre Schlange und auch mögliche Erkrankungen kennen, um ein zeitnahes Handeln zu ermöglichen. Erste Anzeichen können die Verweigerung der Nahrungsaufnahme, Teilnahmslosigkeit, Aggressivität, eine schlecht verlaufende Häutung, eine vermehrte Wasseraufnahme oder das nicht mehr Aufsuchen der Schlaf-, Ruhe- oder Sonnenplätze sein.

Bereits beim Schlangen kaufen sollten Sie sich im Fachhandel, über das Internet oder durch Nachfragen nach einem fachlich versierten Tierarzt umsehen. Denn nicht jeder Tierarzt ist im Umgang und in der Diagnostik mit Schlangen geübt. In jedem Fall sollten Sie auf eine eigenverantwortliche Behandlung Ihrer Schlange verzichten, da Sie bei Unkenntnis Ihrer Schlange mehr schaden als helfen. Sofern Sie mehrere Schlangen in einem Terrarium halten, sollten Sie das erkrankte Tier in ein spezielles Quarantänebecken umquartieren und darin die Einrichtung auf das allernötigste beschränken. Achten Sie auf einen hygienischen Untergrund und auf etwas höhere Temperaturen als im gewohnten Terrarium. Bei Schlangen gibt es ganz unterschiedliche Erkrankungen, zu denen unter anderem der Befall von Milben und Innenparasiten gehört. Eine Schlange kann auch an einem Darmvorfall erkranken oder an einer Dehydrierung leiden. Auch Maulerkrankungen, Verstopfung und Probleme bei der Häutung sind möglich.

  • Milben:
    Am häufigsten weisen Schlangen Milben auf. Sie sind mit bloßem Auge als winzige, schwarze Punkte zu erkennen, wobei jüngere Milben heller und deshalb schwieriger zu sehen sind. Anders als Hund oder Katze können sich Schlangen nicht kratzen und sind dem durch die Milben verursachten Juckreiz hilflos ausgeliefert, wodurch sie überaus nervös werden. Sie behelfen sich dadurch, dass sie sich lange ins Wasserbecken legen oder sich an den Gegenständen im Terrarium scheuern. Auf diese Weise werden die abgestorbenen Milben am Boden des Wasserbeckens sichtbar. Eine von Milben bevorzugte Stelle sind die Augen der Schlange, deren Befall schnell Entzündungen verursachen und zu Schuppungen um das Auge führen kann, wodurch das Auge eingesunken wirkt.
    Wie bei allen anderen Haustieren auch verbreiten sich Milben bei Schlangen sehr schnell, so dass von Ihrer Seite schnelles Handeln gefragt ist. Ignorieren Sie den Milbenbefall deshalb nicht, da Sie sonst eine Schwächung des Tieres durch Blutverlust riskieren, ebenso wie Erkältungen durch langes Liegen im Wasser oder auch eine Futterverweigerung durch den anhaltenden Juckreiz. Lassen Sie auch die Finger von im Handel angebotenen Anti-Milben-Präparaten,  gehen Sie stattdessen zum Tierarzt.

  • Darm- oder Kloakenvorfall:
    Bei Schlangen kann es auch zu einem Darmvorfall oder Kloakenvorfall kommen, der viele Ursachen haben kann. Dazu gehören beispielsweise der durch die Haltung in einem Terrarium bedingte Bewegungsmangel, eine nicht artgerechte Ernährung, Stress, Verdauungsstörungen oder auch eine Muskelschwäche oder Nervenlähmung. Sie erkennen einen Darm- oder Kloakenvorfall daran, dass das Gewebe um den Darmausgang schnell anschwillt und das Aussehen einer Blase annimmt. Beim Abkoten wird zusammen mit der Kloake ein Teil des Darmes mit nach außen gepresst und kann nicht mehr zurückgezogen werden.

  • Dehydrierung:
    Eine weitere Form der Erkrankung ist die Dehydrierung, die durch einen Mangel an Wasser und durch konstant zu hohe Temperaturen sowie eine zu geringe Luftfeuchtigkeit im Terrarium entsteht. Das kann einmal bedingt sein durch eine zu starke Erwärmung der Sonnenplätze, wodurch die Umgebung austrocknet. Gestalten Sie deshalb die Strahlerleistung variabel mittels eines Dimmers. Eine andere mögliche Ursache für die Dehydrierung kann das für das Terrarium verwendete Material sein. So entzieht insbesondere Holz der Luft Feuchtigkeit. Gleiches kann passieren, wenn Sie Einstreu aus Holz verwenden oder ein ebenso saugfähiges Substrat. Mit einem Materialmix aus Glas, Kunststoff und Holz können Sie das Risiko Ihrer Schlange, an Dehydrierung zu erkranken, senken. Sofern Sie am Holz als Material für das Terrarium festhalten möchten, können Sie dieses auch mit Korkplatten auskleiden und mit Silikon versiegeln.

  • Innenparasiten:
    Weniger Zuchttiere, sondern vor allem Wildfänge können von Innenparasiten befallen sein. Dazu gehören verschiedene Arten von Würmern, beispielsweise Saugwürmer, Fadenwürmer, Bandwürmer, Kratzer oder auch Amöben. Um insbesondere bei mehreren Schlangen die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, sollten Sie von einem Neuzugang vor der Zusammenführung mit anderen Schlangen eine Kotprobe entnehmen und einem Tierarzt zur Untersuchung überlassen. In der freien Wildbahn ist der Parasitenbefall nahezu Normalität. Anders sieht es jedoch bei in einem Terrarium lebenden Schlangen aus, bei denen sich das Gleichgewicht sehr schnell zu Ungunsten der Schlange verschieben kann, so dass das Tier geschwächt ist und weitere Schädigungen erleiden kann.
    Äußerlich sichtbar wird ein möglicher Parasitenbefall dadurch, dass Ihre Schlange trotz Nahrungsaufnahme abmagert. Die Farben können ausblassen, das Tier wird apathischer und die Pausen zwischen den einzelnen Häutungen werden länger. Es kann außerdem zu Verstopfung kommen, zu Durchfall und Erbrechen.

  • Maulerkrankungen:
    Bei einer Schlange kann es auch zu Maulerkrankungen kommen, die zurückzuführen sind auf schlechte hygienische Verhältnisse oder darauf, dass die Schlange bereits gesundheitlich oder durch Futtermangel geschwächt ist. Erkennen können Sie Maulerkrankungen aufgrund einer blass wirkenden Mundschleimhaut, die oftmals rote Punkte aufweist. Bei Fortschreiten der Erkrankung kommt es zur Krustenbildung, so dass die Schlange ihr Maul nicht mehr vollständig schließen kann. Weitere Folgen können großflächige Gewebenekrosen im Maul sein, die den Verlust der Zähne nach sich ziehen können bis hin zu einer Schädigung des Kieferknochens. Wird die Infektion nicht gestoppt, kann sie die Atemwege befallen sowie den Magen-Darm-Trakt und in letzter Konsequenz zum Tod der Schlange führen.
    Suchen Sie möglichst frühzeitig einen Tierarzt auf, da die Behandlung vergleichsweise einfach ist. Meist reicht das Auswaschen mit einem milden Desinfektionsmittel aus, wobei bereits angegriffenes oder abgestorbenes Zahnfleisch vom Tierarzt entfernt werden sollte. Bitte starten Sie hier zum Wohl Ihrer Schlange keine Alleingänge, sondern suchen Sie baldmöglichst einen Tierarzt auf.

  • Verstopfung:
    Auch bei einer Schlange kann infolge von Überfütterung und geringer Aktivität Verstopfung auftreten. Weitere Gründe für eine Verstopfung können eine zu geringe Luftfeuchtigkeit oder ein versehentlich verschluckter Gegenstand sein. Erkennen können Sie das daran, dass der Hinterleib vor der Kloake geschwollen ist. Manchmal ist ein verschluckter Gegenstand auch durch Abtasten im Darmbereich zu erfühlen. Auch hier sollten Sie schnell handeln, da ansonsten ein Darmvorfall die Folge sein kann. Suchen Sie die Fehlerquelle und korrigieren Sie je nach Ursache die Fütterungshäufigkeit und sorgen Sie für eine höhere Luftfeuchtigkeit im Terrarium.


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acer Logo Häutungsprobleme sind Anzeichen für eine Erkrankung der Schlange
  • Häutungsprobleme:
    Dass sich Ihre Schlange häutet, erkennen Sie daran, dass Ihre Farbe trüb und blass ist. Gleiches gilt für die Augen, die sich ebenfalls eintrüben. Dieser Prozess dauert einige Tage an, bis dann die Häutung einsetzt, bei der die Schlange keinen Störungen von außen ausgesetzt sein sollte. Füttern Sie die Schlange in der Häutungsphase nicht und achten Sie auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit. Die Häutung beginnt am Kopf in Richtung Schwanz, wobei die Schlange als Hilfsmittel die im Terrarium befindlichen Gegenstände - Äste und Steine - für das Ablösen der Haut nutzt. Die Häutung ist notwendig, da die Haut einer Schlange nicht mitwächst, so dass Häutungen bei jungen Tieren wesentlich häufiger vorkommen als bei ausgewachsenen Schlangen. Eigentlich braucht eine Schlange keine Unterstützung bei der Häutung, doch es kann zu Problemen kommen.
    Häutungsprobleme können unterschiedliche Ursachen haben, beispielsweise eine Dehydration, Parasiten, zu geringe Luftfeuchtigkeit, eine nicht ausreichende Temperierung oder Hautverletzungen. Häutungsprobleme sind dann nicht tragisch, wenn sie an Stellen vorkommen, an denen Sie Hautreste manuell entfernen können, beispielsweise an der allerdings sehr fragilen Schwanzspitze. Problematischer wird es, wenn sich die Haut um die Augenkapseln nicht vollständig gelöst hat. Dann ist besondere Vorsicht geboten, da ein gewaltsames Entfernen die Hornhaut des Auges schädigt und den Verlust des Auges der Schlange nach sich ziehen kann.
    Sie können Ihrer Schlange beim Häuten helfen, indem Sie die Haut mit angewärmten feuchten Tüchern aufweichen. Auch ein zehn Minuten dauerndes Bad hilft, die Haut anschließend zu lösen. Stressfreier für Ihre Schlange ist es allerdings, Sie für einige Stunden in einen kleineren Behälter zu legen mit einem angewärmten feuchten Handtuch aus Frottee und gegebenenfalls mit einer anderen Häutungshilfe und an einen warmen Ort zu stellen. Einige Stunden später wird sich das Tier von der Haut befreit haben. Sollte ein Rest Haut am Auge verbleiben, reiben Sie sehr vorsichtig mit dem Zipfel eines feuchten Waschhandschuhs kreisförmig um das Auge.





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