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So schneiden Sie Ihre Blumen richtig

Grafik Blumen schneiden Wenn Sie Blumen richtig schneiden, kann die Lebensdauer effektiv verlängert werden. (Klicken zum Vergrößern)

Alles rund um das Blumenschneiden

Wenn die kalte Jahreszeit sich dem Ende neigt und man sich allmählich auf den Frühling und den Sommer einstellt, so wird eines am eigenen Haus immer wichtiger: Der eigene Garten. In diesen steckt man oft sehr viel Arbeit und Zeit. Denn schließlich wachsen die schönen bunten Blumen nicht von alleine. Da möchte man vor allem lange etwas von der Blumenpracht haben, denn schließlich hat man lange für den schönen Garten gearbeitet. Wichtig ist also vor allem eins: Die Blumen sollten regelmäßig geschnitten werden. So können Sie effektiv die Lebensdauer Ihrer Blumen um ein Vielfaches verlängern. Fast alle Blumenarten sollten in regelmäßigen Abständen geschnitten werden. Hier erfahren Sie, warum die Blumen geschnitten werden sollten, wie Sie die Blumen am besten schneiden und welches Werkzeug Sie dafür benötigen.

Warum sollte man Blumen schneiden?

Grundsätzlich stellt man sich oft die Frage, warum die Blumen eigentlich geschnitten werden sollten. Dies hat den Grund, dass die meisten Pflanzen, sobald sie verblühen, Samen ansetzen. So können sich die Blumen selbst vermehren und von selbst nachwachsen. Hier gibt es allerdings ein Problem, denn die Blumen benötigen für den Prozess sehr viel Energie. Diese fehlt beim Wachsen neuer Pflanzen in den meisten Fällen. Deshalb ist es empfehlenswert, dass man diese Samen erst gar nicht entstehen lässt. Genau aus diesem Grund schneidet man die Blumen. Der Vorgang verhindert, dass sich neue Samen bilden und sich die Blume so auch unkontrolliert ausbreiten kann. Genauer gesagt sollte man die bereits verwelkten Blüten entfernen, dort halten sich die Samen.

Auch der Zeitpunkt für den Schnitt der Blumen ist ausschlaggebend und erfordert einiges an Erfahrung. Oft schätzen Hobbygärtner den Zeitpunkt für den Rückschnitt falsch ein. Man muss aber eigentlich nur eine einfache Faustregel beachten: Frühlingsblüher schneiden Sie am besten unmittelbar nach der Blütezeit und Spätblüher dann im Frühling. Damit können Sie eigentlich nichts mehr falsch machen. Bei manchen Pflanzen können Sie sogar zweimal im Jahr die Schere anlegen, wie zum Beispiel beim Lavendel.

Die Blumen richtig schneiden

Natürlich unterscheidet es sich, ob Sie Pflanzen auf dem Balkon haben oder im Garten. Das Blumenschneiden im Garten ist meist aufwendiger als das Schneiden von Balkonpflanzen. Bei diesen genügt es meist, wenn Sie nur die verwelkten Blüten abzupfen. So können Sie die Blütezeit von Geranien, Petunien, Verbenen, Buschmargeriten oder Fuchsien ganz leicht um einiges verlängern. Außerdem rauben die verwelkten Stängel der Pflanze Energie und Licht und sehen noch dazu nicht schön aus. Diese Technik kann auch bei Flieder oder Dahlien zum Erfolg führen.

Bild Blumenschneiden Opa und Enkelin Bei der Blumenpflege helfen die Enkelkinder sicher gerne - dabei können sie außerdem noch was lernen.

Für andere Typen von Pflanzen benötigt man eine besondere Schneidetechnik. Bei Lavendel reicht es beispielsweise aus, das obere Drittel nach der Blüte abzuschneiden. Rittersporn kann durch das Zuschneiden jedes Jahr zu einer wunderbaren Blüte gebracht werden. Wichtig ist es vor allem, dass Sie Pflanzen mit einer bestimmten Technik stutzen. In erster Linie ist es essentiell, dass Sie eine scharfe Schere benutzen. Nur so kann die Pflanze nicht beschädigt werden. Beim Blumenschneiden sollten Sie im Prinzip zwei einfache Schritte befolgen:

Nach einiger Zeit sterben ältere Triebe der Blume ab oder die Triebe wachsen bei der Pflanze nach innen. Diese sollten Sie im ersten Schritt entfernen. Zupfen oder schneiden Sie die betroffenen Triebe einfach ab. Im nächsten Schritt kommt der Rückschnitt an die Reihe. Setzen Sie die Schere etwa einen halben Zentimeter über der Knospe an und schneiden Sie die Blume zurecht. Achten Sie darauf, dass Sie die Schere schräg halten. So bleibt die Schnittwunde der Blume relativ klein und Regentropfen lassen die Pflanze nicht faulen. Zu schräg sollte die Schnittstelle allerdings auch nicht sein, da auch das ein Faulen begünstigen kann. Und schon ist das Blumenschneiden auch schon geschafft.

Die wichtigsten Utensilien zum Blumenschneiden

Zum Blumenschneiden brauchen Sie nicht viel unnötiges Werkzeug. Im Allgemeinen reichen zwei alltägliche Gebrauchsgegenstände absolut aus. Am wichtigsten ist wie bereits erwähnt die Schere. Diese sollte hochwertig sein und scharfe Klingen haben. Nur so können Sie den Schnitt der Blume perfekt setzen und durchführen. Die Schere sollte die Schnitte immer besonders glatt ausführen. Dabei sollte die Schere die Blume nicht reißen oder quetschen. Dies würde dem Wachstum der Pflanze schaden. Denn unnötige Einschnitte bieten Platz für Schädlinge und schwächen damit die Blume.

Zum Schutz sollten Sie die richtigen Handschuhe tragen. Hier finden Sie in Fachmärkten spezielle Handschuhe, die Sie im Besonderen vor dornentragenden Pflanzen schützen und extra für diese hergestellt wurden. Oft können sich Wunden, die durch Dornen verursacht wurden, schnell entzünden. Bakterien könnten dann ebenfalls in die Schnittwunde gelangen. Diese Wunden könnten Sie dann lange mit sich herumtragen und sie brauchen lange, um auszuheilen.

Wenn Sie einen größeren Garten haben, kann sich eine weitere Anschaffung lohnen. In einem Korb oder Sack für Gartenabfälle, können Sie abgezupfte Blüten und abgeschnittene Pflanzenteile sammeln und gebündelt entsorgen. Vor allem bei Rosen ist dies ein Vorteil, weil Sie die dornigen Zweige nicht noch einmal anfassen müssen.

Rosen perfekt schneiden

Bild Blumenschneiden Gärtnerin Das wichtigste Utensil ist die Schere, die eine scharfe Klinge haben sollte.

Ihre Rosen können Sie bereits im Frühjahr zuschneiden. Nach der Blüte sollten alle verwelkten Teile entfernt werden - mit etwas Glück können Sie eine zweite Blütenpracht genießen. Auch einen Zuschnitt im Herbst sollten Sie verzichten, das kann die Pflanzen nämlich schwächen und sie empfindlicher gegenüber nahendem Frost machen. Da die Pflanze zu dieser Jahreszeit nicht mehr wächst, können auch die Schnittstellen nur noch schwer verschlossen werden.

Besonders bei Rosen sollte man vorsichtig sein. Wenn man die Triebe kürzt so gilt, dass man sie auf drei bis höchstens fünf Augen zurückschneidet. Das Auge sollte kräftig sein und nach außen stehen. Das hilft der Rose dabei, dass sie nach außen wächst und nicht in die Mitte. So haben die Rosentriebe auch ein gutes Licht um zu wachsen und nehmen sich das Licht selbst nicht weg. Ungefähr einen halben Zentimeter über dem Auge setzt man die Schere an. Der höchste Punkt eines Schnittes liegt über dem Auge. Von der Blume sollten am Ende ca. 20 bis 40 Zentimeter hohe Triebe übrigbleiben.

Bei Rosen gibt es oft auch Triebe, die direkt am Ansatz geschnitten werden können. Diese Triebe können ganz entfernt werden, da diese meist schon abgestorben und verwelkt sind. Auch dünne, schwache Triebe sollten noch vor dem Wintereinbruch entfernt werden. Denn sie tragen im darauffolgenden Jahr nur wenige Blüten und wenn sind die Triebe sehr schwach. Im Frühjahr können Sie schwächere Triebe stark zurechtschneiden - so haben Sie eine größere Chance, im Sommer gut zu wachsen. Die ohnehin starken Triebe müssen weniger stark zugeschnitten werden - so haben die schwächeren Triebe eine bessere Chance. Wie bei anderen Pflanzen gilt auch bei den Rosen, dass Sie die verwelkten Blüten abzupfen. Denn diese verwelkten Blüten sind meist Überträger von Krankheiten.

Lieber auf das Zuschneiden verzichten?

Einige Blumen und Pflanzen können Sie zwar zurückschneiden, Sie tun den Tieren und Pflanzen aber etwas Gutes, wenn Sie hier nicht die Schere ansetzen. Samen und Früchte können als Nahrung dienen, das Geäst von Stauden als Schutz und Winterquartier. Die Hagebutten der Heckenrose beispielsweise, können im Winter viele Vögel ernähren. Bestimmte Stauden wiederum, sorgen auch im Winter für Farbe bei tristem Wetter. Hierzu zählen Scharfgarbe, Sonnenhut oder die Lampionblume.

 

Wenn Sie Ihre Pflanzen das ganze Jahr über pflegen und zur passenden Zeit zurechtschneiden, können Sie lange von ihnen und ihrer Blütenpracht profitieren. Mit dem richtigen Werkzeug klappt das Zuschneiden auch im Nu und Sie können wieder die Schönheit des Gartens genießen. Denken Sie aber auch immer an Ihre Pflanzen und die Tiere, die von Samen und Früchten profitieren können.

 

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