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Ratgeber Betreuung

Das Altenheim

Altenheim Oftmals kann im Alter der Haushalt nicht mehr alleine bewältigt werden, sodass ein Altersheim eine gute Alternative ist.

Menschen haben heutzutage eine wesentlich höhere Lebenserwartung als in früheren Zeiten. Leider sind die letzten Lebensjahre oft mit körperlichen und/oder geistigen Einschränkungen verbunden. Die Wohnung eines alten Menschen ist meist ein Spiegel seines Lebens. Erinnerungsstücke, Möbel - oft über Jahrzehnte im Gebrauch - vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit. Nur zu verständlich, dass viele Menschen im hohen Lebensalter so lange als möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben möchten. Wenn der Haushalt nicht mehr ohne Hilfe bewältigt werden kann, bietet sich mit dem Umzug in ein Altenheim eine gangbare Alternative.

Bindeglied zwischen Altenwohnung und Pflegeheim

Im deutschen System ist das Altenheim das Bindeglied zwischen Altenwohnung und Pflegeheim. Das Altersheim bietet Rundumversorgung. Meist finden sich heutzutage in den Senioren-Einrichtungen alle drei Modelle, sodass ein erhöhter Betreuungsbedarf in derselben Einrichtung geleistet werden kann. Im Altenheim musst Du Dich nicht mehr um die Zubereitung Deiner Nahrung kümmern, Dein Zimmer wird sauber gehalten und Du bist nicht allein: Ein wesentlicher Vorteil, denn viele alte Menschen leiden, besonders nach dem Verlust des Partners, unter ihrer Einsamkeit. Auch eine ärztliche Versorgung ist hier, wenn erforderlich, meist gewährleistet. Die Bewohner eines Altenheimes gestalten ihre täglichen Abläufe (noch) selbstständig, um die alltägliche Versorgung müssen sie sich jedoch nicht mehr kümmern.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Altenheime und Pflegeeinrichtungen in Deutschland werden durch das Pflegeversicherungsrecht und das Sozialhilferecht festgelegt. Hier sind auch die baulichen und personellen Mindestqualitätsstandards festgeschrieben. Mitbestimmungsfragen und Verbraucherfragen der Heimbewohner regelt das Heimrecht, das durch Verordnungen der einzelnen Bundesländer unterschiedlich ausgestaltet ist.

Woran ist ein gutes Altersheim zu erkennen?

Seniorin aus Altenheim Das Altenheim sollte eine gute Verkehsanbindung haben und zentral gelegen sein.

Alte Menschen haben ausgeprägte Vorlieben: Viele wünschen sich im Alter ein naturnahes Zuhause in Stille und Beschaulichkeit. Andere sind auch im Alter noch "Stadtmenschen" und möchten auf Cafés, gute Verkehrsanbindungen und das urbane Stadtleben mit seinem Angebot an Kulturveranstaltungen nicht verzichten. Die Wahl des Standortes ist also ein entscheidendes Wohlfühlkriterium. Wie ist die Lage? Sind in der Stadt Apotheke, Friseur, Arzt und öffentlicher Nahverkehr gut erreichbar? Auf welche Weise werden diese Bedürfnisse in einem Altersheim in ländlicher Region abgedeckt?

Qualität der Einrichtung

Die Qualität der Senioreneinrichtungen ist recht unterschiedlich. Gute Anhaltspunkte für die Qualität eines Hauses bieten die Zertifikate unabhängiger Institutionen wie beispielsweise des Pflege-TÜVs: Einrichtungen, die sich regelmäßig externen Qualitätskontrollen unterziehen, werden entsprechend den Ergebnissen zertifiziert.

Checkliste - worauf Du achten solltest

  • Macht die Anlage einen gepflegten Eindruck und ist sie in gutem baulichen Zustand?
  • Sind die Zimmer ansprechend eingerichtet und groß genug. Ist es möglich, eigene Möbel mitzubringen?
  • Besteht die Möglichkeit, im (gepflegten) Garten spazieren zu gehen oder auf dem Balkon zu sitzen?
  • Sind alle öffentlichen Räume der Einrichtung, wie Cafeteria, Speisesaal und Gemeinschaftsräume, barrierefrei ggf. auch mit dem Rollator begehbar?

Personelle Ausstattung

Seniorenheim Check Vorher sollte geprüft werden, ob das Seniorenheim die Ansprüche des Patienten erfüllt

Auch die personelle Ausstattung des jeweiligen Altenheimes beeinflusst entscheidend den Wohlfühlfaktor: Informiere Dich über den Betreuungsschlüssel: Wie ist beispielsweise das Verhältnis zwischen qualifizierten Kräften und Hilfskräften? Gibt es nachts einen Ansprechpartner? Bietet die Einrichtung einen professionellen Sozialdienst, der Dich bei behördlichen Vorgängen unterstützt? Wichtig ist auch das Beschwerdemanagement: Wird auf Kritik der Bewohner und eventueller Angehöriger reagiert und - wenn möglich - für Abhilfe gesorgt? Gibt es einen speziellen Ansprechpartner? Verschaffe Dir einen persönlichen Eindruck durch Gespräche mit den Bewohnern.

Weitere Fragen, die Du Dir stellen solltest

Fühlt sich die Einrichtung einer Philosophie verpflichtet und stimmt die Realität mit der Eigendarstellung des Altenheimes überein? Steht die Menschlichkeit im Mittelpunkt? Wie sehen die Hausordnung und die häusliche Hierarchie aus? Wie empfindest Du die Atmosphäre in der Einrichtung? Gehen die Mitarbeiter freundlich und respektvoll mit den Bewohnern um? Schmackhafte, gesunde Nahrung gehört zu einer guten Lebensqualität. Wie viele Mahlzeiten täglich bietet das Altersheim? Gibt es auch Kleinigkeiten wie nachmittags Kaffee und Kuchen? Wie sieht der Speiseplan aus? Werden Wahlmöglichkeiten für Frühstück, Mittagessen und Abendessen geboten? Gibt es spezielle Kostformen - beispielsweise für Diabetiker? Spreche vor Ort mit den Bewohnern. Wie ist die Vertragsgestaltung? Sind die Kosten für Unterbringung und Verpflegung, für Telefon und sonstige Leistungen transparent aufgeschlüsselt? Wie hoch sind die Kosten? Informiere Dich, wie hoch der Eigenanteil wäre, und bespreche Zuschussmöglichkeiten.

Informationen rund um die Kosten

Auch die Mitbewohner müssen passen Die Kosten und, dass sich Deine Eltern wohlfühlen sind ausschlaggebend für die Auswahl des Altenheims

Die Heimkosten für einen Platz im Altenheim setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

  • "Hotelkosten" werden für Unterkunft und Verpflegung berechnet und sind abhängig von der Region und der Ausstattung der Einrichtung. Sie sind vom Bewohner zu tragen.
  • Investitionskosten sind für die Pflege und die Instandhaltung der Einrichtung bestimmt. Sie variieren stark und sind regional unterschiedlich hoch angesetzt.
  • Pflegekosten bemessen sich nach der anerkannten Pflegestufe - von I - III. Derzeit werden für die Pflegestufe I ein Kostenanteil von 1023,- Euro, für Pflegestufe II ein Anteil von 1279.- Euro und für die Pflegestufe III 1550,- Euro monatlich übernommen. In besonderen Härtefällen können bis zu 1918,- Euro monatlich gezahlt werden.
  • Hinzu kommen u. U. noch besondere Komfortleistungen und Kosten für zusätzliche betreuende Leistungen.

Wer übernimmt die Kosten

Die Kosten für einen Platz im Altenheim gestalten sich also regional unterschiedlich und sind abhängig von der Lage, der Ausstattung und den gebotenen Leistungen des Altersheimes. Grundsätzlich wird Dein Einkommen (Renten und finanzielle Rücklagen) für die Altersheim-Kosten herangezogen. In vielen Fällen reichen diese finanziellen Mittel jedoch nicht aus. Die Differenz wird durch die Pflegeversicherung (wenn eine Pflegestufe anerkannt wurde) oder durch den Sozialhilfeträger ausgeglichen. Bei geringerem Einkommen besteht ein Anspruch auf Wohngeld. Den übernommenen Kostenanteil für das Altersheim kann der Sozialhilfeträger bei Ihren Kindern geltend machen. Allerdings sind die Freibeträge für den Selbstbehalt des Einkommens und des Vermögens der Kinder recht großzügig bemessen. Die "Hotelkosten", also die Kosten für Unterkunft und Verpflegung und sonstige Dienstleistungen wie Säubern und Aufräumen sind vollständig durch den Bewohner zu tragen. Wenn das Einkommen und Vermögen nicht ausreicht, muss vor der Entscheidung geklärt werden, ob das Sozialamt die Differenz übernimmt.

Regionale Unterschiede

Rentner sitzen an einem Tisch und spielen Verschaffe Dir einen Eindruck von den Mitbewohnern und den regionalen Besonderheiten.

Die Kosten für einen Platz im Altenheim differieren in den einzelnen Bundesländern erheblich: In Sachsen-Anhalt sind die Preise mit durchschnittlich 950 Euro Eigenbeteiligung am günstigsten, in Nordrhein-Westfalen hingegen werden mit durchschnittlich 2.450 Euro Eigenanteil die höchsten Preise für die Unterbringung im Altersheim angesetzt. Altenheime in der Stadt sind i. d. R. teurer als Altersheime in ländlichen Regionen. Seniorenresidenzen bieten ein höheres Maß an Komfort, liegen jedoch preislich meist weit über den Kosten für einen Platz in einem "normalen" Altenheim. Ein Vergleich lohnt sich.

Vergleiche die Altersheime

In jedem Fall solltest Du Dir mehrere Altersheime persönlich ansehen, bevor Du Dich entscheidest. Spreche mit den Bewohnern, frage nach Therapie- und Beschäftigungsangeboten. Was wird an Unterhaltung geboten? Welchen Eindruck gewinnst Du von den Bewohnern? Fühlst Du Dich wohl oder ist die Gesamtatmosphäre im Altenheim eher gedrückt und von Resignation geprägt? Frage nach der Qualität des Essens und der Zugewandtheit des Personals. Gibt es gemeinsame Ausflüge oder vielleicht auch Reisen? Wie steht es mit der Mitnahme von Haustieren? Werden regelmäßige Veranstaltungen und gemeinsame saisonale Feste organisiert? Steht ein Internetanschluss zur Verfügung? Gibt es kreative Angebote? Mache Dir ein persönliches Bild von der Atmosphäre in der Einrichtung. Kein noch so ausdrucksvolles Hochglanzprospekt kann den persönlichen Eindruck ersetzen. Im Übrigen: Wenn Du erwägst, ins Altenheim umzuziehen, solltest Du Dich früh genug nach einer geeigneten Einrichtung umsehen. Bei guten Einrichtungen musst Du evtl. mit Wartezeiten rechnen.

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