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Deutscher Schäferhund Rasseportrait - Charakter, Aussehen und Zucht

Ist ein Deutscher Schäferhund ein Familienhund? Alles rund um die beliebte Hunderasse

Kurzinfo Rasseportrait Deutscher Schäferhund

Ursprungsland Deutschland
Fellfarben braun, gelblich, rötlich, schwarz, creme
Lebenserwartung 9 - 13 Jahre
Gewicht Rüden: 30 - 40 Kg, Hündinnen : 22 - 32 Kg
Widerristhöhe Rüden: 60 - 65 cm, Hündinnen: 55 - 60 cm
Besonderheiten treu, intelligent, Kampf- und Schutztrieb
FCI-Standard Nr. 166, Gruppe 1, Sektion 1
Grafik Deutscher Schäferhund Deutsche Schäferhunde haben einen Kampf- und Schutztrieb.

Passt ein Deutscher Schäferhund zu mir?

Als Nachfahre württembergischer und thüringischer Hütehunde trägt der Deutsche Schäferhund den Bewacher- und Schutzinstinkt in sich. Diese Rasse verfügt über eine hohe Intelligenz und ist sehr leicht zu führen und zu erziehen. Nervenstärke, Selbstsicherheit, Unbefangenheit sowie stete Aufmerksamkeit sind die prägendsten Charaktereigenschaften des Deutschen Schäferhundes. Der Deutsche Schäferhund ist sehr vielseitig einsetzbar und gehört deshalb zu den beliebtesten Hunderassen . Er ist wachsam, stark und mutig. Seinem Herrchen oder Frauchen ist er treu und möchte sein Rudel immer beschützen.

Aus diesem Grund ist ein Deutscher Schäferhund auch für Menschen geeignet, die über weniger Hundeerfahrung verfügen. Für absolute Anfänger ist diese Rasse dennoch weniger empfehlenswert, da Schäferhunde sehr arbeitswillig sind und sowohl geistig als auch körperlich gefordert und gefördert werden wollen. Ehemals als Schutz- und Hütehund für Viehherden und Menschen eingesetzt, ist sein ursprüngliches Arbeitsfeld in der modernen Landwirtschaft kaum mehr vorhanden.

Der Schäferhund als natürlicher Wachhund

Der Deutsche Schäferhund wird heute auf Grund seiner außergewöhnlich gut kombinierten Wesensmerkmale, welche Stärke mit Selbstbewusstsein und Aufmerksamkeit verbinden, gerne in den Arbeitsfeldern des Begleit- und Wachhundes eingesetzt. Als Spürhund bei Polizeieinsätzen weist der Deutsche Schäferhund dank seiner hervorragenden Riechleistung hohe Erfolgsquoten auf. Diese Rasse ist sehr vielseitig und durch ihren athletischen Körperbau perfekt für Menschen geeignet, die sich im Hundesport wie Agility betätigen wollen.

Der passende Gefährte 

Wer einen aufmerksamen und mutigen Wachhund sucht, findet mit dem Deutschen Schäferhund einen perfekten Partner. Für Familien mit Kindern ist diese Rasse nur dann zu empfehlen, wenn genügend Zeit vorhanden ist, um den Hund seinen Bedürfnissen entsprechend auszulasten. Wenn dies nicht der Fall ist, kann der Arbeitseifer dieser Rasse als Folge von Langeweile in Aggressionen umschwenken. Für die Haltung empfiehlt sich ein großes umzäuntes Grundstück, da Schäferhunde gerne ein Territorium verteidigen wollen.

Körperbau und Aussehen

Bild Acer Logo Ein Deutscher Schäferhund ist treu und wachsam, benötigt aber auch viel Beschäftigung und Bewegung.

Zu den äußeren Rassemerkmalen des Deutschen Schäferhundes gehören bei Rüden eine maximale Schulterhöhe von 60 bis 65 cm und bei Hündinnen bis zu 60 cm. Der Körper ist muskulös, der Brustkorb ist tief geformt und gewölbt. Durch die weit nach vorne greifende Hinterhand ist der Schäferhund ein sehr guter Traber. Die Stehohren weisen nach vorne, die Nase verfügt über einen langen Rücken und die Augen stehen leicht schräg. Dadurch erweckt der Deutsche Schäferhund stets den Eindruck der Aufmerksamkeit. Er verfügt zudem über ein Scherengebiss mit 42 Zähnen. Das Fell des Schäferhundes ist leicht zu pflegen und schützt wegen seiner Dichte gut vor Regen, Schnee, Kälte und Hitze. Unter dem Oberfell trägt er eine dichte Unterwolle, welche zum Haaren neigt. Charakteristisch für sein Erscheinungsbild ist ein schwarzer Sattel mit gelben bis rotbraunen Abzeichen an den Flanken sowie das schwarze Abzeichen am Kopf. Deutsche Schäferhunde werden ungefähr 35 kg schwer. Bei den Felltypen der Hunderasse unterscheidet man zwischen Stockhaar, Langhaar und Langstockhaar. Die typische Fellfarben sind gelb-braun und rötlich-braun. Seltener sind schwarz, schwarz-braun, grau und creme. Dunklere Fellfärbungen hat der Schäferhund meist auf der Schnauze und dem Rücken oder Schwanz.

Geschichte und Herkunft

Der Deutsche Schäferhund ist ein Nachfahre der mitteleuropäischen Hütehunde. Erstmals gezüchtet wurde er von Max von Stephanitz, einem Adeligen aus Dresden. Von Stephanitz entwarf schon 1891 eine erste Einteilung für den Rassestandard des Deutschen Schäferhundes. 1898 kaufte er in Frankfurt am Main den Hütehund Hektor von Linksrhein und nannte ihn "Horand von Grafrath". Unter diesem Namen fand der Urahn aller Deutschen Schäferhunde Eingang in das erste Zuchtbuch des Vereins für Deutsche Schäferhunde, der ein Jahr später durch von Stephanitz gegründet wurde. Der Schäferhund entstand somit als Hüte- und Arbeitshund in Deutschland. Er sollte ein kräftiger und verlässlicher Hund für die Schafsherden werden.

Zucht

Züchter Deutscher Schäferhunde sind im Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) e. V. organisiert. Der SV ist der größte Rassehundezuchtverein der Welt. Fragen Sie bei Ihrem Züchter nach, ob eine Mitgliedschaft im Verein besteht und lassen Sie sich Abnahmedokumente vom Zuchtwart für die Schäferhund-Welpen vorlegen. Heute werden Deutsche Schäferhunde von ausgewiesenen Hundezüchtern gezüchtet und gerne mittels Tieranzeigen vermittelt. Inserieren Sie als Züchter einfach und kostenlos eine Kleinanzeige. Interessenten haben die Möglichkeit, eine Gesuchanzeige zu schalten.

Pflege und Gesundheit

Der reinrassige deutsche Schäferhund ist eine sehr robuste Hunderasse. Aus diesem Grund verlangt er im Gegensatz zu anderen Tieren auch nicht nach aufwendiger Pflege. Es ist nicht nötig, den deutschen Schäferhund regelmäßig zu kämmen oder zu bürsten, geimpft und entwurmt werden sollte er allerdings so, wie es der Tierarzt empfiehlt. Wenn er jedes halbe Jahr sein Fell wechselt, kann der Besitzer mit Massagen oder einem Striegel dem Tier dabei helfen, das Fell zu verlieren. Damit der Hund sein volles Leistungspotential erreichen kann, braucht er natürlich hochwertiges Futter. Dieses sollte zweimal am Tag gegeben werden, damit einer Magendrehung vorgebeugt werden kann. Außerdem sollte er immer frisches und sauberes Wasser zur Verfügung haben.

Typische Erkrankungen beim Schäferhund

Bild Welpe Deutscher Schäferhund Als Spürhund bei Polizeieinsätzen weist der Deutsche Schäferhund dank seiner hervorragenden Riechleistung hohe Erfolgsquoten auf.

Leider leidet der deutsche Schäferhund sehr häufig unter Krankheiten wie Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellenbogengelenksdysplasie (ED). Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Besitzer sein Tier genau beobachtet. Als Regel sollte man sich einprägen, dass ein Tierarzt aufgesucht werden sollte, wenn das Tier ein schlechtes Allgemeinbefinden hat oder auch äußerlich auffällige Zeichen für eine Krankheit vorhanden sind. Um Erkrankungen des Skeletts und der Hüfte vorzubeugen, sollten Deutsche Schäferhunde während ihres ersten Lebensjahres nicht zu sportlichen Höchstleistungen herangezogen werden. Achten Sie zudem darauf, dass er nicht regelmäßig viele Treppenstufen steigen muss.

Deutscher Schäferhund: Arbeits- oder Familienhund?

Als Arbeitshund wird der Deutsche Schäferhund häufig als Diensthund bei Mitlitär, Polizei und Zoll, als Rettungshund sowie als Blindenführhund eingesetzt. Möchten Sie einen Schäferhund als Familienhund halten, sind eine angemessene Aufgabe und gemeinsame sportliche Betätigungen sowie eine gute Sozialisierung des Hundes unermesslich. Die Erziehung der lernwilligen, aber auch selbstbewussten Schäferhunde erfordert viel Geduld und Verständnis. Der Deutsche Schäferhund benötigt außerdem eine Beschäftigung, die über eine rein körperliche Auslastung hinausgehen. Sind Sie kreativ und sportlich aktiv, finden Sie im Deutschen Schäferhund den idealen Begleiter.

 

 
       

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