Hunderatgeber - Hunderassen
Französische Bulldogge Rasseportrait - Charakter, Farben und Zucht
Kurzinfo

- Ursprung: Frankreich
- Fellfarben: rehbraun, gestromt
- Besonderheiten: Fledermausohren, flache Schnauze
- FCI-Standard: Nr. 101, Gruppe 9, Sektion 11
Allgemeines
Die Französische Bulldogge ist eine umgängliche und anhängliche Hunderasse. Sie ist verspielt und wachsam zugleich. Der zunächst mürrisch wirkende Gesichtsausdruck hat nichts mit dem Gemüt des Tieres zu tun. Die Bulldogge ist sehr freundlich und auch im Umgang mit Kindern problemlos einsetzbar. Sie kann ohne Weiteres in der Wohnung in der Stadt gehalten werden. Die Bulldogge kann auf Grund von Kurzatmigkeit allerdings nicht viele Treppen steigen.
Körperbau und Aussehen
Die französische Bulldogge kann 35cm groß und bis zu 14kg schwer werden. Typisch für den kompakten Hund sind die fledermausartigen, großen Ohren. Die Schnauze ist flach und zurückliegend. Sein Fell ist kurz und meist in den Farben rehbraun und schwarzgestromt gezüchtet. Oft hat der Hund ein weißes Abzeichen auf der Brust.
Geschichte und Herkunft
Diese Hunderasse stammt ursprünglich aus Frankreich. Zu den Vorfahren zählt die Englische Bulldogge. Die Französische Bulldogge wurde für die Rattenjagd gezüchtet. Zunächst war sie der Hund der armen Leute, bis 1898 der englische König Eduard VII. einen Hund kaufte. In den USA folgte in der Moderne die verbreitete Züchtung und die Anerkennung als Rasse. Heute ist die Französiche Bulldogge ein beliebter Begleithund. Fälschlicherweise wird sie immer noch als Kampfhund angesehen.
Zucht der französischen Bulldogge
Der Internationale Klub für Französische Buldoggen e.V. vereint viele Züchter und Besitzer der Rasse. Über Kleinanzeigen finden sich viele Bulldoggen-Welpen von Züchtern. Inserieren Sie eine und kostenlos eine Anzeige, wenn Sie Französische Bulldoggen anbieten möchten.
Pflege und Gesundheit
Die Pflege von der Französischen Bulldogge ist mitunter sehr einfach, da hier meist nur auf die empfindlichen Ohren geachtet werden muss. Bei diesen ist es durchaus sehr wichtig, sie regelmäßig zu reinigen. Für diesen Vorgang können Wattestäbchen und ein spezielles Ohrreinigungsmittel verwendet werden. Das Fell muss hingegen nur alle zwei oder drei Wochen mit einer passenden Bürste ausgebürstet werden. Allerdings sollten die Hautfalten unter den Augen regelmäßig gereinigt werden, um Infektionen zu vermeiden. Augrund des kurzen Fells ist die Französische Bulldogge außerdem sehr empfindlich gegenüber extremen Temperaturschwankungen. Mitunter ist es sogar nötig, seine Französische Bulldogge im Winter mit einer entsprechenden Bekleidung vor der Kälte zu schützen.
Eine Krankheitsanfälligkeit von dieser Hunderasse ist Kurzatmigkeit, was auf die zu kurze Nase zurückzuführen ist. Zuweilen ist es nötig die Bulldogge operieren zu lassen, um dieses Problem beheben zu können. Hinzu tauchen auch noch häufig Probleme mit den Bandscheiben auf, die ebenfalls nur mit einer Operation verbessert werden können. Letztlich ist noch zu benennen, dass die Tiere ebenfalls mit Keilwirbelbildung und Epilepsie zu kämpfen haben. Wer mit seinem Tier aber zu regelmäßigen Tierarztuntersuchungen geht, der kann diese Krankheiten früh erkennen und behandeln lassen.
Beschreibung (analog VDH)
| Allgemein | Trotz seiner geringen Größe ein kräftiger, in jeder Hinsicht kurzer und gedrungener Hund, mit kurzem Fell, mit kurzem, stumpfnasigem Gesicht, Stehohren und natürlicher Kurzrute. | |
| Kopf | Allgemein | Der Kopf muß sehr kräftig, breit und quadratisch sein; die ihn bedeckende Haut bildet nahezu symmetrische Falten und Runzeln. Der Kopf der Bulldogge ist gekennzeichnet durch den eingezogenen Oberkiefer- und Nasenbereich; der Schädel macht an Breite weit, was er an Länge verloren hat. |
| Kiefer | Breit, quadratisch, kräftig. | |
| Augen | Aufgeweckter Ausdruck; tiefeingesetztes Auge, ziemlich weit vom Nasenspiegel und vor allem von den Ohren entfernt; von dunkler Farbe, ziemlich groß, schön rund, leicht hervorstehend und ohne jede Spur von weiß (weisse Augenhaut), wenn das Tier nach vorne schaut. Der Lidrand muß schwarz sein | |
| Ohren | Mittelgroß, breit am Ansatz und an der Spitze abgerundet. Hoch auf dem Kopf angesetzt, jedoch nicht zu dicht beieinander; aufrecht getragen. Die Ohrmuschel ist nach vorne geöffnet. | |
| Hals | Kurz, leicht gebogen, ohne Wamme. | |
| Körper | Obere Profillinie | Die obere Linie steigt stetig bis in die Lendengegend an, um dann rasch zur Rute hin abzufallen. Ursache für diese sehr angestrebte Form ist die kurze Lende. |
| Rücken | Breit und muskulös. | |
| Brust | Walzenförmig und sehr tief; faßförmige, stark gerundete Rippen. | |
| Untere Profillinie und Bauch | Aufgezogen, jedoch nicht windhundartig. | |
| Rute | Kurz, tief auf der Kruppe angesetzt, an den Hinterbacken anliegend, am Ansatz dick; Knoten- oder Knickrute; zum Ende hin verjüngt. | |
| Pfoten | Die Vorderpfogen sind rund, klein sogenannte Katzenpfoten; guter Kontakt zum Boden, leicht ausgedreht. Die Zehen sind sehr kompakt, die Krallen kurz, dick und gut abgesetzt. Die Ballen sind hart, dick und schwarz. Die Hinterpfoten sind sehr kompakt. | |
| Haarkleid | Haar | Schönes, dichtes, glänzendes und weiches Kurzhaar. |
| Farbe | Gleichmässiges Fauve, gestromt oder ungestromt, oder mit begrenzter Scheckung. Gestromtes oder ungestromtes Fauve mit mittlerer oder überhandnehmender Scheckung. Alle Abstufungen der Falbfarbe sind zülassig, von « Rot » bis hin zu « Milchkaffee ». Völlig weiße Hunde teilt man der Farbe « Gestromtes Fauve mit überhandnehmender weißer Scheckung » zu. |
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