Canon T90
Die höchstentwickelte Manual-Focus-Camera von Canon, Japan, gebaut von 1985 bis 1991.
Legitimer Nachfolger der A-1.
Dieser Multiautomat (Zeit-, Blende- und Programmautomatiken, manuelle Einstellung) ist komfortabel wie eine der modernen Autofokus-SLR, nur fehlt der Autofokus, den aber die T-90-Fans nicht vermissen.
Vollelektronisch gesteuerte Kleinbild-Spiegelreflex-Kamera (Negativformat: 24 x 36 mm).
Eingebauter schneller Motor (High, Low und Single-Shot).
Übrigens ein Meisterwerk des deutschen Industrie-Designers Luigi Colani (1928-2019), der damit allen folgenden Canon-SLR die Designlinie vorgab.
Technischen Daten und Eigenschaften:
Objektivanschluss: Canon-FD-Schnellwechselbajonett (kompatibel mit allen bisherigen FD-Objektiven seit der F-1).
Fest eingebauter Prismensucher.
Entfernungseinstellung:
Manuell über 8 auswechselbare Lasermattscheiben.
Sucheranzeigen:
Unterhalb des Bildfeldes: Rote Einzeilen-Digital-Anzeige für Blende, Belichtungszeit, Messwertspeicherung, manuelle Belichtungseinstellung, Belichtungskorrektur, und Fehlermeldung.
Anzeige der Blitzbereitschaft. Rechts neben dem Bildfeld: Auf blauem Grund weiße Punkte, Striche und Digital “F” für Spotmessung, Multispotmessung, Blitzblendenspeicherung, FF-Lock, High-Light und Shadow-Korrekturanzeige, Filmladeanzeige und Anzeige der verbliebenen Aufnahmen.
Daten-Monitor-Anzeigen: Über die insgesamt 25 möglichen Funktionen lassen sich insgesamt 226 unterschiedliche Informationen abrufen.
Verschluss: Vertikal ablaufender Metall-Lamellen-Schlitzverschluss (30 Sekunden bis 1/4.000 Sekunde, stufenlos gesteuert oder manuell halbstufig vorwählbar), zusätzlich B-Einstellung für Langzeitbelichtung. Blitzsynchronzeit: 1/250 Sekunde.
Elektromagnetischer Zweistufenauslöser.
Automatische, elektronische Belichtungsmessung über Silizium-Fotozelle (mittenbetont integral oder selektiv).
Messwertspeicherung:
1. Bei selektiver Messung.
2. Bei Spotmessung (30 Sekunden).
3. Bei Multispotmessung Speicherung bis zu 8 Messwerten bis zu 30 Sekunden lang.
4. Bei Selbstauslöserfunktion nach Auslöserdruck.
Belichtungskorrektur:
1. Auf dem Monitor ± 2 Belichtungsstufen in 1/3 Stufen.
2. Auf der Sucherskala ± 4 Belichtungsstufen in 1/2 Schritten.
3. High-Light- und Shadow-Korrektur bei Spotmessung oder Messwertspeicherung mit Blitzautomatik.
Belichtungssteuerung:
1. Automatisch nach Offenblendenmessung:
a. Blendenautomatik mit Override Funktion “SS” für automatische Zeitkorrektur bei Überschreiten des Blendenbereichs.
b. Zeitautomatik mit Override Funktion “SS” für automatische Zeitkorrektur bei Überschreiten des Verschlußzeitenbereiches.
c. Standard-Programmautomatik.
d. Multi-Programmautomatik Variabel in 7 Programmstufen.
2. Automatisch nach Arbeitsblendenmessung: Zeitautomatik.
3. Manuelle Belichtungseinstellung: Offenblendenmessung oder Arbeitsblendenmessung.
Filmempfindlichkeitseinstellung:
ISO 25/15° bis ISO 5000/38° automatisch nach DX-Code. ISO 6/9° bis ISO 6400/39° manuell.
Mehrfachbelichtung: Bis zu 9 Mehrfachbelichtungen sind vorprogrammierbar.
Filmtransport: Motorisch vor- und rückwärts.
Stromversorgung: 4 Batterien mit 1,5 Volt (Typ AA- oder NC-Akkus).
Spezialzubehör:
Data Memory Back T 90:
Damit können bis zu 16 Belichtungskontrolldaten automatisch gespeichert werden.
Es besitzt zwei Betriebsarten.
Standardbetrieb zur Speicherung aller 16 Datentypen und verringerter Betrieb zur Speicherung von nur 6 Datentypen.
Command Back 90:
Mit diesem Steuerrückteil zur Canon T 90 können nicht nur Daten aufgezeichnet, sondern auch unterschiedliche Timerprogramme für die T 90 gesteuert werden.


