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Videobeweis und weitere Neuerungen bei der WM 2018

Grafik Videobeweis Neuerungen WM Bei der Fußballweltmeisterschaft in Russland wird sich einiges ändern. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Bei der Fußball-WM 2018 wird nur wenig so sein, wie es bisher war. Die FIFA, der Fußballweltverband, hat sich einige tiefgreifende Neuerungen überlegt. Dabei bildet der umstrittene Videobeweis natürlich die größte und wichtigste Veränderung. Darüber hinaus sorgt der abgewandelte Modus bei der Gruppeneinteilung für Zündstoff. Alle Details zu den brisanten Themen erfährst Du in diesem Ratgeber.

Teilnehmerfeld mit vielen Überraschungen

Wir wollen das Thema erst einmal sportlich aufrollen. Natürlich gibt es bei jedem großen internationalen Fußballturnier auf Nationalmannschaftsebene Überraschungen im positiven wie im negativen Sinne. Das bevorstehende Turnier scheint diesbezüglich jedoch ganz besonders auffällig. Schon in den Qualifikationen innerhalb der verschiedenen Konföderationen hagelte es Sensationen. Zum Beispiel in Südamerika: Nach einem turbulenten letzten Spieltag und Manipulationsvorwürfen gegen Peru und Kolumbien stand fest, dass Chile die Endrunde verpasst. Dabei wurde das Team von vielen im Zuge des Confed-Cups 2017 noch als eines der besten Teams der Welt gelobt und als einer der Top-Favoriten auf den WM-Titel verschrien. Auch die Niederlande müssen nach der Schmach der nicht erreichten EM 2016 den nächsten Dämpfer verkraften. Sie konnten sich nicht für die bevorstehende Weltmeisterschaft qualifizieren. Dabei wurde "Oranje" bei der WM 2014 noch Dritter... Die dritte Negativ-Nennung betrifft die USA. Ansonsten quasi "Fixstarter" bei tendenziell harmlosen Gegnern in der CONCACAF-Qualifikation, lief es diesmal trotz Jungstar Christian Pulisic miserabel. Des einen Leid ist des anderen Freud: Panama wird zum ersten Mal in der Geschichte bei einer Fußball-WM dabei sein. Gleiches gilt für Island. Das "Hu-Team" der EM-2016 setzte sich in einer komplizierten Gruppe mit Kroatien, der Ukraine und der Türkei als Gruppenerster durch. Mit Sicherheit werden die Neulinge frischen Wind ins Turnier bringen - ob auch einen qualitativen Push, bleibt abzuwarten.

Neuer Modus bei der Gruppeneinteilung

Infografik Gruppeneinteilung Fußball WM 2018Wie kommt die Gruppeneinteilung bei der Fußball WM 2018 zustande? Hier erfährst Du mehr. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Trotz vieler vermeintlich schwächerer Teams kann es schon in der Gruppenphase der Fußball-WM 2018 in Russland zu schwierigen (und schönen) Duellen kommen. Dies ist dem neuen Modus bei der Einteilung der Gruppen geschuldet. Die vier Lostöpfe werden nach anderen Kriterien zusammengestellt als bislang. Hier die wichtigsten Fakten zur alten Regelung am Beispiel der WM 2014:

  • Lostopf 1 wurde mit den sieben besten Teams der offiziellen FIFA-Weltrangliste sowie dem Gastgeberland besetzt.
  • Lostopf 2 enthielt alle afrikanischen Nationalteams sowie die übrigen Mannschaften aus Südamerika, die nicht im ersten Topf landeten.
  • Lostopf 3 beinhaltete die Teilnehmer aus Nord- und Mittelamerika, Ozeanien und Asien.
  • Lostopf 4 beherbergte die verbliebenen Mannschaften aus Europa.

So war damals dafür gesorgt, dass pro Gruppe zwei stärker und zwei schwächer einzuschätzende Teams aufeinandertreffen. Dies kam den Favoriten in der Regel zugute. Was die WM 2018 betrifft, kannst Du Dich also schon einmal auf die eine oder andere Hammergruppe gefasst machen. Der neue Einteilungsmodus richtet sich nämlich komplett nach der FIFA-Weltrangliste (abgesehen vom Gastgeberland, das automatisch in den ersten Topf gesteckt wird).

Heißt im Klartext: Topf 1 ist den sieben bestplatzierten Mannschaften (plus Gastgeber) vorbehalten, Topf 2 den nächsten acht und so weiter. Beim Blick auf die Weltrangliste zeigt sich ganz schnell, dass Favoriten wie Spanien, England oder Italien derzeit nicht unter den Top 7 gerankt sind. Hoch gehandelte Teams wie Uruguay oder Kroatien landen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht einmal in Topf 2, sondern 3. So könnte es theoretisch zu einer Gruppe mit Deutschland, Spanien und Uruguay kommen.

Hinweis: Gruppen mit mehr als zwei europäischen Teams sind ebenso ausgeschlossen, wie andere Duelle von Mannschaften aus derselben Konföderation. Die Auslosung am 1. Dezember könnte also eine etwas verwirrende, aber auch spannende Angelegenheit werden.

Turniersystem bleibt wie gehabt

Wenn der Ball dann erst einmal rollt, läuft jedoch alles wie gehabt - zumindest was das Turniersystem angeht. Insgesamt nehmen 32 Teams an der WM teil, sie werden in acht Gruppen à vier Teams gelost. Die ersten zwei Mannschaften pro Gruppe erreichen das Achtelfinale, danach folgt der klassische K.O.-Modus - bis am Abend des 15. Juli der neue Weltmeister feststeht. Bis dahin wird jedoch eines garantiert immer wieder für erregte Gemüter sorgen: der Videobeweis.

Der Videobeweis als bedeutendste Neuerung

Bild Torlinienrichter bei Fußballspiel Beim Confed-Cup 2017 hatte der Videobeweis bereits seine Generalprobe für die Fußballweltmeisterschaft.

Fehlentscheidungen, zum Teil auch sehr gravierende, gehören seit jeher zum Fußball dazu. Vor allem durch die zunehmende Geschwindigkeit des Spiels, haben sich falsche Einschätzungen seitens der Schiedsrichter (einschließlich Linien- und Torrichter) in den letzten Jahren jedoch so sehr gehäuft, dass eine Änderung im Grunde unabdingbar war. Rufe nach dem Videobeweis wurden lauter und lauter - und schließlich von der FIFA erhört. Nun hat er schon einige Bewährungsproben hinter sich. Videoreferees kamen bei diversen Jugendturnieren zum Einsatz und auch beim Confed-Cup 2017, der Generalprobe für die Weltmeisterschaft. Darüber hinaus findet der Videobeweis neuerdings auch in der deutschen Bundesliga Anwendung. Dass er grundsätzlich Sinn macht, sind sich fast alle einig. Doch die bisherige Umsetzung sorgt für wenig Begeisterung - und das ist aus Sicht der Spieler und Zuschauer nachvollziehbar. Doch eins nach dem anderen...

Für diese Situationen ist der Videobeweis relevant

Der Videobeweis ist für folgende Spielsituationen vorgesehen:

  • Tor: Stand der Spieler bei einem gegebenen Tor vielleicht doch knapp im Abseits? Passierte der Ball bei der zum Tor führenden Flanke möglicherweise schon die Torauslinie?
  • Elfmeter: Ist ein verhängter Elfmeter tatsächlich vertretbar oder handelt es sich um einen Irrtum des Schiedsrichters? Hat der Schiedsrichter einen glasklaren Elfmeter nicht gepfiffen, sondern das Spiel weiterlaufen lassen?
  • Rote Karte: Muss einem Spieler nach einem üblen Foul statt der gelben doch die rote Karte gezeigt werden? Ist dem Schiedrichtergespann auf dem Feld eine versteckte Tätlichkeit entgangen?
  • Spielerverwechslungen: Hat der Schiedsrichter einem an der jeweiligen Aktion unbeteiligten Spieler eine Karte gezeigt?

Nicht zum Einsatz kommt der Videobeweis in strittigen, also nicht eindeutigen Situationen. Eingegriffen wird nur bei klaren Fehlentscheidungen - so steht es zumindest auf dem Papier. Bislang wirkt es jedoch mitunter, als würden sich die Videoschiedsrichter nur nach ihrem eigenen Belieben einschalten.

So läuft der Videobeweis ab

Bild DFB Trikot und deutsche Flaggen Der Videobeweis soll dabei helfen, die Fußballspiele in Zukunft deutlich fairer zu gestalten.

Das Grundprinzip des Videobeweises ist denkbar simpel: Via Headset ist der Hauptschiedsrichter mit den Videoschiedsrichtern verbunden. Letztere, in der Regel sind es zwei, befinden sich während des gesamten Spiels in einer "Außenzentrale", also einer eigenen Kabine mit vielen Monitoren, die eine schnelle Prüfung kniffliger Spielsituationen erlauben. Bemerken die Videoreferees einen groben Fauxpas des Schiedsrichters auf dem Platz, nehmen sie Kontakt zu ihm auf und teilen ihm das Problem mit. In der Folge unterbricht der Schiedsrichter das Spiel. Er kann seine Entscheidung nach Anhören der Videoreferees entweder sofort revidieren oder selbst noch einmal überprüfen. Wählt er die zweite Option, geht er zur Seitenauslinie zu einem dort positionierten Monitor, um sich den fraglichen Moment noch einmal anzusehen. Ändert der Schiedsrichter seine ursprüngliche Entscheidung daraufhin, zeichnen seine Finger beim neuerlichen Betreten des Spielfelds einen eckigen Bildschirm in die Luft, um zu symbolisieren, dass er seine Ansicht nach Betrachten der Aufnahmen anpassen will. Es folgt die Geste für den beschlossenen Fortgang der Partie, wie beispielsweise der Fingerzeig auf den Elfmeterpunkt. Anschließend nimmt das Spiel wieder seinen Lauf. Die finale Entscheidung liegt stets beim Hauptschiedsrichter.

Über die Vorteile des Videobeweises

Sinn und Zweck des Videobeweises ist, markante Fehlentscheidungen nicht mehr zuzulassen und das Spiel damit fairer zu gestalten - ein guter und an und für sich unterstützenswerter Gedanke, keine Frage. Viel zu oft wurden Partien durch falsche Schiedsrichterinterpretationen entschieden. Vor allem Abseitstore gehören so der Vergangenheit an. Darüber hinaus stehen Schiedsrichter nicht mehr so im Kreuzfeuer wie bislang. Unschöne Drohungen aufgebrachter Fans traten nur allzu häufig zutage.

Nachteile des Videobeweises

So gut der Gedanke hinter dem Videobeweis ist, so mittelmäßig gestaltet sich bislang die Umsetzung. Hier sind zwei Beispiele für die (aktuellen) Nachteile der Neuerung:

  1. Die Prüfung der Videoschiedsrichter beziehungsweise Übermittlung der Informationen an den Referee auf dem Platz dauert extrem lange. Gleiches gilt für die finale Entscheidungsfindung durch den Schiedsrichter. Viele sind verständlicherweise der Meinung, dass die Verzögerungen nicht nur den Spielfluss, sondern auch die Emotionen von Spielern und Fans extrem hemmen - oder binnen Minuten ins absolute Gegenteil verkehren. So könnte es zum Beispiel vom Torjubel zur Resignation infolge des verspätet aberkannten Treffers kommen.
  2. Trotz der vermeintlich perfekten Technik kommt es teilweise zu unerklärlichen Entscheidungen - oder vielmehr "Nicht-Entscheidungen". So werden etwa klare, nicht gegebene, Elfmeter mitunter einfach ignoriert, während vergleichsweise harmlose Strafraumsituationen Videoschiedsrichter gerne zum Eingreifen veranlassen. Derzeit fehlt also noch das Gleichgewicht beziehungsweise eine einheitliche Linie, was die Anwendung betrifft.

Aus beiden Punkten, vor allem dem Zweiten, ergibt sich, dass die gewünschte Objektivität trotz der Videoschiedsrichter nicht zu 100 Prozent gegeben ist. Nach wie vor sind viele Entscheidungen von der individuellen Interpretation der Beteiligten abhängig.

Fazit

Bild Fußball im Gras Der neue Modus bei der Gruppeneinteilung könnte zu einem Niveauanstieg der einzelnen Fußballpartien führen.

Die Fußball-WM 2018 in Russland hält mehrere Neuerungen bereit, die diskussionswürdig sind. Sowohl der veränderte Modus der Gruppeneinteilung als auch der Videobeweis müssen erst noch zeigen, dass sie dem größten Sportereignis der Welt wirklich gut tun. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt lässt sich dahingehend nur eine kleine Prognose abgeben: Die abgewandelte Gruppeneinteilung könnte zumindest in so mancher Gruppe (mit drei starken Teams) zu einem Niveauanstieg der einzelnen Matches beitragen. Ob der Videobeweis Erfolg hat, hängt vor allem von drei Faktoren ab:

  1. Schaffen es die Hauptschiedsrichter mit ihren Assistenten auf dem Platz, in Echtzeit die richtige Entscheidung zu treffen?
  2. Gelingt es den Videoreferees, eine eindeutige Linie zu finden und immer nur dann einzugreifen, wenn es tatsächlich notwendig ist?
  3. Funktioniert die Kommunikation zwischen Hauptschiedsrichter und Videoreferees möglichst schnell, um die nervenaufreibenden und hemmenden Spielunterbrechungen nicht überzustrapazieren?

Spätestens Mitte Juli 2018 sind wir alle schlauer. Möge das Turnier trotzdem ein Spektakel im positiven Sinne werden.

 

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