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Tierratgeber - Hunderassen

Rasseportrait Beagle-Harrier

Kurzinfo:

 
Ursprungsland Frankreich
Fellfarben Falb, Schwarz und Weiß
Lebenserwartung 12-14 Jahre
Gewicht 20-25 kg
Widerristhöhe 45-50 cm
Besonderheiten feurig, loyal, ruhig, zielstrebig
FCI-Standard Nr. 290, Gruppe 6, Sektion 1.2
Bild Beagle Harrier Der Beagle Harrier hat einen ausgeprägten Jagdsinn und sollte deshalb gut erzogen werden.

Grundlegende Eigenschaften des Beagle Harrier

Was passiert, wenn ein gebürtiger Italiener in Frankreich zwei englische Hunderassen zur Paarung anstiftet? Die Antwort: Es entsteht eine Gattung namens Beagle-Harrier. Zumindest war dies im Falle des Barons Gérard mit einem Beagle-Mann und einer Harrier-Frau der Fall. Heute dienen die kraftvollen Mischlingshunde sowohl als Jäger als auch als umgängliche Familienbegleiter. Die spannende Rasse im ausführlichen Check.

Herkunft und Geschichte

Es lebte einmal ein Maler namens François Pascal Simon, genannt Baron Gérard, der in Rom geboren wurde, doch den Großteil seines Daseins in Frankreich verbrachte. Die Kunst bildete seine große Leidenschaft, berühmt war und ist er insbesondere für seine klaren, geradlinigen Porträts. Darüber hinaus begeisterte sich Baron Gérard allerdings auch für die Jagd - und damit einhergehend für Jagdhunde.
Er schätzte die feine Nase des klassischen Beagle - für die Erbeutung von Rehen und Hasen schien ihm die Rasse aber zu klein. So kam der Künstler auf die Idee, eine neue Gattung zu schaffen: Er kreuzte einen männlichen Beagle mit einem weiblichen Harrier. Aus den beiden Engländern entstand ein mittelgroßer, kräftiger und starker Franzose, der das Beste seiner beiden Erzeuger in sich vereinte. Die Ziele der Zucht - einschließlich der größenbezogenen Vorgabe, einen Hund zu erwirken, der problemlos vom Pferd aus geführt werden kann - wurden erreicht. Dies muss sich im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts ereignet haben, denn der Baron starb 1837 in Paris. Man vermutet, dass es um das Jahr 1825 zur Kreuzung und in der Folge der Geburt des ersten Beagle-Harriers der Welt kam.
Bei den französischen Jägern verbreitete sich die Rasse sehr schnell. Noch heute fungieren die Vierbeiner dort vornehmlich als Jagdhunde. Außerhalb seiner ursprünglichen Heimat ist der Beagle-Harrier, der inzwischen auch als Begleit- und Familienhund überzeugt, hingegen kaum bekannt.
Die offizielle Anerkennung der französischen Hunderasse durch die FCI (Fédération Cynologique Internationale) geschah in Anbetracht der frühen Entstehung erst relativ spät, nämlich 1974. In der Systematik der Organisation ist die Gattung unter der Nummer 290 in der Gruppe 6 (Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen), Sektion 1.2 (Mittelgroße Laufhunde) registriert.

Körperbau und Aussehen

Bild Beagle Harrier Vor allem unter Jägern verbreitete sich der Beagle-Harrier sehr schnell.

Beim Beagle-Harrier handelt es sich um einen kleinen bis mittelgroßen Laufhund, der einen ziemlich muskulösen und kräftigen Rumpf aufweist. Die Widerristhöhe liegt bei männlichen wie auch weiblichen Vertretern der Rasse zwischen 45 und 50 Zentimetern. Rüden und Hündinnen wiegen für gewöhnlich 20 bis 25 Kilogramm.

Kennzeichnend für die Gattung sind die V-förmigen sowie eher kurzen, mäßig breiten, flachen und dünnen Schlappohren. Das Haarkleid des Beagle-Harriers ist tendenziell kurz, dick, glatt und glänzend. In der Regel kommen die Hunde dreifarbig daher: Falb (fahlgelb bis hellgraubraun), Schwarz und Weiß mit lohfarbenen oder dunklen Abzeichen ergeben das pflegeleichte Fell der Mischlinge. Möglich und erlaubt sind zudem graue Einschläge. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass es auch graue Harrier gibt. Insofern dürfen dreifarbige Mischlinge mit grauen Anteilen oder auch weiß-graue Hunde nicht allein aufgrund ihrer etwas alternativeren Färbung disqualifiziert werden.
Die Augen des Beagle-Harriers haben meist eine dunkle Farbe. Sie präsentieren sich gut geöffnet und mit einem freien, lebhaften und intelligenten Ausdruck. Das Gesicht beherbergt zudem eine exzellent entwickelte, schwarze Nase sowie eine Schnauze, die der Länge des Schädels entspricht und sich im Profil verjüngt, ohne jedoch spitz zu werden. Blickt man seitlich auf den Hals, ist er im oberen Teil leicht gerundet. Aus jeder Perspektive zeigt er sich leicht abgesetzt, aber mit gutem Ansatz an die Schultern.
Vorne wie hinten ist der Hund mit mittellangen und nicht zu schmalen Pfoten bestückt, die eng aneinanderliegende Zehen sowie dicke, harte Ballen aufweisen. Der Gang wirkt geschmeidig, frei und temperamentvoll. Nicht zu vergessen die Rute, die in mittlerer Höhe angesetzt ist und aufrecht getragen wird.
Abweichungen von den strengen FCI-Kriterien und VHD-Regeln müssen als Fehler angesehen werden. Denkbar sind unter anderem:

  • Zu schwerer Kopf
  • Zu stark betonter Stop
  • Ein fleckig depigmentierter Nasenschwamm
  • Zu kurzer und quadratischer Fang
  • Zu spitzer Fang
  • Ein gebogener Nasenrücken
  • Vor- und Rückbiss
  • Eingerollter Behang (Hinweis auf Einkreuzung französischen Blutes)
  • Flache oder durchgetretene Pfoten
  • Depigmentierter Hodensack (bei männlichen Artgenossen)
  • Träge, furchtsame oder unintelligente Erscheinung

Wesen und Charakter

Bedenkt man, aus welchen Gründen der Beagle-Harrier ursprünglich gezüchtet wurde, verwundert es nicht, dass er einen ausgeprägten Jagdinstinkt hat. Seine Stärken bei der Jagd sind in erster Linie die Ausdauer, Schnelligkeit und Kraft - Eigenschaften, die der Hund in erster Linie dem Harrier verdankt. Zudem verfügt er über eine ausgesprochen gute Nase, die er natürlich vom Beagle geerbt hat, den man gerne (und zurecht) als Hochleistungsschnüffler betitelt.
Insgesamt zeichnen sich die Vertreter der gelungenen Mischlingsrasse durch ein sehr aktives und lebhaftes Wesen aus, auch wenn der Bewegungsdrang des Beagle-Harriers nicht ganz so stark ist wie bei anderen Laufhunden. Dennoch braucht er viel Beschäftigung und Auslauf - auch beziehungsweise vor allem dann, wenn er nicht als Jagd-, sondern als Familienhund gehalten wird, denn auch dafür eignet sich der unerschrockene und selbständige Franzose.
Innerhalb seiner menschlichen Familie ist der Hund umgänglich und verhält sich eher ruhig. Auch anhängliche Züge lassen sich beobachten. Er verträgt sich gut mit Kindern und zeigt keinerlei Nervosität oder gar Aggressivität, sodass man sich als Elternteil (in Bezug auf den Hund) nicht um seinen Nachwuchs sorgen muss. Zumal der Vierbeiner erwiesenermaßen nur sehr selten schnappt oder beißt. Auch mit anderen Hunden kommt er bestens klar.

Beschreibung (analog VDH )

 
Allgemein Kopf Hals Körper

harmonisch, ausgeglichen, edel, flink, stark

mittelmäßig kräftig, breiter und voluminöser Schädel, nicht betonter Stop
 

abgesetzt, mit gutem Ansatz an die Schultern, in der Seitenansicht im oberen Teil leicht gerundet
 

muskulöser Rücken, kräftige Lenden, gut herabreichende Brust, eher voller Bauch

Rute Pfoten Haarkleid

in mittlerer Höhe angesetzt, aufrecht getragen

nicht zu lang, nicht zu schmal, eng aneinanderliegende Zehen, dicke und harte Ballen

relativ dick, glatt, nicht zu kurz

Haltung und Pflege

Bild Beagle auf einer Wiese Der Beagle Harrier braucht viel Bewegung und Beschäftigung.

Der vitale Charakter muss bei der Haltung eines Beagle-Harriers zwingend beachtet werden. In einer kleinen Stadtwohnung fühlt sich der Hund vermutlich nicht besonders wohl. Wer hingegen in einer ländlichen Umgebung zuhause ist, kann dem Vierbeiner definitiv ein artgerechtes Wohnumfeld mit viel Bewegungsfreiraum bieten.
Apropos Bewegung: Ausgedehnte Spaziergänge mit der Familie, die mindestens drei Mal pro Tag erfolgen und jeweils 45 Minuten dauern sollten, bereiten dem Mischling ebenso viel Freude wie Hundesport und Jagen. Er lässt sich für die Hasen- und Rotwildjagd ausbilden. Auch vor Wildschweinen schreckt der Hund nicht zurück.
Alles in allem sollte man dem Tier wenigstens vier Stunden täglich widmen (können). Wer dieses Pensum nicht zu erfüllen vermag, verzichtet besser auf die Anschaffung des Laufhundes und schaut sich nach einem vierbeinigen Kumpel um, der weniger Zeit beansprucht.
Die Erziehung des Beagle-Harriers hängt von seiner Verwendung ab. Soll er als Gebrauchshund - also Jäger - dienen, muss er von Anfang an darauf vorbereitet werden. Will man ihn hingegen als reinen Familienhund halten, ist vor allem eines wichtig: liebevolle Konsequenz. Dann entwickelt sich der Vierbeiner zu einem anhänglichen Begleiter, der sich gerne von seiner sanften Seite zeigt. Zur Förderung der Verträglichkeit mit anderen Hunden empfiehlt es sich, den Beagle-Harrier frühzeitig zu sozialisieren.
Insgesamt gilt der Mischling als robuster Hund, der nicht besonders krankheitsanfällig ist. Er gehört zu den Hunderassen mit recht hoher Lebenserwartung. Durchschnittlich wird der Franzose zwölf bis 14 Jahre alt. Typische Beagle-Krankheiten, etwa Hound-Ataxie (neurologische Erkrankung, bei der das Rückenmark angegriffen wird), Bandscheibenvorfall, Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion) und verschiedene Augenerkrankungen, können durch eine verantwortungsvolle Zucht nahezu ausgeschlossen werden. Nur zur Vorbeugung von Ohrentzündungen muss der Halter selbst regelmäßige Maßnahmen ergreifen.
Hängeohren, auch Schlappohren genannt, sind typische Charakteristika des Beagle-Harriers. Sie gehen mit überhängenden Ohrmuscheln einher, was die Belüftung der Ohren einschränkt und eine (fast vollständige) Selbstreinigung, wie sie bei Stehohren funktioniert, nicht ermöglicht. Die Luftfeuchtigkeit ist in Hängeohren höher als in Stehohren - dies begünstigt Infektionen. Zur Vermeidung säubert man die Ohren des Hundes etwa ein bis zwei Mal wöchentlich mit einem feuchten Lappen und/oder speziellen Ohrreinigungstüchern sowie geeigneten Lotionen.
Sehr anspruchslos ist der Beagle-Harrier, was die Fellpflege betrifft. Das tendenziell kurze und glatte Haar muss nur gelegentlich gebürstet und bei Bedarf von Schmutz befreit werden.

Beagle-Harrier - lebhafter Jagdhund mit sanften Wesenszügen

Betrachtet man den Beagle-Harrier, der aus Frankreich stammt, jedoch das Ergebnis der Kreuzung zweier englischer Hunderassen darstellt, optisch und charakterlich, ergibt sich ein vielseitiger Vierbeiner, der verschiedentlich gehalten werden kann. Durch seinen kräftigen Körper und den ausgeprägten Jagdinstinkt gibt er einen ausgezeichneten Jagdhund ab. Doch der Mischling bringt auch sanfte Merkmale mit. Er ist ruhig und mitunter auch anhänglich, was ihn zum lieben Familienhund prädestiniert, zumal er nicht zu Aggressionen neigt und entsprechend selten schnappt oder beißt. In jedem Fall wünscht sich der Hund eine eher ländliche Umgebung, ausgiebigen Auslauf und viel Aufmerksamkeit seitens des Herrchens oder Frauchens, um ein glückliches Leben genießen zu können.

 

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Bildquellen:
Bild 1: © markt.de
Bild 2: © Pixabay.com / seomyungjuk
Bild 3: © Pixabay.com / liam_ward