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Yamaha: Die Motorräder aus Japan

Bild rot, schwarzes Yamaha Motorrad Im Jahr 1955 begann das japanische Unternehmen Yamaha mit der Motorradproduktion. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Yamaha war bis Mitte der 1950er Jahre für seine erstklassigen Musikinstrumente weltbekannt. Am 1. Juli 1955 stieg der japanische Großkonzern in die die Motorradindustrie ein und konnte sich in den folgenden Jahren mit seinen schnellen Zweitaktmaschinen als namhafter Hersteller von Motorrädern etablieren. Heutzutage umfasst die Produktpalette des zweitgrößten Motorradherstellers aus Japan zahlreiche Modelle vom Roller über Luxusliner bis zu hoch performanten Rennmaschinen.

Gründungsgeschichte des Unternehmens

Ähnlich wie in Europa kann sich die japanische Motorradindustrie einer langen Tradition rühmen. Bereits 1908 entwickelte ein gewisser Torao Jamaba - nicht zu verwechseln mit Yamaha - ein Fahrrad mit einem leistungsstarken 500 ccm Viertaktmotor. Ob es sich bei diesem Gefährt jedoch um das erste in Japan hergestellte Motorrad handelt, weiß heute keiner mehr so genau.

Fest steht jedoch, dass sich schon in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts clevere Handwerker in kleinen Werkstätten mit der Produktion von Motorrädern beschäftigten. Es wurden jedoch lediglich wenige Exemplare produziert und von einer Massenproduktion im heutigen Sinne war man noch weit entfernt und bis in die 1950er Jahre sollte sich auch nichts daran ändern. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann man in Japan mit der industriellen Produktion von Motorrädern. Dies ist auf eine kuriose Tatsache zurückzuführen. Da Japan aus dem Zweiten Weltkrieg als Verlierer hervorging, haben die Siegermächte beschlossen, dass die industriellen Anlagen des Landes nicht für den Bau von Flugzeugteilen benutzt werden dürfen. So kam Genichi Kawakami auf die Idee eine neue Firma zu gründet - die Yamaha Motor Co. Ltd. - und die freien industriellen Kapazitäten ab 1955 für die Produktion von Motorrädern zu nutzen.

Die ersten Motorräder von Yamaha

Bild blaue Rennmaschine von Yamaha Yamaha stieg bereits 1958 in den Rennsport mit ein.

Im Jahr 1955 wurde das erste Motorrad von Yamaha die YA-1, die liebevoll auch "rote Libelle" genannt wurde, auf den Markt gebracht. Bei dem YA-1 Modell handelte es sich um ein 125er Motorrad mit einem 5,6 PS starken Einzylinder-Zweitaktmotor. Da das YA-1 Motorrad eine nahezu 1:1 Kopie der DKW RT 125 darstellte, konnten sich die japanischen Motorradhersteller eine hohe Geldsumme an Entwicklungskosten einsparen. In Japan hatte sich sowieso keiner daran gestört und Deutschland war zehntausend Kilometer entfernt.

Mitte der 1950er Jahre waren in Japan zuverlässige und vor allem preiswerte fahrbare Untersätze sehr beliebt, was Yamaha schon früh erkannte und den Markt mit hochwertigen Motorrädern zum erschwinglichen Preis bediente. Der Firmenchef Genichi Kawakami war ein großer Rennsport-Fan und er sah im Motorradrennsport, eine gute Möglichkeit, die Motorräder von Yamaha zu promoten, so dass das japanische Unternehmen bereits 1958 in den Rennsport einstieg.

Ab 1961 war Yamaha direkt an der Motorradweltmeisterschaft beteiligt und bereits im Jahr 1964 konnte der japanische Motorradbauer den Titel gewinnen, womit wirklich keiner gerechnet hatte. Denn der haushohe Favorit in der 250er Klasse war der erfahrene vierfache Weltmeister Jim Redman. Gegen den Starpiloten und den haushohen Favoriten trat der unerfahrene Engländer Phil Read an, der mit seiner einfachen Yamaha-Rennmaschine, die durch einen Zweizylinder-Zweitakter angetrieben wurde, den Weltmeister bezwingen konnte. Plötzlich war Yamaha auch außerhalb der Rennsportszene in aller Munde. Dies ist allerdings auch kein Wunder, denn zu jener Zeit verknüpfte kein Unternehmen den Rennsport so eng mit der Produktion der Serienmotorräder wie Yamaha. Zu kaufen gab es damals die performanten Straßenflitzer von Yamaha jedoch nur in Japan.

Die Expansion des Motorradgeschäfts in Europa

Den Dreh- und Angelpunkt des Motorradgeschäftes in Europa stellte die IFMA in Köln dar. Im Jahr 1964 feierte Yamaha auf der IFMA in Köln sein Debüt in Deutschland. Es wurden insgesamt drei neue Modelle gezeigt, und zwar: Die 250er DS3 mit einem Zweizylinder, das 80er YG1-Modell und das Moped YF-1 mit einem Einzylinder-Motor. Die Präsentation wurde in Zusammenarbeit mit dem japanischen Handelshaus Mitsui GmbH mit Sitz in Düsseldorf organisiert. Zu den Yamaha-Händlern, die seit der ersten Stunde dabei waren, gehörte u. a. Manfred Weihe aus Löhne, der mittlerweile das Amt des Vizepräsidenten der Yamaha Motor Deutschland GmbH ausübt.

Für Yamaha entwickelte sich das Motorradgeschäft in Deutschland binnen kürzester Zeit zu einem großen Erfolg, so dass bereits 1966 in Deutschland 23 Vertragshändler tätig waren, die mit steigender Tendenz noch im gleichen Jahre mehr als 200 Yamaha-Motorräder an Zweitaktfans verkauften. Yamaha XS1 sowie Yamaha TX 750 gehörten damals zu den beliebtesten Motorradmodellen des japanischen Herstellers. Mit den 1970er Jahren brachte für die Motorradkultur ein neues Zeitalter an. Ab 1970 genossen Motorräder plötzlich einen ganz anderen Stellenwert. Motorräder wurden nicht mehr als Fahrzeuge für arme Leute angesehen, sondern zunehmend als Sportgeräte, mit denen man in seiner Freizeit aufregende Abenteuer erleben konnte. Für Adrenalinjunkies gab es weiterhin die schnellen Zweitaktmodelle wie die Yamaha DS3, während für Fahrer die eine gemütliche Fahrweise schätzten neue Chopper und Cruiser-Modelle hinzukamen wie beispielsweise die Yamaha XS1 und wenige später das Nachfolgermodell die Yamaha XS2 und die XS 650.

Neues Kapitel in der Firmengeschichte

Bild rotes Yamaha Logo Das Unternehmen Yamaha wurde in Japan gegründet.

Mit dem Marktstart der 650er Twin im Jahr 1970 hatten die Japaner ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte aufgeschlagen. Erstmalig kam bei einem Motorrad von Yamaha ein Viertakter zum Einsatz. Um die Qualität und Leistungsfähigkeit ihrer Motoren zu demonstrieren, entwickelte Yamaha das "Big Red" Motorrad, mit dem der Amerikaner Don Vesco im September 1970 einen neuen Geschwindigkeitsrekord für Motorräder aufstellte. Auf den Bonneville Salt Flats im US-Bundesstaat Utah erreichte die "Big Red" Maschine eine Geschwindigkeit von 405,25 km/h und ging somit in die Geschichtsbücher als das schnellste Motorrad ein.

Der nächste große Wurf kam 1972 mit der TX 750, die den Weg für viele neue Modelle ebnete. Bei dem TX 750er-Modell handelte es sich um ein Zweizylinder-Tourenbike, das sich binnen kurzer Zeit zu einem Verkaufsschlager entwickelte und sich insbesondere in Deutschland großer Beliebtheit erfreute. 1976 haben die japanischen Motorradhersteller die Motorradwelt mit der XT500 Enduro ins Staunen versetzt, die in relativ kurzer Zeit zum Symbol für Freiheit und Abenteuer wurde. Die XT500 Enduro war sowohl für den Offroad-Spaß im Gelände, als auch für entspannte Fahrten auf der Straße gedacht. Die XT500 Enduro wurde zum Synonym für Abenteuerreisen, so dass es nur selbstverständlich war, dass die XT500 im Laufe der Jahre als Vorbild für zahlreiche Enduro-Modelle fungierte.

Gut sortiertes Produktportfolio

Mitte der 1980er Jahre konnten sich Motorrad-Liebhaber über die ausgewogene Modellvielfalt bei Yamaha nicht beschweren. Für die Vertreter der Zweitakt-Fraktion waren die 250er und 350er RD-Maschinen erhältlich und im Jahr 1984 kam die RD 500 LC hinzu, die zur damaligen Zeit einen Supersportler verkörperte, der seinesgleichen suchte. Das Angebot an Enduro und Yamaha Cross-Maschinen setzte sich aus Einzylinder-Modellen zusammen, die mit Zwei- und Viertaktmotoren ausgestattet waren. In der Mittelklasse waren die XJ550 und XJ650 angesiedelt, die beide mit einem neuartigen DOHC-Viertaktmotor mit vier luftgekühlten Zylindern versehen waren.

Die eigentliche große Sensation in den 1980er Jahren stellte jedoch die neue TR1 dar, mit der Yamaha neue Wege in Sachen Design und Funktion ging. Die TR1 erinnerte vom der Optik her stark an die Vincent Black Shadow aus den 1950er Jahren. Die Einbaulage des V2-Viertakters sowie der Brückenrahmen und einige weitere Details waren teilweise genauso wie bei dem legendären Vorbild gestaltet. Eine Neuheit stellte jedoch der geschlossene Fett-Kettenkasten dar, wodurch die TR1 optimal auf die Anforderungen und Bedürfnisse von Tourenfahrern ausgerichtet war. Die TR1 wurde von Yamaha jedoch nicht als Tourer sondern als reine Sportmaschine vermarktet, die jedoch aufgrund der aufrechten Sitzposition und des 70 PS starken V-Motors eine eher beschauliche als sportliche Fahrweise förderte. Hinzu kam auch noch die traditionelle Optik in Kombination mit moderner Motorradtechnik wie beispielsweise ein OHC-Motor oder Scheibenbremsen am Vorderrad. Die Zeit war einfach für eine solche Maschine noch nicht reif, so dass die Produktion 1983 eingestellt wurde.

Moderne Motorräder von Yamaha

Bild schwarzes, sportliches Motorrad Das japanische Unternehmen hat eine moderne Unternehmenspolitik und investiert stetig in neue Technologien.

Längst war dem japanischen Unternehmen klar, dass ein Motorrad nicht nur mehr einfach Motorrad heißen konnte. Yamaha Cross, Enduro, Supersportler, Allrounder, Chopper sind die Schlagwörter, nach denen sich die Kunden ausrichten. Das aktuelle Produktportfolio umfasst eine Reihe verschiedener Motorrad-Modelle, die für unterschiedliche Einsatzszenarien konzipiert sind. Erst kürzlich hat Yamaha die Produktpalette einer Auffrischung unterzogen, so dass für das Jahr 2017 zahlreiche Neuheiten an den Start gehen. Die sportliche Yamaha YZF-R6 oder das Touringbike MT-10 sind nur einige der neuen Modelle, die schon bald das Verkehrsbild prägen werden. Die moderne Unternehmenspolitik und die fortwährenden Investitionen in neue Motorradtechnologien haben sich für Yamaha ausgezahlt.

Aktuellen Zahlen zufolge hat Yamaha die Konkurrenz im vergangenen Jahr deutlich überholen können und hat mittlerweile im Motorradsegment die Führung auf dem deutschen Markt übernommen. Mit rund 14 Prozent Marktanteil ließ das japanische Traditionsunternehmen Marken wie BMW oder Honda deutlich hinter sich. Im letzten Jahr gelang es Yamaha, insgesamt 24.303 Motorräder ab 125 ccm auf dem Bundesgebiet zu verkaufen. Aktuellen Zahlen des Industrieverbandes Motorrad in Essen zufolge hat Yamaha BMW mit 13,88 Prozent hinter sich gelassen. Auf dem dritten Platz befindet sich Honda mit 11,64 Prozent Marktanteil. Wie alle anderen Motorradhersteller hat auch das japanische Unternehmen im Jahr 2016 die EU3-Bestimmungen erfolgreich in allen neuen Motorrad-Modellen realisiert.


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