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Die Heiligen Drei Könige - Geschichte & Symbolik

Grafik Die Heiligen Drei Könige auf dem Weg zum Jesuskind Die Heiligen Drei Könige kamen von einem Stern geführt nach Bethlehem und huldigten dort als Erste dem Jesuskind. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Die Geschichte von den Heiligen Drei Königen ist Dir sicherlich seit frühester Kindheit ein Begriff. Vielleicht bist Du im Zuge eines Krippenspiels sogar schon einmal selbst in die Rolle eines der "Drei Weisen aus dem Morgenland" geschlüpft. Doch was hat es mit den Drei Heiligen Königen wirklich auf sich? Existierten sie tatsächlich oder handelt es sich um ein Produkt Jahrhunderte anhaltender Legendenbildung? Welche kulturelle Bedeutung haben die Heiligen Drei Könige und auf welche Weise wird der ihnen zugedachte Feiertag zelebriert? Der folgende Text bietet Dir einen kleinen Einblick in die Welt der drei geheimnisvollen Figuren.

Die Geschichte der Heiligen Drei Könige - Wahrheit und Legendenbildung

Keine Erwähnung von Königen

In der Bibel selbst finden die Heiligen Drei Könige keinerlei Erwähnung. Die Weihnachtsgeschichte des Matthäusevangeliums erzählt lediglich von Sterndeutern, die dem Stern von Bethlehem folgten und auf diese Weise zum neu geborenen Jesuskind gelangten. Im griechischen Ausgangstext der Bibel ist anstelle von Sterndeutern von Magoi (Magiern) die Rede. Im gesamten Neuen Testament lässt sich weder ein Verweis auf Könige noch deren Anzahl finden.

Caspar, Melchior und Balthasar

Angesichts des in der Bibel beschriebenen würdevollen Auftretens der Sterndeuter und der Erwähnung wertvoller Geschenke, gingen nachfolgende Generationen davon aus, dass es sich um Könige handeln musste, die sich auf den Weg machten, um dem neu geborenen König der Juden ihre Ehre zu erweisen. Der Beginn der Legendenbildung lässt sich auf das 3. Jahrhundert nach Christus datieren. Anstatt von Sterndeutern war nun von drei weisen Königen aus dem Morgenland die Rede. Die Namen Caspar, Melchior und Balthasar fanden erstmals im 6. Jahrhundert nach Christus Erwähnung. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Geschichte der Heiligen Drei Könige mit weiteren Details hinsichtlich ihrer Herkunft ausgeschmückt. So wurde Melchior zum König von Arabien, Balthasar zum Herrscher des Königreiches Saba und Caspar zum Regenten von Chaldäa (Babylonien) gemacht.

Darstellung der Könige

Die Heiligen Drei Könige und ihre Reise nach Bethlehem gehören zu den zentralen Motiven der christlich bildenden Kunst. Sie wurden hier häufig als Jüngling (Caspar), erwachsener Mann (Balthasar) und Greis (Melchior) dargestellt. Obwohl die Beschreibung "dunkel" sich ursprünglich nur auf seinen Vollbart bezog, wird Balthasar häufig als dunkelhäutiger Mohr abgebildet. Hinsichtlich ihrer Kleidung werden die Heiligen Drei Könige zumeist mit aus dem persischen und syrischen Raum stammenden Gewändern und Kopfbedeckungen dargestellt. Interessanterweise versperrte sich Martin Luther der fortschreitenden Legendenbildung, weswegen im Protestantismus anstelle der Heiligen Drei Könige häufig von den Drei Weisen aus dem Morgenlande die Rede ist.

Bild Heilige Drei Könige mit Jesuskind Die drei Männer stammten aus dem sogenannten Morgenland, dem heutigen Nahen Osten.

Geschichte der Könige

Die Geschichte von den Heiligen drei Königen steckt voller Symbolik und wichtiger Botschaften. Obwohl Jesus in einer ärmlichen Umgebung geboren wurde, erkennen die Heiligen Drei Könige, dass ein neuer Heiland erschienen ist, der sie an Ruhm und Bedeutung um ein vielfaches übertrifft. Sie folgen dem Stern von Bethlehem, welcher sie auf zauberhafte Weise direkt zum Stall des Neugeborenen Christkindes führt. Am Stall angekommen, erweisen sie gemeinsam mit den vom Felde herbeigeeilten Hirten Jesus ihre Ehre und überreichen die von ihnen mitgebrachten Geschenke. Die Geschichte von den Heiligen drei Königen strahlt einen ganz eigenen Zauber aus, der Kinder und auch Erwachsene seit vielen Generationen in seinen Bann zu schlagen vermag.

Weihrauch, Myrrhe und Gold - Was es mit den Geschenken der Drei Heiligen Könige auf sich hat

Bei den von den Heiligen Drei Königen mitgebrachten Geschenken handelt es sich um Weihrauch, Myrrhe und Gold. Alle drei Gaben galten zu ihrer Zeit als außerordentlich wertvoll. Darüber hinaus besitzen die Geschenke auch einen hohen symbolischen Wert.

Gold gilt als eines der wertvollsten Metalle überhaupt und steht für die Herrlichkeit und Vollkommenheit des neu geborenen Jesuskindes. Der von den Heiligen Drei Königen überbrachte Weihrauch versinnbildlicht die Herrlichkeit von Jesus in vollkommener Gemeinschaft mit Gott - seinem Vater. Die Myrrhe gilt in der katholischen Glaubenslehre als Vorgriff auf die bevorstehenden Leiden, denen Jesus sich im weiteren Verlauf seines Lebens ausgesetzt sieht. Bei Myrrhe handelt sich um ein wohlriechendes Harz, welches jedoch auch einen sehr bitteren Geruch verströmt.

Die Tradition des Sternsingens

Die Entstehung und der Brauch des Sternsingens lassen sich auf das Mittelalter zurückführen. Damals diente es Kindern als Möglichkeit, sich in der kälteren Jahreszeit ein kleines Zubrot in Form von Spenden für die geleistete Darbietung zu verdienen. Für das Singen weihnachtlicher Lieder wurden die Kinder zumeist mit Nüssen oder Äpfeln bedacht. Nachdem das Sternensingen über einen längeren Zeitraum in Vergessenheit geriet, wurde der Brauch Mitte des 20. Jahrhunderts wiederbelebt und erfreut sich insbesondere in katholisch geprägten Regionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auch heutzutage einer großen Beliebtheit.

Beim Sternensingen klingeln als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder an den Haustüren ihres Ortes, bitten um Einlass und tragen weihnachtliche Lieder oder auch Gedichte vor. Als Lohn für ihre Darbietung werden sie mit Süßigkeiten oder anderen kleinen Geschenken belohnt. Nicht selten bitten die Sternsinger auch um für karitative Zwecke gedachte Spenden. Anschließend wird von ihnen mit geweihter Kreide ein Kreis auf die Haustür gezeichnet, in dem die aktuelle Jahreszahl und die Buchstaben C, M und B eingetragen werden. Die Buchstaben stehen für die Namen der Heiligen Drei Könige. Von diesen Buchstaben wurde im Laufe des 20. Jahrhunderts der Satz "Christus mansionem benedicat" abgeleitet, was übersetzt so viel wie "Christus schütze dieses Haus" bedeutet.

Ursprung des Dreikönigstags

Bild Sternsinger verkleidet als die Heiligen Drei Könige Die von den Sternsingern gesammelten Gelder kommen jedes Jahr einer anderen Organisation zu Gute.

In der katholischen Kirche werden die drei Könige als Heilige verehrt. Das ihnen zu Ehren abgehaltene Fest findet traditionell am 6. Januar statt. In Deutschland ist dieser Tag unter dem Namen Dreikönigstag oder Dreikönigsfest bekannt. Ursprünglich wurde am 6. Januar das Fest "Epiphanias" gefeiert, was aus dem griechischen übersetzt das Erscheinen bzw. Offenbarwerden von Jesus Christus bedeutet. Die Bezeichnung Dreikönigstag setzte sich erst im 4. Jahrhundert nach Christus durch.

Der 6. Januar im Ausland

Der Dreikönigstag wird in der christlichen Welt auf unterschiedliche Weise gefeiert. Dabei haben sich Traditionen entwickelt, die auch auf der kulturellen Prägung des jeweiligen Landes beruhen. So erhalten beispielsweise in Italien Kinder nicht am Heiligen Abend, sondern erst am 6. Januar ihre Geschenke. Überbracht werden diese von der aus der italienischen Sagenwelt stammenden Hexe Befana. Zudem werden zahlreiche kindgerecht gestaltete Jahrmärkte abgehalten. Auch in Spanien findet die eigentliche Bescherung erst am Dreikönigstag statt. Es werden festliche Umzüge abgehalten, bei denen als Heilige Drei Könige verkleidete Einheimische Süßigkeiten und kleine Geschenke in die Menge werfen. Nach dem Julianischen Kalender gerechnet, fällt Weihnachten in christlich-orthodoxen geprägten Ländern, wie beispielsweise Russland, nicht auf den 24. Dezember, sondern auf den 6. Januar. Die Geschenke werden nicht vom Weihnachtsmann, sondern von Väterchen Frost überbracht.

Fazit

Ob die Heiligen Drei Könige wirklich in der uns bekannten Form existierten und agierten, erscheint mehr als fraglich. Wie bei jeder Legende vermengt sich wahrscheinlich auch in diesem Fall ein hohes Maß an Fiktion mit einem Schuss Realität. Fest steht aber, dass es sich um eine faszinierende Geschichte handelt, die aufgrund ihrer hohen symbolischen Aussagekraft seit vielen Jahrhunderten überdauert und von Generation zu Generation immer weiter ausgeschmückt wird. Die wunderschöne Erzählung von den Heiligen Drei Königen trug zur Popularisierung des Christentums bei und besitzt auch heute noch eine hohe Anziehungskraft. Inwiefern Du ihr Glauben schenken möchtest, bleibt letztendlich Dir selbst überlassen.

 

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