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Tierbestattung: Abschied nehmen vom Tier
Auch für Tiere muss eine würdige Ruhestätte gefunden werdenAuch für Tiere muss eine würdige Ruhestätte gefunden werden

Für viele Menschen sind Haustiere nicht nur einfach Tiere, sondern treue Freunde, die sie langjährig begleiten. Ganz gleich, ob Hund, Katze oder Meerschweinchen - das Haustier dient als Sozialpartner und ist Teil der Familie. Den Gedanken, dass das geliebte Tier einmal sterben könnte, verdrängen viele Besitzer. Ist der Zeitpunkt des Abschieds dann gekommen, muss man sich sogleich mit der Frage beschäftigen: Wohin nun mit dem Tier? Der folgende Ratgeber klärt auf und informiert Sie über die verschiedenen Möglichkeiten der Tierbeisetzung.

Tierverwertungsanstalt

So schmerzhaft der Gedanke auch ist - in jedem Fall ist es empfehlenswert, sich bereits im Vorfeld mit dem Thema auseinanderzusetzen. Viele Tierbesitzer wissen nämlich nicht, dass das eingeschläferte Tier nach dem Tierarztbesuch nicht zwingend in der Praxis verbleiben muss. Rund 80 Prozent der Halter verabschieden sich daher noch beim Arzt von ihrem Haustier. Der Leichnam wird anschließend in speziellen Anlagen, den Tierverwertungsanstalten, industriell verarbeitet. Den Transport veranlasst meist der behandelnde Tierarzt oder das Veterinäramt.

Es gibt jedoch auch Wege, den Tieren einen würdevolleren Abschied zu bereiten. Vielen Tierbesitzern, die über Jahre eine enge Beziehung zu ihrem Tier aufgebaut haben, sollte dies entgegenkommen.

Bestattung im eigenen Garten
Von unseren Tieren müssen wir irgendwann Abschied nehmenVon unseren Tieren müssen wir irgendwann Abschied nehmen

Eine dieser Möglichkeiten ist die Beisetzung im eigenen Garten. War bis vor einigen Jahren noch jedem erlaubt, seinen Vierbeiner im Garten zu begraben, wird seit der BSE-Krise die Tierkörperbeseitigung gesetzlich geregelt. Das Vergraben von Haustieren ist nun nur noch unter Einhaltung bestimmter Vorgaben zugelassen. Kleintiere wie Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Vögel usw. dürfen auf dem eigenen Grundstück begraben werden, sofern sich das Grundstück nicht in einem Wasserschutzgebiet befindet. Die Grabstelle muss außerdem tief genug sein, mindestens 50 Zentimeter Erde sollten das Tier bedecken. Das Tier darf darüber hinaus nicht an einer meldepflichtigen Tierkrankheit verstorben sein. Ist das Tier auch nur seuchenverdächtig, so ist der Gang in die Tierverwertungsanstalt zwingend erforderlich. Für Urnen gibt es hingegen keine Einschränkungen. Diese dürfen Halter mit nach Hause nehmen, dort aufstellen oder aber vergraben.

Achtung: Das Vergraben im Wald, im Park, am Wegesrand oder sonstwo auf öffentlichem Grund ist ausnahmslos verboten. Für diejenigen, die nicht im Besitz eines eigenen Gartens sind, gibt es jedoch weitere Alternativen.

Tierfriedhof als letzte Ruhestätte

Um die lieblose Entsorgung in der Tierverwertungsanstalt zu vermeiden, bieten sich z. B. Tierfriedhöfe an. Diese Tierfriedhöfe gibt es heute in vielen deutschen Großstädten. Insgesamt bestehen in Deutschland rund hundert Friedhöfe für Tiere, wo trauernde Tierhalter ihr Haustier in einem anonymen Sammelgrab oder einem Einzelgrab mit Grabstein begraben lassen können. Genau wie bei der Beisetzung von Menschen bieten Tierbestatter dabei Beratungen und Bestattungen für Beisetzungen an. Auch auf markt.de finden Sie unter der Rubrik Verzeichnisse die Kategorie Tierfriedhöfe unter der sie kompetente Hilfe für die Bewältigung Ihres Trauerfalls erhalten. Zu wissen, wo das Tier seine letzte Ruhe gefunden hat, hilft oft dabei leichter über den Verlust hinwegzukommen.

Bei der Beisetzung können die Besitzer entscheiden, ob eine eine Feuer- oder eine Erdbestattung gewünscht ist. Je nach Sarg, Urne, Grabstein und Größe der Grabstelle ist dann eine Gebühr zu entrichten, die sich pro Jahr etwa zwischen 30 Euro und 180 Euro bewegen kann. Tipp: Besuchen Sie am besten im Vorfeld einen Tierfriedhof Ihrer Wahl, führen Sie ein Gespräch mit dem Tierbestatter und informieren Sie sich über die Kosten. Anschließend können Sie entscheiden, ob dieser Ort als letzte Ruhestätte in Frage kommt.

Tierpräparationen

Eine sehr gewöhnungsbedürftige Variante im Vergleich zu den traditionellen Bestattungswegen ist die Tierpräparation. Können sich Besitzer gar nicht von Ihrem Tier trennen, so kann zu dieser Methode gegriffen werden. Viele verbinden mit dem Begriff "Präparation" das klassische "Ausstopfen" von Tieren. Es wird hierbei jedoch lediglich die Haut des verstorbenen Tieres verwendet. Nachdem der Körper zunächst eingefroren wurde, wird diese auf einem Kunstkörper gezogen und zugenäht. Die ehemaligen Besitzer können anschließend eine 1:1 Nachbildung ihres Tieres mit nach Hause nehmen. Doch aufgepasst: Der Preis für die Nachmodellierung hat sich gewaschen. So muss für eine Katze z. B. mit Kosten von etwa 450 Euro gerechnet werden.

Virtuelle Tierbestattung

Als letzte Möglichkeit soll die virtuelle Tierbestattung Erwähnung finden. Auf vielen Portalen und Tierwebseiten können Tierbesitzer ihrem verstorbenen Liebling eine virtuelle Gedenkstätte errichten. Mit Fotos und niedergeschriebenen Erinnerungen geraten Hund, Pferd, Katze oder Maus auf diese Weise auch Jahre später nicht in Vergessenheit. Durch den Austausch mit anderen können sich Betroffene gleichzeitig bei ihrer Trauerarbeit unterstützen. Eine schöne Alternative, um seinem Tier einen würdevollen Abschied zu bereiten.

Derzeit lässt sich ein Trend weg von den Tierverwertungsanlagen hin zu einer respektvollen Tierbestattung erkennen. Die erhöhte Nachfrage und das größer werdende Angebot lassen den Tierbestattungsmarkt wachsen und vielfältiger werden.

 

 

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