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Startseite Ratgeber Vögel Wellensittiche – wie die Zähmung gelingt

Wellensittiche – wie die Zähmung gelingt

Das Zähmen eines Wellensittichs kann sich als langwieriger Prozess erweisen und stellt den einen oder anderen Vogelbesitzer vor eine große Herausforderung. Dabei dürfen Sie den Fakt nicht unterschätzen, dass jedes Tier einzigartig ist und kein Patentrezept existiert – auf jeden Vogel muss individuell eingegangen werden. Das Wichtigste: Geduld!

Schritt 1: Gewinnen Sie das Vertrauen des Vogels

Elementar für die Zähmung ist der Aufbau von Vertrauen als Basis für den weiteren Arbeitsprozess. Der Vogel muss die Scheu vor dem Menschen ablegen. Vermeiden Sie Fehler wie z. B. hektische Handbewegungen, um die ersten zarten Bande nicht wieder zu zerstören. Es kann zudem helfen, die Körpersprache der Wellensittiche zu lernen. Mit diesem Wissen fällt es Ihnen leichter, Stimmungen und Befindlichkeiten des Vogels an der Haltung des Körpers abzulesen und einzuschätzen. So können Sie sich auf den Vogel einrichten.

Seien Sie außerdem höchst geduldig und unterlassen Sie voreilige Aktionen, wie den Vogel in die Hand nehmen zu wollen etc. Die greifende Hand kann den Vogel verstören und zu Tode erschrecken. Hingegen kann ein aufgeplustertes Gefieder des Kopfes eine Einladung für den Halter signalisieren bzw. einladen, den Kopf zu kraulen. Allgemein gilt jedoch: Gehen Sie es langsam an! Zur Gewöhnung an den Menschen und Sie selbst als Bezugsperson ist es für den Anfang ausreichend, wenn Sie den Käfig bewusst positionieren, sich ab und an davor stellen und mit ruhiger Stimme mit dem Vogel reden. Sprechen Sie dabei nicht zu laut. Achten Sie währenddessen auf die Reaktion des Vogels – regt sich dieser zu sehr auf, vergrößern Sie den Abstand oder lassen Sie es für diesen Moment sein und probieren es ein anderes Mal.

Schritt 2: Bauen Sie langsam direkten Blickkontakt auf

Beim Gespräch mit dem Vogel gilt es einiges zu beachten. Zum einen müssen Sie sich dem Vogel auf Augenhöhe begegnen, sodass Sie das Tier nicht überblicken. Des Weiteren sollten Sie den Vogel nie direkt anschauen, wie es ein natürlicher Feind tun würde – dies weckt bei dem Tier den Instinkt, dass Gefahr im Verzug sei. Blickkontakt dürfen Sie erst herstellen, wenn der Wellensittich sich an Sie gewöhnt hat. Sprechen Sie weiterhin beruhigend auf das Tier ein.

Schritt 3: Gewöhnen Sie den Vogel an die Anwesenheit der Hand

Nachdem der Blickkontakt den Vogel nicht mehr das Fürchten lehrt, können Sie nun das Tier langsam an die Hand gewöhnen. Clever ist es dabei, über das Futter zum Vogel hindurchzudringen. Wellensittiche fressen im Allgemeinen mit großer Vorliebe Hirsekolben: Nehmen Sie einen Kolben in die Hand und halten Sie diesen in die Nähe des Vogels. Auch hierbei gilt: Langsame Bewegungen sind das A und O! In der Regel beäugen die Vögel die Situation zunächst kritisch und nähern sich nach einem ersten Zögern der Futterquelle. So registriert das Tier, dass die vermeintlich böse Hand das deliziöse Futter reicht und beginnt diese zu akzeptieren. Erwarten Sie jedoch keinen sofortigen Erfolg, auch hier liegt die Lösung in einer geduldigen Haltung gegenüber der Situation. Vermeiden Sie dringend den Nahrungsentzug, um den Vogel gefügig zu machen – dies stellt einen gesundheitsgefährdenden Zustand für das Tier und damit Tierquälerei dar. Der Prozess der Zähmung basiert wie eingangs beschrieben auf Vertrauen, eine derartige Handlung würde dieses Vertrauensverhältnis untergraben und kann keine Basis für ein trautes, freundschaftliches Zusammenleben darstellen.

Schritt 4: Bieten Sie dem Vogel Ihre Hand als Sitzgelegenheit an

Nachdem Sie den Wellensittich an die Anwesenheit Ihrer Person und implizit Ihre Hand gewöhnt haben, gehen Sie jetzt einen Schritt weiter. Ziel ist es, dass der Vogel die Hand als etwas Normals hinnimmt, einen Sitzplatz, auf dem er verweilen und sich z. B. putzen kann. Sie können beispielsweise die Hirsekolben-Übung erweitern, indem sie diesen so in der Hand halten, dass der Vogel auf Ihre Hand klettern bzw. diese berühren muss, um das dargebotene Futter zu erreichen. Hilfreich kann es zudem sein, wenn Sie dem Vogel mit dem ausgestreckten Finger sachte gegen den Bauch klopfen bzw. diesen leicht berühren. So wird dem Wellensittich signalisiert, dass das die Hand ist und er darauf klettern darf und kann. Dank diesem Signal merkt der Vogel, was Sie von ihm wollen.

Wissenswertes über den Zähmungsprozess

  • Den optimalen Zeitpunkt abpassen
    Elementar für das Gelingen des Zähmungsprozesses ist das Abpassen des geeigneten Zeitpunktes. Wichtige Stichworte hierbei sind der natürliche Lebensrhythmus sowie die Stimmung des Tieres. Abends sind die meisten Wellensittiche wesentlich ruhiger und aufmerksamer. Ein zuverlässiges Signal ist das zufriedene Knirschen des Vogels mit dem Schnabel. Beobachten Sie diese Situation, können Sie sich dem Tier nähern und mit Ihren Übungen beginnen. Wird das Tier unruhig und lässt sich von anderen Dingen schnell ablenken, ist es ratsam, die Lektion an einem anderen Tag fortzusetzen. Für den Anfang genügt es, wenn Sie den Vogel aus einiger Entfernung beobachten und dem Vogel so die Möglichkeit einräumen, sich an Ihre Person zu gewöhnen. Ein einladendes Signal ist es auch, wenn Ihr Wellensittich sich in Ihrer Anwesenheit das Gefieder putzt. D. h. er nimmt Ihre Anwesenheit als angenehm auf und stört sich daran nicht.
  • Ältere Vögel zähmen
    Im Volksmund ist es verbreitet, dass Zähmungsversuche ausschließlich bei Jungtieren Früchte tragen. Dieser vermeintlichen Annahme sei entgegengestellt, dass sich so ziemlich jeder Wellensittich unabhängig vom Alter zähmen lässt. Empathie und Geduld lauten die Zauberworte. Selbstredend ist es bei Jungvögeln, die zumeist frei von jeglicher schlechter Erfahrung mit Menschen sind, leichter zugänglich sind.
  • Einzelhaltung vs. Wellis im Doppelpack
    Des Weiteren ist die Meinung verbreitet, dass sich Wellensittiche, die in einer Gruppe zusammenleben, schwierig bzw. nicht zähmen lassen. Aber – auch hier sei gesagt – dabei handelt es sich um einen Irrtum. Mit entsprechender Geduld und Einfühlungsvermögen können Sie auch Tiere erreichen, die in einem Schwarm leben. Auch die Einzelhaltung eines Wellensittichs stellt keinen Garant dafür dar, dass dieser die Nähe zu seinem Menschen sucht.  

 

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