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Startseite Ratgeber Hunde Beauceron: Aussehen, Haltung, Pflege und Zucht

Hunderatgeber

Beauceron Rasseportrait - Charakter, Farben und Zucht

Passt ein Beauceron zu mir? Alles über den französischen Hütehund

Kurzinfo:

Ursprungsland Frankreich
Fellfarben Fellfarben: Schwarz und brand, Harlekin
Lebenserwartung 10- 12 Jahre
Gewicht Rüden: 32 - 45 kg, Hündinnen: 30 - 39 kg
Widerristhöhe Rüden: 66 - 71 cm, Hündinnen: 64 - 66 cm
Besonderheiten Beschützend, Freundlich, Ruhig, Furchtlos, Intelligent
FCI-Standard Nr. 44, Gruppe 1, Sektion 1
Beauceron Generell ist die Rasse eher für erfahrenere Hundefreunde zu empfehlen, denn in der Erziehung des Beaucerons benötigt man viel Konsequenz

Allgemeines zur Hunderasse

Der Name Beauceron bzw. Berger de Beauce leitet sich von dem französischen "chien de berger" (zu Deutsch: der Schäferhund) sowie der Region "Beauce" in Frankreich ab. Berger de Beauce bedeutet übersetzt also so etwas wie "der Schäfer/ Hirte der Beauce". Halter der Rasse sollten aus diesem Grund damit rechnen, dass der Hund seinen Hütetrieb eventuell auch auf die Familie anwenden wird.

Generell ist die Rasse eher für erfahrenere Hundefreunde zu empfehlen, denn in der Erziehung des Beaucerons benötigt man viel Konsequenz. Die intelligenten Hunde merken schnell, wenn Befehle nur halbherzig gegeben werden oder ihre Ausführung nicht beharrlich kontrolliert wird. Konsequent erzogen und artgerecht gehalten mit viel Platz für Auslauf, ist ein Beauceron aber etwas überaus Wertvolles - ein Hund, der seinem Herrchen ein Leben lang sein Herz zu Füßen legt.

Körperbau und Aussehen

Größe & Aussehen

Der Beauceron ist ein Hund, der in seiner Erscheinung an eine stämmigere Variante eines Dobermanns (s. Rasseportrait Dobermann) oder eine schlanke Ausgabe eines Rottweilers (s. Rasseportrait Rottweiler) erinnert. Mit einer Widerristhöhe von 65-70 cm bei Rüden und 61-68 cm bei Hündinnen sowie einem Gewicht zwischen 30 und 50kg handelt es sich um relativ große, rustikale, kräftige und muskulöse Hunde.

Körperbau

Beauceron Der Beauceron war ursprünglich ein Hütehund.

Der Körper ist ein wenig länger als hoch, der Brustkorb sitzt tief und ist breit. Die kräftige Rute trägt der Beauceron herabhängend und mit einem kleinen Haken am Ende. Die Ohren sind hoch angesetzt und wurden im Mutterland Frankreich und einigen anderen Ländern bis vor kurzer Zeit noch kupiert. Mittlerweile besteht in vielen Ländern ein Kupierverbot - die relativ kleinen Ohren sollen nun hängend und nicht als Stehohr getragen werden.

Fell & Besonderheiten

Das Haar des Beauceron ist kräftig, kurz, dick, festanliegend und 3–4 cm lang. Zwei verschiedenen Farbschläge sind bekannt. Sehr häufig kommt die Rasse in schwarz mit lohfarbenen Abzeichen vor. Seltener sieht man den Farbschlag Harlekin. Hierbei sind die schwarzen Fellpartien von grauen Flecken unterbrochen. Als äußerliche Besonderheit sind letztlich noch die doppelten Afterkrallen zu erwähnen. Da der Beauceron kurzhaarig ist, fallen diese auch entsprechend auf.

Geschichte und Herkunft

Beim Beauceron handelt es sich um eine sehr alte französische Hunderasse. Das genaue Alter lässt sich nur schwer bestimmen, aber bereits auf mittelalterlichen Darstellungen sind Hunde zu sehen, die durchaus als die Stammväter des Beauceron gelten könnten. Die Arbeit, die die Rasse ursprünglich erledigte, bestand darin Schafe auf der Weide zu überwachen sowie die Tiere auf der Landstraße zu führen. Im Jahr 1896 bekam der Beauceron anlässlich einer Hundeausstellung seinen Namen. Es wurde nun offiziell zwischen einem Kurz- und einem Langhaarschäferhund unterschieden. Die langhaarigen Hunde nannte man „Berger de Brie“ (Briard) und die kurzhaarigen Hunde „Berger de Beauce“ (Beauceron). Auf dieser Ausstellung wurde auch der Standard für den Beauceron festgelegt und unter der FCI-Nummer 44 registriert.

Beschreibung (analog VDH)

Der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) legt bestimmte Regeln für die Hundezucht fest. Unter anderem sind in diesen Regeln das Aussehen, Gewicht und Fell definiert.
 
AllgemeinDer Beauceron ist ein Hund von großer Größe, solide, rustikal, kräftig, gut gebaut und muskulös, ohne Schwerfälligkeit.
KopfSchädelFlach oder von einer Seite zur anderen leicht gewölbt. Scheitellinie wenig ausgeprägt, Hinterhauptkamm sichtbar an der Schädelspitze.
FangNie schmal, nie spitz.
AugenHorizontalliegend von leicht ovaler Form. Regenbogenhaut soll dunkelbraun aber nie heller als dunkelhaselnussbraun auch wenn der Brand aufgehellt ist. Für den Harlekin ist das verschiedenfarbige Auge erlaubt.
HalsGut bemuskelt von guter Länge, mit den Schultern harmonisch verbunden.
KörperLendenpartieKurz, breit und bemuskelt.
BrustBrustumfang die Widerristhöhe um 1/5 übertreffend, zu den Ellbogen reichend, breit, tief und lang.
RückenGerade
RuteLang, tief getragen, mindestens bis zum Sprunggelenk reichend, ohne Abweichung zur Seite, bilden einen leichten Haken in Form eines J. In der Bewegung, kann die Rute ein bisschen höher getragen werden als die obere Rückenlinie.
PfotenKräftig, rund, kompakt. Die Krallen sind immer schwarz. Die Ballen sind hart aber elastisch.
HaarkleidHaarAuf dem Kopf kurz, auf dem Körper kräftig, kurz, dick, festanliegend von 3 – 4 cm Länge. Die Hose und der untere Teil der Rute sind leicht aber immer fransig. Unterwolle kurz, fein, dicht und flaumig, vorzugsweise mausegrau, sehr eng, erscheint nie über das Deckhaar.
FarbeSchwarz und brand (schwarz mit Lohfarbe Abzeichen); Rotstrumpf. Von tiefschwarzer Farbe, der Brand soll eichhörnchenrot sein

Pflege und Gesundheit

Da der Beauceron kurzhaarig ist, benötigt sein Fell nur wenig Pflege. In der Regel ist es ausreichend, abgestorbene Haare und Unterwolle auszubürsten. Ebenso sollten Sie die Afterkrallen gelegentlich kürzen. Ein sinnvoller Pflegetipp ist es darüber hinaus, seinen Hund von Zeit zu Zeit zu untersuchen. Augen, Ohren, Zähne und Zahnfleisch gilt es dabei zu begutachten. Wenn sich diese verändert haben, kann dies auf eine Krankheit hindeuten. Wer die Kontrolluntersuchung bei seinem Hund schon im Welpenalter beginnt, hat es leichter, wenn das Tier einmal ausgewachsen ist.

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Beaucerons beträgt 10 bis 12 Jahre. Es handelt sich um eine sehr robuste und nicht sehr krankheitsanfällige Rasse. Rassetypische Erkrankungen sind nicht bekannt. Wie bei allen großen und schweren Hunden besteht allerdings die Gefahr einer Hüftgelenksdysplasie (HD). Man sollte seinen Beauceron daher mit etwa 12 bis 15 Monaten auf HD röntgen lassen. Auch für Magendreher sind große Hunde leider anfällig. Kleinere Futtermengen, die zweimal am Tag gegeben werden, beugen hier nachhaltig vor.

Zucht und Züchter

Beauceron in Wald Da der Beauceron kurzhaarig ist, benötigt sein Fell nur wenig Pflege.

Züchter des Beaucerons sind u. a. im Club für französische Hirtehunde e.V. organisiert, ein Verband der darüber hinaus noch die Rassen Briard und Picard betreut. Wenn Sie Welpen von Beauceron-Züchtern suchen, finden Sie diese und ausgewachsene Hunde über die unten stehenden Anzeigen und in den weiteren Beauceron-Kleinanzeigen . Wenn Sie selbst Beauceron-Züchter sind, können Sie unter den Hundeanzeigen einfach und kostenlos eine Annonce für ihren Wurf inserieren. Als Interessent haben Sie die Möglichkeit, eine Suchanzeige zu schalten.

Der Beauceron - ein Familienhund?

Ende des 19. Jahrhunderts führte ein starkes Zurückgehen des Schäferberufs auch zu einem starken Rückgang des Beaucerons. Dank seiner vielfältigen Fähigkeiten konnte er aber wieder Fuß fassen. Die Rasse kommt heute bei der Polizei, im Militär, im Objektschutz sowie in zivilen Hilfs- und Rettungsdiensten erfolgreich als Gebrauchshund zum Einsatz. Seine enorme Bindungsfähigkeit macht die Rasse aber gleichzeitig auch zu einem geeigneten Familienhund. Während der Beauceron sich Fremden gegenüber eher neutral oder zurürckhaltend zeigt, baut er zu seiner Familie eine enge Beziehung auf. Dabei geht er auch ausgesprochen geduldig und nachsichtig mit Kindern und alten Menschen um. Dieses Verhalten liegt wohl in seinem Ursprung begründet:

Als Hütehund musste er mit seinen Schafen behutsam sein, im Zweifelsfall aber die Herde gegen fremde Eindringlinge schützen. Durch seinen Ursprung als Arbeitshund ist der Beauceron zudem ein sehr aktiver und fleißiger Hund mit einer langen Ausdauer. Die Rasse ist damit ungeeignet für Menschen, die bequem sind und ihre Freizeit gerne auf dem Sofa verbringen. Seinem Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis gilt es nachzugehen - z. B. auf dem Hundesportplatz beim Agility. Ebenso gilt es für geistige Auslastung zu sorgen.

 

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Bildquellen:
Bild 1: © markt.de
Bild 2: © Pixabay.com / christels
Bild 3: © Pixabay.com / mkortelainen