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Startseite Ratgeber Praktika, Werkstudenten Arbeiten während des Studiums

Jobs und Karriere: Ratgeber-Übersicht für Jobsuchende

Arbeiten während des Studiums

Bild Arbeiten im Studium Studium ohne zu arbeiten, geht das überhaupt noch?

Deutschlands Studierende sind recht fleißig, denn etwa zwei Drittel aller immatrikulierten Studenten arbeiten während ihres Studiums. Einerseits geschieht dies natürlich aus finanziellen Gründen, andererseits, um in die Welt der Arbeitnehmer ein wenig hinein zu schnuppern, erste berufliche Erfahrungen zu sammeln und mehr finanzielle Unabhängigkeit zu genießen. Außerdem macht es einen guten Eindruck, wenn Studenten in ihrem Lebenslauf auch berufliche Einsätze parallel zum Studium vorweisen können. Die meisten der Bafög finanzierten Studierenden sind daher nebenher tätig. Studenten aus wohlhabendem Elternhaus mit entsprechender finanzieller Unterstützung können sich mit ganzer Kraft ausschließlich ihrem Studium widmen. Allerdings kann es sich bei potentiellen künftigen Personalchefs durchaus auch nachteilig auswirken, wenn Studenten bis zum Ende ihres Studiums keinerlei berufliche Erfahrungen nachweisen können. Diesen schwierigen Spagat zwischen Arbeitgeber und Bewerber solltet Ihr daher immer im Auge behalten. Die Frage des Arbeitens während des Studiums ist also - neben der wirtschaftlichen Notwendigkeit - stets relativ zu betrachten und bedarf einer ganz persönlichen Entscheidung. Da es ferner mehr und minder arbeitsbelastende Studiengänge gibt, müsst Ihr selbst abwägen, ob und gegebenenfalls wie viele Stunden Ihr pro Woche oder Monat arbeiten könnt, ohne dass Euer Studium darunter leidet und Ihr als Folge daraus gegebenenfalls noch ein oder gar mehrere Semester verlängern müsst.

Pro und Kontra der Werkstudentenjobs

Bild:Werkstudent Arbeiten als Werkstudent während des Studiums

Werkstudentenjobs werden von suchenden Unternehmen meist unmittelbar in den Universitäten und Hochschulen, aber auch in regionalen Zeitungen oder in entsprechenden Fachzeitschriften angeboten. Dabei gehen Firmen meist gehen gezielt auf junge Menschen zu, um auf diese Weise für eine bestimmte Zeit qualifizierte Studenten der Fachrichtung ihres Unternehmens entsprechend zu akquirieren. Bei Werkstudentenjobs kann es sich um befristete Projektarbeiten ebenso wie um langfristige Tätigkeiten handeln. Studierenden bieten Werkstudentenjobs eine wunderbare Chance, Berufserfahrungen für ihr Studienfach zu sammeln und auf diese Weise ihr Wissen praktisch anzureichern. Studenten sollten daher regelmäßig die Aushänge am schwarzen Brett ihrer Universität beobachten oder sich ganz gezielt bei ortsansässigen großen Unternehmen um Werkstudentenjobs bewerben. Im Allgemeinen sind Werkstudenten gern gesehene Mitarbeiter. Mit ihrem Bildungsniveau entsprechen Sie oft exakt den Anforderungen, die von Unternehmen gestellt werden. Der Nachteil ist jedoch, dass Werkstudentenjobs meist nicht gemäß der Qualität ihrer Arbeit entsprechend honoriert werden. Insbesondere bei Projektarbeiten solltet Ihr Euch von vornherein auf Überstunden und Wochenendarbeit einstellen.

Praktika während des Studiums

Bild:Praktikum machen Ein Praktikum kann einem Studenten so manche Türen öffnen.

Hier müsst Ihr zwischen dem freiwilligen Praktikum und dem Pflichtpraktikum unterscheiden. In vielen Studiengängen zählt das Pflichtpraktikum als unumgehliches Muss. Die Länge des Praktikums wird von den Hochschulen festgelegt. Das Pflichtpraktikum dient dazu, bereits erworbene Kenntnisse in der Praxis anzuwenden und zu erweitern. Es dient also mehr dem Studium als dem Erwerbszweck. Leider wird für absolvierte Praktika, wenn überhaupt, nur eine kleine Vergütung gezahlt. Freiwillige Praktika liegen hingegen ganz in Eurem Ermessen. So könnt Ihr beispielsweise die Semesterferien dazu nutzen, Euch in einem Unternehmen Eurer Wahl um einen Praktikumsplatz zu bewerben. Auch in der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit richten sich viele angebotenen Praktika explizit an Studenten eines bestimmten Studiengangs. Studenten sind in Firmen sehr willkommen, da diese vom topaktuellen Wissensstand ihrer vorübergehenden Mitarbeiter profitieren und gleichzeitig viel Geld für langfristig Beschäftigte einsparen. Anders ist es wiederum bei naturwissenschaftlichen Studiengängen. Dort zählt beispielsweise eine zum Semester gehörende Laborforschungsarbeit bereits als anerkanntes Praktikum. Es ist daher zu empfehlen, das Pflichtpraktikum und freiwillige Praktikum dazu zu nutzen, in erster Linie Euren Wissensbereich zu stärken und Euch selbst zu profilieren. Auslandspraktika sind sehr beliebt, aber häufig auch mit hohen Auslagen verbunden, vor allem dann, wenn Ihr Eure Kosten für Unterkunft und Verpflegung selbst tragen müsst. Allerdings bieten sie eine wunderbare Chance, fremde Menschen und Kulturen kennen zu lernen und Eure Sprachkenntnisse im jeweiligen Gastland zu perfektionieren. Falls Ihr Interesse an einem Auslandspraktikum habt, versucht, ein solches über ein Unternehmen in Deutschland mit weiteren ausländischen Firmenstandorten zu finden. Allerdings solltet Ihr von vornherein die Frage einer Vergütung und alle auf Euch zukommenden Kosten detailliert klären. Hier gibt es große Unterschiede und Euer Finanzhaushalt könnte bei einem Auslandspraktikum unter Umständen sehr stark strapaziert werden. Jedes Praktikum bietet Vorteile hinsichtlich praktischer Erfahrungen, die Euch im weiteren beruflichen Lebensweg zugute kommen werden. Leider aber steht dem in vielen Fällen eine unangemessene Arbeitsentlohnung sowie häufig gar eine Ausbeutung der Studierenden gegenüber.

Der Minijob auf 450 EUR Basis

Bild:Minijob Mit einem zusätzlichen Minijob kann ein Student gut über die Runden kommen.

Der Minijob ist ein beliebtes Instrument, das Studentenbudget aufzustocken. Fast jeder Studierende hat irgendwann einmal einen Minijob ausgeübt oder tut dies dauerhaft. Taxi fahren, Kellnern, Essen auf Rädern ausfahren oder Nachhilfeunterricht erteilen sind Jobs, die Ihr alle zur Genüge kennt. Sie bieten eine Vielfalt an Möglichkeiten, bis zu 450 EUR monatlich hinzu zu verdienen. Minijobs haben mit wenigen Ausnahmen keinerlei Bezug zum Studienfach. Ihr prioritärer Sinn liegt darin, Geld heran zu schaffen und genau dies unterscheidet sie mit intensiver Deutlichkeit von den Werkstudentenjobs. Letztere stellen eine Wissensverfestigung dar und sollen Euch die Praxis Eures künftigen Berufes näher bringen. Ein weiterer Gesichtspunkt ist, dass Ihr Minijobs in der Regel innerhalb von zwei Wochen kündigen könnt, Ihr bei einem Werkstudentenjob hingegen für eine gewisse Zeit unter Vertrag steht und dessen Verpflichtungen nachkommen müsst.

 
 

Duales Studium - hervorragende Alternative für Studierende und Unternehmen

Bild:Duales Studium Ein duales Studium kann eine weitere Alternatvie zum Studium sein.

Duale Studiengänge basieren auf Kooperationsverträgen zwischen Hochschulen und Unternehmen, die sich Universitäten und Fachhochschulen als duale Partner zur Verfügung stellen. Diese Mischform zwischen Theorie und Praxis erfreut sich großer Anerkennung und wird deutschlandweit angeboten. Die Fachrichtungen sind sehr vielfältig und reichen vom Agrarmanagement bis zur Sozialpädagogik. Sie stellen in jeder Hinsicht sowohl für Unternehmen als auch Studenten hervorragende Perspektiven dar. Interessiert Ihr Euch für ein duales Studium, informiert Euch, bei welchen Hochschulen der von Euch gewünschte Studiengang angeboten wird und wer die entsprechenden Partnerunternehmen sind. Wie bei den klassischen Ausbildungen suchen sich die Firmen ihre Studenten aufgrund eingegangener Bewerbungen aus. Je nach Fachrichtungen dauert ein duales Studium zwischen 3 und 5 Jahren. Der Wechsel zwischen Theorie und Praxis ist individuell geregelt und kann als Wochen- oder Monatsmodell angeboten werden. Während der semesterfreien Zeit arbeitet Ihr also in einem Unternehmen und könnt Eure Kenntnisse dort anwenden und vertiefen. Darin liegt einer der gravierenden Unterschiede zum klassischen Studium. Ihr seid Student und Mitarbeiter gleichermaßen und erhaltet eine Vergütung, die üblicherweise der eines traditionellen Auszubildenden entspricht. Für die Zeit des Studiums seid Ihr ferner bei dem jeweiligen Unternehmen angestellt und müsst zunächst eine angemessene Probezeit absolvieren. Aufgrund der engen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und dualen Firmenpartnern können sich beteiligte Unternehmen so ihre künftigen Nachwuchskräfte selbst ausbilden und bieten diesen gute Übernahmeperspektiven, die in ganz Deutschland bei etwa bei 80 % liegen. Duale Studien sind daher ein hervorragendes Sprungbrett für Eure künftige Karrieren und gehen mit einer regelmäßigen Vergütung einher. Da in einigen Bundesländern Studiengebühren erhoben werden, solltet Ihr noch wissen, dass die meisten dualen Partner die Studiengebühren für ihre Studenten finanzieren und auch dies für Euch eine erhebliche monetäre Entlastung darstellt, die Ihr mit berücksichtigt solltet.

Das Deutschlandstipendium - besondere Förderung für hoch begabte und engagierte Studenten

Mitte 2011 wurde das Deutschlandstipendium für Studierende mit herausragenden Leistungen und gesellschaftlichem Engagement in Zusammenarbeit von Bund und mittelständischen Unternehmen ins Leben gerufen. Der Förderbetrag von 300 EUR wird jeweils zur Hälfte vom Staat und Förderer finanziert. Das Deutschlandstipendium ist eine einkommensunabhängige Leistung und muss im Gegensatz zum Bafög nicht zurückgezahlt werden. Die Förderzusage wird jährlich neu überprüft und bei Eignung bis zum Ende des Studiums finanziert. Die Auswahl der Studenten wird von den am Deutschlandstipendium teilnehmenden Hochschulen getroffen. Maßgeblich hierfür sind vorbildliche Leistungen, besondere Talente sowie ehrenamtliches Engagement in weiten Teilen der Gesellschaft. Sie dienen der Nachwuchsförderung von morgen und der Unterstützung hohen Erfinder- und Entwicklungspotentials.

Bafög und Arbeitseinkommen- passt dies zusammen?

Bild Kindergeld Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres ist das Kindergeld meistens gesichert

Generell lässt sich sagen, dass Studierende, die mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, als Arbeitnehmer gelten. In den Semesterferien gilt diese Bestimmung nicht. In der Realität wird sich ein Halbtagsjob mit gleichzeitigem Studium jedoch nur unter großen Anstrengungen und extremer Selbstdisziplin verwirklichen lassen, so dass unter Umständen Euer Studium darunter leiden könnte. Die Regelung der 20 Stundengrenze pro Woche existiert daher im Sinne des Studierenden. Bezieher von Bafög dürfen im Bewilligungszeitraum pro Jahr 4.880 EUR brutto anrechnungsfrei hinzu verdienen. Dies entspricht einem monatlichen Betrag von 406,66 EUR. Wird dieser Betrag überschritten, erfolgt ein Bafögabzug. Außerdem werden bei der genannten Einkommensüberschreitung Sozialversicherungsabgaben fällig.

 

Kindergeld und Bafög

Seit 2012 wird Studenten bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres das Kindergeld unabhängig von Bafög -Leistungen gezahlt. Allerdings gilt auch hier, dass bei Überschreiten der Jahreseinkommensgrenze eine Reduzierung der Bafög-Zahlungen vorgenommen wird.

 

 

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Hinweise zur Bewerbung an der Universität

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