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Startseite Ratgeber Pferde Die Sporen beim Reiten und ihre Anwendungsarten

Pferderatgeber

Der Sporn und seine verschiedenen Anwendungsarten

Bild braune Reitschuhe mit Sporen Der Sporn ermöglicht eine punktuelle Hilfengebung. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Sporn wird das gebogene Metallstück genannt, das am Reitstiefel mit einem kleinen Rad oder Dorn befestigt ist und beim Reiten zum Einsatz kommt, damit die Schenkelhilfe unterstützt wird. Er wird auf zwei unterschiedliche Arten genutzt. Zum einen ist mit den Sporen eine deutlich genauere Signalgebung möglich als mit einem großflächigen Schenkeldruck und eine Verfeinerung des Reitens möglich. Zum anderen wird der Sporn auch eingesetzt, wenn das Pferd sich den Befehlen widersetzt. Je nachdem, wie der Sporn am Stiefel befestigt wird, handelt es sich um Anstecksporen, Anschnallsporen oder Anschlagsporen, die mit Riemen oder Dorn fixiert werden oder sich fest am Stiefel befinden.

Alles zur Beschaffenheit und Verwendung von Sporen

Sporen ermöglichen dem geübten Reiter eine noch präzisere Hilfengebung. Dressurreiter, Springreiter und auch Westernreiter greifen gerne auf dieses Hilfsmittel zurück. Zum Geländereiten sind Sporen normalerweise nicht nötig. Bevor ein Reiter Sporen anlegen darf, muss seine Grundausbildung abgeschlossen sein, die ihn befähigt die Sporen gezielt zu verwenden. Die Entscheidung hierüber trifft der Reitlehrer beziehungsweise der Ausbilder. Der Reiter sollte einen korrekten, ausbalancierten Sitz und ein ruhiges Bein haben.

Die Geschichte und die Entwicklung des Sporns

Bereits im Mittelalter wurde der Sporn als Reithilfe verwendet. Sie wurden sowohl von den Germanen als auch von den Kelten eingesetzt. Im Früh- und Hochmittelalter gab es in der Regel Stachelsporen in unterschiedlichen Ausführungen. Im 13. Jahrhundert wurden Radsporen verwendet, die sich jedoch erst im folgenden Jahrhundert verbreiteten. Der Sporn war neben dem Schwert der wichtigste Gegenstand eines Ritters. Vor allem im Kampf wurde der Sporn von Rittern verwendet, sodass die Pferde häufig unter blutigen Bäuchen litten. Auch im 15. Jahrhundert waren Radsporen im Gebrauch. Sie wurden häufig aus Messing, die Riemen aus Rindsleder gefertigt. Die Sporenräder besaßen Spitzen und ließen sich einfach drehen. Ein moderner Sporn wird heute zum Beispiel aus rostfreiem Edelstahl hergestellt. Sie können mit weichem Gummi überzogen sein, damit sie besser sitzen und in Kombination mit den Stiefeln elegant aussehen. Die Riemenführung des Sporns schont den Stiefel.

Zweck der Sporen

Bild mittelalterlicher Sporn Ein Sporn wird immer am Schuh befestigt.

Während Schenkelhilfen großflächig wirken, kann der Reiter mit Sporen auch punktuelle Hilfen geben. Sie dienen dazu, die Reiterhilfen gezielt zu verfeinern. Die Sporen werden am Schuh befestigt, sodass sich der Dorn auf mittlerer Höhe an der Ferse befindet. Bei normalem Sitz zeigen die Fußspitzen nach vorne, sodass die Sporen den Pferdebauch nicht berühren. Lediglich für gezielte Korrekturhilfen werden die Sporen sanft an den Bauch gedrückt, um dem Pferd in einzelnen Lektionen zu einer präziseren Ausführung der gestellten Aufgaben zu verhelfen. Auch um ein allgemein triebiges und unsensibles Pferd wieder auf die Hilfengebung zu sensibilisieren, können zeitweise Sporen eingesetzt werden, sie stellen jedoch keine Dauerlösung für das Problem dar. Durch den punktuellen Druck, den der Reiter mit dem Sporn an einer kleinen Stelle der Bauchmuskulatur ausübt, spannen sich die Bauchmuskeln des Pferdes reflexartig an. Das Anspannen der Bauchdecke hat eine Wölbung des Rückens zur Folge. Dadurch wird die Hinterhand aktiviert und es kommt zu einem vermehrten Untertreten der Hinterbeine, wenn der Sporn im richtigen Moment eingesetzt wird. Durch den Einsatz von Sporen läuft das Pferd versammelter und mit mehr Schwung. Es ist ein Irrglaube, dass das Pferd durch Sporen schneller läuft. Sie sollten lediglich impulsartig eingesetzt werden, da Reflexe durch konstante Reizung ermüden, wodurch die Pferde durch ein ständiges „Stochern“ abstumpfen. Für große Reiter mit langen Beinen auf kleinen Pferden sind Sporen sinnvoll, damit der Reiter Hilfen am Pferdebauch geben kann, ohne die Beine heraufzuziehen. Hierfür werden sogenannte Schwanenhalssporen verwendet.

 

Welche Spornarten gibt es?

Der Sporn mit geraden Dornen ist am Ende abgerundet oder abgeschrägt. Knopfsporen sind am Ende des Dorns mit einer Kugel ausgestattet, während Hammerkopfsporen wie ein Hammer geformt sind. Die schon erwähnten Schwanenhalssporen besitzen eine weiche Verrundung und schwanenhalsartige Dorne. Radsporen sind mit einem sich drehenden, flexiblen Rad ausgestattet, das vor dem Reiten im Hinblick auf freie Rotation getestet werden sollte. Sonnenradsporen stehen als verschiedene Modelle bereit. Sie unterscheiden sich in der Größe des Rads, Schärfe der Zacken und Form. Auch das Rad dieses Sporns sollte vor dem Reiten geprüft werden. Der Sporn mit Riffelung ist ein Steg, die an der Seite geriffelt sind, die am Pferd anliegt. Sie übernehmen die Aufgabe von herkömmlichen Dornenden. Walzensporen stehen in Form von Walzen oder Kugeln zur Verfügung, die am Pferd hinabgleiten.

Sporen zum Englischreiten

Sporen für Englischreiter bestehen aus Edelstahl. Für sicheren Halt am Stiefel oder Reitschuh sorgt der halbkreisförmige Teil, der um den Absatz gelegt wird. An den beiden Enden wird ein Riemen aus Nylon oder Leder befestigt, der Rist und Sohle umschließt und mit einer Schnalle jeweils auf der Außenseiten des Fußes stramm geschlossen wird. In der Mitte des halbkreisförmigen Metallstücks des Sporn befindet sich entweder eine kleine Erhebung unterschiedlicher Dimensionen oder ein kleines Rädchen. Zum Dressurreiter eignen sich grundsätzlich eher stumpfe Sporen, also kurze Sporen mit großem Durchmesser.

Sporen zum Westernreiten

Bild Westernstiefel mit Westernsporen Im Westernbereich haben die Sporen häufig ein Sternrad.

Westernreiter tragen häufig lange Sporen mit einem Sternrad. Diese sehen oft aus, als würden sie das Pferd verletzen. Das ist jedoch keineswegs der Fall, da die Sporen mit einem minimalen Hochziehen des Beines über den Pferdebauch gerollt werden. Der halbkreisförmige Befestigungsteil ist deutlich größer ausgeführt, sodass ein einfacher Lederriemen von den beiden Enden über den Fußrist zur Befestigung genügt. Auf Westernturnieren sind Sporen mit Sternrad Teil der Standardausrüstung. Die Größe des Sporenrads variiert, wobei größere Räder mit gerundeten Zacken sanfter sind als kleine Räder mit spitzen Zacken. Einen guten Westernreiter erkennt man daran, dass er zwar Sporen trägt, diese aber nicht einsetzen muss. Sein Pferd reagiert bereits auf das leise Klingeln der Sporen noch bevor das Sternrad den Pferdebauch überhaupt berührt. Wichtig bei den Sporen der Westernreiter ist jedoch darauf zu achten, dass sich die Rädchen immer leicht drehen lassen und nicht verklebt sind. Ist das der Fall, können die Spitzen den Pferdebauch tatsächlich verletzen.

Auswahl geeigneter Sporen

Grundsätzlich sollte immer zunächst auf die sanftesten Sporen zurückgegriffen werden, wenn überhaupt Sporen nötig sind, um das nächste Ausbildungsziel zu erreichen. Bei Radsporen gilt es zu Bedenken, dass ein blockiertes Sporenrad zu schweren Hautverletzungen beim Pferd führen können. Ansonsten sollte der gewählte Sporn zum Stiefel passen. Wird bereits beim ersten Anprobieren am Reitstiefel oder -schuh eine Druckstelle ersichtlich, dann ist es empfehlenswert zusätzlich zu den Sporen zwei schützende und abfedernde Überzüge aus Weichgummi zu erwerben. Dieser hat zudem den Vorteil, dass er den Reitstiefel vor Verkratzen schützt und den Sporen einen besseren Halt gibt.

Wo gibt es hochwertige Modelle und worauf müssen Sie beim Kauf achten?

Den richtigen Sporn kaufen Sie am besten in einem Geschäft für Pferdesport. Dort gibt es neben dem Sporn auch weitere Ausrüstungsgegenstände für den Reitsport. Auch im Internet gibt es verschiedene Shops, die sich auf den Handel mit Reitausrüstung spezialisiert haben. Sowohl im Geschäft vor Ort als auch im Internet werden Sie fachkundig beraten, wenn Sie Fragen zum Sporn haben. Die Länge des Sporns liegt zwischen 15 mm und mehreren Zentimetern. Welche Größe Sie verwenden, hängt von der Reitart und dem Größenverhältnis zwischen Ihnen und dem Pferd ab. Je kleiner Ihr Pferd ist, desto eher empfehlen sich Schwanenhalssporen, deren Dorn wie ein Schwanenhals geknickt ist und nach oben führt, damit Sie das Pferd berühren können, ohne Ihre Fersen hochzuziehen. Ein spitzer Sporn kann blutige Verletzungen bei Pferden verursachen, ein stumpfer Sporn kann allerdings Verletzungen unter der Haut verursachen. In Europa ist ein solcher Sporn jedoch auf Turnieren nicht erlaubt und wird generell nicht verwendet. Beim Dressurreiten wird in der Regel ein Sporn mit einem kurzen Dorn verwendet, der sich im Fersenbereich befindet. Rädchensporen werden ebenfalls eingesetzt. Diese stehen nur ein kleines Stück über dem Dorn, während die Zacken flach oder nicht vorhanden sind. Beim Westernreiten sind die Beine ausgestreckt. Dazu werden längere Sporen inklusive Sternräder verwendet, also Räder mit stumpfen Zacken. Sie werden am Absatz der Stiefel fixiert. Bei dieser Sportart gehört der Sternsporn zur Standardausrüstung der Reiter. Je größer das Rad des Sporns ist, desto sanfter wirkt er, da größere Räder leichter abrollen können.

Ausbildung eines Pferdes mit Hilfe von Sporen

Bild Sporen zum Englischreiten Vor der Verwendung von Sporen sollte bei Jungpferden ein gewisses Grundvertrauen aufgebaut werden.

Junge Pferde sollten anfangs noch nicht mit Sporen geritten werden. Bei ihnen ist das erste Ausbildungsziel vertrauen zu den Einwirkungen des Reiters zu entwickeln. Erst wenn ein solides Grundvertrauen aufgebaut wurde, können unangenehme Einwirkungen wie schärfere Gebisse, Reitgerten und Sporen auftrainiert werden. Auch hierbei gilt es zunächst das Vertrauen herzustellen und die Bedeutung der neuen Hilfe zu erlernen, bevor der Reiter die Hilfe einsetzen kann. Sporen, scharfe Gebisse und Reitgerten können keine fundierte Ausbildung ersetzen oder beschleunigen. Sie sind immer nur übergangsweise zu verwenden, bis die Lektion in der gewünschten Perfektion ausgeführt wird.

 

 

 

Reiten mit Sporen

Die Sporen werden erst unmittelbar vor dem Aufsteigen angelegt und sofort nach dem Absteigen wieder ausgezogen. Sie stellen eine Verletzungsgefahr für Reiter und Pferd dar, daher dürfen sie nur zum Reiten angelegt werden. Beim Aufsteigen ist besondere Vorsicht geboten, damit die Sporen nicht unbeabsichtigt den Pferdekörper touchieren. In dem Fall könnte das Pferd das Aufsteigen mit etwas Unangenehmen verknüpfen, sodass es versucht das Aufsteigen des Reiters zu verhindern. Dieselbe Falle lauert beim Reiten, wenn die Sporen beispielsweise jedes Mal beim Angaloppieren unbeabsichtigt benutzt werden. Daher sind Sporen den geübten Reitern vorbehalten und sollten nur unter Anleitung des Reitlehrers oder Ausbilders eingesetzt werden. Werden Sporen richtig eingesetzt können sie eine gute Hilfe sein, die Hilfen des Reiters gezielt zu verfeinern. Bei einem unsachgemäßen Gebrauch kann es jedoch beim Pferd zu Schmerzen kommen. Es kommt folglich immer auf den Reiter und dessen Einsatz der Sporen ein, ob sie ein sanftes Hilfsmittel sind.

Pflege und Lagerung des Sporns

Der Sporn benötigt keine besondere Pflege, da es aus Materialien wie Edelstahl oder Kunststoff hergestellt werden. In der Regel reicht es aus, sie mit einem feuchten Lappen zu reinigen und sie anschließend mit dem anderen Reitzubehör an einem trockenen Ort zu lagern. Ein Sporn aus Edelstahl kann hin und wieder mit einem speziellen Pflegemittel behandelt werden.

 

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