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Pferderatgeber

Bahnfiguren beim Reiten - Gymnastizierung des Pferdes

Welche Bahnfiguren gibt es?

Bahnfiguren des klassischen Reitens

Bahnfiguren bilden die Grundlage des klassischen Reitens. Sie definieren bestimmte Muster, die beim täglichen Training im heimischen Stall wie auch auf Wettbewerben in fremder Umgebung geritten werden. Als Orientierungshilfe und für die Abschätzung von Distanzen ist die Reitbahn an bestimmten Stellen mit den sogenannten Bahnpunkten gekennzeichnet. Bahnfiguren bilden neben gutem Sitz und ruhiger Zügelführung das Handwerkszeug jedes klassisch orientierten Reiters.

Begriffsdefinition Bahnfigur

Bahnfiguren oder auch Hufschlagfiguren genannt, werden im Wesentlichen durch die Bezeichnung der jeweiligen Bahnpunkte definiert. Aufgabe des Reiters ist es, sein Pferd mit den ihm zur Verfügung stehenden Hilfen aus Schenkeldruck, Gewichtsverlagerung und Zügelhilfen möglichst genau die vordefinierte Lauflinie entlang zu reiten.

Zweck der Bahnfiguren

Die verschiedenen Hufschlagfiguren eignen sich, um den Lernfortschritt bei Pferd und Reiter zu überprüfen. Jede neue Lektion muss in seinen einzelnen Bestandteilen gelernt, umgesetzt, geübt und perfektioniert werden. Dazu gehört das „Ausreiten der Ecken“ auf der ganzen Bahn ebenso, wie die korrekte Biegung auf gebogenen Linien und der Stellungswechsel beim Handwechsel. Je nachdem, welcher Aspekt für die aktuelle Trainingseinheit im Fokus steht, werden einfache Bahnfiguren geritten, bei der sich der Reiter auf einzelne Stellen konzentrieren kann oder anspruchsvolle Figuren, die eine Abfolge von zeitlich genau abgestimmten Wechseln darstellen.

Bahnpunkte als Orientierungshilfen für Bahnfiguren

Die kurzen Seiten werden mittig mit A und C beschriftet, die langen Seiten tragen in der Mitte die Buchstaben B und E. In der Mitte der gesamten Bahn befindet sich X, der jedoch keine Markierung hat. Anhand des Dachfirst der Reithalle und der Punkte B und E kann der Bahnmittenpunkt gut ermittelt werden. Den mittigen Punkt zwischen A und X bezeichnet man mit D, den mittigen Punkt zwischen X und C nennt man G. Diese beiden sind auf der 20x40 Meter großen Bahn jeweils die Zirkelmitten. Auf gleicher Höhe wie D werden die langen Seiten mit F und K bezeichnet, auf Höhe von G finden sich an der langen Seite die Bezeichnungen M und H. Das Dressurviereck trägt noch sechs weitere Bahnpunkte, die für höhere Lektionen benötigt werden, jedoch häufig nicht angeschrieben werden. Mit Hilfe der Bahnpunkte werden die Bahnfiguren genau definiert.

Hufschlag und Handwechsel

Als Hufschlag wird die einfachste Hufschlagfigur innen entlang der Außenbande bezeichnet. Dabei sind die Ecken auszureiten. Der äußere oder auch erste Hufschlag liegt direkt an der Bande, der zweite ein wenig mehr als eine Pferdebreite daneben nach innen verlagert, der dritte wiederum etwas mehr als eine Pferdebreite weiter innen. Die Reitrichtung wird als Hand bezeichnet. Wer auf der linken Hand reitet, hat die linke Hand auf der nach innen zeigenden Seite, wer auf der rechten Hand reitet, zeigt mit der rechten Hand zur Bahnmitte. Den Übergang vom Reiten auf rechter Hand zum Reiten auf linker Hand oder umgekehrt bezeichnet man als Handwechsel. Hierfür stehen einige Bahnfiguren zur Verfügung. Durch häufigen Handwechsel wird für eine gleichmäßige Belastung des Pferdes auf beiden Händen gesorgt.

Bahnfiguren auf geraden Linien geritten

Bei diesen Bahnfiguren gibt es meist zwei Wechselpunkte und eine gerade gerittene Linie. Für „Halbe Bahn“ wendet der Reiter sein Pferd am Punkt B oder E im rechten Winkel ab, reitet eine gerade Linie und wendet es beim Erreichen der gegenüberliegenden Bande nochmals in gleicher Richtung wie zuvor wieder auf den Hufschlag ab. Beim „durch die ganze Bahn wechseln“ erfolgt ein Handwechsel, indem bei einem der Punkte M, F, K oder H im flachen Winkel abgewendet wird, eine gerade Linie über den Bahnmittelpunkt geritten wird und schließlich beim Erreichen der gegenüberliegenden Bande wiederum in einem flachen Winkel auf den Hufschlag zurück geritten wird. Nahezu identisch hierzu ist „durch die halbe Bahn wechseln“, jedoch wird hier nicht über den Bahnmittenpunkt, sondern nach dem Abwenden bei M, F, K oder H auf gerader Linie entweder zu E oder B geritten. „Durch die Länge der Bahn wechseln“ beginnt bei A mit einem rechten Winkel, kreuzt den Bahnmittelpunkt und Endet bei C mit einem andersherum gerittenen rechten Winkel. Diese Figur kann auch in der anderen Richtung geritten werden. Eine Variante ist „durch die Länge der Bahn geritten“, wobei die gerittene Linie gleich bleibt, jedoch zum Ende kein Handwechsel erfolgt.

Bahnfiguren auf gebogenen Linien geritten

Zirkel können um die drei mittigen Punkte P, X und G geritten werden. Der Handwechsel „durch den Zirkel wechseln“ beschreibt ein S inmitten des aktuell gerittenen Zirkels. Mit „aus dem Zirkel wechseln“ wird bei X auf den jeweils anderen Zirkel gewechselt. Fortgeschrittene Übungen sind kleiner werdende „Volten“, die an nahezu jedem Bahnpunkt begonnen werden können. In der Ecke ausgeführt kann eine Volte mit einem Handwechsel verbunden werden, sodass daraus die Bahnfigur „aus der Ecke kehrt“ entsteht. „Schlangenlinien an der langen Seite“ entweder mit „einem Bogen“ oder mit „zwei Bögen“, sowie „Schlangenlinien durch die ganze Bahn orientieren sich primär an den Bahnpunkten F, B, M, K E und H.

 

   

 

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