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Ratgeberübersicht Nutztiere

Tierschutz - Wie Du Nutztiere vor der Hitze schützt

Nutztiere vor Hitze schützen Nutztieren kann die Hitze im Sommer schnell zum Verhängnis werden. (Einfach klicken zum Vergrößern).

Bist du auch schon einmal bei schönem Wetter in der Natur spazieren gegangen und hast dabei die Tiere auf dem Feld oder im Stall beobachtet? Hast Du darauf geachtet, ob diese Nutztiere genügend Möglichkeiten haben, sich vor der Hitze zu schützen? Dachtest Du Dir vielleicht sogar, dass die Armen keinerlei Schatten geboten haben, aber Du wusstest nicht, was zu tun ist? Dann lies Dir unseren Ratgeber bitte aufmerksam durch, um beim nächsten Mal bestens informiert zu sein. Wir sagen Dir mit Informationen der Stiftung VIER PFOTEN, wie Du eine tierunfreundliche Umgebung erkennst und was Du dagegen tun kannst.

Wie eine artgerechte Weidehaltung aussehen sollte

Der Weidegang ist ohne Frage sehr wichtig für die Nutztiere, auch wenn das Wetter einmal etwas wärmer oder kälter wird. Jedoch reicht dieser allein für das Argument einer artgerechten Haltung noch lange nicht aus. Es müssen auf der Weide (wie auch im Stall) bestimmte Vorschriften des Tierschutzes beachtet werden. Vor allem bei der starken Hitze im Sommer sind Unterstellmöglichkeiten unerlässlich. Diese können in vielerlei Formen bereitgestellt werden, beispielsweise in Form von Hütten, Weidezelten oder einfach ein paar Bäume. Diese sollten jedoch dicht genug sein, dass sie auch wirklich Schatten spenden. Oft reicht es schon aus, den Zaun der Weide ein Stückchen zu versetzen und so Bäume am Rand miteinzuschließen.

Worauf als Laie achten?

Bild Rinder beim Grasen auf der Weide Rinder sollten auf der Weide genügend Unterstellmöglichkeiten haben.

Sollten Sie einmal an einem Stall vorbeikommen und sich fragen, ob die Haltung der Nutztiere wirklich artgerecht abläuft, dann haben wir hier einige Merkmale auf die Sie in Zukunft achten können:

  • Haben die Tiere genügend Abkühlungsmöglichkeiten? - Vor allem Schweinen und Geflügel fehlt diese oft.
  • Sind alle dicht zusammengedrängt und können sich kaum bewegen, geschweige denn hinlegen?
  • Steht frisches Trinkwasser zur Verfügung, das nicht aussieht, als wurde es seit Tagen nicht ausgewechselt?
  • Sehen Sie bei starker Hitze einen beladenen Tiertransporter über einen längeren Zeitraum herumstehen?
  • Zeigen die Tiere eine erhöhte Atemfrequenz bzw. Hechelatmung?
  • Zeigt Geflügel eine Schnabelatmung (250 Hechler pro Minute) und lässt die Flügel dauerhaft gespreizt?

Was viele Menschen nicht wissen ist, dass Schweine nicht schwitzen können. Auf Grund dessen wird den Landwirten geraten eine Vernebelungsanlage zu verwenden. Außerdem sollten Tiertransporte in die Nacht verlegt werden oder nur mit eingeschalteter Klimaanlage stattfinden. Sollten Sie dennoch über einen längeren Zeitraum einen beladenen Tiertransporter stehen sehen, dann raten Nutztierexperten dazu, sofort die Polizei und die Feuerwehr zu rufen. In vielen Fällen kann den Tieren durch die rechtzeitige Abkühlung noch geholfen werden.

Wichtige Hitzeschutzmaßnahmen speziell nach Tierart (analog TVT)

Nachfolgend haben wir (analog zur Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V.) einige wichtige Hitzeschutzmaßnahmen zur Vermeidung von Hitzeschäden nach den unterschiedlichen landwirtschaftlichen Nutztieren für euch zusammengetragen. Diese Informationen dienen vor allem den Landwirten, um für eine artegerechte Haltung zu sorgen. Doch auch als Außenstehender kann es wichtig sein, die Kriterien zu kennen, um Fehlhaltungen im Fall der Fälle zu erkennen oder um sich einmal bewusst zu werden, wie viel Arbeit eigentlich hinter einem artgerecht geführten landwirtschaftlichen Betrieb steckt.

Hitzeschutzmaßnahmen für Schweine

Bild Ferkel im Heu Schweine können nicht Schwitzen und benötigen deshalb besondere Fürsorge bei Hitze.

Vor allem Schweine in der Endmast, die schwerer als 30 kg sind, können auf Grund der Speckdicke höhere Umgebungstemperaturen (ab ca. 28 °C) nicht kompensieren. Anzeichen dafür sind eine erhöhte Atemfrequenz bzw. Hechelatmung und eine gesteigerte Wasser- und erniedrigte Futteraufnahme der Schweine. Den Nutztieren sollte ein seitliches gestrecktes Abliegen auf feuchtem oder anderen wärmeableitenden Flächen ermöglicht werden. Dafür wird eine Bodenflächen von mindestens 1 m² erforderlich. Sollte dies nicht gewährleistet werden können, dann muss auf anderem Wege für die Kühlung der Schweine gesorgt werden. Dabei sollte erwähnt werden, dass eine zu hohe Stalltemperatur nicht nur untragbar für die Schweine ist, sondern auch zu einer verringerten Fruchtbarkeitsleistung der Säue führen kann.

Maßnahmen die von den Landwirten zur Wärmereduktion genutzt werden können, sind die Befeuchtung des Stallbodens oder die Installation von Duschen. Eine Verneblung des Wassers zu feinsten Tröpfchen stellt dabei eine besonders gute Lösung dar. Durch bautechnische Maßnahmen (wie z.B. Dämmungen), entsprechende Luftzufuhren und zusätzliche Kühleinrichtungen im Stall, können ebenfalls Hitzeschäden vermieden werden.

Hitzeschutzmaßnahmen für Rinder

Auch Rinder neigen auf Grund des kleinen Verhältnisses von Körpervolumen zu Körperoberfläche unter erhöhten Temperaturen. Schon 25 °C können zu einer verminderten Futteraufnahme und damit zu verminderter Milch- und Zuwachsleistung führen. Auch hier gilt, dass vor allem Kühe und Bullen in der Endmast einer besonderen Pflege bedürfen. Es sollte immer für ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stehen und durch zusätzliche Belüftung die Wärmeabgabe gefördert werden. Auch die regelmäßige oder auch dauerhafte Öffnung der Stalltore kann Abhilfe schaffen.

Auf der Weide können die bereits genannten Hütten und Weidezelte eingesetzt werden, um Schatten zu spenden. Diese sind im Fachhandel erhältlich und können mit etwas Hilfe einfach aufgestellt werden. Im Normalfall wird hierbei keine extra Genehmigung oder ähnliches benötigt, sofern die gesetzlichen Vorgaben der maximalen Dachfläche nicht überschritten werden. Dies kann jedoch ohne viel Aufwand bei der jeweiligen Behörde des zuständigen Bundesamtes angefragt werden. Werden die Nutztiere nur zeitweise und nicht ganzjährig auf der Weide gehalten können auch nur Windbrechnetze oder Tarnmatten angebracht werden, um für Schatten zu sorgen, wenn keine anderen Schattenspender vorhanden sind. Bei sehr starker Hitze sollten die Tiere über die Mittagszeit in den Stall gebracht werden.

Hitzeschutzmaßnahmen für Geflügel

Die sogenannte Schnabelatmung kann ein Anzeichen für eine Überhitzung der Nutztiere sein. Hierbei weist das Geflügel ein Hecheln mit etwa 250 Atemzügen pro Minute auf. Außerdem spreizen die Tiere dauerhaft ihre Flügel, um sich abzukühlen; die Futteraufnahme verringert sich, die Wasseraufnahme erhöht sich. Ab 35 °C und einer Luftfeuchtigkeit von über 75 % kommt es sogar sehr Häufig zu Todesfällen.

Jungmasthühner und Legehennen

Bild Hühnerhaltung im Stall Bei den verschiedenen Geflügelarten gibt es teils unterschiedliche Methoden zur Hitzereduktion.

Bewährt haben sich bei Jungmasthühnern und Legehennen Luftduschen, welche auf einem Drittel der Stallfläche angebracht werden und bei Temperaturen über 26 °C mit einer Luftgeschwindigkeit von 3 bis 6 m/s betrieben werden. Zudem sollte eine Befeuchtung der Zuluft bereits stattfinden, wenn Höchsttemperaturen zu erwarten sind. Dadurch kann die Temperatur im Stall um bis zu 5 °C gesenkt werden. Hierbei muss allerdings die Luftfeuchtigkeit beachtet werden, da diese nicht über 50 % liegen darf.

Eine direkte Befeuchtung des Geflügels oder dessen Einstreus ist zu vermeiden und die relative Luftfeuchte im Stall sollte immer unter 80 % liegen. Ein besonders ruhiger Umgang mit den Tieren ist von Vorteil, um eine unnötige Belastung zu vermeiden. Außerdem kann ihnen etwas Vitamin C in das Trinkwasser gemischt werden, da dieses Häufig positive Wirkung zeigt.

Puten und Pekingenten

Wenn die Stallluft bei dieser Art Geflügel befeuchtet wird, dann muss darauf geachtet werden, dass die relative Luftfeuchte 70 % nicht übersteigt. Eine Möglichkeit den Kreislauf der Puten und Pekingenten zu entlasten, wäre das Futter vor den Tageshöchsttemperaturen zu entfernen und somit die Futteraufnahme zu verhindern. Das Futter wird dann erst in den kühleren Abend- und Nachtstunden wieder uneingeschränkt zur Verfügung gestellt. Das Wasser sollte jedoch zu keiner Zeit entfernt werden. Es sollten außerdem regelmäßige Kontrollgänge durchgeführt werden, bei denen die Puten und Pekingenten zusätzlich zum Aufstehen animiert werden sollten, um angestaute Wärme abzuführen. Dabei sollte jedoch Unruhe im Stall vermieden werden.

Warum Tierschutz so wichtig ist

Der Tierschutz setzt sich schon seit vielen Jahren für das Wohl unserer Tiere ein. Nicht nur für Haustiere, sondern auch für alle anderen Tiere auf diesem Planeten. Von der kleinen Spitzmaus im Wald über unsere Vierbeinigen Freunde auf dem Sofa bis hin zu den Nutztieren auf den Weiden. Im Laufe der Jahre konnten schon viele Siege für den Tierschutz eingefahren und viele Projekte in die Tat umgesetzt werden. Außerdem wird das Tierschutzgesetz stetig überarbeitet und überwacht. Dennoch gibt es noch viele weitere Maßnahmen zu ergreifen, um das immer weitere Aussterben bestimmter Tierarten zu verhindern. Jeder kann und sollte helfen und niemand sollte einfach die Augen verschließen, denn schon mit wenig kann sehr viel erreicht werden. Die Tierschützer- und Schützerinnen sind um jede Hilfe froh. Schon ein kleiner Anruf könnte ein Tier retten.


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Bildquellen:
Bild 1: © markt.de
Bild 2: © Pixabay.com / Pixel-Sepp
Bild 3: © Pixabay.com / PublicDomainPictures
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