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Katzenratgeber - Tipps, Hilfe und Ideen rund um Katzen

Kastration von Katzen - alles zum Thema Verhütung

Katze mit Katzenbabys In vielen Gemeinden in Deutschland unterliegt die Katze der Kastrationspflicht

Die Kastration der Katzen bietet eine Vielzahl an Vorteilen und sollte von jedem Katzenbesitzer, der nicht züchten möchte. Sie sollte bei einem Tierarzt durchgeführt werden, um die explosionsartige Vermehrung bei frei laufenden Katzen zu vermeiden. Denn eine geschlechtsreife Katze kann pro Jahr bis zu drei Mal Junge bekommen. In mehr und mehr Gemeinden wird eine Kastrationspflicht bei freilaufenden Hauskatzen eingeführt. Dort müssen Katzenbesitzer den Kater und auch die Katze kastrieren, wenn Sie nicht mit empfindlichen Strafen rechnen wollen. Zum Wohl der Katze und ungewollter Nachkommen sollten sich Tierfreunde bundesweit gründlich mit diesem Thema befassen.

Voruteile

Häufig haben Katzenbesitzer das Vorurteil, dass ihre Katze nach einer Kastration wegen der fehlenden Geschlechtshormone stark an Gewicht zunehmen würde. Diese Gewichtszunahme wird jedoch eher durch eine falsche Ernährung begünstigt, da kastrierte Katzen dazu neigen, mehr zu fressen. Auch eine starke Veränderung des Verhaltens kann nicht bestätigt werden. Ebenso konnte bisher nicht wissenschaftlich bewiesen werden, dass die Frühkastration zu einem erhöhten Risiko in der Bildung von Harnsteinen führt.

Welche Gründe sprechen für eine Kastration?

medizinische Gründe

Solange eine zeugungsfähige Katze nicht gedeckt wird, durchleidet sie die Rolligkeit immer wieder, sodass die Gefahr einer Dauerrolligkeit besteht. Dadurch verändert sich die Hormonproduktion, wodurch es häufiger zu einem Gesäugekrebs oder Gebärmuttererkrankungen kommt. Ein weiterer Grund, der für eine Kastration spricht, ist das oben bereits erwähnte Revierverhalten. Ist das Tier sehr gestresst führt dies unteranderem zur Unsauberkeit der Katze, Gewichtsabnahme von Katzen sowie dem Harnmakieren der potenten Kater. Außerdem haben Katzen, bei denen eine Kastration durchgeführt wurde eine deutlich höhere Lebenserwartung.

Verschmuster und Verspielter

Katze auf der Jagd Durch die Kastration können sich die Katzen viel intensiver auf die Jagd konzentrieren.

Die Katzen werden nach der Kastration anhänglicher, verschmuster und halten sich mehr in der Nähe ihrer gewohnten Umgebung auf, da sie ihr Revier deutlich verkleinern und sich somit der Aktionsradius verringert. In vielen Fällen ist nach einer Frühkastration auch der Spieltrieb der Katzen ausgeprägter. Sogar Wohnungskatzen profitieren von einer Kastration, da keine ungewollte Trächtigkeit mehr droht und somit auch zwei Katzen gehalten werden können. Der Jagdtrieb leidet nicht durch eine Kastration, sondern die Katzen können sich vielmehr intensiver auf die Jagd konzentrieren, ohne vom Sexualtrieb abglenkt zu werden.

Katzenpopulation steigt an

Doch nicht nur medizinische Gründe sprechen für eine Kastration. Die Katzenpopulation wächst stetig an. Relevant ist eigentlich nur die Frage was dies für unsere Katzen bedeutet. Ein Herrchen oder Frauchen kann sich um ein Kätzchen kümmern und es lieben. Zwei Katzen sind in dieser Hinsicht auch noch in Ordnung. Ab der Dritten und Vierten wird es allerdings schon schwieriger. Das Verhältnis zwischen Katzenbesitzer oder Katzenliebhaber und der Anzahl der Tiere wird immer dichter. Die Ursache dafür, dass sich die Katzen so schnell vermehren ist der, dass sie genetisch in der Lage sind jährlich 3 mal eine Vielzahl von Jungtieren zu erzeugen. Wenn man davon ausgehen würde, dass eine Katze 16 Jahre alt wird und pro Geburt 4 Jungen zur Welt bringt, sind das immerhin 192 neue Katzenbabys. Das ist ein ziemlich hohes Gesamtpotential.

Immer mehr Straßenkatzen

Schlimmer noch trifft es die Freigänger. Katzen sind relativ oft in der Nacht unterwegs. Zu den dunklen Stunden kommt es in der Regel zur Paarung. Dabei geben sie ihre speziellen Rufsignale ab, um ein Männchen beziehungsweise ein Weibchen anzulocken. Die Wahrscheinlichkeit dass das Weibchen beim ersten Mal direkt schwanger wird, liegt bei über 90%. Innerhalb von wenigen Wochen gebärt sie ihre Jungtiere. Die Population der Straßenkatzen wächst also stark an. Ein Großteil der Jungtiere überleben die ersten Tage nicht, schon gar nicht in den Wintermonaten. Die Restlichen werden zu meist entdeckt und in ein Tierheim gebracht. Allerdings sind die Tiersammelstationen bereits weltweit überfüllt. Immer wieder wird der "unerwünschte" Nachwuchs ausgesetzt oder ins Tierheim abgeschoben, solches Leid gilt es zu verhindern! Auch die Futterstellen der ausgesetzten und verwilderten Katzen werden immer größer und größer, verbunden mit allen Problemen, die eine solche Futterstelle mit sich bringt: Krankheiten, Hunger, weitere unkontrollierte Vermehrung und oft ein elender Tod.

Das richtige Alter

In welchem Alter die Kastration bei Katzen durchgeführt werden sollte, ist sehr umstritten. Tierschutzorganisationen empfehlen eine Frühkastration bei Freigängern vor Eintritt der Geschlechtsreife. Gegner der Frühkastration hingegen befürchten, dass sich dieser Eingriff negativ auf die Gesundheit der Tiere auswirken könnte. Denn Kätzinnen werden bereits im Alter von etwa vier Monaten kastriert, während die Geschlechtsreife bei Katern später eintritt, sodass der Eingriff im Alter von fünf bis zehn Monaten erfolgt. Als Hauptgrund gegen eine Frühkastation wird angeführt, dass die Tiere in ihrer Entwicklung gestört würden.

Was passiert bei einer Kastration?

Bei einer Kastration werden die Drüsen operativ entfernt, sodass keine Sexualhormone mehr produziert werden können. Im Zuge der Operation werden dem Männchen die Hoden und dem Weibchen in der Regel die Eierstöcke entfernt werden. Die Sexualhormone einer Katze steuern ihren Sexualzyklus, die Rolligkeit. Bei Katern sind diese Hormone für die Zeugungsfähigkeit sowie für ihr ausgeprägtes Revierverhalten verantwortlich. Dieses Revierverhalten zeigt sich bei Freigängern durch Revierkämpfe mit anderen Katern und dem ständigen markieren mittels Urin. Doch vorsicht! Nicht nur Freigänger kennzeichnen ihr Revier, bei Hauskatern besteht ebenfalls die Gefahr. Sie urinieren dann häufig in bestimmte Ecken.

Ablauf der Kastration

Kastration einer Katze Vor dem Eingriff darf die Katze bis zu 2 Stunden vorher noch Wasser zu sich nehmen.

Katzen sollten am Operationstag wegen der Narkose ungefähr 8-12 Stunden nüchtern sein, um den Ablauf der Operation nicht unnötig zu erschweren. Bis zwei Stunden vor dem Eingriff dürfen die Tiere noch Wasser trinken. Katzenbesitzer sollten sich am Tage der Operation frei nehmen, um den Stresspegel für das operierte Tier möglichst niedrig zu halten und ihm eine Erholung in gewohnter Umgebung zu ermöglichen. Bei der Kastration handelt es sich um einen Routineeingriff, der sich jedoch je nach Geschlecht des Tieres unterscheidet.

Eingriff bei Katern

Katern wird während des Eingriffs unter Narkose der Hoden entfernt. Hierzu werden um den Hodensack die Haare entfernt, das Operationsfeld desinfiziert und die Geschlechtsorgane freigelegt. Um mögliche Blutungen zu vermeiden, werden die Geschlechtsorgane zunächst abgebunden und anschließend entfernt. Ein Vernähen der Wunde ist in der Regel nicht erforderlich, da die Wunde von selbst recht gut verheilt. Innerhalb von ein paar Wochen bildet sich der Hodensack fast komplett zurück.

Eingriff bei weiblichen Katzen

Der Ablauf der Kastration von Kätzinnen ist grundsätzlich ähnlich, jedoch ist die Entfernung der Eierstöcke aufwendiger. Kätzinnen sollten zum Zeitpunkt der Operation nicht rollig sein, damit eine mögliche Nachblutung vermieden wird. Zunächst wird die Bauchdecke ca. 1-2 cm geöffnet und die Geschlechtsorgange vor ihrer Entfernung ebenfalls freigelegt und abgebunden. Die Wunde wird in drei Schichten verschlossen. Dazu wird die Bauchdecke zunächst mit Fäden, die selbstauflösend sind, vernäht. Die oberste Hautschicht wird entweder geklammert oder vernäht, wobei die Entfernung der Nähte dann ungefähr 10 Tage später erfolgt. Manchmal kann es vorkommen, dass die Kastration an der Flanke durchgeführt wird.

Nach der Kastration

Bereits kurze Zeit nach der Kastration können die operierten Katzen nach Hause entlassen werden, um sich im gewohnten Umfeld von dem Eingriff zu erholen. Dafür sollte ein warmes und ruhiges Plätzchen hergerichtet werden, da Katzen nach der Narkose auf Kälte und Geräusche empfindlich reagieren können. Da sie nach der Narkose auch noch etwas wackelig auf den Beinen sein können, sollte das Treppen steigen vermieden werden und auch keine Hindernisse im Weg stehen, an denen sich das frisch operierte Tier verletzen könnte. Die erste Nahrung sollten die Katzen erst dann zu sich nehmen, wenn sie wieder klar bei Sinnen sind. So sollte bei einem Einriff am Vormittag frühestens in den Abenststunden eine kleine und gut verträgliche Portion bereit gestellt werden. Lediglich das Wasser sollte für Katzen jederzeit erreichbar sein. Das Tier sollte im Auge behalten werden, denn es darf nicht an der Wunde knabbern oder lecken. Dazu sollten Katzen, die sich häufig draußen aufhalten, nach der Kastration ein paar Tage im Haus gehalten werden. Da Katzen nach einer Kastration deutlich mehr fressen, sollte die Ernährung entsprechend umgestellt werden, damit es nicht zu einer starken Gewichtzunahme kommt.

Kastrationspflicht von Hauskatzen wird in vielen Städten und Gemeinden in Deutschland eingeführt

Seit einigen Jahren führen Städte wie Bonn, Bremen, Bremerhaven und Rostock sowie viele weitere Gemeinden in Deutschland eine Kastrationspflicht für freilaufende Hauskatzen ein. Zuwiderhandlungen werden mit Strafen bis zu 1.000 Euro belegt. Ziel ist es, die unkontrollierte Vermehrung von frei lebenden Katzen zu unterbinden. Tierschützer schätzen, dass etwa 4.000 Streuner allein in Bremen leben - viele von ihnen in einem erbärmlichen gesundheitlichen Zustand. In 169 Gemeinden und Kreisen von Niedersachsen, 69 Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen und den nachfolgenden Gemeinden in anderen Bundesländern wurde bereits eine Kastrationspflicht eingeführt:

Katze beim Tierarzt Bei Zuwiderhandlungen gegen die Kastrationspflicht können Strafen bis zu 5000 € erhoben werden.
  • Arnstadt (Thüringen)
  • Bad Dürrenberg (Sachsen-Anhalt)
  • Bremen
  • Bremerhaven (Bremen)
  • Hessisch-Lichtenau (Hessen)
  • Jena (Thüringen)
  • Luckenwalde (Brandenburg)
  • Radeberg (Sachsen)
  • Rostock (Mecklenburg-Vorpommern)
  • Schleusingen (Thüringen)
  • Worms (Rheinland-Pfalz)

Eine bundesweite Kastrationspflicht von Katzen wurde außerdem in Österreich eingeführt. Internationale Tierschutzvereine bemühen sich eine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen im EU-Recht zu verankern.

Welche Verhütungsmethoden gibt es außer der Kastration?

Für Tierbesitzer, die sich trotz dieser Gründe gegegen eine Kastration entscheiden, gibt es eine weitere Möglichkeit, die Trächtigkeit ihrer Katze zu verhindern. Dabei handelt es sich um eine Anti-baby-Pille speziell für Katzen. Solch ein pharmakatisches Mittel ist sehr neu und noch in medizinischer Überprüfung. Mit Hilfe dieser Tabletten wird die Rolligkeit der Katze unterdrückt.

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