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Kaninchenaufzucht - Tipps für Kaninchenzüchter

Grafik Kaninchenaufzucht Die Familie der Kaninchen sollte keinerlei Defizite oder Krankheiten aufweisen. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Sie sind süß, wuschelig und sind als Haustiere in Deutschland sehr beliebt: Kaninchen. Diese zur Gattung der Hasen gehörenden Tierchen erfreuen sich seit jeher sehr großer Beliebtheit und immer mehr Menschen möchten sie selber züchten. Was es bei der Kaninchenzucht alles zu beachten gibt, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Umfassende Hinweise zur Kaninchenaufzucht

Wer professionell Kaninchen züchten möchte, muss einiges beachten. Als Züchter benötigen Sie umfassende Kenntnisse, um gesunde Jungtiere aufzuziehen, die keine genetischen Defizite und Krankheiten aufweisen. Es ist daher unbedingt davon abzuraten, als unerfahrener Hobbyzüchter zwei Tiere nach Gutdünken zusammenzusetzen. Als Alternative bleibt es Ihnen überlassen, einen Züchter aufzusuchen, der Ihnen zwei passende Kaninchen auswählt und prüft, ob diese gesund sind und genetisch zusammenpassen. Mit einem solchen fachmännischen Rat sind Sie dann auf der sicheren Seite.

Zudem sollten Sie wissen, dass der Nachwuchs bei Kaninchen meist unverhofft kommt. Züchten Sie also Kaninchen, sollten Sie sich darauf einstellen, dass Nachwuchs sehr schnell kommen kann. Seien Sie darauf vorbereitet und treffen Sie entsprechende Maßnahmen. Um eine unerwünschte Vermehrung zu verhindern, sollten Sie den Rammler früh genug von dem Weibchen trennen.

Gesundheit

Voraussetzung für die Zucht ist, dass beide Elternteile gesund und kräftig sind. Somit wird das Risiko des Weitervererbens von Krankheiten vermindert. Die Kaninchen sollten keine Zahnschäden aufweisen und frei von Parasiten sein. Achten Sie ebenso auf die vorangegangenen Generationen der Familie: Finden sich innerhalb der Familie vermehrt Krankheiten vor, ist das Kaninchen für die Zucht nicht geeignet. Inzucht gilt es zu vermeiden.

Haltung und Pflege

Pflege des Muttertiers

Grafik Kaninchenstall selber bauen Die Größe des Stalls können Sie auf die Bedürfnisse der Kaninchen anpassen. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Sorgen Sie bereits in der Vorbereitungsphase für ausreichend Platz für den Nachwuchs. Die Häsin und die Jungen benötigen ein Gehege von mindestens 4,5 m². Auch ein Häuschen in ausreichender Größe ist nötig. Die Wurfkiste sollte mindestens 40 x 40 cm groß sein und einen abnehmbaren Deckel haben. So können Sie im Notfall kontrollieren, ohne erheblich zu stören.

Das Gehege muss so strukturiert sein, dass die Häsin sich Freiraum verschaffen kann, wenn die Jungen älter geworden sind. Andernfalls besteht die Gefahr von Verhaltensstörungen, die an die Jungtiere weitergegeben werden. Auch brauchen die Jungen ausreichende Fläche für Auslauf, um ihre Muskulatur zu stärken. Aufgrund des erhöhten Eiweiß-, Vitamin- und Mineralbedarfs müssen Sie dem Weibchen eine ausgewogene Kost mit viel Grünfutter anbieten. Für den Kohlenhydratbedarf ist zudem getrocknetes Gemüse wichtig.

Pflege der Jungtiere

Ist das Muttertier nach der Geburt wohl auf, so müssen Sie sich als Halter nicht um die Ernährung und Fütterung der Jungtiere kümmern. Diese werden von dem Muttertier gesäugt und erhalten durch die nährstoffreiche Muttermilch alle Vitamine, die Sie benötigen. Sorgen Sie nur dafür, dass das Gehege entsprechend groß ist und den kleinen Kaninchen genügend Platz zum Auslauf bietet. Um dies zu gewährleisten, können Sie alternativ auch selbst einen Kaninchenstall bauen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie das geht und erhalten eine Anleitung.

Neben der richtigen und ausreichend großen Unterbringung spielt auch die Säuberung dieser eine große Rolle. Stellen Sie sicher, dass der Stall frei von Kot und dergleichen ist und die Einstreu regelmäßig gewechselt wird. So verhindern Sie, dass Bakterien entstehen und die Jungtiere oder auch das Muttertier krank werden.

Paarung, Schwangerschaft & Geburt

Paarung

Bild Kaninchenzucht Jungtiere Ist die Mutter verstorben, müssen Sie sich um die Versorgung der Kaninchen kümmern.

Weibchen sind ab dem achten Monat zuchtreif, Rammler schon ab dem sechsten Monat. Das Weibchen sollte bei seiner ersten Befruchtung nicht älter als zwei Jahre alt sein, da das Becken ab einem gewissen Lebensalter unelastisch wird. Nach erfolgreicher Vergesellschaftung wird es unabhängig von Brunstperioden früher oder später zur Paarung kommen.

Schwangerschaft

Das Feststellen der Schwangerschaft kann für Laien sehr schwierig sein; oft wird diese erst kurz vor der Geburt erkannt. Anzeichen sind ein steigendes Gewicht und dass das Weibchen mehr frisst als sonst und ein Wurfnest baut. Auch kann sich das Wesen des Kaninchens stark verändern. Die Tragezeit beträgt ca. 28 bis 33 Tage. Während der Schwangerschaft sollte Stress unbedingt vermieden werden. Je nach Rasse werden zwischen einem und zehn Jungen geboren.

Geburt

Die Geburt findet meist in der Nacht oder morgens statt. Kontrollieren Sie ein paar Stunden danach das Nest und entfernen Sie etwaige Totgeburten und Nachgeburten, die nicht verzehrt wurden. Das Weibchen ist schon kurz nach der Geburt, spätestens ein paar Tage später wieder deckreif. Es ist daher ratsam, den Rammler schon vor der Geburt von dem Weibchen zu trennen.

Entwicklung

Bild Kaninchenzucht Entwicklung Nach circa 12 Tagen ist das Fellkleid der Kaninchen ausgebildet.

Achten Sie besonders in der ersten Zeit darauf, dass die Mutter Ihren Pflichten nachkommt. Wichtig ist, dass sie ein Nest gebaut hat und die Jungen nicht frei irgendwo herumliegen. Morgens sollten die Bäuche der Jungen dick gefüllt sein, weil sie zu dieser Tageszeit gesäugt werden. Dass die Mutter das Nest tagsüber verlässt, ist noch kein Grund zur Sorge. Nach circa zehn bis zwölf Tagen öffnen die Jungen die Augen. Dann sollte auch das Fellkleid ausgebildet sein.

Ab der vierten Woche werden sie das Nest verlassen und die Umgebung erkunden. Sie beginnen dann, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Ab der sechsten bis achten Woche sind die Jungtiere selbstständig und werden nicht mehr gesäugt. Allerdings sollte man sie erst frühestens ab der zehnten Woche abgeben, weil sie in der Zeit noch Sozialverhalten von der Mutter lernen. Um Probleme bei späteren Vergesellschaftungen zu vermeiden, sind auch die letzten Wochen entscheidend.

Handaufzucht

In Fällen, in denen das Muttertier den Nachwuchs nicht annimmt oder aufgrund von Komplikationen bei der Geburt stirbt, müssen Sie als Halter die Versorgung übernehmen. Da die kleinen Kaninchen so keine Milch von der Mutter erhalten, müssen Sie für eine Alternative sorgen. Hierfür eignet sich eine nährstoffreiche Katzenaufzuchtmilch, welche beim Tierarzt erhältlich ist. Mit dieser sollten Sie die Kaninchenbabys 4 bis 6 mal am Tag füttern. Allerdings sollte die Milch nicht pur, sondern mit Fenchel- oder Kamillentee verdünnt gegeben werden – am besten im Verhältnis 1:2. Achten Sie außerdem darauf, dass die Milch die richtige Temperatur hat – circa 37 Grad sind optimal. Ist die Milch hingegen kälter, riskieren Sie, dass die kleinen Kaninchen Verdauungsprobleme bekommen. Der beste Weg, das Kaninchen zu füttern, ist mithilfe einer kleinen Einwegspritze. Hier gilt es zu beachten, dass die Hände immer frisch gewaschen sind um die Übertragung von Bakterien oder Infektionen zu vermeiden.

Fazit

Bild Kaninchenzucht Kamillentee Mischen Sie die Milch mit Kamillentee im Verhältnis 1:2.

Möchten Sie nun Kaninchen selber züchten, so gilt es einige Dinge zu beachten. Vorab sollten Sie sicherstellen, dass die Familie der Kaninchen keinerlei Krankheiten oder Defizite aufweist. So gewährleisten Sie, dass die Jungtiere gesund sind. Achten Sie darauf, dass der Stall genügend Platz für die Mutter und die Jungtiere bietet. In der Regel kümmert sich nach der Geburt der kleinen Kaninchen die Mutter um diese. Ist das nicht der Fall, so müssen Sie sich als Züchter um die Versorgung der Kaninchen kümmern. Für die Fütterung eignet sich hier warme Katzenaufzuchtmilch, die mit Kamillen- oder Fencheltee vermengt wird.

Wir hoffen, dass Ihnen dieser Ratgeber weitergeholfen hat und wünschen Ihnen viel Spaß und Freude bei der Kaninchenaufzucht.

 

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