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Hunde-Ratgeber

Tipps & Ratgeber: Kampfhunde - Welche Hunde sind verboten?

Eine Einführung zum Thema Kampfhunde

Bild American Staffordshire American Staffordshire-Terrier zählen in Deutschland zu den Kampfhunden.

In den letzten Jahren dominierten Berichte über sog. „Kampfhunde“ die Medienlandschaft. Angefallene Menschen, häufig auch Kinder, machten neue Regelungen zum richtigen Umgang mit diesen Tieren und weiteren Schutz dringend notwendig. Sowohl der Bundestag, als auch die Länderparlamente beschlossen strenge Richtlinien im Bezug auf Haltung, Erziehung und Zucht von „Kampfhunden“, um ähnlich tragische Vorfälle in Zukunft ausschließen zu können. Aber welche Rassen gehören überhaupt zu den „Kampfhunden“? Welche Rechtsgrundlagen müssen Sie beachten? Inwiefern unterscheiden sich die Regelungen der einzelnen Bundesländer? Wir versuchen Ihnen einen detaillierten Überblick zu ermöglichen und alle wichtigen Fragen zu erörtern.

Bundesweite Regelungen

Am 12. April 2001 beschloss die Bundesregierung das „Gesetz zur Beschränkung des Verbringens oder der Einfuhr gefährlicher Hunde in das Inland“, welches den Import bestimmter Hunderassen regelt. § 2, Absatz 1 dieser Verordnung schreibt vor, dass der Pitbull-Terrier, der American Staffordshire-Terrier, der Staffordshire-Bullterrier, der Bullterrier sowie Kreuzungen dieser Rassen untereinander im gesamten bundesdeutschen Gebiet nicht importiert werden dürfen. Wer entsprechende Tiere dennoch einführt, riskiert hohe Geld- und Freiheitsstrafen. Neben dieser bundesweiten Regelung existieren länderspezifische Gesetze; die Rechtsprechung der einzelnen Bundesländer gleicht einem Flickenteppich.

Grundsätzliche Länderrechtsprechung

Abgesehen von Niedersachsen und Thüringen führen alle übrigen Bundesländer Listen, auf denen sich „Kampfhunde“ oder gefährliche Hunde finden. Die Anzahl der als gefährlich eingeschätzten Hunderassen schwankt stark: Sachsen definiert beispielsweise drei Hunderassen als gefährlich, während Bayern mit 19 Hunderassen die längste Liste führt. Die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen unterscheiden zwischen gefährlichen (Kategorie I) und potenziell gefährlichen Hunden (Kategorie II). In Berlin, Bremen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein existiert eine solche Unterscheidung nicht.

Die Unterscheidung verschiedener Kategorien ist wiederum länderspezifisch. Am Beispiel Bayern wird dies exemplarisch erörtert: Bei Hunderassen der Kategorie I (American Staffordshire-Terrier, Bandog, American Pitbull-Terrier, Staffordshire Bullterrier, Tosa Inu) werden pauschal Eigenschaften eines Kampfhundes vermutet. Es ist fast unmöglich einen Hund dieser Kategorie zu halten, da Sie neben Sachkunde und einem polizeilichen Führungszeugnis auch ein sog „berechtigtes Interesse“ nachweisen müssen. Bei Hunderassen, die der Kategorie II (Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Bullterrier, Cane Corso, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario, Perro de Presa Mallorquin, Rottweiler) angehören, ist ein Wesenstest möglich, der die Ungefährlichkeit beweist.

Der Wesenstest für Ihren Hund

Wenn Sie einen als potenziell gefährlich eingeschätzen Hund halten möchten, müssen Sie neben einem polizelichen Führungszeugnis und einem Nachweis Ihrer Sachkunde auch einen Wesenstest für Hunde durchführen lassen. Dieser ist in drei Abschnitte unterteilt; in jedem muss der Hund verschiedene Herausforderungen meistern, während Experten das Verhalten gegenüber Menschen und fremden Hunden genauestens beobachten. Es geht um die Interaktion Hund-Mensch, Hund-Umwelt und Hund-Hund. Auch der Gehorsam ist von entscheidender Bedeutung.

 

Der erste Abschnitt beinhaltet unter anderem folgende Aufgaben:

  • Der Hund wird angestarrt, eine typische Drohgebärde
  • Eine fremde Person schreit den Hund an
  • Aufeinandertreffen von Hund und Joggern oder alkoholisierten Personen
  • etc.

Der zweite Abschnitt beinhaltet unter anderem folgende Aufgaben:

  • Eine Mutter mit einem Kinderwagen kreuzt den Weg des Hundes
  • Fahrradklingel und Autohupe müssen passiert werden

Der dritte Abschnitt beinhaltet unter anderem folgende Aufgaben:

  • Aufeinandertreffen Ihres Hundes und einem fremden Hund
  • Zwei fremde Hunde werden angeleint an Ihrem Hund vorbeigeführt

Anschließend erstellen Experten ein Gutachten. Auch wenn der Wesenstest positiv ausfällt, müssen Sie eine Reihe weiterer spezieller Regelungen bei der Haltung eines Listenhundes beachten.

Leinen- und Maulkorbzwang

Wenn Sie einen Listenhund halten, müssen Sie die länderspezifischen Regelungen beachten. Auch wenn Ihr Hund einen Wesenstest besteht, müssen Sie Ihm einen Maulkorb anlegen und dürfen ihn nicht von der Leine lassen. Es existiert außerdem eine Chip- und Versicherungspflicht, Pflicht zu sicheren Umzäunung und eine Sachkundeprüfung. Die Kosten für eine Haftpflichtversicherung der Listenhunde sind weitaus höher als die "normaler" Hunde.

Selbst informieren

Leider sind die Regelungen stark länderspezifisch; allgemeine Aussagen lassen sich kaum treffen. Beachten Sie neben diesem Ratgeber also auch unbedingt die Gesetze des Bundeslandes, in dem Sie leben.

 

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Bildquellen:

Bild 1: ©  Crazypitbull  / pixabay.com

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