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WM 2018 in Russland - der Wolf im Schafspelz

Grafik WM 2018 in Russland Russland wird zum ersten Mal Gastgeber für die Fußballweltmeisterschaft sein. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Vom 14. Juni bis 15. Juli 2018 ist es wieder so weit: Die Fußballweltmeisterschaft (offiziell: FIFA-Worldcup 2018) wird ausgetragen. 32 Nationalmannschaften werden im Gastgeberland Russland um den begehrten Titel kämpfen. Die 21. Austragung der WM findet in zwölf russischen Stadien statt. Russland, das zum ersten Mal Gastgeber einer Fußball-WM sein wird, setzte sich bei der Vergabe gegen Spanien und Portugal, die Niederlande und Belgien sowie England durch. Für den russischen Präsidenten Wladimir Putin ist die Weltmeisterschaft im eigenen Land ein wichtiges Prestigeobjekt, ist er doch innenpolitisch aufgrund der wirtschaftlichen Rezession in Russland und außenpolitisch aufgrund der Krimkrise und dem Ukrainekonflikt, der bis heute anhält, politisch angeschlagen.

Die Austragungsorte und Spielstätten der WM in Russland

Am 29.09.2012 wurden die Austragungsorte der WM bekannt gegeben. Die Spiele werden in zwölf verschiedenen Stadien an elf verschiedenen Orten stattfinden. Das Eröffnungs- wie auch das Endspiel findet im Olympiastadion Luschniki in Moskau statt. Dort wurden 1980 auch schon die Olympischen Spiele ausgetragen. Mit einer Kapazität von 81.000 Plätzen ist es das größte Stadion in Russland und wird am 11. November 2017 mit einem Freundschaftsspiel Russland gegen Argentinien nach langer Umbauphase wiedereröffnet. Weitere Stadien für die WM-Spiele befinden sich in:

  • Jekaterinburg ("Zentralstadion", nach Umbau Kapazität ca. 35.000 Plätze)
  • Kaliningrad ("Kaliningrad-Stadion", Neubau mit ca. 35.000 Plätzen)
  • Kasan ("Kasan-Arena", Neubau mit ca. 45.000 Plätzen)
  • Nischni Nowgorod ("Stadion Nischni Nowgorod", Neubau mit ca. 45.000 Plätzen)
  • Rostow am Don ("Rostow-Arena", Neubau mit ca. 45.000 Plätzen)
  • Samara ("Kosmos-Arena", Neubau mit ca. 45.000 Plätzen)
  • Saransk ("Mordowia-Arena", Neubau mit ca. 45.000 Plätzen)
  • Sotschi (Olympiastadion Sotschi, nach Umbau ca. 47.500 Plätze)
  • Sankt Petersburg ("Sankt-Petersburg-Stadion", Neubau mit ca. 69.500 Plätzen)
  • Wolgograd ("Wolgograd-Arena", Neubau mit ca. 45.000 Plätzen)
  • Moskau ("Spartak-Stadion", Neubau mit ca. 45.000 Plätzen)

Das Budget für den Umbau von drei Stadien und den Neubau von neun Stadien wurde zunächst aufgrund einer wirtschaftlichen Rezession in Russland gekürzt und dann in diesem Jahr um 74 Millionen Euro auf insgesamt 10 Milliarden Euro erhöht. Mehrere Bauverzögerungen und der Wechsel von Baufirmen haben die Planung und den Zeitplan für die Stadien durcheinandergebracht; mittlerweile läuft aber laut den russischen Verantwortlichen alles wieder nach Plan und eine Fertigstellung der Spielstätten ist für den rechtzeitigen Anpfiff angeblich sichergestellt.

Die qualifizierten Mannschaften für die WM 2018

Bild Fußballstadion in St. Petersburg Das Sankt-Petersburg-Stadion ist mit über 69.500 Plätzen das zweitgrößte WM-Stadion in Russland.

Bislang haben sich für die WM in Russland 23 Mannschaften qualifiziert. Island und Panama sind zum ersten Mal dabei, Russland ist als Gastgeberland automatisch gesetzt. Weitere Teilnehmerländer sind Deutschland, Belgien, Polen, Portugal, England, Serbien, Frankreich, Spanien, Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Uruguay, Ägypten, Nigeria, Costa Rica, Mexiko, Saudi-Arabien, Iran, Japan und Südkorea. Die fehlenden neun Mannschaften müssen noch in Play-offs ermittelt werden. Kandidaten sind Tunesien, Demokratische Republik Kongo, Marokko, Elfenbeinküste, Australien, Honduras, Schweiz, Nordirland, Italien, Schweden, Dänemark, Irland, Peru, Neuseeland, Kroatien und Griechenland. Die Play-offs werden bis Mitte November 2017 abgeschlossen sein und die Sieger als qualifizierte Mannschaften zur WM zugelassen.

Die Gruppenauslosung - wer spielt gegen wen

Die Auslosung der Gruppen und damit die Festlegung der einzelnen Spielbegegnungen findet am 1. Dezember 2017 im Konzertsaal im Kreml in Moskau statt. Dann werden die 32 teilnehmenden Mannschaften auf acht Gruppen verteilt. Anders als 2014 werden die Gruppen dieses Mal aber ausschließlich nach der FIFA-Weltrangliste in die vier Töpfe verteilt und nicht nach geografischen Merkmalen. In Topf Nummer 1 werden sich demnach neben Gastgeberland Russland die acht führenden Mannschaften der Weltrangliste befinden - also auch Deutschland, das die Liste derzeit anführt. In den einzelnen Gruppen darf nach Vorgabe der FIFA nur ein Land pro Kontinent vertreten sein – mit Ausnahme von Europa. Mannschaften dieses Kontinents dürfen zweimal pro Gruppe vorkommen.

Die Spielbedingungen - das Wetter und die FIFA-Regeln

Anders als in Katar 2022 braucht man sich in Russland um das Wetter keine Sorgen zu machen. In den Monaten Juni und Juli, in denen das Turnier ausgetragen wird, wird keine Hitzewelle die Kondition der Spieler beeinträchtigen. Temperaturen zwischen 15 und 24 Grad Celsius garantieren ideale Fußballbedingungen. Allerdings regnet es relativ häufig - dies könnte ein Vorteil für nordeuropäische Länder sein. Als Neuerung bei einer Weltmeisterschaft werden die Schiedsrichter durch den Videobeweis in ihren Entscheidungen unterstützt. Da sich in letzter Zeit der angewandte Videobeweis bei einigen Spielen national und international als gute Maßnahme zu gerechten Entscheidungen erwiesen hat, wird er voraussichtlich auch bei der WM in Russland eingesetzt. Die endgültige Entscheidung wird im März 2018 von der FIFA getroffen werden. Es ist davon auszugehen, dass die Entscheidung zugunsten der neuen Technologie fallen wird. Der Videobeweis soll bei strittigen Szenen wie zum Beispiel Toren, Elfmetern oder Roten Karten eingesetzt werden.

Das Maskottchen - der mit dem Wolf tanzt

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Hunderte von Designstudentinnen und -studenten hatten Entwürfe für das WM-Maskottchen eingesandt. Letztlich wählten die russischen Zuschauer einer Fernsehshow im russischen Staatsfernsehen einen Wolf mit Skibrille und Kleidung in den russischen Nationalfarben blau, weiß und rot. Der Entwurf der Design-Studentin Jekaterina Botscharowa aus Tomsk, Sibirien, wurde mit 52,8 Prozent Sieger bei den russischen Fernsehzuschauern. Mehr als eine Million Fußballfans stimmten über das Maskottchen ab - der Wolf namens "Zabivaka" setze sich gegen einen Tiger und eine Katze durch.

Das Logo - Magie und Träume einer Nation

Bereits im Jahr 2014 stellte Russland das Logo für die WM 2018 vor: Es handelt sich um ein Design einer portugiesischen Medienagentur. Wie schon bei der Weltmeisterschaft in Brasilien im Jahr 2014 zeigt das Logo einen stilisierten WM-Pokal. Symbole aus der Ikonenmalerei, Anklänge an die Raumfahrt sowie die Nationalfarben repräsentieren die russische Nation. Der im Jahr 2015 durch Korruptionsvorwürfe belastete und von der FIFA gesperrte ehemalige FIFA-Präsident Sepp Blatter schwärmte von einer "Vereinigung von Magie und Träumen" durch das Logo (man darf sich natürlich auch hier fragen, ob die Schwärmerei von Blatter echt oder einer Geldspende geschuldet war). Präsentiert wurde das neue Logo in einer russischen Fernsehshow von drei Kosmonauten, die das Emblem aus rund 400 km Entfernung über der Erde aus der Internationalen Raumstation ISS spektakulär präsentierten.

Kritik an der Vergabe der WM an Russland

Ukrainekonflikt, Krimkrise, angebliche US-Wahlmanipulation durch russische Geheimdienste, Doping und Korruptionsvorwürfe, Homosexuellenverfolgung im eigenen Land - Russland machte in den letzten Jahren innen- und außenpolitisch häufiger negative Schlagzeilen. Viele Politiker und Journalisten haben deshalb die Vergabe der Fußball-WM an Russland kritisiert und die Neuvergabe gefordert. Und auch die Vergabe an sich wurde international kritisch beäugt: Es stehen immer noch Korruptionsvorwürfe gegen die FIFA im Raum. US-Senatoren hatten die FIFA aufgefordert, Russland das "Privileg" zu entziehen, die WM ausrichten zu dürfen. Hintergrund war die Ukrainekrise und das Brechen von internationalem Recht, das Putin durch die Unterstützung der Separatisten in der Ukraine gebrochen habe. Aber auch von deutschen und europäischen Politikern wurde die Forderung laut, die Weltmeisterschaft an ein anderes Land zu vergeben. Durch den Erlass des Gesetzes gegen "homosexuelle Propaganda" verstoße Russland gegen die Menschenrechtscharta. Das Gesetz, das positive Äußerungen oder Darstellungen von Homosexualität unter Strafe stellt, verstößt gegen FIFA-Richtlinien ("Null Toleranz gegen Diskriminierung") und gegen Menschenrechte. Die FIFA reagierte prompt und forderte Russland zu einer Klarstellung auf. Homosexuelle Sportler und Zuschauer haben zu befürchten, in Russland wegen ihrer sexuellen Orientierung strafrechtlich verfolgt zu werden. Dies ist nicht vereinbar mit dem Geist eines solchen sportlichen Events. Dieselben Fragen werden vier Jahre später in Katar, wo die Fußball-WM 2022 stattfinden soll, gestellt werden müssen.

Fazit

Trotz aller politischen Widrigkeiten und Korruptionsskandale sollte man nicht vergessen, dass die Fußball-WM eine Völker verbindende Sportveranstaltung ist und Menschen auf der ganzen Welt verbindet. Den Hype, den die WM 2006 in Deutschland ausgelöst hat, war nicht nur positiv für den Fußball, sondern auch für die Zuschauer aus aller Welt, die eine großartige Zeit beim Public Viewing oder in den Stadien erlebt haben. Bleibt zu hoffen, dass es keine Menschenrechtsverletzungen durch das Gastgeberland geben wird und eine positive Atmosphäre auch bei der WM 2018 entstehen wird, das zu einem besseren Bild von Russland in der Welt beiträgt.

 

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