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Pflegetipp — Batterie

Gültig für: Allgemein

V: 2013.09.14.01  || Tipps & Tricks - Übersicht  || markt.de-Fahrzeugteile-Lexikon  || ⇒  Batterie

 

Allgemeines

 

  • Ausstattung

    • Sicherheitskleidung tragen
    • Nur geeignetes Werkzeug verwenden
    • Nur geeignete Ersatzteile bzw. Materialien verwenden
  • Arbeitsweise

    • Auf Sauberkeit achten
    • Auf eigene Sicherheit achten
    • Auf die Sicherheit Dritter achten
  • Benötigte Werkzeuge

    • Multimeter
    • Ring- / Maulschlüsselsortiment
    • Säurefester Putzlappen
    • Schraubendrehersortiment
  • Benötigte Ersatzteile / Material

    • Destilliertes Wasser
    • Glasreiniger

 

 

 

 

 

 

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Allgemeines

Die Autobatterie ist eine Komponente in einem Fahrzeug, die bei jedem noch so geringen Gebrauch des Fahrzeugs in Aktion tritt. Ohne die Batterie kann das Fahrzeug nicht zu seinem eigentlichen Verwendungszweck geführt werden. Je moderner die Autos sind, desto mehr Belastung erfährt die Batterie. Das fortschreitend gesteigerte Aufkommen von Komfortelektrik im Fahrzeug und der Tribut an diverse Sicherheitssysteme sind der Grund dafür. Daher sollten Sie generell pfleglich mit der Batterie umgehen und ein besonderes Gespür dafür entwickeln, in welchen Bereichen eine Autobatterie besonders belastet wird.

Die kalte Jahreszeit erinnert oftmals unfreiwillig an das Vorhandensein und schlimmer an die Notwendigkeit der Batterie. Je kälter es in einer Umgebung ist, desto mehr muss die Batterie im übertragenen Sinn leisten. Selbstverständlich ist die abverlangte Leistung stets die selbe, aber die Kapazität, also die Menge des gespeicherten Stroms, nimmt mit sinkenden Temperaturen ab. Steht nicht mehr ausreichend Strom für den gewohnten Umgang mit dem Fahrzeug zur Verfügung, kann es schnell passieren, dass das Fahrzeug nicht mehr startet oder auch nicht mehr anspringt.

In den meisten Fällen kann man sich mit dem Anstarten selbst oder durch die Hilfe Dritter behelfen. Allerdings wird hier in der Regel nur Ursachenbekämpfung betrieben, da die Batterie nicht ohne Grund versagt hat.

Auch ist die Batterie ihrerseits von verschiedenen anderen Komponenten abhängig, ohne die sie nicht richtig funktionieren kann. Daher sollten Sie Schritt für Schritt vorgehen, um vor einer teuren Reparatur eventuelle Verursacher zu finden und so Fehlinvestitionen vermeiden. Im direkten Zusammenhang mit der Batterie stehen folgende Komponenten:

 

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Auszuführende Arbeiten

 

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  • Überprüfen der Batterieanlage

    Diese Arbeitsanweisung bezieht sich auf verschiedene Fahrzeuge und kann als allgemeingültig verstanden werden.

     

    1. Bringen Sie das Fahrzeug in eine geeignete Position.
    2. Sichern Sie das Fahrzeug gegen Bewegung jeglicher Art, z.B. Wegrollen.
    3. Schalten Sie die Zündung aus.
    4. Verschaffen Sie sich Zugang zu der Batterie.
    5. Verschaffen Sie sich Zugang zum Generator.
    6. Bewerten Sie die Sauberkeit um die Batteriepole herum.
      • Verschmutzungen um die Batteriepole herum können sogenannte Kriechströme verursachen. Hierbei stellt der Schmutz eine elektrische Verbindung her, wodurch die Batterie permanent über das einkalkulierte Maß hinaus entladen wird.
    7. Entfernen Sie eventuelle Verschmutzungen.
    8. Überprüfen Sie, wenn möglich, den Säurestand Ihrer Batterie. Füllen Sie gegebenenfalls destilliertes Wasser nach.
    9. Lösen Sie die Polklemme des Minuspols der Batterie mit einem geeigneten Ring- / Maulschlüssel und entfernen Sie diesen.
    10. Überprüfen Sie die Spannung der Batterie.
    11. Sollwert: UBat > 10V
      • Liegt der Wert UBat unter 10V, ist von einem Defekt der Batterie auszugehen. Hier können viele Ursachen zugrunde liegen. Wurde eine Batterie bereits zu stark entladen, ist ein korrektes Aufladen nur noch sehr schwer möglich und nimmt mit unter sehr viel Zeit in Anspruch, da die Batterie nur sehr langsam wieder an die Annahme vom Strom „gewöhnt“ werden kann. War die Batterie nicht richtig befestigt, kann ein Bruch einer oder mehrerer Bleiplatten die Ursache sein. Das stellt einen irreparablen Defekt dar.
    12. Befestigen Sie die Batterie ordnungsgemäß.
    13. Schalten Sie die Zündung ein.
      • Überprüfen Sie die Batteriekontrolllampe. Ist die Lampe nicht an, so ist der Fehler an der Generatoranlage zu suchen.
    14. Starten Sie den Motor.
      • Überprüfen Sie nochmals die Batteriekontrolllampe. Ist die Lampe an, so ist der Fehler an der Generatoranlage zu suchen.
    15. Schalten Sie das Abblendlicht, das Heizungsgebläse und die Heckscheibenheizung ein.
    16. Messen Sie mit dem Multimeter die Spannung zwischen den Batteriepolen.
    17. Sollwert: UBat > 12,5V
      • Liegt die Batteriespannung UBat unter 12,5V, so sind weitere Prüfungen notwendig.
      • UBat ≥ 12,5V ist der absolute Mindestwert. Als Dauerzustand sollte der Wert über 13V liegen. Ist eine Batterie allerdings schon sehr schwach, geht Spannung an ihr verloren. Aller Wahrscheinlichkeit nach muss hier bald eine neue Batterie eingesetzt werden.
    18. Messen Sie mit dem Multimeter die Spannung zwischen dem Generatorgehäuse und dem Batterieminuspol.
    19. Sollwert: Ud ≤ 0,2V
      • Ist der Spannungsfall Ud größer als 0,2V, sollte das Massekabel instandgesetzt werden. Hier geht über den elektrischen Widerstand des Kabels zu viel Spannung verloren.
    20. Messen Sie mit dem Multimeter die Spannung zwischen dem Pluspol des Generators und dem Batteriepluspol.
    21. Sollwert: Ud ≤ 0,2V
      • Ist der Spannungsfall Ud größer als 0,2V, sollte das Batteriepluskabel instandgesetzt werden. Hier geht über den elektrischen Widerstand des Kabels zu viel Spannung verloren.

     

  • Tipps zum Umgang mit Batterien

    Auch wenn die modernen Fahrzeuge mit vielen Helfern ausgerüstet sind, sind diese auf der anderen Seite in einer Situation des Stromausfalls auch ein Fluch. Konnte man früher noch vergessen das Licht auszuschalten, so erledigt dies' heute die Elektronik für Sie. Allerdings liegen hier auch kleine Tücken, die durch ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit umgangen werden können.

    Da der Startvorgang für die Batterie eine, wenn nicht sogar die schwerste Aufgabe ist, sollte hier Unterstützung geboten werden. Schalten Sie unnötige Verbraucher aus, um die Belastung der Batterie möglichst gering zu halten. Die Bequemlichkeit verleitet dazu sich das Ausschalten der verschiedenen Verbraucher abzugewöhnen. Leider werden eben diese Verbraucher aber wieder eingeschaltet, wenn die Zündung eingeschaltet wird. Das geschieht jedoch vor dem Motorstart. Selbst bei komplizierteren Schaltungen, die ein Zuschalten der Verbraucher erst nach dem Motorstart erlauben, kann es vorkommen, dass die Elektronik bereits das Signal erhalten hat, dass der Motor läuft, aber grade bei oder unmittelbar nach dem Motorstart ist unter Umständen noch mehr Energie notwendig. Achten Sie bewusst auf das Ausschalten folgender Hauptverbraucher beim Abstellen des Fahrzeugs:

    • Licht
    • Gebläse
    • Heckscheibenheizung
    • Sitzheizung
    • Unter Umständen Ihre Musikanlage
    • In Steckdosen eingesteckte Netzteile etc.

     

    Führen Sie an Ihrer Batterie regelmäßig eine Wartung durch. Überprüfen Sie hierzu die Spannung an den Batteriepolen bei laufendem Motor und eingeschalteten Verbrauchern. Machen sich keine Schwierigkeiten mit der Batterie bemerkbar, sollte die gemessene Spannung immer UBat > 13V betragen. Tendenzen können hier auf schleichende Defekte hinweisen. Weiterhin können Sie bei Batterien mit abnehmbaren Kappen den Säurestand und die Säurekonzentration feststellen. In erster Linie ist der Säurestand festzustellen. Liegt hier das Niveau einer oder mehrerer Zellen unter dem Minimum, können Sie die Differenz mit destilliertem Wasser nachfüllen. In der Regel ist die Säurekonzentration in Ordnung. Um hier eine Messung durchzuführen, muss ein entsprechendes Werkzeug vorliegen.

 

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  • Neu oder gebraucht

    Autobatterien sind Verschleißteile. Von der Verwendung gebrauchter Batterien ist eher abzuraten, da auch der „Umgang“ mit einer Batterie über die Lebensdauer entscheidet.

    • Einbau

      Eine Batterie muss stets fest eingebaut werden, so dass sie sich nicht hin- und herbewegen kann. Schläge oder Vibrationen sind sehr schädlich für eine Batterie, da die innenliegenden Bleiplatten durch die Vibrationen und Schläge brechen; interne Kurzschlüsse oder Leitungsunterbrechungen sind die Folge.
    • Fahrverhalten

      Auch das Fahrverhalten beeinflusst die Lebensdauer einer Batterie. Viele Kurzstrecken mit Kaltstarts und hohem Strombedarf belasten die Batterie besonders.
      Motorstarts unter hohen Belastungen sollten stets vermieden werden. Das bedeutet stromintensive Verbraucher vor dem Motorstart auszuschalten. Insbesondere zählen zu den fraglichen Verbrauchern Licht, Gebläse und Heckscheibenheizung.

     

  • Das passende Ersatzteil

    Die richtige Batterie lässt sich im Fachhandel einfach anhand der Fahrzeugpapiere unter Berücksichtigung der Hersteller- und Typschlüsselnummer ermitteln. Da es sich bei Batterien um normierte Ersatzteile handelt, kann eine Batterie auch den äußerlichen Spezifikationen ausgewählt werden. Zu beachten sind hier besonders die Abmessungen, Polform und -lage sowie Spannung und Ladestrom.

  • Laufleistung

    Die Lebensdauer eine Batterie ist von vielen Faktoren abhängig. So sind im Konkreten die Aspekte zu berücksichtigen, die auch die Ungewissheit einer gebrauchten Batterie ausmachen. Bei Batterien ist besonders die Zeit ein entscheidender Faktor; eine Lebensdauer zwischen drei, bei günstigen Noname-Produkten, bis zu zehn Jahren sind realistisch.

 

 
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