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Vogelratgeber

Papstfink - Vogelart und Tipps zur Haltung

Amerikanische Vogelart im Portrait

Wissenschaftlicher Name Passerina ciris
Körperlänge 13 - 14 cm
Gewicht 15 - 20 g
Lebenserwartung 7 - 12 Jahre
Verbreitungsgebiet Südstaaten der USA und
Norden von Mexiko
Lebensraum Parks, Obstplantagen, Gärten
ursprünglich lichte Wälder & Ödländer
Familie Kardinäle (Cardinalidae)
Gattung Passerina
Grafik Papstfink Papstfinken sind in Amerika heimisch, werden aber hierzulande gerne als Ziervögel gehalten. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Allgemeines zum Papstfink

Der Kopf des männlichen Papstfinken (lat. passerina ciris) ist leuchtend blau bis indigoblau, der Rücken ist gelb bis gelbgrün und die Unterseite ist hellrot. Die Weibchen sind meistens einfacher gefärbt, hauptsächlich grünlich mit manchmal blauen Kopffedern und fallen somit nicht so sehr auf wie die Männchen. Der Papstfink misst eine Körperlänge von 13 bis 14 cm und erreicht ein Gewicht bis zu 20 g. Die Lebenserwartung von Papstfinken beträgt minimal 7 Jahre und maximal 12 Jahre. Der Artbestand des Papstfinken ist nur gering gefährdet. Papstfinken sind im Süden der USA und im Nordosten Mexikos anzutreffen. Sie halten sich gerne in waldigen Parkanlagen auf. Auch Obstplantagen, Gärten oder lichte Wälder zählen zu ihrem Lebensraum. Jedes Jahr fliegen sie von den USA in ihr Winterquartier in der Karibik. Dabei orientieren sie sich ganz individuell an Sternmustern. Papstfinken sind relativ scheu und deshalb oft schwer in freier Natur zu erkennen. Lediglich die singenden Männchen können häufiger beobachtet werden.

Artgerechte Haltung und Herkunft

Bild männlicher Papstfink Der männliche Papstfink ist durch Farben wie indigoblau, dunkelgrün und leuchtend rot besonders farbenfroh und auffällig.

Papstfink richtig halten

Papstfinken leben in einer Dauereinehe, d.h. sie wechseln ihre Brutpartner in der Regel nicht. Zudem zählen sie zu den Koloniebrütern. Diese Vögel brüten gemeinschaftlich in Kolonien von bis zu mehreren hunderttausend Vogelpaaren. So sind die Vögel besser vor Feinden geschützt. Deshalb sollten die Tiere mindestens in Paaren gehalten werden.

Zudem sollte ihnen, wie allen Vogelarten, genügend Platz, am besten in einer großen Voliere zur Verfügung stehen. Für eine Außenvoliere sind Papstfinken weniger geeignet. Ihnen sollte dort zumindest ein beheizter Schutzraum zur Verfügung gestellt werden. Temperaturen ab 15°C, am besten ab 20°C sind für den Papstfinken angenehm. Dies entspricht den Temperaturen seiner ursprünglichen Heimat.

Tiere nur aus seriöser Quelle kaufen

Beim Kauf von Papstfinken sollte darauf geachtet werden, woher die Tiere stammen. Wegen ihres bunten Gefieders werden vor allem die männlichen Tiere häufig Opfer des illegalen Wildtierhandels. Sie werden in ihrer Heimat von Vogelfängern gefangen und unter tierunwürdigen Bedingungen verschleppt. Dabei ziehen sie sich Verletzungen zu oder sterben noch auf dem Transport. Außerdem bringt die Plünderung von Vogelbeständen die Natur aus dem Gleichgewicht, da z.B. vorwiegend männliche Tiere gefangen werden, die sich dann nicht mehr in freier Natur fortpflanzen können. Deshalb sollten Vögel nur von vertrauenswürdigen Händlern oder Züchtern gekauft werden. Dann kann ausgeschlossen werden, dass die Tiere aus ihrer Heimat verschleppt wurden. Zudem kann man sicher stellen, dass die Tiere auch an Käfighaltung gewöhnt sind.

Paarung und Brut

Bild weiblicher Papstfink Weibliche Papstfinke haben ein limonengrünes bis gelbliches Gefieder mit blauen Kopffedern.

Paarungsverhalten beim Papstfink

Das Männchen bleibt in der Paarungszeit in seinem Revier und verteidigt es aggressiv gegen Artgenossen. Dabei sitzt es einerseits laut singend auf Ästen, um auf sich aufmerksam zu machen. Andererseits versucht es den anderen Männchen wie den Weibchen zu imponieren, indem es sich aufplustert, wild und steil durch die Luft fliegt und schnell mit den Flügeln schlägt. Sein buntes Gefieder soll zusätzlich Eindruck machen. Die Weibchen halten sich dagegen zurück und lassen sich erobern. Im Streit um ein Weibchen kann ein Männchen durchaus zu Tode kommen, wenn zwei Männchen im wilden Flug gegeneinander stoßen.

Nistplatz

Für die Brut werden Waldränder, buschreiche Ufer, Feld- und Straßenränder sowie Parks und Gärten bevorzugt. Papstfinken brüten in Frühling und Sommer. Das Weibchen des Papstfinken baut das Nest in ein dichtes Gebüsch oder einen Baum. Selten auch in halb offene Nistkästen oder Peddigrohr-Körbchen. Das Männchen hilft bei der Suche nach Nistmaterial mit.

Gelege und Aufzucht der Jungtiere

Bei allen Farbfinken besteht das Gelege aus drei bis fünf bläulichen Eiern. Die Bebrütung beträgt dreizehn Tage, schließlich schlüpfen die Nestlinge. Diese wachsen schnell heran und verlassen das Nest schon mit elf bis zwölf Tagen. Wie es oft in der Tierwelt vorkommt, sind die Männchen schöner als die Weibchen. Deswegen brüten die Männchen nicht, sie könnten dadurch leicht das Nest verraten. Stattdessen kümmern sie sich um die Bewachung des Nestes, der Fütterung des Weibchens und der Versorgung der Jungen.

Die Jungtiere ähneln den Eltern, sind nur an Rücken und Bauch eher bräunlich. Gefüttert werden sie für gut zwei Wochen von ihrem Vater, sobald sie das Nest verlassen haben. Schon 30 Tage nach dem ersten Gelege beginnt das Weibchen ein zweites Gelege auszubrüten.

Ernährung

Das Futter der Papstfinken sollte ihrer Nahrung in freier Natur möglichst nahe kommen. Zur Ernährung gehören Ameisenpuppen, Mehlwürmer, Buffalos, Wiesenplankton und Weichfutter. Des Weiteren werden die Ziervögeln mit Obst gefüttert, fressen gekeimtes Exotenfutter, Hirse und Waldvogelfutter. Darin sollte wenig Hanf, Hafer oder Spitzsamen enthalten sein. Auch milchendes Getreide, Insekten aller Art, Knospen oder Grünzeug bieten sich zur Fütterung an. Neben Grit und Kalk, sollten die Vögel auch täglich frisches Wasser bekommen.

Aufzucht des amerikanischen Farbfinken

Bauanleitung für Voliere In einer großen Voliere fühlen sich die Papstfinken besonders wohl.

Voraussetzungen

Um Papstfinken zu züchten, müssen sich die Elternvögel möglichst wohl fühlen. Sie sollten über ausreichend Platz verfügen und abwechslungsreich gefüttert werden. Da die Tiere monogam leben, kann ein Pärchen bereits zur Zucht ausreichen. Voraussetzung ist, dass sich diese Vögel paaren möchten. Trotzdem sollte das Männchen genügend Raum haben, um dem Weibchen durch Flugkunststücke zu imponieren. Für den Nestbau sollte genügend Baumaterial vorhanden sein. Dies können kleine Zweige, Gräser, Blätter aber auch Tierhaare sein. Hunde oder Katzenhaare werden von den Vögeln gerne zum abdämmen und auspolstern der Nester benutzt. Außerdem sollte ein geeigneter Ort für das Nest zur Verfügung stehen, am besten mehrere zur Auswahl für das Weibchen. Ist das Weibchen zufrieden, wird es seine Eier legen.

Ausbrüten der Eier

Die Eier können entweder den Elterntieren überlassen werden, solange sie diese auch ausbrüten möchten. Alternativ kann das Gelege bei entsprechender Temperatur und Luftfeuchtigkeit in einen Brutbehälter gelegt werden. Nach knapp zwei Wochen sollten die Küken schlüpfen. Für die Aufzucht der Jungen werden viele kleine Insekten benötigt. Sie sollten möglichst mundgerecht sein. Auch Quellsamen oder Hartei bietet sich zur Aufzucht der Jungvögel an. Sie verlassen relativ schnell ihr Nest, müssen aber trotzdem noch zugefüttert werden. Diese Rolle übernimmt in der Natur das Vatertier. Fühlt sich das Papstfinkenpaar besonders wohl, ist auch mit einem zweiten Gelege zu rechnen.

 

Der Papstfink ist wegen seines bunten Gefieders ein beliebter Ziervogel. Wer sich exotische Vögel anschaffen möchte, sollte dabei immer ihre Herkunft überprüfen. Bei der Haltung und der Fütterung der Vögel ist darauf zu achten, den Bedingungen ihrer amerikanischen Heimat möglichst nahe zu kommen. Die Vögel sollten deshalb am besten in einer Gruppe, zumindest aber als Paar gehalten werden. Zur richtigen Haltung gehört auch, den Tieren beispielsweise genug Material für den Nestbau und genügend Platz in einer großen Voliere bereitzustellen. So kann auch die Zucht des Papstfinken gelingen.

 

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