1. Kaufgeschichte: Erworben 1960 bei einer Auktion von Eberhard Hermann in München. Hermann handelte vor allem in London und New York mit historischen Teppichen. Er war unter anderem an der Versteigerung des Persenteppichs von Baroda für 5,5 Millionen beteiligt. Außerdem hat er mehrere Bücher über historische Perserteppiche verfasst. Es wurde empfohlen, den Teppich aufgrund seines Alters von über 200 Jahren an die Wand zu hängen. Möglicherweise wurde er von einem Angestellten des damaligen Schahs von Persien verkauft.
2. Herkunft und Details: Gashgai-Teppich aus der Region Fars in Persien, der von Nomaden hergestellt wurde. Maße: 2,35 m x 1,50 m. Reich an Details, darunter ein Dromedar, das Glück und Gesundheit symbolisiert.
3. Wertbestimmung: Im Jahr 2013 wurde Kontakt mit Mary Jo Otsea aufgenommen, die eine Preisspanne von etwa 30.000 Euro vorschlug. In der weiteren Korrespondenz wurde auf die Notwendigkeit von Fotos in besserer Qualität hingewiesen.
4. Kontakt mit Mary Jo Otsea: Korrespondenz mit Mary Jo Otsea von Sotheby's, die zusätzliche Fotos für eine genauere Schätzung anforderte.
5. Aktueller Stand: Der Kontakt zu Mary Jo Otsea ist abgebrochen. Professionelle Studiofotos wurden 2023 aufgenommen.
6. Zusätzliche Details über Gashgai: Beschreibungen des Gashgai-Teppichs als "König der Nomadenteppiche", der sich durch seine außergewöhnliche Qualität, seine Knüpfung und seine vielfältigen Muster, wie das Heibathlou-Muster, auszeichnet. Die Gashgai sind bedeutende nomadische Teppichknüpfer in der Region Fars im Iran.
"Am nächsten Morgen erkundet Herrmann die Teppichlager von Christie's und Sotheby's. Dort verwandelt er sich in einen anderen Menschen, einen Experten. Er kann den Wert und das Alter eines jeden Teppichs fast genau bestimmen, kennt seine Herkunft und weiß, wie er hergestellt wurde. Er übersetzt persische und russische Inschriften. Die Auktionatoren lauschen seinen Worten.
Mary Jo Otsea, die Direktorin für Teppiche bei Sotheby's, kennt Eberhart Herrmann seit 1983. Neben ihrem Schreibtisch stapeln sich seine Fotobücher, die ihr bei der Vorbereitung der Kataloge als Leitfaden dienen. Sie sagt, er habe mit den bedeutendsten Teppichen der Welt gehandelt; er habe ein einzigartiges Auge, ein Gigant in der Teppichkunstszene. Die Bieter im Teppichhandel sind anders als die in der Kunstszene, sagt sie. Unberechenbar.
"Viele unserer besten Kunden waren Hippies", sagt Mary Jo Otsea. "Sie reisten in den 60er und 70er Jahren nach Persien und Afghanistan, kauften Teppiche und schwelgten in Märchen aus Tausendundeiner Nacht. Keine Ahnung, welche Substanzen sie während ihres Studiums zur Bewusstseinserweiterung einnahmen, aber jetzt sind viele von ihnen sehr wohlhabend, und ihre Teppiche sind sehr geschätzt."
Mary Jo Otsea zeigt einige Stücke, die im Dezember versteigert werden. Sie sieht sich die alten Teppiche an und ihr Gesicht erhellt sich wie die Sonne. Sie kann Eberhart Herrmann nicht ganz folgen, wenn er von Sternen, geflügelten Wesen und Pyramiden spricht. Aber, sagt sie, "vielleicht hat er ja recht"."
aber so ist in New York