Aqua - zurückhaltend, lieb
25.11.2025
10367 Berlin
weiblich, kastriert
geb. ca. 2021
Schulterhöhe ca. 45 cm
ggf. Hütehund-Mix
Pflegestelle in Sofia
zurückhaltend, manchmal unsicher, verschmust
Aqua wurde während der Corona-Pandemie auf dem Parkplatz eines großen Spielzeugmarktes am Stadtrand entdeckt. Die Hündin ließ niemanden näher als zehn Meter an sich heran und wartete auf Essensreste in den Mülleimern. Nach Rücksprache mit dem Marktleiter stellte sich heraus, dass die Mitarbeiter rund zwei Wochen zuvor zwei identische Welpen auf dem Parkplatz gefunden hatten verängstigt und extrem misstrauisch.
Eines der beiden Geschwister überlebte leider nicht es wurde später von einem Auto erfasst. Das Einfangen von Aqua erwies sich als äußerst schwierig und zeitaufwendig. Erst nach neun Stunden, mit Hilfe von Fallen, Beruhigungsmitteln (die kaum wirkten) und viel Geduld, konnte sie gesichert werden während sie gerade dabei war, Leckerlis zu vergraben.
Ihr markantes Äußeres hatte bereits zuvor die Aufmerksamkeit von Tierschutzorganisationen geweckt, die jedoch ebenfalls erfolglos versucht hatten, sie einzufangen. Nach ihrer Sicherung zeigte sie sofort eine erste Annäherung: Sie leckte sanft die Nase ihrer Retterin und schmiegte sich an sie. Es wurde schnell deutlich, dass Aqua früher ein Zuhause hatte. Sie passte sich problemlos dem häuslichen Leben an, zeigte sich jedoch anfangs ängstlich gegenüber den größeren Hunden im Haushalt. Diese waren zu dem Zeitpunkt bereits älter und begegneten ihr mit Gleichgültigkeit.
In den ersten Monaten zeigte Aqua starkes Misstrauen gegenüber Menschen und anderen Hunden im Außenbereich. Nur zu zwei Bezugspersonen konnte sie Vertrauen aufbauen. Deshalb wurde entschieden, dass ein dauerhaftes Zuhause bei diesen Menschen für sie die beste Lösung sei. Ein Training mit positiver Verstärkung wurde begonnen. Anfangs reagierte sie auf das einfache Kommando Komm her mit Einnässen und Unterwerfungsgesten. Auch verschiedene Wortversuche änderten nur wenig an ihrer Reaktion das Rückruftraining blieb bis heute eine Herausforderung.
Aqua zeigt deutlich Anzeichen von früherem Missbrauch: Sie erschrickt bei schnellen Handbewegungen, fürchtet sich vor lauten Geräuschen, Gegenständen in Menschenhand und Gewittern. Auch Fremde und unbekannte Hunde verunsichern sie, wobei sie inzwischen bei ruhigem und sanftem Umgang sehr wohl Nähe zulassen kann. Grobe oder laute Menschen mit hektischen Bewegungen hingegen stressen sie sichtbar.
Typisch für ihr Verhalten ist das sofortige Hinlegen auf den Rücken als Ausdruck von Unterwerfung, Unsicherheit oder dem Wunsch nach Zuwendung. Vermutlich war dies eine Schutzstrategie in ihrer Vergangenheit.
Was Aqua am meisten liebt, ist menschliche Zuneigung. Sie ist eine wahre Sofakuschel-Hündin. Ihre Hygieneverhalten im Haus ist vorbildlich. Innerhalb des Haushalts sucht sie jedoch keinen Anschluss an andere Hunde weder an die festen noch an die Pflegehunde. Sie bevorzugt kleine, ruhige Hunde, größere verunsichern sie stark.
Am wohlsten fühlt sie sich in einem ruhigen, geschützten Raum, in dem sie sich sicher und geborgen fühlt. Bei Aufregung dreht sie sich im Kreis aus Freude oder Überschwang. Draußen zeigt sie eine beeindruckende Schnelligkeit und liebt es, sich zu bewegen, zu springen und zu rennen.
Fremden Hunden begegnet sie auf Spaziergängen meist mit Zurückhaltung. Wenn sie bedrängt wird, kann sie bellen oder knurren. Einige kleine Rüden mag sie jedoch sehr, begrüßt sie freundlich und sucht ihre Nähe.
Spielzeuge wie Lickimat, Kong oder ein Schnüffelteppich machen ihr viel Freude. Spaziergänge sind sowohl in der Natur als auch in der Stadt möglich, allerdings bevorzugt sie ruhige, wenig frequentierte Orte. Kinder, die laut und ungestüm sind, machen ihr Angst deshalb wird ein Zuhause mit älteren, ruhigen Kindern empfohlen.
Im eigenen Zuhause, im Garten und auf dem Grundstück ist sie Fremden gegenüber misstrauisch. Gäste, die sie nicht kennt, werden verbellt oder gemieden.
Wie bereits erwähnt, ist der Rückruf ohne Leine unsicher. Manchmal reagiert sie gut, in anderen Momenten lässt sie sich ablenken und entfernt sich, obwohl sie das Kommando kennt. Deshalb wird empfohlen, sie nur mit Leine oder in gesichertem Freilauf zu führen idealerweise in einem umzäunten Bereich.
Ein gut gesicherter Garten ist unerlässlich, da sie sich durch kleine Lücken zwängen kann. Sie liebt es, ihre Umgebung zu erkunden, verliert dabei aber leicht die Orientierung und ihre Menschen aus dem Blick was gefährlich sein kann.
Beim Kauen eines besonders leckeren Snacks zeigt sie Ressourcenverteidigung: Wenn versucht wird, ihr diesen wegzunehmen, knurrt sie oder droht zu schnappen. In solchen Fällen hilft ein einfacher Tausch gegen ein anderes Leckerli so lässt sich die Situation leicht entschärfen.
Anschrift Tierschutzorganisation:
Streunerhilfe Bulgarien e.V.
Scheffelstr. 35
10367 Berlin
Streunerhilfe Bulgarien e.V. besitzt eine Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz und garantiert die Durchführung und/oder Dokumentation der gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Tiergesundheit vor Abgabe eines Tieres. Diese tierärztlichen Behandlungen werden in den EU-Heimtierausweis oder Impfpass eingetragen, welchen der neue Besitzer bei Übergabe des Tieres ausgehändigt bekommt.
geb. ca. 2021
Schulterhöhe ca. 45 cm
ggf. Hütehund-Mix
Pflegestelle in Sofia
zurückhaltend, manchmal unsicher, verschmust
Aqua wurde während der Corona-Pandemie auf dem Parkplatz eines großen Spielzeugmarktes am Stadtrand entdeckt. Die Hündin ließ niemanden näher als zehn Meter an sich heran und wartete auf Essensreste in den Mülleimern. Nach Rücksprache mit dem Marktleiter stellte sich heraus, dass die Mitarbeiter rund zwei Wochen zuvor zwei identische Welpen auf dem Parkplatz gefunden hatten verängstigt und extrem misstrauisch.
Eines der beiden Geschwister überlebte leider nicht es wurde später von einem Auto erfasst. Das Einfangen von Aqua erwies sich als äußerst schwierig und zeitaufwendig. Erst nach neun Stunden, mit Hilfe von Fallen, Beruhigungsmitteln (die kaum wirkten) und viel Geduld, konnte sie gesichert werden während sie gerade dabei war, Leckerlis zu vergraben.
Ihr markantes Äußeres hatte bereits zuvor die Aufmerksamkeit von Tierschutzorganisationen geweckt, die jedoch ebenfalls erfolglos versucht hatten, sie einzufangen. Nach ihrer Sicherung zeigte sie sofort eine erste Annäherung: Sie leckte sanft die Nase ihrer Retterin und schmiegte sich an sie. Es wurde schnell deutlich, dass Aqua früher ein Zuhause hatte. Sie passte sich problemlos dem häuslichen Leben an, zeigte sich jedoch anfangs ängstlich gegenüber den größeren Hunden im Haushalt. Diese waren zu dem Zeitpunkt bereits älter und begegneten ihr mit Gleichgültigkeit.
In den ersten Monaten zeigte Aqua starkes Misstrauen gegenüber Menschen und anderen Hunden im Außenbereich. Nur zu zwei Bezugspersonen konnte sie Vertrauen aufbauen. Deshalb wurde entschieden, dass ein dauerhaftes Zuhause bei diesen Menschen für sie die beste Lösung sei. Ein Training mit positiver Verstärkung wurde begonnen. Anfangs reagierte sie auf das einfache Kommando Komm her mit Einnässen und Unterwerfungsgesten. Auch verschiedene Wortversuche änderten nur wenig an ihrer Reaktion das Rückruftraining blieb bis heute eine Herausforderung.
Aqua zeigt deutlich Anzeichen von früherem Missbrauch: Sie erschrickt bei schnellen Handbewegungen, fürchtet sich vor lauten Geräuschen, Gegenständen in Menschenhand und Gewittern. Auch Fremde und unbekannte Hunde verunsichern sie, wobei sie inzwischen bei ruhigem und sanftem Umgang sehr wohl Nähe zulassen kann. Grobe oder laute Menschen mit hektischen Bewegungen hingegen stressen sie sichtbar.
Typisch für ihr Verhalten ist das sofortige Hinlegen auf den Rücken als Ausdruck von Unterwerfung, Unsicherheit oder dem Wunsch nach Zuwendung. Vermutlich war dies eine Schutzstrategie in ihrer Vergangenheit.
Was Aqua am meisten liebt, ist menschliche Zuneigung. Sie ist eine wahre Sofakuschel-Hündin. Ihre Hygieneverhalten im Haus ist vorbildlich. Innerhalb des Haushalts sucht sie jedoch keinen Anschluss an andere Hunde weder an die festen noch an die Pflegehunde. Sie bevorzugt kleine, ruhige Hunde, größere verunsichern sie stark.
Am wohlsten fühlt sie sich in einem ruhigen, geschützten Raum, in dem sie sich sicher und geborgen fühlt. Bei Aufregung dreht sie sich im Kreis aus Freude oder Überschwang. Draußen zeigt sie eine beeindruckende Schnelligkeit und liebt es, sich zu bewegen, zu springen und zu rennen.
Fremden Hunden begegnet sie auf Spaziergängen meist mit Zurückhaltung. Wenn sie bedrängt wird, kann sie bellen oder knurren. Einige kleine Rüden mag sie jedoch sehr, begrüßt sie freundlich und sucht ihre Nähe.
Spielzeuge wie Lickimat, Kong oder ein Schnüffelteppich machen ihr viel Freude. Spaziergänge sind sowohl in der Natur als auch in der Stadt möglich, allerdings bevorzugt sie ruhige, wenig frequentierte Orte. Kinder, die laut und ungestüm sind, machen ihr Angst deshalb wird ein Zuhause mit älteren, ruhigen Kindern empfohlen.
Im eigenen Zuhause, im Garten und auf dem Grundstück ist sie Fremden gegenüber misstrauisch. Gäste, die sie nicht kennt, werden verbellt oder gemieden.
Wie bereits erwähnt, ist der Rückruf ohne Leine unsicher. Manchmal reagiert sie gut, in anderen Momenten lässt sie sich ablenken und entfernt sich, obwohl sie das Kommando kennt. Deshalb wird empfohlen, sie nur mit Leine oder in gesichertem Freilauf zu führen idealerweise in einem umzäunten Bereich.
Ein gut gesicherter Garten ist unerlässlich, da sie sich durch kleine Lücken zwängen kann. Sie liebt es, ihre Umgebung zu erkunden, verliert dabei aber leicht die Orientierung und ihre Menschen aus dem Blick was gefährlich sein kann.
Beim Kauen eines besonders leckeren Snacks zeigt sie Ressourcenverteidigung: Wenn versucht wird, ihr diesen wegzunehmen, knurrt sie oder droht zu schnappen. In solchen Fällen hilft ein einfacher Tausch gegen ein anderes Leckerli so lässt sich die Situation leicht entschärfen.
Anschrift Tierschutzorganisation:
Streunerhilfe Bulgarien e.V.
Scheffelstr. 35
10367 Berlin
Streunerhilfe Bulgarien e.V. besitzt eine Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz und garantiert die Durchführung und/oder Dokumentation der gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen zur Tiergesundheit vor Abgabe eines Tieres. Diese tierärztlichen Behandlungen werden in den EU-Heimtierausweis oder Impfpass eingetragen, welchen der neue Besitzer bei Übergabe des Tieres ausgehändigt bekommt.

