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Echsenratgeber:

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Gesundheits- und Pflegetipps für Echsenhaltung im Terrarium


Für die Pflege des Tieres bzw. Terrarientiere sollten Sie wöchentlich Zeit aufbringen können.
Die regelmäßige, gründliche Reinigung des Terrariums ist sehr wichtig. Der Kot muss entfernt und der Sand oder das Streu muss erneuert werden. Die Scheiben müssen gründlich gereinigt werden. Auch das Zubehör wie Kletteräste, Leuchtmittel etc. sollte gesäubert werden.

Krankheiten und Behandlungstipps
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Grundsätzlich gilt: Wenn Ihnen Verhaltensänderungen oder äußerliche Veränderungen am Tier auffallen und Sie diese und die Ursache dafür nicht eindeutig erschließen können, besuchen Sie einen Tierarzt, der sich mit Echsen auskennt und fragen Sie dort um Rat. Lieber einmal zuviel fragen, als mit einer falschen Behandlung dem Tier noch mehr zu schaden.

Parasitenbefall bei Echsen

Innerlicher Parasitenbefall: Würmer siedeln sich im Darm der Echsen an. Die Eier werden mit dem Kot ausgeschieden und sind für weitere Echsen im Terrarium sehr ansteckend. Mit bloßen Auge kann man den Wurmbefall nicht erkennen. Es rät sich also in regelmäßigen Abständen beim Tierarzt eine Kotuntersuchung durchzuführen. Wird ein Wurmbefall festgestellt, ist die Behandlung mit einem zu verabreichenden Wurmmittel relativ unkompliziert.
Gefährlicher ist der Befall durch Einzeller. Durchfall, Fressunlust und Schläfrigkeit sind die typischen Anzeichen für den Parasitenbefall. Umgehend sollte ein fachkundiger Tierarzt aufgesucht werden. Die Infektionen, die durch die Einzeller entstehen, können lebensgefährlich sein. Oft werden die Parasiten durch unreines Wasser oder Pflanzen aufgenommen. Nur der Tierarzt kann mit einer Kotuntersuchung die entsprechenden Parasiten feststellen und mit Antibiotika behandeln.

Äußerlicher Parasitenbefall: Milben sind häufige Parasiten bei Echsen, die von neuen Terrarienbewohnern oder anderen Haustieren wie Hund oder Katze angeschleppt werden können. Sie ernähren sich vom Blut der Opfer und verstecken sich in allen Ritzen und Spalten des Terrariums. Wenn der Befall auffällt, ist meist schon eine große Zahl an Milben im Terrarium. Die Echsen müssen aus dem Terrarium in einen enstprechende Ersatzbehälter gesetzt werden und das gesamte Terrarium mit allem Zubehör muss gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Die Echsen selbst müssen auch behandelt werden. Der Tierarzt verschreibt dafür eine spezielles Mittelchen.

Bakterien im Terrarium

Bakterielle Infektionen: Bakterielle Infektionen kommen nicht so häufig vor, sollten aber bei dem kleinsten Anzeichen vom Tierarzt untersucht werden, da die Infektion teilweise auch auf den Menschen übertragen werden kann.
Bei grünlich-flüssigen Kot zum Beispiel könnte eine Salmonellen-Infektion vorliegen. Vorsicht, dies kann auch auf Menschen übertragen werden. Das Tier sollte in jedem Fall aber vom Tierarzt untersucht werden.

Häufig infizieren sich Echsen mit Bakterien, die die sogenannte "Maulfäule" hervorrufen. Kleine Wunden im Mund und Rachen der Tiere entzünden sich und die Maulfäule entsteht. Erkennbar ist diese an gelben Mundinnenraum und Zahnfleisch. Die Folgen von einer unbehandelten Maulfäule sind lockere Zähne, Zahnausfall bis hin zum Tod der Echse. Die Maulfäule wandert nämlich dann bis in den Magen der Tiere. Eine solche Krankheit vorbeugen kann man, wenn man kleine Verletzungen im Mund desinfiziert. Sollte sich eine Wunde trotzdem entzünden, muss der Tierarzt aufgesucht werden.

Durch Zugluft oder Kälte kann sich die Echse einen Atemwegserkrankung einfangen. Schleim und Krusten an Mund und Nase sind ein Anzeichen für eine Infektion. Die Tiere werden schläfrig und atmen mit weit geöffneten Mund. Daraus kann schnell auch eine Lungenentzündung werden. Zusätzliche Wärme durch eine Rotlichlampe kann Abhilfe schaffen. Nach zwei bis drei Tagen ohne Besserung sollte der Tierarzt ein Antibiotikum verschreiben.

Mangelerkrankungen durch ausgewogene Ernährung vorbeugen
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Mangelerkrankungen: Echsen, die zu wenig Calcium oder Vitamin D zu sich nehmen bekommen häufig Beschwerden. Vor allem bei Jungtieren, die sich ja noch entwickeln sind die Folgen schwerwiegend. Verkrümmungen von Schwanz, Beinen, Kiefer oder Rücken kann eine sogenannten Rachitis hervorurfen. Die Knochen sind zu weich, da durch die Mangelernährung keine Kalkeinlagerungen im Knochen stattgefunden haben. Die Rachitis kann aber auch durch zu viel Füttern oder zu geringe UV-Bestrahlung entstehen.
Mit Multivitamin-Präpäraten,die eine hohe Calcium-Dosierung haben, kann man die Mangelerscheinungen behandeln. Der Tierarzt berät Sie in Sachen Präparat-Wahl und -Dosierung. Lesen Sie mehr über eine ausgewogene Ernährung für Terrarientiere und Echsen unter Echsenfutter, Ernährung und Tipps.

Heilung bei Verletzungen der Echsen


Äußerliche Verletzungen: Durch Raufereien mit anderen Echsen oder zu waghalsigen Klettern können sich die Echsen schnell verletzten und Hautabschürfungen oder Bisswunden erleiden. Solange die Wunde nicht klafft und genäht werden muss, können Sie diese selbst mit einer einfachen antiseptischen Salbe behandeln.
Beim Häuten der Tiere, wie bei Waranen oder Leguanen, entstehen nur Verletzungen, wenn das Tier falsch gehalten wird. Vitamin-Mangel, falsche UV-Bestrahlung oder Parasiten können dazu führen, dass die Häutung nicht ohne Verletzungen abläuft. Vitaminpräparate und der gute Rat des Tierarztes können dann helfen. Grundsätzlich macht es aber immer Sinn das Tier bei der Häutung zu unterstützen. Mit einer Sprühflasche kann man das Tier regelmäßig befeuchten und ihm so die Häutung erleichtern.

Eine Verletzungsgefahr für die Echsen bilden auch die Lampen im Terrarium. Wenn diese unzureichend mit einem Gitter geschützt sind, können die Tiere sich daran verbrennen. Leichte Verbrennungen werden dann mit einer Heilsalbe behandelt. Bei schweren oder nicht heildenden Verbrennungen sollte der Tierarzt aufgesucht werden.

Im Zweifelsfall zum Tierarzt

Beobachten Sie Ihre Echsen regelmäßig. Erstmal belohnen Sie so auch Ihre Arbeit und können sich an den Tieren im Terrarium erfreuen. Es ist aber so auch viel einfacher Verhaltensänderungen und somit Krankheiten, Paarungen und so weiter festzustellen. Sollte sich keine Besserung einstellen oder wirkt das Tier apathisch, suchen Sie einen Tierarzt auf. Wir wünschen gute Besserung.

 

 

Weitere Themen im Echsenratgeber:

I Artgerechte Haltung I Ernährung I

 

 

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