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Hundeerziehung ohne Stress - Tipps und Tricks

Wer führt wen an der Leine? - Eine Frage der Erziehung

Hundeerziehung beginnt mit dem Welpenalter - schon Welpen wollen erzogen werden. Sie freuen sich etwas zu lernen und müssen auch schnell stubenrein werden. Wer ein paar Tipps und Tricks beachtet, wird mit der Hundeerziehung erfolgreich sein.

Autorität ist der Schlüssel zur Hundeerziehung
hunde

Mit einer Mischung aus Verständnis und Strenge sollte der Hundebesitzer, der ja die Position des Rudelführers einnimmt, konsequent auf die Befolgung seines Willens achten – wobei das Lob an oberster Stelle steht. Das motiviert den Hund und er wirkt freudig an seiner Erziehung mit.
Neben der Autorität muss der Hundeerzieher folgende Eigenschaften mitbringen:
  • Konsequenz
  • Geduld
  • Freundlichkeit
  • Gelassenheit

Außerdem ist es wichtig, auf die Stimme zu achten:
Befehl (entschlossener Tonfall), Lob (zufrieden) und Tadel (unzufrieden) müssen einen für den Hund verständlichen Tonfall haben. Hunde achten auf die Körpersprache. Mit den Armen herumfuchteln oder Zappeln bringt den Vierbeiner nur durcheinander. Stimme und Körpersprache sollten dasselbe aussagen, deshalb ist es ratsam, zu jedem Befehl eine entsprechende Handbewegung zu machen.
Der Hund muss verstehen, was von ihm verlangt wird. Dazu muss der Hundebesitzer seinen Hund „lesen“. Hat der Hund einen Befehl verstanden, muss er ihn auch ausführen.

Manche Hunderassen lassen sich sehr gut erziehen, wie zum Beispiel die Französiche Bulldogge oder der Golden Retriever. Keine Anfängerhunde sind allerdings der Mops oder der Jack Russel Terrier, da diese einen Sturkopf haben und nicht sehr gehorsam sind. Auch Charakterhunde wie der Dackel sind nicht leicht zu erziehen.

Vom ersten Tag an - Hundeerziehung für Welpen

Die Erziehung des Hundes beginnt am Tag seines Einzugs. Mit sanfter Konsequenz muss der Welpe von Anfang erfahren, was er darf und was nicht. Lesen Sie hier mehr Informationen zur Welpenerziehung.
Klare Linien sind wichtig – das kann dem Hundebesitzer viel Kummer ersparen. Dazu gehört es, den Welpen stubenrein zu trainieren. Das gilt für das grundsätzliche Zusammenleben ebenso wie für bestimmte Übungen und Trainingseinheiten. Und nie vergessen: Spielerisch lernt sich’s am besten!

Ruheplatz

Es ist wichtig, von Anfang an zu klären, wo der Hund liegen darf und wo nicht. Wenn die Dogge als süßer Welpe auf das Sofa durfte, wird sie sicher nicht verstehen, wieso das irgendwann anders sein sollte. Der Hund bekommt einen Platz für tagsüber, selbstverständlich dort, wo sich auch „sein Rudel“ aufhält. Die Nacht möchte der Hund auch gerne in der Nähe seiner Menschen verbringen, deshalb sollte er im Schlafzimmer oder im Raum davor auch ein Plätzchen haben.

An der Leine
hunde

Wer führt hier wen? Richtig an der Leine gehen bedeutet, dass der Hundebesitzer seinen Vierbeiner führt und nicht umgekehrt. Auf welcher Seite der Hund laufen soll, muss jeder selbst entscheiden. Für Begleit- und Schutzhundeprüfungen muss der Hund links gehen, für den alltäglichen Gebrauch ist es allerdings zweckmäßiger, den Hund rechts laufen zu lassen, auf der dem Verkehr abgewandten Seite. Und so geht’s: Hund an die Leine nehmen und losmarschieren. Der Hund läuft freudig mit, es folgt ein Lob. Richtungswechsel erfordern die Aufmerksamkeit des Hundes, außerdem macht ihm die flotte Übung Spaß. Wenn er zögert, ermuntert der Besitzer den Hund. Zieht er an der Leine, genügt beim Welpen ein kurzer Ruck als Verweis. Konsequente Ermahnung beim Ziehen verhindert, dass es zur Untugend wird. Nach der Ermahnung wieder locker lassen. In Verbindung mit dem Befehl „Fuß“ klappt’s bestimmt auch bald ohne Leine.

Komm und Aus

Einfach von dem Welpen weggehen und dabei „Komm“ sagen. Weil er immer bei seinem Herrn bleiben will, wird er sofort folgen. Kräftig loben!
„Aus“ ist wichtig, um dem Hund etwas aus seinem Fang zu nehmen – ob Spielzeug, Knochen oder undefinierbare Beute. Ein Griff von oben auf die Schnauze, die Lefzen gegen die Zähne drücken, und schon geht das Maul auf. Loben!

Sitz, Platz und Bleib

Das Kommando „Sitz“ wird anfangs damit unterstützt, indem der Hundebesitzer das Becken des Hundes leicht nach unten drückt. Vor allem im Straßenverkehr ist es wichtig, dass der Hund diese Übung beherrscht. An jeder Straßenecke sollte der Hund irgendwann von alleine stehen bleiben und sich vielleicht auch setzen. Das kann man zu Beginn ritualhaft wiederholen – Hunde lieben Rituale, sie gehen ihnen in Fleisch und Blut über.
Der Befehl „Leg dich hin“ folgt dem Sitzen. Zur Unterstützung zieht man dem Hund die Vorderläufe weg und drückt seinen Rücken nach unten. Liegt der Hund, ist Loben angesagt. Will er gleich wieder aufstehen, wieder hinunterdrücken. Übung macht den Meister… Zuhause wird der Hund mit dem Befehl „Platz“ in seinen Korb geschickt. Gehorcht er nicht, führt der Hundebesitzer den Welpen zu seinem Platz – und gibt das Kommando „Bleib“: Der Hund soll liegen bleiben, auch wenn sich der Besitzer entfernt. Die flache Hand vor das Gesicht des Hundes halten und langsam weggehen. Hat es geklappt, gibt’s ein dickes Lob.

Alleine bleiben

Jeder Hund muss lernen, alleine zu bleiben, schließlich kann er nicht überallhin mit. Allerdings sollte es nicht zur Regel werden, dass der gesellige Hund täglich mehr als vier Stunden alleine bleibt.
Auf den Befehl „Bleib“ oder „Warte“ verlässt der Hundebesitzer den Raum und schließt die Tür. Einige Minuten ruhig abwarten. Kratzt der Hund an der Tür oder winselt, folgt ein scharfes „Aus“. Jetzt auf keinen Fall ins Zimmer gehen, da der Hund sonst davon ausgeht, dass der Besitzer auf sein Winseln hin zurückkommt. Erst wenn er sich ruhig verhält, ins Zimmer gehen und den Hund streicheln und loben. Die Zeitspanne kann nun immer weiter ausgedehnt werden, der Hundebesitzer entfernt sich immer weiter von dem Zimmer und verlässt schließlich die Wohnung.

 

 

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