Der große Nutztiere-Ratgeber
Schafe - Tipps für Haltung und Schafzucht
Schafe gehören zu den ältesten Haustieren der Menschen. Bereits vor 11000 Jahren züchtete man sie im Orient. Das Mufflon ist die Stammform der Schafe. Da sie sehr genügsam und anpassungsfähig an klimatische Bedingungen sind, hält man sie als Haustiere sehr gern. Schafe sind Herdentiere, die Böcke hingegen sind Einzelgänger und kommen nur zur Paarungszeit zur Herde.

Heidschnucke mit Lamm
Schafe als Nutztiere
Schafe werden natürlich zur Fleischgewinnung genutzt. Heute nutzt man sie auch zur Milchgewinnung, es werden Joghurt, Käse oder Kefir hergestellt. Kerzen und Seife fertigt man aus ihrem Talg, für die Bestellung der Felder wird Dung genutzt.
Wie werden Schafe gehalten?
Schafe können auf verschiedenen Standorten gehalten werden. Da sie Bewegungstiere sind, brauchen sie also viel Platz und Bewegung. Besonders artgemäß ist die Weidehaltung, hier können sie ihr Futter weitläufig suchen. Schafe sind Wiederkäuer, ihr Nährstoffbedarf muss jedoch ausreichend gedeckt sein. Auf einer Standweide haben die Schafe auch ausreichend Platz, diese muss jedoch eingezäunt sein. Diese Weide hat jedoch den Nachteil, dass sie schnell mit Kot verunreinigt und viel Futter zertrampelt werden kann. Eine Heugewinnung ist hier auch nicht möglich.
Weiden und Wiesen für Schafe
Die Umtriebweide ist optimal, den Schafen steht nur ein kleiner Teil zum Abgrasen zur Verfügung, die anderen Teile können nachwachsen, bis auch hier die Schafe grasen. Auch kann man so das Heu ausreichend gewinnen. Nachteilig ist nur, dass die Schafe regelmäßig umgetrieben werden und Zäune umgesteckt werden müssen. Einige Schafrassen leben nur im Stall oder Unterstand. Damit alle Tiere freien Zugang haben, muss jedoch eine Seite offen bleiben. Schutz gegen Kälte und Nässe bietet ein Stallvorplatz mit überstehendem Dach. Zweckmäßige Futtertröge werden an der hinteren Wand angebracht und auch der Wassertrog muss für alle gut erreichbar sein. Günstige Ausstattungen für Nutztiere finden sich über die Kleinanzeigen.
Die Schafzucht - Wie züchtet man Schafe?
Hat man eine Herde Milchschafe und keinen Bock, kann dieser auch ausgeborgt werden. Über die Kleinanzeigen für Schafe finden sich Schafböcke für die Schafzucht. Böcke werden spätestens mit zwölf Monaten deckfähig, die weiblichen Schafe nach achtzehn Monaten geschlechtsreif. Sie müssen jedoch 80 % ihres Endgewichts haben, sonst sind ihre geborenen Lämmer zu klein und schwach. Die Paarungszeit liegt im Herbst, die Brunst dauert bis zu 36 Stunden. Am Urin des Weibchens erkennt der Bock die Paarungsbereitschaft. Ist das weibliche Schaf trächtig, werden nach 150 Tagen kleine Lämmer geboren. Das Schaf bekommt nur bestes Futter und eine Wurmkur, bis zur Geburt sollte es selten gemolken werden. Die Nabelschnur reißt allein ab, Schleim und Blut aus der Nase und dem Maul des Lämmchens sollte jedoch entfernt werden. Bereits nach zwanzig Minuten steht es auf den Beinen und verlangt das mütterliche Euter. Ab der zweiten Woche kann das Lämmchen bereits Heu fressen. Soll das Mutterschaf nicht als Milchschaf genutzt werden, kann das Lämmchen drei bis fünf Monate von der Mutter Milch trinken.
Aktuelle Kleinanzeigen zu Schafen
Weitere Kleinanzeigen für Schafe und Nutztiere hier.
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Fotoquelle: markt.de Kleinanzeige