Ölgemälde - Geschichte und Techniken
Ölgemälde im Angebot

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Alte Schätze im Schrank
Oft findet man bei Haushaltsauflösungen, Erbschaften oder Entrümpelungen auf dem Dachboden oder in der letzten Ecke eines Schrankes ein Ölgemälde aus vergangenen Zeiten. Hinter jedem dieser Kunstwerkte kann sich eine wertvolle Antiquität verstecken. Nicht selten stoßen Kunstkenner über Kleinanzeigen auf wertvolle Bilder.
So entsteht ein Ölgemälde
In der klassischen Malerei wurde zuerst eine Risszeichnung erstellt, die dann auf die Bildfläche, entweder eine weiß grundierte Schieferholztafel oder eine Holztafel, die mit dünnem Leinenstoff bestpannt wurde,übertragen. Diese sogenannte Schattenform wurde mit Eitemperafarbe, z.B. Siena, Ultramarin oder Schwarz oder der heutzutage gebräuchlichen Japantusche hergestellt. Danach wird das Gemälde mit einer durchscheinenden Lasur aus Harzölfarbe lasiert. Anschließend werden deckende schwarze und ockerfarbene Ölfarben aufgetragen und mit Weißhönung bearbeitet. Weißhönung bedeutet hierbei das Spiel mit Licht und Schatten. Mit weißer Tempera wird das Licht aufgemalt, und sorgt Plastizität und Dreidimensionalität.Der Altmeister Tizian trug bis zu 150 Schichten auftrugen. Anschließend werden farbenfrohe Farblasuren in Öl- oder Öl-Harz-Farbe auf das Bild aufgetragen. Dies geschieht zum Teil in mehreren Schichten, solange bis die gewünschte Plastizität erreicht ist. Dann wird mit Leinöl ein Firnis aufgetragen und dass Gemälde muss daraufhin 4 bis 5 Tage trocknen. im Anschluss werden die einzelnen Formpartien mit der gewünschten Farbe behandelt. Diese Formpartien müssen jedes Mal trocknen, bevor eine neue Farbschicht aufgetragen werden kann. Als darf also nur sehr sparsam mit der Farbe gearbeitet werden um keine Formpartien abzudecken. Je kräftiger die Untermalung ausgearbeitet wurde, umso einfacher ist es die folgenden Farbschichten aufzubringen.
Trocknen und Lasuren
Da jede einzelne Malschicht zuerst trocknen muss, bis weitergearbeitet werden kann, kann sich das Malen eines Bildes in dieser zeitaufwendingen Technik über Jahre hin erstrecken. Bei der Vermischung von Form und Farbe wird die Ton-in-Ton-Technik angewendet. Hierbei wird auf bereits farbigem Grund, meist eine Erdfarbe, gearbeitet.Die Umrisse werden mit dunkler Erdfarbe oder farbigem Grau aufgemalt und müssen danach erstmal trocknen. Dann wird mit der Weißhöhung aus Eitempera begonnen. Die weiße Farbe ist hierbei schon eingetönt. So kann das Farbspiel der Lokalfarben durch Untermischen von Rot, Blau, Gelb etc. bestimmt werden. Dann wird ein farbiger Zwischenfirnis im Grundton aufgetragen. Am Ende schließlich wird mit farbigen Lasuren lasiert. Bei der häufig verbreiteten Primamalerei wird sofort mit dem Auftrag der Farblasur begonnen, wobei das Mischen der Farben auf einer getrennten Palette erfolgt. Diese Technik wird jedoch hauptsächlich von wahren Könnern angewandt, da man falsch aufgetragene Farbschichten nicht wieder korrigieren kann. Außerdem gibt es noch die Mischtechnik, bei der verschiedene Bindemittel verwendet werden und wird hauptsächlich in Europa verwendet.
Wie erkennt und bewertet man Ölgemälde?
Echte Ölgemälde erkennt man an einer Farbbrillianz, die mit keiner anderen Maltechnik erreicht werden kann. Ganz normal sind bei sehr alten Ölgemälden auch Risse über das Bild verteilt oder ein gelblicher Gilbschleier. Dies ändert jedoch nichts am Wert des Gemäldes, da dieses natürlich von einem Fachmann restauriert werden kann, und dadurch seinen ursprünglichen Wert wieder erreicht. In der Ölmalerei herrscht eine strikte Trennung von Form und Farbe, was dazu führte, dass sich auch surrealistische Künstler wie Salvador Dalí dafür begeistern konnten. Lesen Sie weiter im Ratgeber Antiquitäten: echtes Kunstwerk oder wertvolle Fälschung?, wenn Sie sich über die Provenienz Ihres Gemäldes sicher seien wollen.
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78579 Neuhausen ob Eck
25.05.2013
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